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Über dieses Buch

Ist Präsentismus eines der teuersten und gefährlichsten Phänomene der Weltwirtschaft?

Das Buch bietet erstmalig eine umfassende und strukturierte Darstellung von Präsentismus und erspart so mühevolle Recherchearbeit in verstreuten Publikationen. Wissenschaftlich Interessierte, Personalverantwortliche und Studierende profitieren von einer verständlichen Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Kulturkreisen und für diverse Berufsgruppen. Die Autoren haben aus diesen Ergebnissen ein entscheidungsintegriertes Modell entwickelt, das erklärt, unter welchen Bedingungen es zu Präsentismus kommt.

Sie erfahren, wie Präsentismus erfasst wird und wie die monetären und immateriellen Kosten eingegrenzt werden können. Lernen Sie, wie verbreitet Präsentismus ist, was Mitarbeiter dazu motiviert, welche Vorteile mit diesem Verhalten verbunden sein können und dass dafür Belastungen und Konsequenzen in Kauf genommen werden.

Dazu bekommen Sie einen Überblick über Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zur gesundheitlichen Prävention und zur Bekämpfung erkrankungsbedingter Beschwerden von Beschäftigten als Ursachen von Präsentismus und Absentismus.

Das Buch ist für alle Fach- und Führungskräfte wie auch für Betriebsräte und präventiv tätige Professionals bestens geeignet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

In diesem Kapitel wird die Entwicklung der Präsentismusforschung dargestellt. Es wird auf Unterschiede im Verständnis des Begriffs Präsentismus sowie auf die wesentlichen Forschungsstränge eingegangen. Außerdem werden Inhalt und Struktur des Buches skizziert.
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

2. Begriffsklärungen

Voraussetzung für ein Verständnis des Phänomens Präsentismus, der Forschung dazu und der Einordnung der Befunde ist die Klärung des Begriffs. Das Kapitel wird das unterschiedliche Verständnis von Präsentismus deutlich machen und zeigen, inwiefern die Divergenzen durch von einander abweichende Forschungslinien bedingt sind.
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

3. Bedeutung von Präsentismus

Um die Bedeutung von Präsentismus zu beschreiben, sollten verschiedene Perspektiven einbezogen werden. Zum einen ist von Interesse, wie verbreitet das Phänomen innerhalb von Organisationen, aber auch geografisch und kulturell ist. Außerdem muss die Frage gestellt werden, für wen es in welchem Ausmaß von Bedeutung ist. Ebenso wichtig sind die Gründe, warum Erwerbstätige Präsentismus zeigen. Diese Fragen werden in diesem Kapitel beantwortet.
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

4. Erfassung von Präsentismus

Wer etwas über Präsentismus erfahren will, sei es, um den Prozess zu beschreiben, zu erklären, vorherzusagen oder gar zu beeinflussen, muss das Phänomen erfassen können. Im Folgenden werden zunächst die verschiedenen prinzipiell infrage kommenden Messverfahren vorgestellt. Sie sind mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen verbunden. Im zweiten Teil des Kapitels wird der Fokus auf die Messung mittels Selbsteinschätzung gerichtet, weil dies die in der Praxis am häufigsten verwendete Methode ist. Anschließend werden Fragebogen vorgestellt, die zur Erhebung von Präsentismus im Einsatz sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf deren direkt auf Präsentismus bezogenen Teilen. Ihre Vorstellung wird durch eine Einschätzung abgerundet.
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

5. Modelle zu Präsentismus

Das Phänomen Präsentismus wird durch viele Variablen beeinflusst und hat vielfältige Konsequenzen. In diesem Kapitel werden unterschiedliche Ansätze der Theorienbildung beschrieben, deren Ziel es ist, Ausgangbedingungen und Konsequenzen von Präsentismus darzustellen sowie deren Wirkmechanismus zu beleuchten. Es dient dazu, den aktuellen Stand der Modellbildung wiederzugeben und zugleich eine Übersicht über die Vielzahl der relevanten Variablen zu präsentieren, sie zu kategorisieren und dadurch das Verständnis der im folgenden Kapitel dargestellten Studienergebnisse zu erleichtern.
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

6. Studien zu mit Präsentismus zusammenhängenden Faktoren

Nachdem in ► Kap. 4 Messmethoden vorgestellt und in ► Kap. 5 Modellvorstellungen zu Präsentismus beeinflussenden Faktoren und dessen Wirkungen beschrieben wurden, werden in diesem Kapitel Studienergebnisse zusammengefasst. Die Vielfalt der untersuchten Faktoren, die Art der Messung von Präsentismus und die Heterogenität der Stichproben erschweren die Systematisierung der Darstellung. Die Studien werden nach den Faktoren Person, Arbeit und Organisation gruppiert und innerhalb der Faktorengruppen nach untersuchten Variablen beschrieben. Innerhalb der Variablen ist das Veröffentlichungsjahr der Studie für die Reihenfolge der Darstellung maßgeblich. Das Jahr wurde gewählt, weil davon auszugehen ist, dass Forscher bisherige Ergebnisse sichten und in die Planung ihrer eigenen Studie einbeziehen. Am Ende jedes Abschnitts werden die Ergebnisse der Metaanalyse von Miraglia und Johns (2016) referiert, weil durch sie generelle Trends, die über verschiedenste Studien hinweg gelten, leichter zu erkennen sind.
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

7. Kosten von Präsentismus

Es wurde in ► Kap. 1 bereits darauf hingewiesen, dass das Interesse an Präsentismus – vor allem in der US-amerikanischen Forschung – stark von dem Gesichtspunkt geprägt ist, dass er für Unternehmen hohe Kosten verursacht. Diese Perspektive erhielt und erhält zusätzliche Aufmerksamkeit durch Studienergebnisse, wonach die Kosten von Präsentismus deutlich höher zu veranschlagen sind als die Kosten von Absentismus. Ob dieses Phänomen tatsächlich zu den „teuersten und gefährlichsten Phänomenen der Weltwirtschaft“ gehört, wie das im österreichischen Magazin Wirtschaftsnachrichten Süd im Jahr 2007 formuliert wurde (Pirkovitsch 2007, S. 32), bleibe dahingestellt. Doch es erscheint auf jeden Fall notwendig, ausführlicher zu betrachten, mit welchen Kosten bei Präsentismus zu rechnen ist. Dazu werden im Weiteren folgende Themen erörtert:
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

8. Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Verringerung von Präsentismus

Während das Interesse von Arbeitgebern an einer Verringerung von Absentismus leicht nachvollziehbar ist, gilt das für Präsentismus nur unter bestimmten Bedingungen. Auf Gesundheit und Arbeitsplatzgestaltung bezogene Maßnahmen, die auf eine Reduzierung von Absentismus abzielen, können durch eine Verbesserung des Gesundheitszustands allerdings auch günstig auf Präsentismus wirken. Im Folgenden werden entsprechende Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements dargestellt und Studienergebnisse referiert.
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

9. Präsentismus – eine vorläufige Bilanz

Vor dem Hintergrund der bisherigen Erkenntnisse zum Phänomen Präsentismus wird zum Schluss des Buches eine vorläufige Bilanz gezogen. Hierbei wird als Gegengewicht zur eingangs beschriebenen Euphorie, die Steuerung bzw. Reduktion von Präsentismus könne sich zukünftig als entscheidender Wettbewerbsfaktor für Unternehmen herausstellen, der Fokus auf die Vorteile von Präsentismus gerichtet. Mit dem Antizipieren zweier für möglich gehaltener Entwicklungen wird zugleich eine Gegenperspektive zu den als positiv herausgestellten Aspekten entworfen, welche die Gefahr der Verdrängung des Problems und seiner Selbstverstärkung ins Bewusstsein heben soll.
Daniela Lohaus, Wolfgang Habermann

Backmatter

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