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Über dieses Buch

Private Finanzen umfassen alle Einnahmen und Ausgaben eines privaten Haushalts, die miteinander in Einklang gebracht werden müssen, natürlich immer im Hinblick auf die individuellen Lebensumstände und Wünsche. Einen besonderen Stellenwert nehmen die finanzielle Grundsicherung, die soziale Absicherung und Steuerfragen ein. Das Praxishandbuch soll kein „Geheimwissen“ vermitteln, sondern das aus der langjährigen Beratungs- und Lebenserfahrung gewonnene Gesamtwissen so darstellen, dass sich daraus für die unterschiedlichsten Finanz- und Lebensbereiche ein unverzichtbarer praktischer Nutzen ergibt. Der erste Teil stellt Ihnen die Grundlagen zum schnellen Überblick zur Verfügung. Checklisten und eine Liste mit wichtigen Adressen erhöhen den Praxisbezug. Das umfangreiche Glossar beantwortet Ihnen darüber hinaus alle Fragen, die bei der Planung und Durchführung Ihrer Finanztransaktionen auftauchen. Dies zielt nicht auf Produktwissen ab, sondern soll die Grundelemente der Geldwirtschaft verständlich machen. Wenn Sie sich mit diesem Werk beschäftigen, werden Sie auf Augenhöhe mit Ihren Beratern sprechen können!​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Überblick Private Finanzen

Frontmatter

Finanzplanung in jeder Lebensphase

Natürlich kann man nicht alles vorausplanen und es hört sich hochtrabend an, wenn man von einer bewussten Lebensplanung spricht. Aber hat nicht jeder von uns relativ konkrete Vorstellungen davon, was er einmal erreichen möchte. Dabei spielt sicherlich die soziale Herkunft und die damit verbundene Ausgangsposition eine wichtige Rolle, aber ohne eigenes Engagement können Ziele nicht realisiert werden.

Helmut Keller

Bankgeschäfte/Kredite

Eine Kontoeröffnung ist notwendig, um am Wirtschaftsleben teilnehmen zu können. Dafür ist eine Legitimation erforderlich. Mit dem Kontoeröffnungsantrag unterschreibt der Kunde meist automatisch eine sogenannte SCHUFA-Klausel und ermächtigt damit das Kreditinstitut, einerseits Informationen einzuholen und andererseits Informationen weiterzugegeben. Ein Kreditinstitut kann die Krediteröffnung ablehnen. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn die eingeholten Auskünfte negative Merkmale ausweisen.

Helmut Keller

Anlageberatung

Mit dem nötigen Finanzwissen und dessen Umsetzung in konkretes Handeln könnten eigentlich die meisten Privatleute (in der Mehrzahl Arbeitnehmer) ihr oft mühselig erarbeitetes Einkommen selbst verwalten, ihre Steuern und Sozialabgaben zahlen und nach sinnvollem Konsum – also der Verwendung der Mittel für die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens – die verbleibenden Einkommensteile zielgerichtet anlegen. Und genau an diesem Punkt wartet eine Vielzahl von Beratern bei Finanzdienstleistern darauf, dabei Unterstützung anzubieten. Letztlich verantwortlich für seine eigenen Finanzen und sein diesbezügliches Handeln bleibt aber der Anleger.

Helmut Keller

Versicherungen

Das

Versicherungsvertragsgesetz

ist am 1.1.2008 in Kraft getreten und gilt seit Anfang 2009 für alle bestehenden Verträge. Im Vordergrund der gesetzlichen Änderungen standen u. a. die Stärkung der Verbraucherrechte und die Schaffung von mehr Transparenz für die Versicherungsnehmer. Die Versicherungskunden erhalten mehr Schutz und mehr Rechte. Insbesondere die Beratungspflicht steht im Vordergrund. Geändert haben sich auch die Kündigungsrechte. Auf ein Beratungsprotokoll (das zu den wichtigen Vertragsunterlagen gehören sollte) darf deshalb in keinem Fall verzichtet werden. Die Ansprüche aus einem Versicherungsvertrag verjähren nun erst nach drei Jahren und nicht mehr nach zwei Jahren. Die Versicherung ist zudem verpflichtet, die Versicherungsleistung auch an Ehegatten und andere versicherte Personen auszuzahlen, wenn diese Personen als empfangsberechtigt benannt worden sind.

Helmut Keller

Sozialversicherung und gesetzliche Altersvorsorge

Die soziale Sicherung in Deutschland ist in der

gesetzlichen Rentenversicherung

, der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung organisiert. Die einzelnen Bereiche sind nur durch zusätzliche Steuermittel und keineswegs alleine durch die Beitragseinnahmen zu finanzieren.

Helmut Keller

Private und betriebliche Altersvorsorge

Zwangsläufig wird man ununterbrochen mit dem Thema Altersvorsorge konfrontiert. Es wäre deshalb sinnvoll, sich frühzeitig mit der eigenen Situation zu beschäftigen und am besten in einem festen Turnus einen

Altersvorsorgestatus

fortzuschreiben. Dies wäre dann eine Dokumentation der bestehenden bzw. der bereits erreichten Altersvorsorge. Die sonstigen Vermögenswerte bleiben unabhängig davon, ob sie auch für eine Altersvorsorge geeignet sind, außen vor.

Helmut Keller

Private Steuern

Zum Thema Steuern existieren viele Vorurteile, für die meisten Bundesbürger sind die Steuern sogar ein rotes Tuch, aber vieles hängt auch damit zusammen, dass man einfach nicht vernünftig Bescheid weiß. Dabei wäre es doch relativ einfach, sich nach und nach in die Materie einzufinden, wenn man sich nur die notwendige Mühe macht. Wahrscheinlich kommt man zunächst mit der Lohnsteuer in Berührung.

Helmut Keller

Vermögensplanung- und –sicherung

Die Wohnimmobilie ist weiterhin die favorisierte Geldanlage aller deutschen Haushalte. Die genaue Anlagestruktur des Geld- und Sachvermögens der privaten Haushalte ist der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.

Helmut Keller

Verbraucherschutz und Schuldnerberatung

Der

Verbraucherschutz bei Finanzdienstleistungen

bedeutet im Kern, den Verbraucher in die Lage zu versetzen, überlegte, auf die eigenen Ziele und Möglichkeiten ausgerichtete Finanzentscheidungen zu treffen und die Verantwortung hierfür übernehmen zu können. Der Staat ist gefragt, mit einer aktiven Verbraucherpolitik das Vertrauen in Finanzprodukte und Finanzberatung insbesondere nach der weltweiten Finanzkrise wiederzugewinnen. Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung zwar auf eine effizientere Aufsicht der Finanzdienstleister festgelegt, der Verbraucherschutz ist aber nicht Teil dieser Finanzaufsicht.

Helmut Keller

Lohnersatz- und Sozialleistungen

Die sogenannten Lohnersatzleistungen im Überblick:

Die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung müssen vom Arbeitnehmer bei der Agentur für Arbeit individuell beantragt werden. Sie sind abhängig von der Dauer der Beitragszahlung, der Höhe des letzten Arbeitseinkommens und den übrigen persönlichen Faktoren.

Helmut Keller

Verträge und Rechtsfragen im Alltag

Allgemeine Geschäftsbedingungen sind alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrags stellt. Gleichgültig ist, ob die Bestimmungen einen äußerlich gesonderten Bestandteil des Vertrags bilden oder in die Vertragsurkunde selbst aufgenommen werden, welchen Umfang sie haben, in welcher Schriftart sie verfasst sind und welche Form der Vertrag hat (

§ 305 BGB

).

Helmut Keller

Adressen und Ansprechpartner

Die Architektenkammer bescheinigt u. a. den registrierten Architekten, dass eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung besteht. Für freie Architekten ist Mitgliedschaft zwingend vorgeschrieben.

Helmut Keller

Glossar Finanzgrundwissen

Frontmatter

A: Abbuchung – Aval

Seit Juli 2012 können Kontoinhaber bis zu acht Wochen nach Abbuchung bestehenden oder neuen (Sepa-)Lastschriften ohne Angabe von Gründen widersprechen. Vorher galt eine Frist von sechs Wochen. Gegen unzulässige Einzüge ist sogar ein Widerspruch bis zu dreizehn Monate danach noch möglich.

Helmut Keller

B: Bad Bank – Bundesschatzbriefe

Eine Bad Bank ist ein gesondertes Kreditinstitut zur Abwicklung notleidender Forderungen. Wurde dies vor der Finanzkrise noch überwiegend in Spezialeinheiten der Kreditinstitute abgewickelt, so war dies aufgrund der durch das erhöhte Risiko ständig steigenden Eigenkapitalanforderungen für viele Institute der letzte Schritt, um größere Probleme für das Gesamtinstitut zu vermeiden. Mit der Auslagerung von notleidenden Forderungen, Derivaten und Staatsanleihen in eine Bad Bank wird das Ziel verfolgt, für diese Vermögenswerte ohne Zeitdruck bessere Verwertungsquoten zu erreichen. Gleichzeitig wird die Mutterbank vom Risiko der ausgelagerten Forderungen befreit und braucht dafür kein Eigenkapital mehr vorzuhalten. Die Haftung für die Bad Bank liegt dann entweder beim Staat oder einem Sicherungsfonds.

Helmut Keller

C: Cash-Flow – Cross-Selling

Kennzahl für die Beurteilung der Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens oder Geschäftes.

Helmut Keller

D: Dachfonds – Dynamisierung

Investmentfonds, der in andere Fonds investiert.

Helmut Keller

E: Eckrente – externe Zinslosstellung

Als Eckrente bezeichnet man die fiktive Rentenzahlung an einen Versicherten, der 45 Beitragsjahre erfüllt und dabei immer exakt das durchschnittliche Arbeitsentgelt verdient hat (Durchschnittsentgelt). Diese Eckrente oder Standardrente wird bei allen Vergleichen, Kommentaren und Berichten herangezogen, obwohl es sich um einen rein statistischen Wert handelt.

Helmut Keller

F: Facilities – Fünftel-Regelung

Unter Facilities versteht man Grundstücke, Gebäude, Einrichtungen, Maschinen, Anlagen, Installationen und Infrastrukturen. Betriebswirtschaftlich gesehen handelt es sich also um das Anlagevermögen und die zur Leistungserstellung benötigten Sachmittel, jedoch auch um Dienste innerhalb des Unternehmens.

Helmut Keller

G: Gebäudenormalherstellungswert – Guthabenwert

Umgerechneter Gebäudewert nach dem Hauptfeststellungszeitraum (

§ 85 BewG

). Der Gebäudenormalherstellungswert ist wegen des Alters des Gebäudes im Hauptfeststellungszeitpunkt und wegen etwa vorhandener baulicher Mängel und Schäden zu mindern.

Helmut Keller

H: Haftung – Hypothekenversicherung

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Kreditinstitut bei Übernahme von Vertriebsfunktionen zu einer umfassenden Information des Anlegers verpflichtet. Es muss den Investor über alle Tatsachen und Umstände aufklären, die für seine Anlageentscheidung wesentlich Bedeutung haben oder haben können.

Helmut Keller

I: IBAN – Investoren

Die 22-stellige internationale Bankkontonummer (International Bank Account Number) enthält ein Länderkennzeichen, die Bankleitzahl und die Kontonummer (BIC). Seit dem 28.1.2008 gelten für alle Verbraucher in Europa einheitliche Regeln für Überweisungen.

Helmut Keller

J: Jahressteuerbescheinigung – Just in Time-Garantie

Seit Einführung der Abgeltungssteuer 2009 erhalten alle Privatanleger von ihrem Kreditinstitut grundsätzlich eine jährliche Steuerbescheinigung nach neuem amtlichen Muster (

lt. BMF Schreiben IV C 1 – S 2401/08/10001

), in der die zu bescheinigenden Beträge in aggregierter Form aufgeführt werden. In der Jahressteuerbescheinigung werden alle bezogenen Kapitalerträge nach eventueller Verlustverrechnung und vor Anrechnung eines erteilten Freistellungsauftrages berücksichtigt. Sofern die Kunden eine Verlustbescheinigung, d. h. Bescheinigung über die Höhe der nicht ausgeglichenen Verluste für das abgelaufene Jahr beantragt haben oder das Kreditinstitut aufgrund rechtlicher Vorgaben eine solche Bescheinigung zu erstellen hat, enthält die Jahressteuerbescheinigung auch die Angaben zur Höhe der nicht ausgeglichenen Verluste.

Helmut Keller

K: Kabelanschluss – Kundensegmentierung

Der Mieter hat auch ohne Zustimmung des Vermieters ein Recht auf Kabelanschluss. Den geringfügigen Eingriff muss der Vermieter dulden, wenn die Maßnahme vollständig vom Mieter getragen wird. Die Vergrößerung des Programmangebotes stellt eine Fortentwicklung dar, die dem Mieter nicht untersagt werden kann (

LG Heidelberg S 104/86

). Der Mieter hat auch kein schutzbedürftiges Interesse am Weiterbetrieb der Gemeinschaftsantenne für Fernsehen und Rundfunk.

Helmut Keller

L: Lärmschutzverordnung – Loss given default

Festsetzung der Immissionsgrenzwerte für Verkehrsgeräusche. Mit der Verordnung sind die von den Verwaltungen zu beachtenden Immissionsgrenzwerte festgelegt, wobei die gestiegenen Anforderungen an den Lärmschutz berücksichtigt wurden. Nachfolgende Grenzwerte in Dezibel dürfen beim Bau und der wesentlichen Änderung von Straßen und Schienenwegen nicht überschritten werden.

Helmut Keller

M: Magnetmieter – Mutterschaftsgeld

Mieter, der auf die Kunden eine überdurchschnittliche Anziehungskraft ausübt und bei einer dauerhaften Marktpositionierung der Immobilie eine große Rolle spielt. Dies kann bei Büroimmobilien auch ein Kreditinstitut oder eine Versicherung sein. Aufgabe eines funktionierenden Gebäudemanagements ist es, für eine langfristige optimale Mieterkonstellation zu sorgen oder sie noch weiter zu optimieren.

Helmut Keller

N: Nachbaranhörung – Nutzungsdauer von Arbeitsmitteln

In allen Bundesländern ist die Nachbaranhörung unterschiedlich geregelt. Angesichts möglicher Konflikte erscheint jedoch eine Kontaktaufnahme mit den direkt angrenzenden Nachbarn unverzichtbares Element, bevor ein Bauantrag eingereicht wird. Dies ist besonders wichtig, wenn Wärmedämmung angebracht werden soll.

Helmut Keller

O: Obligation – Overruling

Die Obligation oder Schuldverschreibung ist eine Refinanzierungsquelle für bestimmte langfristige Darlehen, z. B. als Kommunalobligation.

Helmut Keller

P: Pachtvertrag – Progressionsvorbehalt

Durch den Pachtvertrag verpflichtet sich der Verpächter, dem Pächter den Gebrauch des verpachteten Gegenstandes und den Genuss der Früchte, soweit sie nach den Regeln einer ordnungsgemäßen Wirtschaft als Ertrag anzusehen sind, während der Pachtzeit zu gewähren. Die Verträge werden i.d. R langfristig geschlossen. Verträge über zwei Jahre bedürfen der Schriftform. Bei landwirtschaftlichen Verträgen liegen die Laufzeiten bei neun und achtzehn Jahren. Eine Landpacht kann auch auf Lebenszeit des Pächters abgeschlossen werden (

§§ 581–597 BGB

).

Helmut Keller

Q: Quellen des Lebensunterhalts – Quellensteuer

Der größere Teil der Bevölkerung verdient seinen überwiegenden Lebensunterhalt mit Erwerbstätigkeit, fast ein Drittel ist dabei auf Angehörige angewiesen. Etwas mehr als 20 % bestreitet den Lebensunterhalt aus Renten und dergleichen, diese Quote ist interessanterweise trotz der demoskopischen Veränderungen fast konstant geblieben. Deutlich erhöht hat sich die Abhängigkeit von Transferleistungen, die sich im Referenzzeitraum vervierfacht hat.

Helmut Keller

R: Rangvorbehaltsausnutzung – Rundfunkbeitrag

Die Ausnutzung eines eventuell bestehenden Rangvorbehalts durch eine Zwangshypothek ist nicht möglich, da der Rangvorbehalt weder abtretbar noch pfändbar ist. Er ist kein selbstständiges Recht, sondern nur ein untrennbarer Teil des Eigentumsrechts.

Helmut Keller

S: Sachzuwendungen – Stresstests

Steuerpflichtige können die Einkommensteuer einheitlich für alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gewährten betrieblich veranlassten Zuwendungen, die zusätzlich zur ohnehin geschuldeten Leistung oder Gegenleistung erbracht worden sind und die nicht in Geld bestehen, mit einem Pauschsteuersatz von 30 % erheben

(§ 37 b EStG)

Die Pauschalierung ist ausgeschlossen, wenn die Aufwendungen je Empfänger und Wirtschaftsjahr den Betrag von 10.000 € übersteigen.

Helmut Keller

T: Tagesgeld – Treuhandvollmacht

Guthaben auf Tagesgeldkonten ist jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Zinsverlust verfügbar. Das Tagesgeldkonto eignet sich insbesondere dann, wenn Mittel für unvorhergesehene Ausgaben schnell verfügbar sein müssen, also auch für Eigenmittel während einer Bauphase.

Helmut Keller

U: Übergangsheime – Unverfallbarkeit

Wohnstätten zur vorübergehenden Unterbringung von Übersiedlern, Aussiedlern und Asylanten. Da dies Aufgabe der Kommunen vor Ort ist und ein geringes Angebot bei immer größer werdender Nachfrage vorhanden ist, wurde eine Förderung im Rahmen des KfW-Gemeindeprogrammes entwickelt. Danach erhalten die Gemeinden eine Zinsverbilligung bei der Finanzierung derartiger Projekte von 4 % p.a. Die Kompetenz für die Art, den Umfang und die Ausgestaltung von Übergangsheimen liegt bei den Kommunen

Helmut Keller

V: Veräußerungsanzeige – Votierung

Die Notare sind verpflichtet, dem zuständigen Finanzamt jeden Rechtsvorgang über die Veräußerung oder Übertragung von Grundbesitz anzuzeigen. Üblicherweise wird dazu eine Ausfertigung der Urkunde weitergeleitet. Diese Information löst ggf. Grunderwerbsteuer aus und wird natürlich auch innerhalb der Steuerbehörden für andere steuerliche Zwecke genutzt.

Helmut Keller

W: Währungsrisiko – wohnwirtschaftliche Verwendung

Bei Geldaufnahme oder Geldanlage in ausländischen Währungen besteht ein Währungsrisiko aufgrund der Nichtvorhersehbarkeit der Entwicklung der Wechselkurse.

Helmut Keller

Z: Zahlungsaufschub – Zweitmarkt

Einen Zahlungsaufschub in der strengen Form des Moratoriums, also einer gesetzlich erzwungenen Hinausschiebung fälliger Zahlungen, gibt es nicht mehr (

§ 281 BGB

)

.

Allerdings wird der Begriff auch verwendet, wenn für an sich fällige Zahlungen eine über die normale Stundung hinausgehende Vereinbarung getroffen wird. Vielfach hilft der Zahlungsaufschub, einen vorübergehenden Liquiditätsengpass zu beheben.

Helmut Keller

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