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Praxishandbuch Habitussensibilität und Diversität in der Hochschullehre

  • 2019
  • Buch

Über dieses Buch

Das Praxishandbuch vermittelt handlungsorientiert zentrale Konzepte für eine habitus- und diversitätssensible Hochschullehre. Themen wie Gendersensibilität, Migrationspädagogik, Habitussensibilität, kritisches E-Learning 2.0 und Interkulturalität werden theoriefundiert vorgestellt. Im Sinne eines Theorie-Praxistransfers werden jeweils angemessene Kommunikationsstrategien für ein habitus- bzw. diversitätssensibles Handeln in der Lehre dargestellt. Im Fokus des Praxishandbuchs steht folglich die Vermittlung von theoretisch fundierten Kommunikations- und Handlungsstrategien, die ein habitus- und diversitätssensibles Lehrhandeln ermöglichen.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. Theoretische Positionen

    1. Frontmatter

    2. Plädoyer für eine fluide Lehr-/Lernkultur. Hochschullehre zwischen Homogenisierung und Vielfalt

      David Kergel, Birte Heidkamp
      Zusammenfassung
      Im Rahmen des Beitrags werden theoretische Reflexionen und Handlungsstrategien für eine zeitgemäße diversitätssensible Hochschullehre entwickelt. Ausgangspunkt ist die kontrastive Auseinandersetzung machtkritischer diversitätssensibler Ansätze mit dem Konzept des Diversity Managements. Vor dem Hintergrund dieser Analyse werden theoretisch fundierte Handlungsstrategien für eine diversitätssensible Hochschullehre dargestellt. Anknüpfend an Deleuzes These einer ephemeren Form der Wissenskonstruktion bzw. Subjektkonstitution wird die These diskutiert, dass ephemere bzw. fluide Erkenntnisstrategien es ermöglichen, den Festschreibungen von sozialen Zugehörigkeitskategorien durch dialogische und kollaborative Lehr-/Lernstrategien zu transzendieren.
    3. Perspektiven auf Diversität – Strategien und Diskurse im Kontext Hochschulbildung

      Meike Siegfried
      Zusammenfassung
      Angesichts einer heterogenen Studierendenschaft und bildungspolitischer Zielsetzungen sind Hochschulen heutzutage aufgefordert, durch Maßnahmen auf der Makro-, Meso- und Mikroebene Diversitätsgerechtigkeit anzustreben und auf unterschiedlichen Ebenen zu verwirklichen. In diesem Beitrag werden zunächst die zentralen Strategien und Diskurse im Horizont einer diversitätsgerechten Hochschulbildung herausgearbeitet. Daran anschließend wird aufgezeigt, welche Merkmale im aktuellen hochschuldidaktischen Diskurs einer diversitätssensiblen Lehre zugeschrieben werden und welche Herausforderungen sich für die Rolle der Lehrperson aus diesen Zuschreibungen ergeben. Der Beitrag schließt mit einem Plädoyer für eine Re-Politisierung der hochschuldidaktischen Perspektive auf Diversität, die im Zuge eines wissenschaftsdidaktischen Verständnisses von Lehren und Lernen das Gelingen sowie die mögliche Krisenhaftigkeit hochschulischer Bildungsprozesse als Erkenntnis-, Kommunikations-, und Beteiligungsprozesse in den Fokus rückt.
    4. Diversity Management und Hochschulentwicklung

      Ute Klammer
      Zusammenfassung
      Seit rund einer Dekade sind Diversität und Diversity Management viel diskutierte Themen in der deutschen Debatte zur Weiterentwicklung der Hochschulen und ihrer Anpassung an aktuelle Herausforderungen – immer mehr Universitäten wenden sich der Thematik im Rahmen von Projekten und Strategiekonzepten zu. Der vorliegende Beitrag zeichnet historische Grundlagen und konkurrierende Konzepte von Diversity Management nach und beleuchtet spezifische Ansatzpunkte für den Hochschulbereich. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Diversity Management zu guter Lehre und guten Studienbedingungen beitragen kann. Hierzu werden verschiedene zentrale Handlungsfelder angeschnitten und durch Beispiele illustriert.
    5. Zur Herstellung von Wissen und Diversität – un_bedingte Frage der Profession

      Susanne Lummerding
      Zusammenfassung
      Mit Blick auf die Herausforderungen eines Umgangs mit Vielfalt hebt der Artikel den Zusammenhang der Herstellung von Wissen und der Herstellung von Differenz hervor und richtet in Verbindung damit die Aufmerksamkeit auf mögliche Handlungsspielräume und professionelle/gesellschaftliche Verantwortung im Zusammenhang der Herstellung von Wissen, Öffentlichkeit und demokratischer Teilhabe. Ausgehend von einem machtkritischen Diversitätsbegriff in Hinblick auf eine diversitäts- und machtreflexive Konzeption von Hochschule und Profession und Wege für Veränderung, Öffnung und Entwicklung des Bildungsraums sowie des professionellen Handelns aller in diesem Raum wirkenden Akteure, argumentiert die Autorin für ein dekonstruktiv-kritisches Befragen genau jener Kategorisierungen und Zuschreibungen, die etwa einen Habitus prägen. Ein solches Befragen hat, so das Argument, auch die Herstellungsbedingungen genau jener Kategorisierungen sowie der gesellschaftlichen/institutionellen Struktur(en) zu fokussieren, in denen diese als realitätswirksame ‚Gewissheiten‘ hergestellt werden. Hinsichtlich damit verbundener professioneller Anforderungen in Lehr-/Lernprozessen ebenso wie in Hochschulmanagement und -politik wird die Bedeutung und das Potenzial von Coaching/Beratung als strukturierte Begleitung/Unterstützung von (Selbst-)Reflexion und individueller wie organisationaler Professionalisierung und Entwicklung hervorgehoben, um eine kritische Veränderung von Inklusions-, Exklusions- und Diskriminierungsstrukturen in Prozessen der Wissensproduktion zu befördern.
    6. Die Bildungsexpansion und die Beschäftigungssituation des akademischen Mittelbaus als Herausforderungen habitussensibler Hochschullehre

      Christian Schneickert
      Zusammenfassung
      Die Umstellung auf Bachelor und Master und die Exzellenzinitiative können bildungssoziologisch als Reaktionen auf die Öffnung des höheren Bildungswesens seit den 1970er Jahren verstanden werden. Die Herausforderungen, die mit der strukturellen Öffnung der Bildungseinrichtungen in Deutschland einhergehen, haben den Ruf nach habitus- und diversitätssensibler Hochschullehre in den letzten Jahren begründet. Dieser Bedarf muss jedoch unter strukturell äußerst schwierigen Bedingungen bedient werden. Die Einheit von Forschung und Lehre tritt dabei zunehmend in den Hintergrund. Gleichzeitig steigen die professionellen Anforderungen an Lehrkräfte, die als akademischer Mittelbau unter teilweise höchst prekären Bedingungen beschäftigt sind und neben der eigenen Qualifikation auch einer deutlichen Zunahme an bürokratischen und Verwaltungsanforderungen gegenüberstehen. Für eine Lehre, die sich an den unterschiedlichen, individuellen Startvoraussetzungen orientieren soll, ist unter diesen Bedingungen in der Praxis häufig viel zu wenig Raum. Dementsprechend plädiert der vorliegende Beitrag für die sozialwissenschaftliche Selbstreflexion von Lehrenden und Studierenden im Sinne einer habitussensiblen Hochschullehre einerseits. Andererseits ist ohne eine grundlegende Reform der deutschen Universitäten im Sinne einer Entbürokratisierung sowie einer deutlichen Verbesserung der Beschäftigungssituation des akademischen Mittelbaus eine solche Professionalisierung der Hochschullehre aber nicht zu erreichen.
    7. Inklusion und Intersektionalität als menschenrechtlicher Anspruch an „Eine Hochschule für Alle“

      Lars Bruhn, Jürgen Homann
      Zusammenfassung
      Was bedeutet Inklusion und wie stellt sich dies im Hochschulraum dar? Reicht es, Inklusion als Anforderung an Strukturen zu verstehen oder sind gerade im Bildungsbereich nicht ebenso die Inhalte angesprochen, die hier generiert und vermittelt werden? Ausgehend von einem menschenrechtlichen Verständnis verdeutlichen die Autoren, dass Inklusion auf der Grundlage des egalitären Charakters von Menschenrechten intersektional gedacht werden muss, um Differenz in ihrer Mehrdimensionalität anzuerkennen und Prozesse der Exklusion zu vermeiden. Es wird verdeutlicht, dass Inklusion neben strukturellen Erfordernissen daher auch auf inhaltlicher Ebene zu beachten ist. Sollen Räume inklusiv sein – und das heißt: für Alle offen, antihierarchisch und antidiskriminatorisch –, gilt es, den Perspektiven Marginalisierter zentrale Bedeutung beizumessen.
    8. Bildung, Ethik, Unendlichkeit, Scheitern – Skizzen einer bildungstheoretischen Bestimmung des Lehrens

      David Kergel
      Zusammenfassung
      Im Rahmen des Beitrags wird eine bildungstheoretische Perspektivierung des Lehrens geleistet. Eine solche Perspektivierung erscheint als eine notwendige Voraussetzung, um ein hochschuldidaktisches Lehren und Lernen zu schaffen. Im Rahmen der Auslotungen der Möglichkeiten und Grenzen eines bildungstheoretischen Lehrens werden ethische Aspekte ebenso thematisiert wie Anknüpfungspunkte für konkrete Handlungsstrategien skizziert.
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Titel
Praxishandbuch Habitussensibilität und Diversität in der Hochschullehre
Herausgegeben von
Dr. David Kergel
Birte Heidkamp
Copyright-Jahr
2019
Electronic ISBN
978-3-658-22400-4
Print ISBN
978-3-658-22399-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-22400-4

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    Bildnachweise
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