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Über dieses Buch

Erik Völker untersucht ausführlich verschiedene Möglichkeiten, die soziologische Theorie der Praktiken (Praxeologie) in die ökonomische Konsumforschung zu integrieren. Im Gegensatz zur klassischen, utilitaristischen ökonomischen Theorie geht die Praxeologie von einer Habitualisierung menschlichen Verhaltens aus. Der Autor klärt, wie diese Praxistheorien das allgemeine Verständnis einer Wertentstehung beim Konsumenten ergänzen, und welches Potenzial eine Synthese des praxeologischen Handlungsbildes mit dem bisherigen Konsumverständnis der Wirtschaftswissenschaften birgt. Dabei wird gezeigt, dass besonders bei der Konzeption von anwenderzentrierten Dienstleistungen das Betrachten von Alltagspraktiken zur Bereitstellung eines werthaltigen Angebots beiträgt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Eine der Grundfragen der Wissenschaften, die sich mit gesellschaftlichem Handeln auseinandersetzen, ist die nach dessen Ursprung. Dabei stehen sich die strukturalistische Ansicht, dass individuelle Handlungen durch gesellschaftliche Struktur bestimmt werden und die subjektivistische Ansicht, dass individuelle Handlungen ihren Ursprung im Individuum selbst haben und gesellschaftliche Struktur so erst entstehen lassen, in einem zentralen soziologischen Diskurs gegenüber. Diese zwei konkurrierenden Grundannahmen bestimmen in der Konsequenz die Sicht des wissenschaftlichen Betrachters auf den Untersuchungsgegenstand des menschlichen Handelns und somit auch die aus den Beobachtungen gezogenen Schlüsse.
Erik Völker

Kapitel 2. Eine Soziologie der Praktiken

Zusammenfassung
Nach Max Weber ist „Soziologie […] eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will.“ Die damit von Weber definierte Zielsetzung der Soziologie, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu erklären, gilt in dieser Wissenschaftsdisziplin bis heute als zentral. Handeln ist im Verständnis der soziologische Theorie nur solches Verhalten, welches mit Bedeutung belegt und sinnhaft motiviert ist.
Erik Völker

Kapitel 3. Konsum und Wert in der Ökonomie

Zusammenfassung
Der Begriff ‚Konsum‘ bezeichnet je nach Kontext der Verwendung zwei voneinander unterscheidbare Vorgänge. Dabei steht entweder der Kauf beziehungsweise Austausch von Waren und Dienstleistungen (Konsumgüter) oder der Genuss und Gebrauch von Konsumgütern im Mittelpunkt der Tätigkeit. Analog dazu gibt es bei der Definition des Begriffs ‚Wert‘ zwei grundlegend unterscheidbare Formen der Bewertung eines Gutes.
Erik Völker

Kapitel 4. Praxistheorien in der Konsumforschung

Zusammenfassung
Die Praxeologie als Betrachtungsweise des menschlichen Handelns und die Konsumwertentstehungsdebatte haben im Zusammenhang mit theoretischen und empirischen Veröffentlichungen in Soziologie und Ökonomie an Relevanz gewonnen. Im Folgenden soll die Beschreibung der bisherigen theoretischen Annäherung der beiden Bereiche sowie die Darstellung bisheriger Studien stattfinden, die sich in dieser Schnittmenge bewegen.
Erik Völker

Kapitel 5. Der Wertbegriff

Zusammenfassung
In Kapitel vier wurde gezeigt, dass bereits mehrere Studien mit ökonomischen Fragestellungen eine Adaption praxistheoretischer Begrifflichkeiten anwenden. Wie in Analyse der Studien deutlich wurde, hat sich noch keine einheitliche Verwendung der Begriffe etabliert. Praxeologie wurde in der Literatur in Zusammenhang mit Konsum zudem bisher entweder breit theoretisch betrachtet oder anhand sehr spezieller empirischer Themen.
Erik Völker

Kapitel 6. Fazit

Zusammenfassung
Die Praxistheorien wollen den Diskurs über den Handlungsursprung überbrücken und den Fokus auf die Handlung selbst richten. Für die Konsumforschung erlaubt der damit verbundene Verzicht auf Vorannahmen den Blick auf die Einbindung von Angeboten in die Alltagspraktiken des Konsumenten. Gleichzeitig stellt die Adaption der Praxistheorien den subjektivistischen Wertbegriff und die Goods-Dominant Logic in Frage und schafft damit Raum für die Betrachtung der Nutzung des Gutes.
Erik Völker

Backmatter

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