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Über dieses Buch

Was sind die aktuellen Herausforderungen des Managements im öffentlichen Sektor? In diesem Buch werden diese als eine Spannung zwischen klassischen Kontroll- und Steuerungsansprüchen einerseits und Erwartungen an Innovations- und Wandlungsfähigkeit andererseits beschrieben. Anhand von empirischen Analysen u.a. zur historischen Entwicklung des Wohlfahrtsstaats, zu einzelnen Wohlfahrtsorganisationen, zum Mitarbeiter in der Verwaltung oder zur Bürgerbeteiligung eruiert das Buch die Entstehung eines Wohlfahrtstaatsregimes der „Potentialisierung“: Die These ist, dass das Organisieren von Möglichkeiten jenseits gegenwärtiger Möglichkeitsvorstellungen die prägende Leitidee für die Gestaltung unserer heutigen Wohlfahrtsgesellschaft ist.

Der Inhalt

Die Zukunft offen halten ● Die Unmöglichkeit, die Gesellschaft zu steuern ● Von der Bürokratie zur Verwaltung der Potentialisierung ● Wohlfahrtseinrichtungen als Ort unendlicher Potentialisierung ● Die Suche nach Potentialen jenseits von Fachdisziplinen und Funktionscodes ● Vom Vertrag zur Partnerschaft ● Der spielerische Mitarbeiter ● Der Bürger als Ressource ● Der Staat der Potentialisierung

Die Autoren

Prof. Dr. Niels Åkerstrøm Andersen und Dr. Justine Grønbæk Pors sind am Department of Management, Politics and Philosophy der Copenhagen Business School tätig.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Seit dem Anfang der 1980er Jahre explodiert die Zahl der öffentlichen Verwaltungsprogramme, der Bücher, Konzepte, Kritiken, Forscher, Seminare und Berater, die sich mit der Frage der Verwaltung und Organisation des öffentlichen Bereichs befassen. Ein revidiertes Verwaltungsmanagement wird als Lösung für ein breites Spektrum gesellschaftlicher Probleme angesehen: mangelhafte Bildung, steigende Gesundheitsausgaben und eine exzessive Bürokratie im Wohlfahrtsstaat. Es scheint, all diese Probleme ließen sich mit einem besseren Verwaltungsmanagement lösen.
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 2. Die Zukunft offenhalten

Zusammenfassung
Was bedeutet es, den öffentlichen Sektor zu steuern, ohne die Möglichkeiten und Herausforderungen der Zukunft zu kennen? Wie kann in eine unbekannte und unsichere Zukunft investiert werden? Wie können zugleich spezifische Strategien für Organisationen geplant und ihre Fähigkeit gesteigert werden, sich schnell an unvorhergesehene Entwicklungen anzupassen? Wie können Führungskräfte der öffentlichen Verwaltung ausgebildet werden, wenn nicht bekannt ist, welche Managementqualifikationen in der Zukunft benötigt werden?
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 3. Die Unmöglichkeit, die Gesellschaft zu steuern

Zusammenfassung
Geht es, die Gesellschaft von außerhalb der Gesellschaft zu steuern? Das heutige politische System tut so, als würde es dies tun. Vor allem dann, wenn beispielsweise die USA und wechselnde Bündnispartner in militärische Einsätze verwickelt sind. War nicht der Irakkrieg der Versuch, eine neue Gesellschaftsordnung von außen zu erzwingen? Im besten Falle eine Demokratie? Kann eine Bankenrettung die Kräfte im Finanzsystem verschieben? Eine Rettung führte schnell zur nächsten.
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 4. Von der Bürokratie zur Verwaltung der Potentialisierung

Zusammenfassung
Was bedeutet es, im öffentlichen Sektor so zu führen, dass seine vielfältigen Aktivitäten und Elemente horizontal koordiniert werden? Wie ist es möglich, eine Form der hierarchischen Einheit aufrechtzuerhalten, obwohl die Komplexität des öffentlichen Sektors zunimmt? Steigert das zunehmende Vertrauen in Selbststeuerung und Selbstverwaltung auch die Kapazität der Komplexitätsbewältigung? Wie sieht die Steuerung der Selbststeuerung aus? Was bedeutet es, gleichzeitig zu führen und die geführten Einheiten zum Mitdenken und zur eigenständigen Entwicklung von Lösungsansätzen zu ermutigen?
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 5. Wohlfahrtseinrichtungen als Ort unendlicher Potentialisierung

Zusammenfassung
Was braucht es, um Wohlfahrtsleistungen zu innovieren und zu reimaginieren? Was würde es bedeuten, die Qualität der Wohlfahrtsleistungen zu steigern, indem die einzelnen Bürger und ihre Bedürfnisse ins Zentrum der Bemühungen gerückt werden? Wie können wir die Gewinne neuer Wohlfahrtstechnologien ernten? Jede dieser Fragen definiert Wohlfahrtseinrichtungen als Lösungen von Problemen des Sozialstaats. Die einzelne Wohlfahrtseinrichtung wird zum Ort, an dem das Problem mangelnder Innovation und Anpassungsfähigkeit gelöst werden kann. Die Erwartungen an das, was einzelne Wohlfahrtseinrichtungen leisten können, steigen kontinuierlich.
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 6. Die Suche nach Potentialen jenseits von Fachdisziplinen und Funktionscodes

Zusammenfassung
Wie wählen einzelne Wohlfahrtsorganisationen zwischen konfligierenden Interessen und priorisieren sie? Jeder Manager einer Einrichtung weiß, dass wichtige Entscheidungen das Zusammenspiel verschiedener Gründe erfordern. Idealerweise fügen sich ökonomische, politische und fachliche Interessen zu einer perfekten Einheit zusammen, aber das ist nicht immer der Fall. Wie können Wohlfahrtsorganisationen einen Schwerpunkt auf ihre zentralen Verantwortungen setzen und behalten, wenn sie auch eine lange Reihe anderer Interessen befriedigen müssen? Was ist überhaupt die zentrale Verantwortung einer Krippe oder einer Wohngruppe heutzutage? Welchen Professionalisierungsgrad verlangt die Organisation der Potentialisierung ihren Fachleuten ab? Wie berührt dies Managementbedingungen?
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 7. Vom Vertrag zur Partnerschaft

Zusammenfassung
Wir haben die allmähliche Ausdifferenzierung der Gesellschaft beschrieben. Wir haben Veränderungen der Zeitvorstellungen in Organisationen durch die „Logik der Anpassungsfähigkeit“ aufgezeigt. Wir haben auch eine Beschreibung der Auflösung hierarchischer Strukturen im öffentlichen Sektor und der Entwicklung in Richtung einer recht komplexen, Potentialisierung suchenden öffentlichen Verwaltung beschreiben, die von unabhängigen Wohlfahrtsorganisationen abhängig ist, welche sich wiederum ständig selbst hinterfragen.
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 8. Der spielerische Mitarbeiter

Zusammenfassung
Wie können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gesteuert werden, dass sie innovativ werden? Wie können Führungskräfte des öffentlichen Sektors Erwartungen an das Selbst-Management der Mitarbeiter kommunizieren, wenn sich die Erwartungen an die Organisation beständig verändern? Wie können alle Beteiligten Erwartungen bilden, wenn nur noch das Unerwartete erwartet werden kann?
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 9. Der Bürger als Ressource

Zusammenfassung
Dieses Kapitel stellt unsere letzte erkundende Perspektive dar, indem wir uns nun auf die Beziehung zwischen der öffentlichen Verwaltung und dem Bürger konzentrieren. Wir behaupten, dass die Selbstverwirklichung der Bürger zum Gegenstand der öffentlichen Wohlfahrtsverwaltung geworden ist. Bürger und die Aktivierung ihrer Ressourcen werden zunehmend als Schlüssel dazu gesehen, die Wohlfahrtsgesellschaft zu verbessern.
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 10. Der Staat der Potentialisierung

Zusammenfassung
Wir begannen hoch über den Wolken mit einer allgemeinen Perspektive auf die Ausdifferenzierung der Gesellschaft und zoomten dann immer näher heran. Zuerst warfen wir einen Blick auf die allgemeine Entwicklung der öffentlichen Verwaltung, beobachteten dann aus der Perspektive der einzelnen Organisationen heraus und schließlich nahmen wir die Grenze zwischen Organisation und Individuum in den Blick. Wir zoomen nun wieder heraus, aber nicht ganz bis zur Ebene der Differenzierungsform der Gesellschaft zurück, sondern bis zum politischen System und zur Frage der Geschichte der Staatsformen.
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

Kapitel 11. Schluss Auf dem Weg zu einer Managementphilosophie ohne Prämissen

Zusammenfassung
Wir stiegen in dieses Buch mit der Frage ein: „Wenn Management der Fall ist, was liegt dahinter?“ Wir können diese Frage nun beantworten: die Auflösung der Prämissen des Managements.
Justine Grønbæk Pors, Niels Åkerstrøm Andersen

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