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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Warum scheitert strategische Unternehmensplanung so häufig? Diese Frage drängt sich angesichts zahlreicher Untersuchungen und Fallstudien auf, die zum Teil erhebliche Probleme und Enttäuschungen in der Unternehmenspraxis belegen.1 Der Wert der strategischen Planung erscheint damit in Frage gestellt.
Marela Bone-Winkel

2. Dimensionen der Strategischen Unternehmensplanung

Zusammenfassung
Der Begriff strategische Unternehmensplanung fand Anfang der siebziger Jahre Eingang in das Vokabular der Betriebswirtschaftslehre und hat seitdem große Popularität in allen ihren Teildisziplinen erlangt. Ansatzübergreifend „läßt sich ohne Mühe ersehen, daß die unternehmenspolitische Literatur der strategischen Wahl eine Schlüsselrolle für den Unternehmenserfolg zuschreibt, und zwar sowohl im positiven als auch im negativen“.16
Marela Bone-Winkel

3. Das Politik-Konzept

Zusammenfassung
Politisches Handeln wurde in der Betriebswirtschaftslehre lange Zeit zugunsten eines rational-analytischen Ansatzes vernachlässigt. Dies steht in deutlichem Gegensatz zu dem Bild der organisationalen Realität, das sich bei der Lektüre authentischer Berichte aus der Praxis ergibt.228 In Managerbiographien, der „How-to“-Literatur organisationalen Erfolgs und zahlreichen Medienberichten wird schon seit langem auf die wichtige Rolle hingewiesen, die mikropolitisches Handeln tatsächlich spielt. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob dies erwünscht ist oder nicht.229 Eine Berücksichtigung der politischen Perspektive in der Fachliteratur erscheint jedenfalls immer dringlicher, denn „die betriebliche Praxis hat mit politischen Phänomenen in ihrem betrieblichen Alltag zu tun, (...) gleichgültig ob sie dieses will oder nicht, gleichgültig ob die betriebswirtschaftliche Theorie mit diesem Phänomen zu Rande kommt oder nicht.“230
Marela Bone-Winkel

4. Politische Prozesse in der Strategischen Unternehmensplanung: Auswirkungen und Nutzungsmöglichkeiten

Zusammenfassung
Der Einfluß von Politik und Macht auf den Ablauf und das Ergebnis von Planungsprozessen wurde in der Literatur aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Als Ausgangspunkt dieser Forschungsrichtung wird in aller Regel die Untersuchung politischer Prozesse in der öffentlichen Staatsverwaltung gesehen. Ein frühes, richtungweisendes Beispiel für diese Literatur stellt Machiavellis „II Principe“ aus dem Jahr 1513 dar.520 Auf der Grundlage seiner Anleitung zum bewußten Einsatz von Macht entstanden seit den fünfziger und sechziger Jahren im Bereich der Politik- und der Verwaltungswissenschaften Arbeiten, die sich mit politischen Prozessen in der öffentlichen Verwaltung befassen.521 Besonderes Interesse gilt dabei den Grenzen rationaler Entscheidungsfindung, die aus Machtprozessen resultieren. Nicht ohne Grund wird der Budgetierungsprozeß dabei immer wieder zur Illustration herangezogen. Denn hier kommt es regelmäßig und geradezu idealtypisch zur Kollision unterschiedlicher Interessen und zur Notwendigkeit, Ausgleichsmechanismen zu entwickeln. Mit der Untersuchung der Budgetplanung in öffentlichrechtlichen Institutionen, vor allem in Universitäten, erfolgte dann erstmalig eine Übertragung der politikwissenschaftlichen Thesen auf den Bereich organisationaler Entscheidungen. Den relativ zahlreichen Untersuchungen dieser Art kommt damit eine „Brückenfunktion“ zwischen der Darstellung politischer Einflüsse auf den Planungsprozeß in der Staatsverwaltung einerseits und in Organisationen andererseits zu.522
Marela Bone-Winkel

5. Fazit

Zusammenfassung
Ausgangspunkt dieser Arbeit war die Frage, ob die Einbeziehung politischer Prozesse in die strategische Unternehmensplanung einen Beitrag für ein realitätsnahes Verständnis und die zeitgemäße Konzeption der Planung leisten kann. Denn vor dem Hintergrund der heutigen Entwicklungen im Bereich der Unternehmensumwelt und der Unternehmensinnenwelt erscheint ein Überdenken der bestehen Modelle notwendig. So zeichnen sich auf der einen Seite die Märkte durch zunehmende Dynamik und Komplexität aus, und auf der anderen Seite gewinnen Werte wie Selbstbestimmung und Individualität für das Organisationsmitglied an Bedeutung. Gleichzeitig stehen sich in Zeiten des stetigen Wandels die Forderungen nach Kontinuität der Unternehmensentwicklung und nach ständiger Anpassungsfähigkeit gegenüber. Deshalb muß das innovative Potential des Unternehmens umfassend erkannt und möglichst weitgehend ausgeschöpft werden. Die politische Perspektive eröffnet hier neue Möglichkeiten.
Marela Bone-Winkel

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