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Über dieses Buch

Am Beispiel der Planung und des Baus von Produktionsanlagen der chemischen und petrochemischen Industrie zeigt der Verfasser das Zusammenspiel der verschiedenen Aktivitäten beim allgemeinen verfahrenstechnischen Anlagenbau auf. Das Buch vermittelt in systematischer Weise nicht nur das Entstehen einer Anlage in allen Stadien bezüglich Projektmanagement und Fachplanungsfunktionen, sondern es beschreibt auch das wirtschaftliche und gesetzliche Umfeld mit Grundsituationen aus der Praxis des Anlagenbaus. Dem Jungingeneieur, der in die faszinierende Welt des Anlagenbaus hineinwachsen möchte, wird die Chance gegeben, sich umfassend und schnell in dieses Tätigkeitsfeld einzuarbeiten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Projektleitung als technisch-wirtschaftliche Organisationsaufgabe

Zusammenfassung
Der oberste Grundsatz wirtschaftlicher Tätigkeit fordert, die begrenzt verfügbaren Mittel möglichst ökonomischeinzusetzen. Übertragen auf den Betrieb verfahrenstechnischer Anlagen mit ihren meist hohen, langfristigen Kapitalbindungen heißt er: DieAnlagen müssen den im Verlauf der Zeit oft qualitativ und/oder quantitativ wechselnden Produktionsauftragmit geringstmöglichen Kosten zuverlässig erfüllen. Geringstmögliche Kosten bedeutet im einzelnen
  • niedrige Betriebskosten durch optimale Wirkungsgrade bei der Umwandlung der Einsatzrohstoffe, durch kleinen Energie-, Bedienungs- sowie Instandhaltungs- und Reparaturaufwand, Unfallunsicherheit, Umweltfreundlichkeit;
  • niedrige Kapitalkosten durch kleinstmögliche Investitionskosten für Forschung,Entwicklung, Planung und Bau der für den vorgenannten Zweckerrichteten Produktionsanlagen.
Gerhard Bernecker

2. Anlagenbau aus dem Blickwinkel der beteiligten Interessenten

Zusammenfassung
Die Zeiten, in denen z. B. chemischer Anlagenbau von einem Chemiker zusammen mit einem Kesselschmied und einem Schlosser betrieben wurde, sind heute als nostalgische Erinnerung zu betrachten. Angesichts des im modernen Anlagenbau erforderlichen Planungs- und Ausführungsaufwandes verlockt ein solches Bild vom Ursprung zu heiter-wehmütigem Schmunzeln, zeln.
Gerhard Bernecker

3. Gesetzliche Grundlagen für Anlagenbau und -betrieb

Zusammenfassung
Für Planung, Bau und Betrieb verfahrenstechnischer Anlagen sind eine erhebliche Anzahlgesetzlicher Bestirnmungen und ein umfangreiches technisches Regelwerk zu beachten. Demmit der Materie nicht im Detail Vertrauten erscheinen sie unübersichtlich und verwirrend, solange darin keine logische Ordnung zu erblicken ist. Daher wird nachfolgend versucht, einen systematischen Überblick über die gesetzliche Basis von Anlagenbau und -betrieb in der Bundesrepublik Deutschland zu vermitteln. Dadurch soll sowohl dem Anlagenbetreiber wie auch dem Anlagenplaner die Möglichkeit gegeben werden, die eigene Tätigkeit in der Gesamtheit der gesetzlichen Forderungen zu sehen. DasVerständis dieser Zusammenhänge wird sich positiv auf die komplexe Aufgabe auswirken,die der Baueiner verfahrenstechnischen Anlage darstellt.
Gerhard Bernecker

4. Das Vorprojekt

Zusammenfassung
Für den Anlagenbetreiber als Initiator des Baus verfahrenstechnischer Anlagen beginnt ein Anlagenbauprojekt mit der Marktanalyse und endet mit der Bedienung des Marktes mit demProdukt. Die Errichtung der Anlage erfordert aktivierungspflichtes Kapital. DieVerfügung über die Investitionsrnittel liegt beirn Vorstand bzw. Aufsichtsrat eines Unternehrnens. Dem Entscheidungsgremium werden zu einem meist im Ablauf des Geschäftsjahres feststehenden, sich jährlich wiederholenden Terrnin die Investitionsanträge für das Geschäftsjahr oder -halbjahr zur Bewilligung vorgelegt. Je nach Größe der Objekte und des Unternehrnens werden Einzelprojekte oder zusammengefaßte Gruppen von Vorhabengenehrnigt oder Rahmenbewilligungen erteilt. Über Vorhabenvon außerordentlicher Bedeutung wird in Einzelfällen auch außerhalb der turnusmäßigen Termine entschieden.
Gerhard Bernecker

5. Verfahrensentwicklung

Zusammenfassung
Das Verfahren ist eine Vorschrift
  • ZUI Vorbereitung der eingesetzten Rohstoffe,
  • zum Ablauf der Reaktion sowie
  • ZUI Aufarbeitung der Reaktionsprodukte zu spezifikationsgerechten Endprodukten.
Gerhard Bernecker

6. Verfahrensauslegung für großtechnische Anlagen (basic design)

Zusammenfassung
Den Abschluß einer erfolgreichen halbtechnischen Entwicklungsarbeit bildet eine Dokumentation, die das Verfahren in allen verfahrenstechnisch wichtigen Details festlegt. Diese Praxishat einenmehrfachenZweck:
  • Das Entwicklungsteam wird gezwungen, seine Überlegungen, Untersuchungen, Berechnungen in klare, am späteren Objekt nachprüfbare Aussagen urnzuwandeln, für die es sichtbar die Verantwortung trägt, In die Abwicklungsphase hinübergeschleppte Änderungen, die sich bei ausreichender Systematik der Überlegungen vor Arbeitsbeginn der Fachplanungsgruppen vermeiden lassen, werden reduziert.
  • Die Form der Darstellung ermöglicht es Fachleuten des Anlagenbaus, die keine speziellen Kenntnisse des neuen Verfahrens besitzen, es zu überprüfen und zu begutachten.
  • Die verschiedenen am Anlagenbauprozeß beteiligten Fachplanungsfunktionen erhalten schriftlich die Unterlagen, mit denen sie weiterarbeiten und ihr Spezialwissen einbringen können. Sie sind häufig überfordert, und es ist ineffektiv, wenn ihnen das ganze Verfahren dargestellt wird, statt ihnen einige präzise Daten in demfür sie wichtigen Umfang zu liefem.
Gerhard Bernecker

7. Planungsabwicklung

Zusammenfassung
Ein Tag, der zu Beginn der Planungsabwicklung verloren wird, kann leicht eine Verschiebung des Endtermins von einer Woche oder überproportional hohe Kosten für Anstrengungen in späteren Planungsstufen verursachen, um diese Woche Verzögerung zu vermeiden. Im Bewußtsein der Bedeutung dieser Anfangsphase und des Wertes jeden Tages darf sich der Projektleiter jedoch nicht zu einer hysterischen Aktivität an Teilaspekten hinreißen lassen, wozu er vielfach gedrängt wird. Seine Erfahrung, Umsicht und Sorgfalt, im Moment des Abwicklungsbeginns klar und vorurteilslos sehr rasch die dem Gesamtobjekt angemessenen Maßnahmen zu erkennen, einzuleiten und durchzusetzen, sind wesentlich für den terminlichen und finanziellen Erfolg von Planung und Bau der Anlage. Falls diese Festlegungen nicht schon im Rahmen des Vorprojektes getroffen wurden, besteht jetzt die letzte Chance, das Gesamtprojekt planvoll anzugehen.
Gerhard Bernecker

8. Beschaffung

Zusammenfassung
Vom Technischen Einkauf werden die für die Errichtungder verfahrenstechnischen Anlage erforderlichen Ausrüstungen und Dienstleistungen beschafft. Er schließt mit geeigneten Vertragspartnem die erforderlichen Kauf- bzw. Werkslieferverträge ab. Der Technische Einkauf kann als Detailplanungsfunktion betrachtet werden, die die rechtlichen Belange aus BGB und „verkehrsiiblicher Sitte“ desVertragsrechts bei der Beschaffung wahmimmt. Wie für alle Detailplanungsfunktionen gilt die Grundforderung, daß sowohl die Ergebnisse der Arbeit möglichst preisgünstig sein sollen als auch die Abwicklungsarbeit zu möglichst geringen Kosten erfolgen soll.
Gerhard Bernecker

9. Montage

Zusammenfassung
Unter Montage werden alle Arbeiten zusammengefaßt, die zur physischen Errichtungder Anlage auf der Baustelle zu erledigen sind. Sie ist ein wichtiges Teilprojekt im Rahmen des Gesamtprojektes. Sowohl für die Montageplanung wie auch -abwicklung gelten in besonderem Maß die Grundsätze erfolgreicher Projektleitung.
Gerhard Bernecker

10. Inbetriebnahme

Zusammenfassung
In dem Bestreben, möglichst geringe spezifische Investitions-, Rohstoff-, Energie- und Personalkosten zu erreichen, sind in den 60er Jahren verfahrenstechnische Anlagen in Größen gebaut worden, wie sie noch ein Jahrzehnt zuvor für nicht realisierbar gehalten wurden. Diese grofsen Einstranganlagen haben zum Tell in spektakularer Weise durch Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der Inbetriebnahme von sich Reden gemacht. Als Ursache dafür läßt sich eine in ihren Auswirkungen zunächst nicht in dem Maß erwartete Kumulation von Einflüssen nennen, deren Trend sauch heute noch den Anlagenbau und -betrieb bestimmen:
  • Auslegungszuschläge („Sicherheitszuschlage“) werden reduziert durch verbesserte Berechnungsmethoden der Verfahrensgrundoperationen. Früher oft erforderliche gröbere Abschätzungen mit entsprechenden Reservezuschlägen werden ersetzt durch quantifizierte Ergebnisse einer Variantenoptimierung, die mit Computerprogrammen relativ preiswert möglich geworden ist.
  • Zwischenspeichervolumina zwischen Verfahrensstufen oder Teilkreisläufen werden reduziert oder weggelassen. Dadurch werden bei großen Anlagen erhebliche Investitionskosten eingespart. Außerdem sind sie zumTeil sinnlos geworden, weil durch eine vielfache Verschachtelung von Verfahrensabläufen ein isolierter Betrieb einzelner Verfahrensstufen oft nicht mehr möglich ist. Man kann nur die ganze Anlage betreiben oder gar nichts.
  • Reserveaggregate für teure Großausrüstungen, von denen in der Regel die Funktion der Gesamtanlage abhängt, werden nicht installiert,da sonst ein großer Tell der Investitions-Kostenvorteile der riesigen Einstranganlagen verloren ginge.
  • Überwachung und KontrolIe dieser Anlagen ist oft nur mit Analysengeräten möglich, die erheblich störanfalliger sind als z.B. einfache physikalische Meßkreise für Druck oder Temperatur.
Gerhard Bernecker

11. Schrifttum

Ohne Zusammenfassung
Gerhard Bernecker

Backmatter

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