Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Zusammenfassung
Kaum eine der in den letzten Jahren erschienenen Veröffentlichungen zur Organisationstheorie verzichtet darauf, zu Beginn der Darstellung eine tiefe Krise des Faches zu konstatieren und einen grundlegenden Paradigmawandel einzufordern.1 Im Mittelpunkt der Kritik stehen zumeist der Bürokratieansatz von Max Weber, die von Frederick W. Taylor entwickelte Theorie der wissenschaftlichen Betriebsführung sowie der auf diesen beiden Theorien basierende Kontingenzansatz, die bis zum Begiim der achtziger Jahre die Grundlagen des dominierenden funktionalistisch-mechanistischen Paradigmas der Organisationstheorie bñdeten (vgl. z.B. Welge 1987, S. 76 ff.; Türk 1989, S. 1 ff.; Kieser/Ku- bicek 1992, S. 45 ff.).2 Insbesondere die von diesen Ansätzen propagierten bürokratischhierarchischen Strukturen werden vor dem Hintergrund dynamischer Umweltentwicklungen, der Globalisierung des Wettbewerbs und tiefgreifender technologischer Veränderungen als zu schwerfällig empfunden, um dem steigenden Handlungs- und Imiovations- druck von Unternehmungen gerecht zu werden. In den letzten Jahren wurden deshalb zahlreiche neue Organisationskonzepte entwickelt, die sich nach Auffassung ihrer Vertreter durch eine wesentlich höhere Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Effizienz auszeichnen.
Dirk Holtbrügge

2. Terminologische und konzeptionelle Grundlagen der postmodernen Organisationstheorie

Zusammenfassung
Der Begriff der Postmoderne wurde ursprünglich in der Literaturwissenschaft geprägt, er hat schon bald jedoch auch viele andere Bereiche wie die Architektur, die Malerei, die Philosophie und mit seiner Adaption für die Ökonomie und die Soziologie schließlich auch die Organisationstheorie erfaßt.1 Angesichts ihrer Wurzeln in der Kunst, Ästhetik und Sprachphilosophie berührt die Postmodeme Fragestellungen, die üblicherweise nicht zum Gegenstandsbereich der Organisationstheorie zählen. Die Entwicklung einer postmodemen Organisationstheorie kann deshalb lücht auf originäre Ansätze zurückgreifen, sondem setzt eine ausführhche Rezeption derjenigen Autoren, Künstler, Architekten und Philosophen voraus, die postmodeme Ansätze wesentlich geprägt haben.2
Dirk Holtbrügge

3. Dimensionen und Differenzen der postmodernen Organisationstheorie

Zusammenfassung
Die erste Dimension der postmodemen Organisationstheorie stellt die Identität von Organisationen dar. Auf der Individualebene umfaßt der in der Sozialpsychologie geprägte Begriff der Identität alle Merkmale, die einen Menschen als einmaliges Subjekt von allen anderen unterscheiden. Durch seine Ich-Identität verliert ein Mensch seine Anonymität und wird als unverwechselbares Individuum identifizierbar. Dabei bewegt er sich in einem Spannungsfeld zwischen personaler und sozialer Identität. Einerseits ist jeder Mensch als Individuum von anderen Menschen verschieden, andererseits als Gattungswesen diesen jedoch auch ähnlich. GeHngt es nicht, eine Balance zwischen diesen beiden Anforderungen herzustellen, können schwere psychische, physische und soziale Probleme die Folge sein (vgl. Mead 1969; Erikson 1977).
Dirk Holtbrügge

4. Zusammenfassung und Schlußfolgerungen

Zusammenfassung
Die Zielsetzung dieser Arbeit bestand darin, den in vielen Kunst-, Politik- und Wissenschaftsdisziplinen gegenwärtig intensiv diskutierten Ansatz der Postmodeme auf die Organisationstheorie zu übertragen und als theoretisches Referenzkonzept eines fundamentalen Paradigmawandels in der Organisationstheorie fiiichtbar zu machen (vgl. Kap. 1). Dazu wurden zunächst die unterschiedlichen Begriffe, Konzepte und Entwürfe der Postmodeme in den verschiedenen Kunst-, Pohtik- und Wissenschaftsdisziphnen dargestellt und deren Leitmotive nachgezeichnet. Anschließend wurden diese auf organisatorische Fragestellungen übertragen und die Grundlagen der postmodemen Organisationstheorie gelegt (vgl. Kap. 2). Als zentrale Dimensionen der postmodemen Organisationstheorie wurden die Identität, die Effizienz und die Legitimation von Organisationen herausgearbeitet und detailhert entwickelt (vgl. Kap. 3).
Dirk Holtbrügge

Backmatter

Weitere Informationen