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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In komplexen Themengebieten, wie der Umweltpolitik, sind Regierung und Parlament auf externe Beratungsleistungen angewiesen. Ob es um Fragen des Klimawandels, der Biodiversität, des Flächenverbrauchs oder hormonell aktiver Chemikalien geht — für eine informierte Entscheidungsfindung benötigt die Politik Expertenwissen. Seit der Institutionalisierung der Umweltpolitik zu Beginn der 70er Jahre hat sich ein vielfältiges Beratungswesen etabliert. Heute stellt sich daher nicht mehr die Frage nach der Notwendigkeit von Umweltpolitikberatung allgemein, sondern nach ihrer Funktionsfähigkeit und Ausgestaltung unter spezifischen gesellschaftlichen Kontextbedingungen. Moderne Politikberatung ist vor dem Hintergrund zunehmender Ausdifferenzierung und Pluralisierung von gesellschaftlichen Strukturen und Ansprüchen zu sehen.
Harald Heinrichs

2. Gesellschaftstheoretische Grundlegung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird als Orientierungsrahmen für die Studie ein Konzept entwickelt, daß ich als „pluralistische Wissensgesellschaft“ bezeichne. Zunächst wird anhand von einschlägigen soziologischen Theorien die gesellschaftliche Ausdifferenzierung dargestellt. Die chronologische Zusammenschau der in verschiedenen Epochen jeweils zentralen differenzierungstheoretischen Ansätze stellt die aktuelle Gesellschaftsformation in den historischen Vergleich.
Harald Heinrichs

3. (Umwelt)Politikberatung

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel wurden allgemeine gesellschaftliche Veränderungsprozesse und der Funktionswandel von Experten und Expertisen aufgezeigt. Im folgenden wird analysiert, wie sich die wissenschaftliche (Umwelt)Politikberatung entwickelt hat. Dazu bietet sich zunächst eine Skizzierung der Umweltpolitik in Deutschland an. Im Anschluß daran werden normative, empirische und theoretische Analysen und Konzepte der wissenschaftlichen Politikberatung betrachtet. Den thematischen Rahmen für die empirische Analyse umweltpolitischer Beratungssysteme im zweiten Teil der Arbeit setzt der Nachvollzug der Entwicklung der Umweltpolitik wie der wissenschaftlichen Politikberatung.
Harald Heinrichs

4. Zielsetzung und Untersuchungsdesign

Zusammenfassung
Der in den vorangegangenen beiden Kapiteln entfaltete theoretische Rahmen, läßt sich für die Zielsetzung der empirischen Studie auf sechs zentrale Aspekte verdichten. Diese Aspekte stellen die Grundlage dar für die Ausführungen im zweiten Teil dieser Arbeit.
Harald Heinrichs

5. Rekonstruktion der Beratungssysteme

Zusammenfassung
Im folgenden werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung dargestellt. Anhand der Interviewdaten und einschlägiger Dokumentationsmaterialien werden die vier umweltpolitischen Beratungssysteme der deutschen Studie rekonstruiert: der „Rat von Sachverständigen für Umweltfragen“ (Kapitel 5.1), der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (Kapitel 5.2), die „Enquete-Kommission Schutz des Menschen und der Umwelt“ (Kapitel 5.3) sowie der „Deutsche Rat für Landespflege“ (5.4). Die Rekonstruktionen sind so gestaltet, daß zunächst die „Entstehung und Entwicklung“ der Gremien anhand von Informationsmaterialien und Internet-Angeboten der Räte sowie — wenn verfügbar — Sekundärliteratur dargestellt wird. Danach werden die Interviewdaten im Hinblick auf „Positionierung und Beratungsziel“, „Arbeitsweise und Kommunikation“ und „Verwendung und Stellenwert“ der Gremien analysiert und interpretiert. Die Innenwahrnehmung der Experten und die Außenwahrnehmung der umweltpolitischen Akteure wird dabei kenntlich gemacht.233 Ein Fazit faßt für jedes Gremium die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Die fallvergleichende Diskussion steht am Ende dieses Kapitels (5.5).
Harald Heinrichs

6. Exkurs: Umweltpolitische Beratungssysteme in den USA

Zusammenfassung
In diesem Exkurs wird anhand eines spezifischen Problemfeldes — „endokrine Disruptoren“281 — die Gestaltung der Umweltpolitikberatung in den USA exemplifziert. Dabei handelt es sich nicht um eine Vergleichsstudie zwischen Deutschland und den USA. Im Zentrum der Untersuchung stehen die deutschen Beratungssysteme. Die amerikanische Studie ist als Exkurs eingeführt, um einen Eindruck zu erhalten, wie Beratungssysteme jenseits des nationalen Kontextes gestaltet sind. Dadurch können Ideen generiert werden, die wiederum in Überlegungen zur Weiterentwicklung des Beratungswesens in Deutschland einfließen. Im ersten Teilkapitel des Exkurses wird die „Umweltpolitik im amerikanischen Regierungssystem“ skizziert (6.1). Dabei wird insbesondere auch die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA als der zentrale Auftraggeber und Klient der untersuchten Beratungssysteme betrachtet. Im Anschluß daran folgt die „Fallstudie: Beratungssysteme im Bereich endokriner Disruptoren“ (6.2). Es wird zunächst die „Hypothese endokriner Disruptoren“ vorgestellt (6.2.1), bevor die drei in diesem Problemfeld aktiven Beratungssysteme rekonstruiert werden (6.2.2). Eine Diskussion steht am Ende dieses Kapitels (6.3).
Harald Heinrichs

7. Bestimmungsfaktoren umweltpolitischer Beratungssysteme

Zusammenfassung
Nachdem in den vorangegangenen beiden Kapiteln die Kontextgebundenheit der Beratungssysteme durch die gegenstandsnahe Rekonstruktion dargelegt wurde, lassen sich nunmehr die zentralen Bestimmungsfaktoren umweltpolitischer Beratungssysteme herausarbeiten. Über die Einzelfallanalysen generalisierend können zunächst vier Dimensionen der Politikberatung analytisch unterschieden werden:
  • Dimension 1: „Distanz zur Politik“
  • Dimension 2: „Politische Funktion“
  • Dimension 3: „Umgang mit Wissens-, Werte- und Interessenpluralismus“
  • Dimension 4: „Kommunikation, Interaktion, Inklusion“
Diese für das Verständnis und die Gestaltung umweltpolitischer Beratungsprozesse relevanten Dimensionen werden im folgenden beschrieben. Dazu gehört eine Erläuterung zur inhaltlichen Bedeutung der Dimensionen. Die Ausprägungen der Dimensionen werden anhand der untersuchten Gremien aufgezeigt und die Konsequenzen für die Politikberatung diskutiert. Das Ende dieses Kapitels bildet die Thematisierung dreier zentraler Randbedingungen der Umweltpolitikberatung.
Harald Heinrichs

8. Umweltpolitikberatung in der pluralistischen Wissensgesellschaft

Zusammenfassung
In diesem Schlußkapitel werden die empirischen Ergebnisse (Kapitel 5–7) im Hinblick auf die gesellschaftstheoretischen Ausführungen (Kapitel 2) und die theoretischen, empirischen und normativen Feststellungen zur Politikberatung (Kapitel 3) interpretiert. Dabei wird zunächst dargestellt, inwieweit die Umweltpolitikberatung den Anforderungen der pluralistischen Wissensgesellschaften entspricht. Auf diese Analyse aufbauend werden im Anschluß Gestaltungsoptionen für umweltpolitische Beratungsprozesse unterbreitet. Einige Anmerkungen zu weiterem Forschungsbedarf stehen am Ende dieser Arbeit.
Harald Heinrichs

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