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Über dieses Buch

Susanne Merkle beschäftigt sich in einem komparativen Forschungsansatz mit dem politischen Journalismus in Deutschland und Frankreich. Vor dem Hintergrund der länderspezifischen Kontextfaktoren des Pressejournalismus untersucht sie in einer quantitativen Inhaltsanalyse die Muster journalistischer Darstellung und Meinungsäußerung in deutschen und französischen Qualitätszeitungen zur Debatte um das Freihandelsabkommen TTIP. Im Zusammenhang mit den Entstehungsbedingungen der Berichterstattung im deutschen und französischen Mediensystem deuten die Ergebnisse darauf hin, dass der Journalismus beider Länder trotz gewisser Konvergenzen nach wie vor durch national-spezifische und historisch gewachsene Journalismusverständnisse geprägt ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Jean Quatremer, Europa-Korrespondent der französischen Tageszeitung Libération, befand im März 2014 in einem Interview auf France Culture, die französischen Medien hätten – im Gegensatz zu den deutschen – in der TTIP-Debatte ihre Arbeit nicht gemacht.
Susanne Merkle

Kontext und Bedingungen des Pressejournalismus in Deutschland und Frankreich

Frontmatter

Kapitel 2. Ermöglichende und einschränkende Faktoren des Pressejournalismus in Deutschland und Frankreich

Zusammenfassung
Die komparative Journalismusforschung geht davon aus, dass Kontextbedingungen auf verschiedenen Ebenen des Mediensystems auf mediale Kommunikationsprozesse einwirken. Nach dem Modell von Esser (1998) prägen die vier Sphären Gesellschaft, Medienstruktur, Institution und Subjekt das journalistische Selbstverständnis und stellen den Kontext dar, in dem das Handlungssystem Journalismus eines Landes agiert. Alles zusammen wirkt sich letztlich auf die Medieninhalte aus.
Susanne Merkle

Kapitel 3. Makroebene: Bedingungen auf Systemebene

Zusammenfassung
Wenn wir uns im Folgenden mit der Makroebene der Mediensysteme in Deutschland und Frankreich auseinandersetzen, dann betrifft dies die Medienstruktur der beiden Länder. Mit dem Begriff Medienstruktur bezeichnet man die „politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Medienorganisationen und die Art, wie die Medien organisiert sind“ (Puppis, 2010, S. 28). Demnach determinieren die gesellschaftlichen Strukturen die Medienstruktur, die ihrerseits wiederum sowohl das Handeln von Medienorganisationen als auch das Handeln von Journalisten beeinflusst.
Susanne Merkle

Kapitel 4. Mesoebene: Ökonomische und publizistische Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Auf der Mesoebene vergleichen wir nun die Medienorganisationen und ihre Organisations- und Produktionsstrukturen, das heißt, wir beleuchten die ökonomischen und publizistischen Rahmenbedingungen der Presse in Deutschland und Frankreich. Die Medienstruktur determiniert nicht nur die strukturellen und ökonomischen Voraussetzungen für die Medienorganisationen, sondern gleichsam die Bedingungen, unter denen Journalisten in den Zeitungen arbeiten und unter denen Zeitungsinhalte entstehen. Dabei muss man berücksichtigen, dass Medienunternehmen sich in einem wesentlichen Punkt prinzipiell von anderen Wirtschaftsunternehmen unterscheiden: sie verfolgen nicht nur medienökonomische Interessen, sondern haben auch die publizistische Verpflichtung zur Wahrung ihrer öffentlichen Aufgabe (vgl. Blum, 2014).
Susanne Merkle

Kapitel 5. Mikroebene: Journalisten als Berufsgruppe und Individuen

Zusammenfassung
Nachdem sich Kapitel 3 und 4 mit den Entstehungsbedingungen auf Makro- und Mesoebene beschäftigt haben, die den Rahmen der journalistischen Arbeit bilden und als ermöglichende oder einschränkende Faktoren wirken, wendet sich Kapitel 5 nun den journalistischen Akteuren in Deutschland und Frankreich zu. Zunächst ist das Verhältnis von Akteuren der Medien und der Politik (Kapitel 5.1) in einer Demokratie elementar und beeinflusst die Handlungsbedingungen auf beiden Seiten. Hierbei sind insbesondere Beeinflussungsversuche seitens der Politik auf die Medien und Verflechtungen der medialen und der politischen Sphäre von Interesse, wenn es um die Frage geht, unter welchen Bedingungen Medieninhalte zustande kommen, insbesondere jene zu politischen Themen und Sachverhalten.
Susanne Merkle

Inhaltsanalytische Untersuchung der journalistischen Darstellung und Meinungsäußerung der TTIP-Debatte in der Presse: Methodisches Vorgehen und Ergebnisse

Frontmatter

Kapitel 6. Methodisches Vorgehen: Forschungsfragen und analytische Dimensionen

Zusammenfassung
Gegenstand der im Folgenden dargestellten Untersuchung ist der Vergleich der medialen Diskurse zu TTIP in der deutschen und französischen Presse mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse. Ziel ist es, die Rolle der Presse in der Darstellung und Bewertung der Debatte in Deutschland und in Frankreich zu beleuchten: Welche Funktionen erfüllen sie in Berichterstattung und Kommentierung? Geht es um eine möglichst sachliche und ausgewogene Informationsvermittlung oder um das Beziehen von Positionen und um das Interpretieren?
Susanne Merkle

Kapitel 7. Die TTIP-Berichterstattung im deutsch-französischen Vergleich: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Zusammenfassung
Im Folgenden werden die zentralen Ergebnisse der Inhaltsanalyse vorgestellt und interpretiert. Kapitel 7 befasst sich zunächst mit den Befunden zur Darstellung der Debatte. Dabei stehen formale Aspekte, wie der Umfang der Berichterstattung, die Ressorts, Darstellungsformen und Verfasser der Beiträge, die Platzierung und Länge, die Bebilderung sowie das Artikelaufkommen im Zeitverlauf im Fokus.
Susanne Merkle

Kapitel 8. Meinungsäußerungen im Vergleich: Positionen, Argumente und Bewertungen in Berichterstattung und Kommentierung

Zusammenfassung
Dieses Kapitel nimmt die Rolle von Meinungsäußerungen und Bewertungen in der Berichterstattung und Kommentierung unter die Lupe. Zunächst geht es dabei um den allgemeinen Tenor der Berichterstattung zu TTIP und um Prognosen bezüglich seines Zustandekommens (Kapitel 8.1). Dabei ist auch von Interesse, wer solche Einschätzungen abgibt.
Susanne Merkle

Kapitel 9. Zusammenfassung und Fazit

Zusammenfassung
Welche länderspezifischen Muster der Darstellung und Meinungsäußerung deutscher und französischer Journalisten lassen sich am Beispiel der Printberichterstattung über das Freihandelsabkommen TTIP inhaltsanalytisch feststellen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung. Ziel der Studie war es dabei, die Rolle und Funktionen der deutschen und französischen Presse in der Debatte zu beleuchten. Aus den demokratietheoretisch begründeten Funktionen der Medien sowie aus professionellen Standards und Normen des Journalismus ergeben sich Ansprüche an die Qualität der Informationsvermittlung durch die Medien.
Susanne Merkle

Backmatter

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