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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

EDV-gestützte Ansätze der Produktionsplanung und -steuerung

A. Gegenstand der Produktionsplanung und -steuerung

Zusammenfassung
Das Gebiet der Produktionsplanung und -steuerung umfaßt die Gesamtheit von Dispositionen, die auf die Festlegung eines Absatz- bzw. Produktionsprogramms und die Bestimmung des Vollzugs dieses Programms in mengenmäßiger und zeitlicher Hinsicht ausgerichtet sind. Entsprechend dieser Charakterisierung sind im Rahmen einer umfassenden Produktionsplanung und -steuerung folgende Entscheidungsvariablen zu bestimmen:
  • Primärbedarfe sowie entsprechende Produktionsmengen,
  • Fertigungsaufträge,
  • Bestellaufträge,
  • Auftrags- und Arbeitsgangtermine.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

B. Basiskonzept eines computergestützten PPS-Systems (MRP II-Konzept)

Zusammenfassung
Simultane Ansätze zur Produktionsplanung und -steuerung sind auf eine gleichzeitige Bestimmung der gewinn- bzw. kostenoptimalen Werte der betreffenden Entscheidungsvariablen unter Berücksichtigung unternehmungsrelevanter Restriktionen ausgerichtet; derartige Restriktionen können z.B. aus nur beschränkt verfügbaren produktiven Ressourcen resultieren. Mittels dieser Ansätze wird den interdependenten Beziehungen zwischen den jeweils einbezogenen Entscheidungsvariablen Rechnung getragen. Aufgrund rechentechnischer Schwierigkeiten stellt der Einsatz derartiger Modelle allerdings keine operationale Vorgehensweise zur Lösung von Entscheidungsproblemen realistischer Größenordnung dar. Praxisrelevante Ansätze sehen daher sukzessiv durchzuführende Entscheidungsaktivitäten unter Verwendung heuristischer Methoden (Näherungsverfahren) vor. Nach dem Basiskonzept für eine umfassende Produktionsplanung und -steuerung sind die angeführten Entscheidungsvariablen rechnergestützt und (vorwiegend) zentral schrittweise hintereinander entsprechend folgenden Dispositionsbereichen festzulegen:
  • Primärbedarfsplanung bzw. Absatz- und Produktionsprogrammplanung (Bestimmung der Primärbedarfe und zugehörigen Produktionsmengen),
  • Materialdisposition bzw. Materialplanung oder Materialwirtschaft (Bildung von Fertigungsaufträgen und Bestellaufträgen),
  • Termindisposition bzw. Terminplanung oder Zeitwirtschaft (Festsetzung von Fertigungsauftrags- und Arbeitsgangterminen).
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

C. Belastungsorientierte Auftragsfreigabe

Zusammenfassung
Mit der Erörterung der Ziel- bzw. Steuerungsgrößen, der Durchlaufdiagramme und Trichterformel sowie der Einlastungsrelationen sollen nachstehend die Bausteine des Planungskonzeptes der belastungsorientierten Auftragsfreigabe aufgezeigt werden.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

D. Das Fortschrittszahlenkonzept

Zusammenfassung
Gegenwärtig findet das Fortschrittszahlenkonzept vornehmlich in der Automobilindustrie unterwachsender Einbeziehung der betreffendenZuliefererunternehmungenAnwendung.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

E. Kanban

Zusammenfassung
Das Kanban-System wurde erstmals in der Toyota Motor Company, Japan unter Federführung von Taiichi Ohno als Produktionssteuerungskonzept eingesetzt. Mittlerweile hat dieses Konzept sowohl in den USA als auch in Europa breite Anwendung erfahren.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

Empirische Untersuchung über rechnergestützte PPS-Systeme in der mittel-ständischen Industrie

A. Zwecksetzung der empirischen Untersuchung

Zusammenfassung
Die Erarbeitung von operationalen Gestaltungsempfehlungen für computergestützte Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme setzt genaue Kenntnisse über
  • die jeweils vorliegenden Absatz- und Produktionsbedingungen,
  • die Struktur der bisher verwendeten PPS-Systeme unter besonderer Berücksichtigung der in den Funktionsbereichen der betreffenden Systeme eingesetzten Planungsverfahren,
  • die mit dem Einsatz der PPS-Systeme konkret auftretenden Probleme und
  • die angestrebten Problemlösungen voraus. Zwecks Gewinnung der betreffenden Informationen wurde eine umfangreiche empirische Erhebung1 durchgeführt, deren Grundlagen und Ergebnisse im folgenden dargestellt werden.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

B. Basis der empirischen Untersuchung

Zusammenfassung
Die empirische Erhebung erstreckte sich auf 70 mittelständische Unternehmungen1, die dem Wirtschaftszweig “Industrie” angehören. In jeder Unternehmung wurden mündliche Befragungen durchgeführt. Angesichts der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes erwies sich diese Form der Datenerhebung als zweckmäßig, da die bei den Befragten erwartungsgemäß aufgetretenen Unklarheiten bezüglich einiger Erhebungsinhalte bei den Interviews schnell beseitigt werden konnten.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

C. Ergebnisse der empirischen Untersuchung

Zusammenfassung
Hinsichtlich der aufgeführten Ergebnisse ist zu beachten, daß gemäß den empirischen Befunden den sog. “neueren” bzw. “aktuellen” Konzepten zur Produktionsplanung und-steuerung, wie der belastungsorientierten Auftragsfreigabe, dem Fortschrittszahlensystem und Kanban in den befragten mittelständischen Unternehmungen derzeit keine Bedeutung zukommt.1 Insofern wird im folgenden auf diese Konzepte auch nicht explizit Bezug genommen.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

Gestaltung EDV-gestützter PPS-Systeme für mittelständische Industriebetriebe

A. Typisierung der mittelständischen Industrie als Grundlage für eine Differenzierung von PPS-Systemen

Zusammenfassung
Wie die Ergebnisse der empirischen Erhebung zeigen, zeichnet sich die mittelständische Industrie durch eine Vielfalt unterschiedlichster Erscheinungsformen und Rahmenbedingungen für die Produktion aus. Bei manchen Erscheinungsformen bzw. Rahmenbedingungen entstehen spezifische Probleme der Produktionsplanung und-steuerung, die von den entsprechenden Problemen im Zusammenhang mit anderen Erscheinungsformen stark abweichen. Insofern erweist sich der Entwurf alternativer Lösungsansätze hinsichtlich der Struktur rechnergestützter PPS-Systeme als zwingend erforderlich. Aufgrund der Heterogenität der mittelständischen Industrie läßt sich keine umfassende Sollkonzeption für eine computergestützte Produktionsplanung und-steuerung entwickeln, die für sämtliche mittelständische Industriebetriebe Relevanz und Gültigkeit besitzt. Die betreffende Heterogenität bedingt vielmehr die Bildung unterschiedlicher Betriebstypen. Betriebe, welche dieselbe Problemstruktur bezüglich der Produktionsplanung und -steuerung aufweisen, sind zu einem (Betriebs-)Typ zusammenzufassen. Für jeden (Betriebs-)Typ ist dann eine spezielle Sollkonzeption für ein EDV-gestütztes PPS-System zu entwickeln. Nur mittels dieser Vorgehensweise scheint es möglich, operationale und in der betrieblichen Praxis unmittelbar umsetzbare Gestaltungsempfehlungen für eine adäquate Produktionsplanung und -steuerung abzuleiten.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

B. Adäquate PPS-Systeme

Zusammenfassung
Nachstehend soll die Struktur eines adäquaten Systems der Produktionsplanung und-steuerung für den Betriebstyp I aufgezeigt werden. Das betreffende System zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß bezogen auf den Bereich der Termindisposition der Einsatz der belastungsorientierten Auftragsfreigabe vorgesehen ist.
Horst Glaser, Werner Geiger, Volker Rohde

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