Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch will Banken und Sparkassen dabei unterstützen, die schon in anderen Branchen gemachten Fehler bei der Umsetzung der Plattformökonomie zu vermeiden. Dazu werden die wichtigsten Plattformmodelle anderer Branchen skizziert und es wird systematisch aufgezeigt, welche Geschäftsmodelle und Optionen plattformökonomisch im Banking zur Verfügung stehen. Die digitale Revolution stellt gerade den Bankensektor auf den Kopf. Den letzten Kick dazu gab die neue Zahlungsdienstrichtlinie der EU, die im September 2019 in Kraft getreten ist. Sie soll den Wettbewerb verstärken und die Teilnahme von Nichtbanken am Zahlungsverkehr erhöhen. Was aus Verbrauchersicht durchaus von Vorteil sein kann, bedeutet für die Bankenwelt eine enorme Zäsur und bricht ihr lukratives Monopol beim Zugriff auf Kontodaten. Für Banken geht es nun schlicht und ergreifend darum, sich entweder von FinTechs und branchenfremden Plattformen auch bei komplexen Bankprodukten die Butter vom Brot nehmen zu lassen oder aber mit einer eigenen wettbewerbsfähigen Plattformlösung zu kontern. Jedoch ohne zeitraubende Experimente, denn die FinTechs sowie vor allem externe Plattformen und Vergleichsseiten wie Check24 oder Verivox haben die Bankkunden bereits ins Visier genommen.
Der Inhalt• Standortbestimmung der Plattformökonomie• Plattformökonomie für Finanzdienstleistungen• Customer Journey: Bankkunden und ihre Entscheidungswege• Digital Readiness der Banken und Sparkassen • Zukünftige Plattformmodelle für Sparkassen und ihre Bewertung

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Standortbestimmung der Plattformökonomie

Zusammenfassung
Die Bankenbranche steht vor großen Herausforderungen. Plattformen und digitale Technologien sowie die dadurch initiierte Veränderung des Kundenverhaltens lassen einen rasanten Wandel im Banking erkennen. Dieser erinnert an die digitale Disruption bankenfremder Branchen durch Firmen, die als Vorreiter in der Plattformökonomie gelten: Google, Amazon, Facebook und Apple. stehen mit ihrer dominanten Marktstellung im Zentrum der digitalen Ökonomie, weswegen die sogenannte Plattformökonomie auch als „GAFA-Ökonomie“ bezeichnet wird.
Gerrit Heinemann, Klaus Kannen, Sebastian Bleil

2. Plattformökonomie für Finanzdienstleistungen

Zusammenfassung
Die zweite Payment Service Directive (PSD2) der EU zwingt Banken, über Schnittstellen ihre Systeme für Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienste zu öffnen, womit diese per Regulierung quasi zu offenen Banking-Plattformen werden. Aus der Plattformökonomie bankenfremder Branchen lassen sich dabei wichtige Erkenntnisse für die Modellierung von Plattformen im Banking ableiten.
Gerrit Heinemann, Klaus Kannen, Sebastian Bleil

3. Customer Journey: Bankkunden und ihre Entscheidungswege

Zusammenfassung
Die Kunden von heute erwarten, dass Anbieter sie über alle Kanäle und Prozessschritte hinweg mit einem abgestimmten Auftritt begleiten. Die Plattformökonomie mit ihrer hohen Preistransparenz und der 24-Stunden-Verfügbarkeit verändert auch die Erwartungen der stationären Kunden, die sich zunehmend an den Branchenführern orientieren. So sinkt die Kundentoleranz gegenüber fehlender Verfügbarkeit, langen Wartezeiten und mangelnder Kanal-Integration weiter ab. Kunden erwarten Multi-Channel-Services oder Online-Buchung von Beratung. Und auch im Banking findet die Positionierung zunehmend auf den Websites der großen Plattformen statt, während sich der Zugang zu den eigenen Finanzen immer mehr auf Smartphones verlagert. Vor allem die Generation Z – also die heute unter 20-Jährigen – wächst mit Künstlicher Intelligenz, Sprache als Interface und Distributed-Ledger-Technologie auf und nutzt Innovationen noch schneller als die Generation Y. Für sie ist das Smartphone das wohl wichtigste Element des Alltags. Die neue Finanzwelt von FinTechs, BigTechs und Neobanks wird von ihnen entwickelt und genutzt. Sie wollen die beste Bank zum günstigsten Preis, und vor allem Personen mit höherem Einkommen suchen aktiv nach preiswerten Finanzangeboten – also eine Casual Bank.
Gerrit Heinemann, Klaus Kannen, Sebastian Bleil

4. Digital Readiness der Banken und Sparkassen

Zusammenfassung
Generell lässt sich sagen, dass die Sparkassen eine gute Basis für die Plattformökonomie mitbringen und sich der Herausforderungen zum großen Teil bewusst sind. Was fehlt, ist die Umwandlung dieser Basis in Chancen und Vorteile. Sicherlich gehören bereits real existierende Plattformen zu den großen Bedrohungen der Branche, jedoch sind diese Anbieter in erster Linie bankenfremde Marktplätze und Vergleichsportale, die noch keine große Historie oder Expertise in Finanzprodukten jeglicher Art aufweisen. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich nur darüber spekulieren, wie Amazon und andere reine eCommerce-Player ihr Angebotsportfolio hinsichtlich Finanzdienstleistungen visualisieren und aufstellen werden, jedoch sind Sparkassen und andere Finanzdienstleister aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung inhaltlich klar im Vorteil und sollten sich hinsichtlich ihrer Online-Auftritte an den Best Practices der hier vorgestellten Studie orientieren.
Gerrit Heinemann, Klaus Kannen, Sebastian Bleil

5. Zukünftige Plattformmodelle für Sparkassen und ihre Bewertung

Zusammenfassung
In Anlehnung an bankenfremde Plattformmodelle sowie bereits existierende Banking-Lösungen ist eine Vielzahl unterschiedlicher Optionen für Sparkassen denkbar. Diese müssen bewertet werden, wofür mehrere Sichtweisen relevant sind. Neben der Kundensicht sollten auch die Sicht der Banken als Anbieter sowie die Wettbewerbssicht Berücksichtigung finden. Die Bewertung erfolgt auf Basis eines Scoring-Modells.
Gerrit Heinemann, Klaus Kannen, Sebastian Bleil

6. Umsetzung digitaler Plattformmodelle und Ausblick

Zusammenfassung
Abschließend werden den Banken und Sparkassen Empfehlungen für eine „All-in-One“-Plattformlösung auf White-Label-Basis (B2B2C) gegeben. Die Banken sollten sich dabei an der „Frictionless Business Intelligence“ orientieren, wie sie in anderen Branchen bereits üblich ist, und versuchen, nach dem Vorbild des Casual Banking Geschäftsmodelle revolutionär weiterzuentwickeln. Dabei ist die Integration von FinTechs und KI elementar.
Gerrit Heinemann, Klaus Kannen, Sebastian Bleil

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise