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Über dieses Buch

Die Produktionssicht, die Kenntnis der Komponenten und Produktsysteme, ist für erfolgreiche Ingenieure, Kaufleute, Marketing- und Umweltexperten die Voraussetzung für nachhaltige Antworten (technisch, wirtschaftlich, ökologisch, sozial) auf komplexere Fragestellungen.

Zeitgleich mit dem ''Domininghaus'' - Kunststoffe – Eigenschaften und Anwendungen – erscheint daher dieses Buch mit dem Fachwissen über Technologien im Polymer Engineering, entstanden aus dem ersten Kapitel der 6. Auflage des erfolgreichen Standardwerks.

Die Gliederung des Buchs enthält auch die ''Oberflächentechnologien für Kunststoffbauteile'' und die ''Prüfung von Kunststoffen und Bauteilen'', zwei notwendige und wichtige Kapitel. In den Unterkapiteln gibt es umfangreiche Ergänzungen, Übersichten und bei den Grundlagen zum Extrudieren, Blasformen, Kalandrieren, Polyurethanschäumen, Mikrowellentechnologie, Rapid Prototyping, Molded Interconnected Devices, Plasmatechnologie, Trocknungsverfahren, Gestalten, Fügen und Verbinden, Berechnungsansätze und Simulation, Bauteilkosten, Prüfungen an Thermoplasten/Duroplasten/Elastomeren und Produktqualifikation. Ausgewählte Technologien werden zusammengefasst dargestellt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung in Polymer Engineering

Kunststoffe sind hoch molekulare organische Verbindungen, die entweder durch Abwandeln hochmolekularer Naturstoffe oder durch chemische Aneinanderlagerungen niedermolekularer Grundbausteine, sog. Monomere, durch verschiedenartige chemische Reaktionen entstehen. Demgemäß unterscheidet man zwischen abgewandelten Naturstoffen und synthetischen Kunststoffen. Die synthetischen Kunststoffe sind verbreiteter und vielfältiger. Die Vielfalt erklärt sich aus der großen Zahl von Möglichkeiten bei der Auswahl monomerer Bausteine und den verschiedenen Arten ihrer Aneinanderlagerung zu hochmolekularen Ketten (linear, verzweigt, vernetzt). Forschung und Technik erschließen vereinzelt noch neue synthetische Kunststoffe, die Zahl der chemischen Modifikationen bestehender Kunststoffe durch Copolymerisationen oder Mischen (blending) überwiegt jedoch zwischenzeitlich bei weitem.
Peter Eyerer

2. Synthese (Herstellung, Erzeugung) von Kunststoffen

Das Kapitel 2 ist für den Ingenieur-Gebrauch dieses Buches bewusst sehr knapp gehalten. Es wurde weitgehend der Foliensammlung von PlasticsEurope, zum Teil stark gekürzt, entnommen [1].
Peter Eyerer

3. Eigenschaften von Kunststoffen in Bauteilen

Wie bei allen Werkstoffen interessieren den Anwender meist die Eigenschaften eines Werkstoffes im nutzbaren Bauteil, also nach der Konstruktion, Verarbeitung, Fertigung und Oberflächenbehandlung.
Peter Eyerer, Gabriele Twardon, Jürgen K. L. Schneider, Friedrich Leibrandt, Volker Gettwert

4. Verarbeitung von Kunststoffen zu Bauteilen

Für die meisten Kunststoffe folgt der Synthese bei den Rohstoffherstellern die davon völlig getrennte Verarbeitung. Dies bedeutet, dass Abkühlung und erneute Aufheizung sowie Transport, manchmal mehrfach, dazwischen liegen. Ausnahmen bilden bisher Polyurethan RIM, RRIM und SRIM und Nischen anwendungen wie Caprolactam-Synthese im Verarbeitungswerkzeug zu Polyamid, sog. Guss-PA. Dagegen ist die Halbzeugherstellung bei glasmattenverstärkten Thermoplasten (GMT) meist mit PP-Matrix, Stäbchengranulate mit Langglas fasern oder SMC heute noch Stand der Technik. Für die Zukunft zeichnet sich allerdings ein Wandel für einige Verarbeitungstechnologien ab. Aufwendige Zwischenschritte werden entfallen, der Verarbeiter wird mehr zum Werkstoff- Designer (Compoundeur), Rohstoffhersteller liefern ihm Vorprodukte. Für Standard-Spritzgieß- oder Extrusionsprozesse werden sich allerdings in absehbarer Zeit keine grundsätzlichen Änderungen im Verfahrensablauf ergeben.
Helmut Schüle, H. Bille, Rudolf Emmerich, Bernhard Hegemann, Lars Ziegler, Jan Diemert, Dieter Gittel, Stefan Göttke, Axel Kauffmann, Mark Knoblauch-Xander, Andreas Rohr, Stefan Tröster

5. Oberflächentechnologien für Kunststoffbauteile

Ein wesentlicher Aspekt der modernen Produktion von Gebrauchsgütern ist die Konzentration der gewünschten Eigenschaften weg vom Volumen hin zur Oberfläche. Während das Volumen statische Eigenschaften und die Formgebung vorgibt, bestimmt die Oberfläche Haptik, Farbe, Glanz, Abnutzungsverhalten, Barrierewirkung, elektrische Leitfähigkeit, Benetzung und viele andere Eigenschaften, die den Charakter der Gebrauchsgüter nach außen prägen. In einigen Fällen werden die Eigenschaften durch immer dünnere Schichtsysteme mit hoher Funktionalität erreicht. Typische Beispiele dieser Entwicklung sind lackierte Kunststoffteile im Fahrzeugbau, kratzfeste reflexionsarme und pflegeleichte Kunststoffoptiken, hartstoffvergütete Werkzeuge und Bauteile oder Barriereschichten in der Lebensmittelverpackung.
Peter Eyerer, Sabine Klein, Mathias Kaiser, Volker Bräutigam

6. Gestalten, Fügen, Berechnungsansätze und Simulation EDV-unterstützter Konstruktionen und Auslegung von Kunststoffbauteilen

Der Entwicklungsprozess hin zu einem Kunststoffbauteil ist komplex. Die Einbindung aller Beteiligter (Abteilungen in der eigenen Firma, Kunden, Lieferanten, Institute, Partner, Behörden), die hohen Anforderungen an technische, wirtschaftliche (Kosten), umweltliche und soziale Lösungen, eingezwängt in ein fast immer engstes Zeitkorsett, bedingen ein ganzheitliches Produkt-Engineering (siehe Bild 4-209).
Martin Keuerleber, Peter Eyerer, Helmut Schüle, Andreas Radtke, Otto Altmann, Wieland P. Loh

7. Prüfung von Kunststoffen und Bauteilen

Bei der Verarbeitung von Kunststoffen zu Bauteilen treten infolge der Scherbeanspruchungen in der Schmelze beim Füllen der Form Orientierungen im Werkstoff auf. Es handelt sich hierbei um eine räumliche Ausrichtung von Molekülketten, daraus gebildeten kristallinen Einheiten wie Kristallite, Lamellen, Sphärolithe und Fibrillen, des Weiteren Füllstoffe wie Fasern sowie Materialinhomogenitäten wie Lunker und Crazes. Diese Orientierungen können reversibler oder irreversibler Natur sein und beeinflussen entscheidend die Werkstoff- und Bauteileigenschaften.
Peter Eyerer, Hans-Christian Ludwig, Martin Keuerleber, Guntmar Rüb, Peter Elsner, Helmut Schüle, Meike Rinnbauer, Ulrich Braunmiller, Hans-Christian Ludwig

8. Kunststoffe und Bauteile – Umwelt und Recycling

Die Forderung nach „nachhaltigen Wirtschaftsformen“ umfasst wirtschaftliche, technische, soziale und ökologische Anforderungen, die eine ausgewogene „dauerhaft durchhaltbare Entwicklung“ ermöglichen sollen. Der Grundgedanke dabei ist, die Entwicklungsmöglichkeiten der kommenden Generationen mindestens auf dem Niveau der heutigen zu erhalten.
Jörg Woidasky, Marc-Andree Wolf

9. Ausblick zu Polymer Engineering

Die folgenden kurzen Teilkapitel befassen sich überwiegend mit technischen Inventionen, die schon auf dem Weg zu Innovationen sind oder als Hoffnungsträger einmal den Markt erobern sollen. Entscheidend für einen Ausblick sind aber vor allem die wirtschaftlichen Strukturen der die Technik umsetzenden Firmen.
Peter Eyerer

Backmatter

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