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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Das Gesicht Frankreichs

Zusammenfassung
Jedes Land hat sein Gesicht. Es wirkt am Anfang fremd auf uns wie ein Paßbild und oberflächlich wie eine Ansichtskarte. Beim Wiedersehen weckt es Erinnerungen, auch Vorurteile. Spricht man miteinander, beginnt es zu leben; eine Persönlichkeit taucht dahinter auf. Nehmen wir uns Zeit und Geduld dafür, so sind wir überrascht, was hinter dem Gesicht, das wir zu kennen glaubten, zum Vorschein kommt.
Klaus Walter Herterich

2. Umgang mit Franzosen

Zusammenfassung
„Werden wir Deutsche je einen Franzosen verstehen?“ fragte Max Eyth, als er 1878 an der Pariser Weltausstellung teilnahm. Fragen heute deutsche Unternehmer genauso, die an der „Porte de Versailles“ Werkzeugmaschinen oder elektronische Bauelemente ausstellen?
Klaus Walter Herterich

3. Wirtschaft à la française

Zusammenfassung
Die Geschäftsfreunde begrüßen den Gast aus Frankreich mit nachsichtigem Lächeln: „Na, was machen unsere Franzosen?“ Sie haben im Laufe der Jahre gelernt, mit französischen Zuständen zu leben. Die französische Auffassung von Wirtschaft hat ihnen immer wieder Schwierigkeiten bereitet. Besonders am Anfang der Geschäfte mit Frankreich hatten sie manche Enttäuschung einstekken müssen. Bis zur Erkenntnis, daß Wirtschaft à la française etwas anderes ist, als man gedacht hat, war der Weg lang und dornenreich.
Klaus Walter Herterich

4. Erfahrungen deutscher Firmen in Frankreich

Zusammenfassung
„Wir haben uns so viel Mühe gegeben mit dem französischen Markt, aber die Franzosen machen es einem wirklich nicht leicht.“ So seufzt mancher Firmenchef, dessen Unternehmen im Frankreich-Geschäft tätig ist. Dabei sind deutsche Firmen mit Frankreich einiges gewöhnt. Sie haben gelernt, französische Launen zu ertragen, endlose Diskussionen durchzustehen und sich mit abenteuerlichen Zahlungsweisen und fortgesetzten Franc-Abwertungen abzufinden.
Klaus Walter Herterich

5. Mitarbeiter in Frankreich

Zusammenfassung
In Deutschland heißt es oft, die Franzosen hätten das Arbeiten nicht erfunden; sie säßen lieber im Bistro und tränken Rotwein. Dem wollen wir energisch widersprechen! Franzosen sind arbeitsame Menschen. Sie arbeiten nur anders. Sie wollen an ihrer Arbeit Spaß haben. Sie mögen nicht verbissen vor sich hin schaffen, wenn sie mit Leichtigkeit und Einfallsreichtum das gleiche erreichen können. Auch in der Arbeit wollen sie sich als freie Menschen fühlen.
Klaus Walter Herterich

6. Arbeits-und Sozialrecht

Zusammenfassung
Rechtsgrundlage ist das Arbeitsgesetz (= „code du travail“), das durch zahlreiche Regierungsverordnungen, Dekrete und Erlasse ständig ergänzt wird. Es setzt die Normen für die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Der Wille zur Form hat dabei Vorrang vor der Praxisnähe. Für viele Praxisfragen liefern die gesetzlichen Texte nur wenig Aufschluß. Die Verhaltensrichtlinien für konkrete Einzelfalle müssen zum großen Teil der Rechtsprechung entnommen werden.
Klaus Walter Herterich

7. Vertreterrecht

Zusammenfassung
Neben einer Anzahl von Ähnlichkeiten und Parallelen weist das französische Vertreterrecht einige handfeste Unterschiede in den Rechtsvorschriften und vor allem in deren Auslegung zum deutschen Recht auf. Die andersartige Mentalität führt zu Verhaltensweisen, die das französische Vertreterwesen als eine andere Welt erscheinen lassen. Den deutschen Unternehmen machen vor allem zwei Besonderheiten zu schaffen: Der sogenannte „VRP“ und der oft unerwartet hohe Ausgleichsanspruch.
Klaus Walter Herterich

8. Verkaufen in Frankreich

Zusammenfassung
Verkaufen à la française ist nicht das gleiche wie Verkaufen in Deutschland. Man wundert sich manchmal, was in Frankreich der Kunde alles hinnehmen muß. Da kommt ein Kostenvoranschlag zu spät, die zugesagte Sonderanfertigung erweist sich als nicht durchführbar oder die Lieferung enthält ohne Ankündigung etwas anderes als bestellt. Von einer Zusage hört der Kunde vielleicht wochenlang nichts mehr. Er muß sich anstrengen, um zu kriegen, was er will. Die Verteilungswirtschaft aus den Kolonialzeiten ist noch lebendig. Nicht der Kunde, der Verkäufer ist König. Oder es herrscht einfach Gleichgültigkeit.
Klaus Walter Herterich

9. Gesellschaftsrecht

Zusammenfassung
Der französische Ausdruck für „Tochtergesellschaft“ heißt „filiale“. Der deutsche Begriff „Filiale“ für Zweigstelle, Zweigniederlassung (etwa Bankfiliale) wird mit „succursale“ übersetzt. Die „filiale“ kann eine beliebige Gesellschaftsform haben, sie ist in jedem Fall rechtlich selbständig. Der Begriff „filiale“ setzt die mehrheitliche Kapitalbeteiligung durch die „société-mère“, die Muttergesellschaft voraus. In der Praxis werden oft Begriffe wie Niederlassung, Vertretung, Verkaufsniederlassung, Verkaufsgesellschaft und ähnlich verwendet. Hier ist jedesmal zu fragen, welche juristische Form genau gemeint ist.
Klaus Walter Herterich

10. Rechnungswesen

Zusammenfassung
Für die Rechnungslegung der in Frankreich tätigen Gesellschaften kommen die Form-und Bewertungsvorschriften des französischen Handels-und Steuer rechts zur Anwendung. Der französische Kontenplan ( = „plan comptable“) ist für alle Unternehmen verbindlich. Am 1. Januar 1983 ist ein neuer Kontenplan in Kraft gesetzt worden, der gegenüber dem alten Plan von 1957 eine Reihe von Anpassungen im Sinne einer europäischen Harmonisierung aufweist.
Klaus Walter Herterich

11. Praktische Hinweise für Deutsche in Frankreich

Zusammenfassung
Erfahrungsgemäß kommt den Deutschen die Beschaffung von Informationen in Frankreich umständlicher vor als in der Bundesrepublik. Tatsächlich führt das französische Diskretionsbedürfnis und das herrschende Mißtrauen zu einer übertriebenen Scheu, Informationen herauszurücken. Die Folge ist eine sehr geringe allgemeine Informationstransparenz.
Klaus Walter Herterich

12. Faustregeln für das Frankreich-Geschäft

Zusammenfassung
Keinem Franzosen würde es einfallen, andere Völker ändern zu wollen. Tun wir es ihnen nach! Selbst wenn uns an Frankreich manches mißfällt: wir ändern Franzosen nicht. Gerade als Verantwortliche der Wirtschaft sollen wir uns auf die Fakten konzentrieren und daran unser Handeln orientieren. Frankreich ist ein solches Faktum. Nehmen wir es, wie es ist, sonst verlieren wir unnötig Zeit und Kraft.
Klaus Walter Herterich

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