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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Allgemeine Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Fernsehen ist in Deutschland, das macht besonders der Vergleich mit den USA deutlich, immer ein Politikum gewesen — und das, obgleich es doch von der Idee her staatsfern organisiert ist und demnach weder den jeweils Regierenden, noch auch vorrangig den politischen Parteien ausgeliefert sein sollte. In Wirklichkeit aber lässt sich eine deutsche Fernsehgeschichte am leichtesten als Chronik der politischen Eingriffe und Weichenstellungen schreiben, und erst in den neunziger Jahren verschiebt sich der Fokus von programminhaltlichen und personalpolitischen Interessen hin zu einer vorrangig unter wirtschaftlichen Aspekten geführten Debatte. Fernsehen ist in der öffentlichen Wahrnehmung von einem Medium der gesellschaftlichen Integration, von einem Erziehungs- und Kulturfaktor, zu einem Wirtschaftsgut geworden. Seinen Charakter als Leitmedium hat es dabei zwar nicht abgegeben, aber massiv verändert: Konnte es bis in die siebziger Jahre hinein die ihm zugedachte Aufgabe als Medium und Faktor von Meinungsbildung und Unterhaltung noch erfüllen, zeichnet es sich inzwischen durch seine thematische wie technische Omnipräsenz aus. Kaum ein Inhalt, der nicht früher oder später irgendwo im Fernsehen vorkäme, zugleich aber im endlosen Strom der Bilder und Töne in seiner Bedeutung nivelliert würde.
Eric Karstens, Jörg Schütte

2. Programm und Produktion

Zusammenfassung
Unter dem Begriff Programmschema versteht man die tabellarische Übersicht aller Sendungen eines Fernsehkanals innerhalb einer typischen (sprich: durchschnittlichen) oder auch speziellen Woche. Üblicherweise werden die Tage in Spalten und die Stunden in Zeilen dargestellt, so dass man auf einen Blick die Programmstruktur eines Senders erkennen, beurteilen und bearbeiten kann.
Eric Karstens, Jörg Schütte

3. Kommunikation, Marketing und Werbung

Zusammenfassung
Das Fernsehen wurde als Werbeträger in Deutschland schon früh entdeckt, nämlich in den fünfziger Jahren. Doch erst mit der Zulassung und dem Markterfolg des privaten Fernsehens entwickelte sich die TV-Werbung zu dem bedeutenden Wirtschaftsfaktor, der sie heute ist. Und die Werbung veränderte nicht nur die Finanzierungsgrundlagen des Mediums, sondern auch seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (vgl. Kap. 1.1). Damit einher ging die Entwicklung einer ganzen Branche, die es zuvor teils gar nicht gegeben hatte, und die an anderen Stellen ihre bereits auf den Sektoren Print- oder Außenwerbung und Marketing entwickelten Verfahrensweisen an die Erfordernisse des neuen Werbeträgers anpassen musste.
Eric Karstens, Jörg Schütte

4. Organisation und Forschung

Zusammenfassung
Privatwirtschaftlich orientierte Unternehmen haben typischerweise das Ziel, Gewinne zu erzeugen. Das gilt auch für private Fernsehsender. Gerade in konjunkturell schwierigen Phasen tendieren die Wirtschaftsunternehmen dazu, ihre Werbeausgaben zu reduzieren. Dies trifft die TV-Sender stärker als die Printmedien. Ihnen fehlt — soweit es sich um Free-TV-Anbieter handelt — ein Äquivalent zu deren Einnahmen aus dem Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften. Daher ist die Abhängigkeit der Privatsender von Werbeerlösen sehr stark ausgeprägt. Vor diesem Hintergrund spielt insbesondere in Zeiten einer rezessiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Senkung der Kosten, die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten und das Generieren von Zusatzerlösen eine erhebliche Rolle.
Eric Karstens, Jörg Schütte

5. Zukunftsperspektiven

Zusammenfassung
Medien, und damit auch das Fernsehen, sind Ländersache, daran gibt es weder nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts noch nach der inzwischen fünf Jahrzehnte lang geübten Praxis etwas zu rütteln (vgl. Kap. 1.2). Doch eine föderal verteilte Verantwortung und Zuständigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Kleinstaaterei; Belange, die von bundesweiter Bedeutung sind, müssen auch länderübergreifend geregelt werden. Und in der Tat ist der Löwenanteil all dessen, was in Deutschland Fernsehen heißt, von überregionaler Relevanz, weil es entweder ohnehin auf die gesamte Republik zielt oder doch zumindest — wie die meisten Dritten Programme — bundesweit verbreitet wird. Nur ein paar Lokal- und Regionalprogramme stellen ein wirklich territorial begrenztes Phänomen dar. Dieser Tatsache trägt auch die von den Landesmedienanstalten wahrgenommene Medienaufsicht Rechnung — aber nur, indem viele zentrale Aufgaben an die Direktorenkonferenz und diverse gemeinsame Ausschüsse delegiert worden sind. Ungeachtet dessen leistet sich weiterhin jedes Land seine eigene Medienanstalt — mit der Ausnahme von Berlin und Brandenburg, die sich medienpolitisch schon lange zusammengeschlossen haben.
Eric Karstens, Jörg Schütte

6. Literatur

Zusammenfassung
Die nachfolgenden Literaturhinweise erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern stellen eine Auswahl von empfehlenswerter weiterführender Literatur dar, die in den letzten Jahren erschienen ist. Berücksichtigt wurden nur Werke, die sich im engeren Sinne mit dem Fernsehen beschäftigen; Grundlagenliteratur und Handbücher z.B. über Marketing, PR, journalistische Arbeitstechniken usw., die auch, aber nicht speziell für das Fernsehen Geltung beanspruchen können, wurden ausgelassen.
Eric Karstens, Jörg Schütte

7. Glossar

Ohne Zusammenfassung
Eric Karstens, Jörg Schütte

Backmatter

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