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Praxishandbuch Mentoring in der Wissenschaft

  • 2025
  • Buch

Über dieses Buch

Das Buch beinhaltet die Darstellung der Mentoring-Vielfalt in der Wissenschaft. Erörtert werden Inhalte, Ziele und Benefits der Programm-Module für Mentees und Mentor*innen sowie für die jeweilige Institution. Darüber hinaus stellt das Buch unterschiedliche Programmformate sowie fachkulturspezifische Besonderheiten vor. Es zeigt Vorzüge und Beachtenswertes bei der Einrichtung regionaler und überregionaler Mentoring-Verbünde auf.

Die grundlegend überarbeitete Zweitauflage berücksichtigt die zunehmende Diversity-Sensibilisierung an Hochschulen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen und erläutert, wie Aspekte von Diversity im Mentoring aufgegriffen und umgesetzt werden. Das Buch wird ergänzt durch einen Beitrag zu Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Mentoring und markiert in einem weiteren Artikel Alumnae*i-Arbeit als wichtige Ressource für die künftige Programmgestaltung.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Teil III

    1. Frontmatter

    2. 18. Schüler*innen als potenzielle Studierende: Mentoring an der Schnittstelle Schule – Hochschule am Beispiel von MINT-Programmen

      Gehrt Hartjen, Gitta Doebert
      Der Fachbeitrag beleuchtet die Bedeutung von Mentoring-Programmen an der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule, insbesondere im MINT-Bereich. Er zeigt auf, wie diese Programme Schüler*innen dabei unterstützen, ein Interesse an MINT-Fächern zu entwickeln und realistische Erwartungen an ein Studium zu bilden. Der Text geht auf die verschiedenen Altersstufen und deren spezifische Bedürfnisse ein, von der spielerischen Annäherung an technisch-naturwissenschaftliche Themen in jüngeren Klassen bis hin zur konkreten Studienorientierung in höheren Klassen. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung der Gender-Aspekte, um mehr junge Frauen für MINT-Fächer zu begeistern. Der Beitrag liefert praxisnahe Leitfragen und Beispiele für den Aufbau und die Umsetzung von Mentoring-Programmen, einschließlich der Vernetzung mit anderen Maßnahmen und der Bedeutung der kontinuierlichen Begleitung durch die Programmkoordination. Abschließend wird die positive Wirkung von Mentoring-Programmen auf die Studienwahl und -zufriedenheit sowie auf die persönliche und berufliche Entwicklung der Beteiligten betont.
    3. 19. Leitbild Diversity-gerechter Mentoring-Programme für Schüler*innen und Student*innen

      Susanne Spintig, Tanja Tajmel
      Der Fachbeitrag beleuchtet die Bedeutung von Diversity in Mentoring-Programmen für Schüler*innen und Student*innen. Es wird zwischen einer utilitaristischen Perspektive, die Diversity als Wettbewerbsvorteil sieht, und einer menschenrechtlichen Perspektive, die Diversity als Mittel zur Bekämpfung von Diskriminierung betrachtet, unterschieden. Der Text analysiert die Vereinbarkeit dieser beiden Perspektiven und entwickelt ein Leitbild für ein Diversity-gerechtes Mentoring. Dabei werden die Rolle und Motivation der Mentor*innen, die Werte im Umgang miteinander und die Ziele des Mentorings detailliert beschrieben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Reflexion von Diskriminierungserfahrungen und der Vermeidung von Zuschreibungsprozessen. Das Leitbild wird praxisnah umgesetzt und regelmäßig an die Bedarfe der Beteiligten angepasst. Abschließend werden die wichtigsten Merkmale eines Diversity-gerechten Mentorings als Praxistipps zusammengefasst.
    4. 20. Mentoring-Programme für (angehende) Studierende: Selbstvergewisserung, Zielentwicklung und Vernetzung in studentischen Statuspassagen

      Mechthild Budde, Gitta Doebert, Isolde Drosch
      Mentoring-Programme spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Studierenden in verschiedenen Phasen ihres Studiums. Der Fachbeitrag beleuchtet die Bedeutung dieser Programme insbesondere in sensiblen Statuspassagen wie dem Übergang von der Schule ins Studium, der Studieneingangsphase und dem Wechsel vom Bachelor zum Master. Ein zentraler Fokus liegt auf den sozialen Selektionsprozessen, die Studierende aufgrund verschiedener Diversitätsmerkmale wie Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungsherkunft und Behinderung erfahren. Der Artikel zeigt auf, wie Mentoring-Programme diese Herausforderungen bewältigen können und welche Beweggründe Hochschulen zur Einrichtung solcher Programme veranlassen. Zudem wird die Flexibilisierung der Studienverläufe und die Entkoppelung von Bachelor- und Masterangeboten betont, um individuelle Bildungsbiografien zu fördern. Die Analyse umfasst auch die spezifischen Anforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten in verschiedenen Phasen des Studiums, einschließlich der Bewältigung von Leistungsdruck und gesundheitlichen Belastungen. Der Beitrag schließt mit der Feststellung, dass Mentoring-Programme eine wertvolle Ressource darstellen, um Studierende in ihrem akademischen und persönlichen Wachstum zu unterstützen.
    5. 21. Von Fremden zu Vertrauten: Interkulturelle Mentoring-Programme als Instrument der Verständigung und des Dialogs

      Maja Friederike Heidenreich
      Interkulturelle Mentoring-Programme spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung internationaler Studierender an deutschen Hochschulen. Sie helfen dabei, die Herausforderungen zu bewältigen, denen diese Studierenden gegenüberstehen, wie Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und die Anpassung an ein neues Bildungssystem. Der Fachbeitrag beleuchtet die verschiedenen Aspekte solcher Programme, einschließlich der Zielgruppen, der Struktur und der Erfolgsfaktoren. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung des sorgfältigen Matchings zwischen Mentor*innen und Mentees, um eine erfolgreiche und nachhaltige Beziehung zu gewährleisten. Zudem werden die Vorteile für die Hochschulen selbst hervorgehoben, wie die Verbesserung der Studienzufriedenheit und die Förderung der Internationalisierung. Der Beitrag schließt mit praktischen Tipps für die Umsetzung und Betreuung solcher Programme, die auf Erfahrungen und Best Practices basieren. Durch die Einrichtung von Interkulturellen Mentoring-Programmen können Hochschulen nicht nur die Integration internationaler Studierender fördern, sondern auch ihre eigene Internationalisierung vorantreiben und eine inklusive Lernumgebung schaffen.
    6. 22. „Mind the gap“: Mentoring für Frauen in der Statuspassage Studium – Promotion

      Julia Steinhausen
      Der Fachbeitrag analysiert die Statuspassagen in der wissenschaftlichen Laufbahn, insbesondere den Übergang vom Studium in die Promotion, und zeigt auf, dass dieser Übergang für Frauen mit besonderen Herausforderungen verbunden ist. Es wird dargelegt, dass Mentoring-Programme eine entscheidende Rolle spielen können, um Frauen in dieser Phase zu unterstützen und zu fördern. Der Text beleuchtet die Bedeutung von Peer- und Gruppen-Mentoring-Formaten, die den Bedürfnissen der Studentinnen gerecht werden und Herausforderungen aus institutionellen Rahmenbedingungen, individuellen Voraussetzungen und Ansprüchen adressieren. Zudem werden praktische Empfehlungen für die Gestaltung von Mentoring-Programmen gegeben, die auf die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse von Frauen in der Statuspassage Studium – Promotion eingehen. Der Beitrag betont die Notwendigkeit, Mentoring-Programme frühzeitig anzusetzen und auf die Diversität der Zielgruppe einzugehen, um eine breite Wirkung zu erzielen. Abschließend wird die Bedeutung von Netzwerken und Vorbildern für die Förderung von Frauen in der Wissenschaft hervorgehoben.
    7. 23. Gegen das weibliche Cooling-out in der Wissenschaft: Mentoring für Frauen in der Promotionsphase

      Julia Steinhausen, Ingrid Scharlau
      Das Kapitel untersucht die spezifischen Herausforderungen, denen Frauen in der Promotionsphase in der Wissenschaft begegnen, und wie Mentoring als Instrument der Personalentwicklung diesen entgegenwirken kann. Es wird aufgezeigt, dass Cooling-out-Prozesse, Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft sowie die Ausbildung einer wissenschaftlichen Persönlichkeit zentrale Themen sind. Der Text betont die Bedeutung von Mentoring-Programmen, die Frauen in ihrer Karriere fördern und ihnen helfen, die wissenschaftlichen Karrierewege erfolgreich zu bewältigen. Dabei werden Erfahrungen aus langjähriger Koordinationsarbeit in Mentoring-Programmen einbezogen. Das Kapitel zeigt auf, wie Mentoring die Sichtbarkeit und Anerkennung von Frauen in der Wissenschaft erhöhen kann und wie es ihnen hilft, strategische Karriereschritte zu planen. Zudem wird die Bedeutung von Netzwerkbildung und psychosozialer Unterstützung betont. Abschließend wird diskutiert, wie Mentoring zur Kulturveränderung in der Wissenschaft beitragen kann und welche strukturellen Veränderungen zusätzlich notwendig sind, um die Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft zu fördern.
    8. 24. Auf dem Weg an die Spitze: Mentoring für Postdocs

      Ljubica Lozo, Sibylle Brückner
      Postdoktorand*innen sind hochqualifiziert und tragen maßgeblich zum Innovationspotenzial und wirtschaftlichen Wachstum bei. Gleichzeitig stehen sie vor großen Herausforderungen wie unsicheren Beschäftigungsverhältnissen und wenig transparenten Karrierewegen. Der Fachbeitrag untersucht die Rolle von Mentoring-Programmen als strategisches Instrument zur Unterstützung von Postdoktorand*innen. Er unterteilt die Postdoc-Phase in eine frühe und eine späte Phase, um spezifische Anforderungen und Ansatzpunkte für passgenaue Karriereentwicklungsmaßnahmen zu identifizieren. In der frühen Phase geht es um wissenschaftliche Orientierung und Entscheidungsfindung, während in der späten Phase die Berufbarkeit im Fokus steht. Der Beitrag betont die Bedeutung von Mentoring für die Erhöhung des psychosozialen Wohlbefindens und die Steigerung der Berufschancen. Praxistipps und Empfehlungen für die Gestaltung von Mentoring-Programmen runden den Beitrag ab und zeigen auf, wie Hochschulen ihre Nachwuchswissenschaftler*innen gezielt fördern können.
    9. 25. Mentoring in der Hochschulmedizin

      Stefanie Hülsenbeck
      Der Fachbeitrag untersucht die geschlechtsspezifische Segregation in der Hochschulmedizin und identifiziert die Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in höheren Qualifikationsstufen. Es werden sowohl äußere strukturelle Barrieren wie die vertikale und horizontale Segregation als auch innere Barrieren wie unbewusste Geschlechterstereotype und fehlende Netzwerke analysiert. Der Beitrag diskutiert die Bedeutung von Mentoring-Programmen als Instrument zur Förderung von Medizinerinnen und gibt praktische Empfehlungen für die Implementierung und Gestaltung solcher Programme. Zudem werden die Herausforderungen und Chancen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Rolle von Rollenvorbildern und Netzwerken in der Karriereplanung von Medizinerinnen beleuchtet. Der Fachbeitrag zeigt auf, wie durch gezielte Maßnahmen und Programme die Karrierewege von Medizinerinnen verbessert und die Gleichstellung in der Hochschulmedizin gefördert werden kann.
    10. 26. Mentoring im Übergang zur ärztlichen Praxisgründung

      Annette Ehmler, Angela Hoppe
      In diesem Fachbeitrag wird die Bedeutung von Mentoring-Programmen für Ärzt*innen, die eine Niederlassung als Hausärzt*innen anstreben, detailliert beleuchtet. Der Text beginnt mit einer Analyse der medizinischen Versorgungssituation im ländlichen Raum, die durch Abwanderung und demografischen Wandel geprägt ist. Es wird aufgezeigt, wie die längere Weiterbildungszeit zur Allgemeinmedizin und die fehlende Attraktivität ländlicher Regionen die Entscheidung gegen eine Niederlassung beeinflussen. Anschließend werden die Aspekte der Praxisübernahme und Existenzgründung thematisiert, wobei insbesondere die finanziellen und bürokratischen Hürden sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben diskutiert werden. Ein besonderer Fokus liegt auf den Genderaspekten, da Frauen in der Allgemeinmedizin unterrepräsentiert sind und spezifische Herausforderungen bewältigen müssen. Das Kapitel stellt ein Mentoring-Programm vor, das Ärzt*innen in der Weiterbildung durch erfahrene Mentor*innen unterstützt. Es werden verschiedene Formate wie One-to-one-Mentoring, Gruppenmentoring und begleitende Seminare beschrieben, die medizinische, betriebswirtschaftliche und persönliche Kompetenzen fördern. Die Kooperation mit Universitäten, Kassenärztlichen Vereinigungen und Hausärzteverbänden wird als entscheidend für den Erfolg des Programms hervorgehoben. Abschließend werden praktische Tipps und Netzwerkgelegenheiten präsentiert, die den Mentees helfen, sich auf die Praxisübernahme vorzubereiten und ein starkes Zugehörigkeitsgefühl als Allgemeinmediziner*in zu entwickeln. Der Fachbeitrag zeigt auf, wie Mentoring-Programme gezielt unterstützen können, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zu sichern und die Attraktivität der Niederlassung als Karriereoption zu erhöhen.
    11. 27. Mentoring als Unterstützungsinstrument auf dem Qualifikationsweg von Künstlerinnen zur Professur

      Anja Hein-Siedler, Henrike Lehnguth, Charlotte Freundel
      Der Fachbeitrag beleuchtet die Herausforderungen und Chancen von Künstlerinnen auf dem Weg zur Professur. Er zeigt auf, wie Mentoring-Programme gezielt zur Profilbildung, Karriereplanung und Netzwerkbildung beitragen können. Besonders betont wird die Bedeutung von gemischt-geschlechtlichen Mentoring-Beziehungen und die Notwendigkeit, männlich geprägte Netzwerke zu berücksichtigen. Der Text analysiert die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen von Künstlerinnen und stellt konkrete Förder- und Kommunikationsformate vor. Zudem wird die Bedeutung von Lehraufträgen, Gastprofessuren und Co-Teaching-Verfahren hervorgehoben, um die Einstellungsvoraussetzungen für eine Professur zu erfüllen. Der Beitrag schließt mit der Empfehlung, eine fundierte Untersuchung zu Karrierewegen von Künstlerinnen zur Professur durchzuführen, um die bestehende Forschungslücke zu schließen.
    12. 28. Mentoring für promovierende und promovierte Lehrerinnen: Herausforderungen und Chancen

      Doris Schreck, Jana Krüger
      Der Fachbeitrag untersucht die Herausforderungen und Chancen von Lehrerinnen, die sich für eine wissenschaftliche Laufbahn entscheiden. Es werden die spezifischen Bedarfe und Herausforderungen dieser Zielgruppe beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf den Wechsel vom Schulsystem in die Wissenschaft. Der Text analysiert die verschiedenen Karrierewege und die Entscheidungsprozesse, die Lehrerinnen durchlaufen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Rolle von Mentoring-Programmen, die als unterstützende Begleitmaßnahmen dienen. Der Beitrag zeigt auf, wie Mentoring-Programme gezielt auf die Bedürfnisse von Lehrerinnen zugeschnitten werden können, um sie optimal zu fördern. Die Erfahrungen von promovierenden und promovierten Lehrerinnen im Rahmen eines Mentoring-Programms werden detailliert dargestellt. Der Text betont die Bedeutung von Mentoring für die Karriereentwicklung und die Qualitätssicherung in der Wissenschaft. Abschließend werden Praxistipps für die Weiterentwicklung und Professionalisierung von Mentoring-Angeboten gegeben, um die Rekrutierung hochkompetenter Nachwuchskräfte für die Wissenschaft zu unterstützen.
    13. 29. Mentoring im Wissenschaftsmanagement: Karriere als ‚Brückenbauer*innen‘ zwischen Wissenschaft und Verwaltung

      Vera Bissinger
      Der Fachbeitrag beleuchtet die Bedeutung und Möglichkeiten von Mentoring im Wissenschaftsmanagement als alternative Karriereoption für Nachwuchswissenschaftler*innen. Er erklärt die Rolle von Wissenschaftsmanager*innen als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Verwaltung und beschreibt die vielfältigen Tätigkeitsfelder und Kompetenzen, die in diesem Bereich gefragt sind. Der Text geht auf die Herausforderungen und Chancen von Mentoring-Programmen ein und zeigt auf, wie diese zur persönlichen und beruflichen Entwicklung beitragen können. Besonders betont wird die Bedeutung von Genderaspekten und die Notwendigkeit, flexible und familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf die Zukunft des Wissenschaftsmanagements und gibt praktische Tipps zur Implementierung von Mentoring-Programmen.
    14. 30. In Verbindung bleiben – Gewinn durch Alumnae*i-Arbeit in Mentoring-Programmen

      Gitta Doebert, Mechthild Budde
      Alumnae*i-Arbeit in Mentoring-Programmen ist ein strategisches Instrument, das Hochschulen und Teilnehmenden gleichermaßen zugutekommt. Der Fachbeitrag beleuchtet die vielfältigen Rollen und Aufgaben von Alumnae*i, darunter die Vermittlung von Praxisbezug, die Übernahme von Mentoring-Rollen, die Funktion als Netzwerkbrücke und die Bereitstellung von Feedback zur Programmwirksamkeit. Besonders betont wird die Bedeutung einer nachhaltigen Kontaktpflege und Vernetzung, die bereits während der Programmlaufzeit etabliert werden sollte. Der Text liefert praxisnahe Tipps zur Implementierung und Gestaltung der Alumnae*i-Arbeit, einschließlich der Nutzung von Social Media, der Organisation von Veranstaltungen und der Einrichtung von Vernetzungsplattformen. Zudem wird die Notwendigkeit personeller und finanzieller Ressourcen für eine erfolgreiche Alumnae*i-Arbeit hervorgehoben. Abschließend zeigt der Beitrag auf, wie eine systematische Alumnae*i-Arbeit zur Organisationsentwicklung der Hochschulen beiträgt und langfristige Vorteile für alle Beteiligten schafft.
  2. Teil IV

    1. Frontmatter

    2. 31. Vom Inseldasein in die Strukturen der Universität: Mentoring als Maßnahme zur Chancengleichheit in der akademischen Personalentwicklung

      Helga Rudack, Martina Schmohr
      Mentoring-Programme an Universitäten haben sich als wirksames Instrument zur Förderung der Chancengleichheit und zur Vorbereitung von Wissenschaftlerinnen auf Führungspositionen etabliert. Diese Programme wurden zunächst aus Mitteln des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms (HWP) initiiert und zielten darauf ab, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wissenschaftskarriere systematisch zu adressieren. Eine zentrale Herausforderung bestand darin, die Nachhaltigkeit dieser Programme über die Pilotphase hinaus zu sichern. Dies gelang durch die Integration in bestehende Strukturen der Institutionen, was eine intensive Vorarbeit, das Commitment der Stakeholder und die institutionelle Möglichkeit zu Veränderung erforderte. Die Verankerung von Mentoring-Programmen in der akademischen Personalentwicklung bietet zahlreiche Vorteile. Sie ermöglicht eine dauerhafte und verlässlichere Förderung von Wissenschaftlerinnen und erhöht die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Mentoring an Hochschulen. Die enge Verzahnung von Gleichstellungsmaßnahmen und Personalentwicklung zeigt deutliche Synergieeffekte und einen Mehrwert für beide Seiten. Der Text betont, dass Mentoring-Programme nicht nur die individuelle Entwicklung von Wissenschaftlerinnen unterstützen, sondern auch die Ziele der Institution fördern, wie den Transfer von Erfahrungswissen und die Gestaltung der Organisationskultur. Durch die Integration in die Personalentwicklung können Mentoring-Programme von bestehenden Ressourcen und Kompetenzen profitieren, während die Personalentwicklung ihrerseits von den zusätzlichen Angeboten und Elementen der Mentoring-Programme profitiert. Insgesamt entsteht eine tragfähige Win-Win-Situation, die es zu nutzen gilt, um die Chancengleichheit in der Wissenschaft nachhaltig zu fördern.
    3. 32. Mentoring als ein Schlüssel zur Veränderung? Akademische Personalentwicklung als strategische Organisationsentwicklung

      Carmen Kurbjuhn
      Mentoring wird als zentrales Instrument der akademischen Personalentwicklung und Organisationsentwicklung vorgestellt. Der Fachbeitrag untersucht die positiven Auswirkungen von Mentoring auf die Zufriedenheit und Nachhaltigkeit der Teilnehmenden sowie auf den Kulturwandel und Mehrwert für Organisationen. Besonders im Bereich der Frauen- und Gleichstellungsförderung leistet Mentoring einen bedeutenden Beitrag zu einer geschlechtergerechteren Organisation. Der Text beleuchtet die strategische Bedeutung einer systematischen akademischen Personalentwicklung und zeigt auf, wie Mentoring als individualwirksame Strategie der Personalentwicklung fungiert. Durch die Analyse von Erfahrungsberichten und Evaluationen langjähriger Mentoring-Programme wird deutlich, dass Mentoring nicht nur die Kompetenzerweiterung und Beratung des wissenschaftlichen Personals fördert, sondern auch strukturelle Veränderungen in Organisationen anstoßen kann. Der Beitrag schließt mit der These, dass Mentoring ein Schlüssel zur Veränderung ist, der sowohl individuelle als auch organisationale Entwicklungen vorantreibt.
    4. 33. Gendertransformationspotenzial von Mentoring: Ansätze zur Organisationsentwicklung und Kulturveränderung

      Dagmar Höppel, Henrik Andersen, Patricia Kielbus
      Der Fachbeitrag beleuchtet das Gendertransformationspotenzial von Mentoring-Programmen in der Wissenschaft und deren Einfluss auf die Organisationsentwicklung und Kulturveränderung an Hochschulen. Er zeigt auf, wie Mentoring-Programme strukturelle Defizite aufdecken und zur Geschlechtergerechtigkeit beitragen können. Der Text analysiert die direkten und indirekten Effekte von Mentoring-Programmen, insbesondere auf die Berufs- und Karriereverläufe von Mentees, sowie die Auswirkungen auf das professionelle Selbstverständnis und die Führungskompetenzen der Mentor*innen. Zudem wird die Rolle von Mentoring-Programmen im Zusammenhang mit der Personal- und Organisationsentwicklung an Hochschulen untersucht. Der Beitrag betont die Bedeutung von Mentoring-Programmen als Instrument der Gleichstellung und Personalentwicklung und zeigt auf, wie diese Programme zur Veränderung der Hochschulkultur beitragen können. Es werden konkrete Beispiele für strukturelle Veränderungen und praktische Empfehlungen zur Professionalisierung und Verstetigung von Mentoring-Programmen vorgestellt. Der Text bietet einen umfassenden Überblick über die Wirkungen von Mentoring-Programmen und deren Potenzial für die Personal- und Organisationsentwicklung an Hochschulen.
    5. 34. Vision trifft Realität: Mentoring und die fünf Disziplinen der Lernenden Organisation

      Renate Petersen
      Zusammenfassung
      Die Kombination von Mentoring, Seminaren und Netzwerkaktivitäten ist geeignet, die Teilnehmer*innen von Mentoring-Programmen vielfältig fortzubilden, ihre Selbstkompetenzen zu stärken und ihre Karriere zu befördern, wie viele Untersuchungen zeigen.
      Beinhaltet Mentoring weitere Potenziale? Inwieweit können individuelle und institutionelle Ziele verknüpft werden? Welches Veränderungspotenzial für die Organisation bergen Mentoring-Programme? Was bewirkt die Generierung zusätzlicher Netzwerkstrukturen im Rahmen eines Inhouse-Mentorings durch die Transformation von individuellem zu kollektivem Wissen?
    6. 35. Mentoring als Personalentwicklungsinstrument in der außeruniversitären Forschung

      Birgit Gaiser, Anke Hübenthal, Heike Koos, Sabine Müller
      In diesem Fachbeitrag wird die Bedeutung von Mentoring als Instrument der Personalentwicklung in außeruniversitären Forschungseinrichtungen untersucht. Die Autoren analysieren die verschiedenen Mentoring-Programme der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft und zeigen auf, wie diese Programme zur individuellen Karriereentwicklung und zur Organisationsentwicklung beitragen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Mentoring bei der Förderung von Nachwuchskräften und der Stärkung der Corporate Identity der Dachorganisationen. Zudem wird die Bedeutung von Mentoring für den Wissenstransfer und die Netzwerkbildung innerhalb der Forschungseinrichtungen hervorgehoben. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Mentoring-Programme in außeruniversitären Forschungseinrichtungen einen erheblichen Mehrwert bieten und sowohl für die Teilnehmer*innen als auch für die Organisationen selbst von großer Bedeutung sind.
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Titel
Praxishandbuch Mentoring in der Wissenschaft
Herausgegeben von
Renate Petersen
Mechthild Budde
Pia Brocke
Gitta Doebert
Helga Rudack
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-658-47840-7
Print ISBN
978-3-658-47839-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-47840-7

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