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20.06.2016 | Praktische Informatik | Im Fokus | Onlineartikel

Das sind wichtige IT-Trends für 2016

Autor:
Detlev Spierling

Digitalisierung, Sourcing, Cloud und Big Data gehören laut einer Capgemini-Studie zu den Top-Themen der Unternehmens-IT. Mobile Payment wurde dagegen zu einem der "Flops des Jahres" gekürt.

Digitalisierung ist in vielen Unternehmen ein wichtiges Thema. Das stellt auch die Management- und IT-Beratung Capgemini in Ihrer Studie "IT-Trends 2016 – Digitalisierung ohne Innovation?“ fest. Mit der Digitalisierung gehen aber auch Probleme einher: “Neben der fehlenden Koordination der Projekte, dem Know-how und den entsprechenden Mitarbeitern mangelt es vor allem an Ideen“, schreiben die Studienautoren. Die meisten Unternehmen seien im Moment noch damit beschäftigt, Informationen und Prozesse digital abzubilden und zu vernetzen, hätten aber noch keine Vorstellung davon, wie sie auf dieser Basis neue Produkte und Services entwickeln könnten. Von Innovation sei im Moment also noch wenig zu spüren.

Die Studienergebnisse basieren auf einer Befragung von 153 Entscheidungsträgern, von denen 105 in deutschen, 36 in österreichischen und zwölf in schweizerischen Unternehmen arbeiten. Sie erzielen zwischen 50 Millionen und mehr als 7,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr

Digitalisierung

Die Anzahl derjenigen, die Probleme bei der Digitalisierung haben, ist von 41 auf 60 Prozent gestiegen. Die größte Hürde ist der Fachkräftemangel. Es fehlen vor allem Mitarbeiter, die sich mit Internet-of-Things-Technologien, Datenauswertung und Analyse sowie mobilen Technologien auskennen.

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Dieser Befund ist nicht neu aber um so alarmierender weil das “Internet der Dinge“ (IdD) oder “Internet-of-Things“ (IoT) unstrittig zu den wichtigsten IT-Zukunftsthemen gehört. Denn hinter dem häufig synonym hierzu verwendeten, älteren Begriff “Machine-to-Machine (M2M)“-Kommunikation ist eine enorme Bandbreite an ITK-Anwendungen zu finden. Darauf weist Springer-Autor Johann Sailer in seinem Beitrag “M2M – Internet of Things – Web of Things – Industry 4.0“ hin:

“M2M begegnet uns in vielen Lebensbereichen und in den unterschiedlichsten Branchen. Einige Anwendungen sind für uns bereits selbstverständlich geworden, beispielsweise die Alarm- und Sicherheitstechnik, die Navigationsgeräte oder in der Industrieautomation. In anderen Geschäftsfeldern, in der Branche “Verticals“ genannt, beginnen sich neue Lösungen wie Smart Meters, Smart Grid, Smart Home und Energiemanagement, der Einsatz von Sensoren in der Landwirtschaft, effizientere Fernwartungsmodelle, Healthcare beziehungsweise Telemedizin-Anwendungen, verbesserte Warenwirtschafts- oder Gebäudemanagement-Lösungen und dgl. zu entwickeln,“ heißt es in der  Zeitschrift ‘e & i - Elektrotechnik und Informationstechnik‘, Ausgabe 1/2014.

Sourcing und Cloud

Insgesamt nutzen jetzt rund 63 Prozent der Unternehmen eigene Clouds und 47 Prozent Services von Anbietern. Über diese Infrastrukturen werden 33 Prozent der gesamten IT-Leistungen bereitgestellt, wobei rund 27 Prozent aus der eigenen Cloud kommen und etwas mehr als 6 Prozent der Services von Anbietern zugekauft werden. Während sich Cloud-Services bei Finanzdienstleistern, in der Industrie und in der Automobilbranche etabliert hätten, nutzt der Handel sie kaum. “Ein Ergebnis, das angesichts der steigenden Datenmengen und der anstehenden Digitalisierung überrascht“, schreiben die Studienautoren.

Rund 82 Prozent der Teilnehmer lagern IT-Dienstleistungen aus. Die Quote bleibt im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert (80 Prozent). Spitzenreiter sind mit fast 95 Prozent Finanzdienstleister, gefolgt von Industrie und Handel.

Big Data

Die Big-Data-Nutzung hat in den letzten zwölf Monaten zugenommen. Inzwischen betreiben knapp 16 Prozent der Teilnehmer mehrere und acht Prozent eine Anwendung. Spitzenreiter beim Big-Data-Einsatz sind wie im Vorjahr die Finanzdienstleister. Das produzierende Gewerbe und die Automobilindustrie holen allerdings auf. Die große Mehrheit realisiert ihre Big-Data-Projekte in Zusammenarbeit mit externen Partnern (85 Prozent). Diese bringen das Know-how ins Unternehmen sowie die erforderlichen Spezialisten, deren Rekrutierung vielen Organisationen aufgrund des Fachkräftemangels schwerfällt.

Mobile Payment

Mit der Begründung: “Mobile Payment beziehungsweise die elektronische Brieftasche ist im deutschsprachigen Raum kaum verbreitet, da viele Menschen das Bezahlen mit dem Smartphone für unsicher halten und sich Sorgen wegen des Datenschutzes machen“, zählen die Studienautoren das mobile Bezahlen unter anderem zu den "Flops des Jahres“.

Allerdings ist nach Einschätzung der Capgemini-Consultants eine Trendwende im Mobile Payment möglich, wenn mehr Angebote, "bei denen das Smartphone sowohl zum Bezahlen als auch zur Identifizierung des Nutzers eingesetzt wird, wie beispielsweise beim Car Sharing oder beim Check-in im Hotel“, zum Einsatz kommen. Dem stimmt Thomas Barsch grundsätzlich zu: “Anbieter mobiler Bezahlsysteme können sich nur dann am Markt behaupten wenn sie möglichst viele Mehrwertdienste bieten, die über den reinen Bezahlvorgang hinausgehen und für die es im Idealfall Zahlungsbereitschaft von Endkunden gibt“, schreibt der Springer-Autor im Kapitel "Mobile Payment: Branchengrenzen verschwinden" seines Buches “Banking & Innovation 2016“.

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