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Über dieses Buch

Der Inhalt des Buches deckt das Thema Wertpapierleihe/Wertpapierpensionsgeschäfte umfassend ab. Es vermittelt sowohl theoretische Produktkenntnisse (Produktbeschreibung, bilanzielle Abbildung, rechtliche Aspekte, Verträge, Risiken, steuerliche Behandlung, Netting und aufsichtsrechtliche Anforderungen, elektronische Handel- und Front-Office-Systeme, etc.) als auch praktische Einsatzmöglichkeiten bei Banken im Handel, Treasury sowie bei institutionellen Anlegern, wie Fonds, Versicherungen oder Hedge Fonds.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Historische Entwicklung von Wertpapierdarlehen und Pensionsgeschäften (Repos)

Zusammenfassung
Wertpapierdarlehen bzw. Wertpapiersachdarlehen und Repogeschäfte werden seit vielen Jahren als Geldmarktprodukte eingesetzt. Im Folgenden wird überblicksweise auf die geschichtliche Entwicklung der Produkte bis zum Beginn der Subprime‐Krise im Jahr 2007 eingegangen. Die Entstehung und Etablierung der beiden Produktarten in Deutschland wird in einem eigenen Unterabschnitt dargestellt.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

2. Marktteilnehmer

Zusammenfassung
Die meisten Banken, Finanzinstitute, Zentralverwahrer und Investoren sind heutzutage sowohl im Wertpapierdarlehen als auch bei Repogeschäften aktiv. Man kann die Akteure bestimmten Gruppen zuordnen, die aufgrund ihrer Motive entweder das Wertpapierdarlehen oder das Repo bevorzugen bzw. tätigen. Im Folgenden werden die Marktteilnehmer und deren Interessen beschrieben und erläutert.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

3. Wertpapierdarlehen im Überblick

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird das Wertpapierdarlehen bzw. die Wertpapierleihe beschrieben. Neben einer ausführlichen Produktbeschreibung mit Beispielen auf der Aktien‐ und Rentenseite wird auch auf die bilanzielle Handhabung und die Situation bei Zins‐ und Dividendentermine eingegangen. Die Darstellung der Darlehensgeber und Darlehensnehmer mit ihren Motiven und Besonderheiten bei bestimmten Kundengruppen sowie die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten auf beiden Seiten bilden einen weiteren Schwerpunkt. Außerdem werden verschiedene Wertpapierdarlehenssysteme dargestellt und erläutert.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

4. Wertpapierpensionsgeschäfte als Repo und Buy/Sell-Back

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschreibt Wertpapierpensionsgeschäfte als Classic Repo bzw. klassisches Repo und als Buy/Sell‐Back‐Geschäft. Zunächst werden die Geschäftsarten erläutert und mit Beispielen dargestellt, gefolgt von der Handhabung über Zins‐ und Dividendentermin und einer Beschreibung der bilanziellen Darstellung. Ergänzend findet sich eine Übersicht über die Unterschiede zwischen Wertpapierdarlehen, klassischem Repo und dem Buy/Sell‐Back. Die Wertausgleichsberechnung (Margining) und die Durchführung dieses Prozesses inklusive der Erläuterung von Initial Margin/Haircut mit den Empfehlungen des European Repo Council bilden einen weiteren Schwerpunkt. Weitere Varianten des klassischen Repos wie Callable Repo, Cross‐Currency Repo, Equity Repo und vor allem das Tri‐Party Repo sowie eine Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten und der wirtschaftlichen Motive ergänzen die Thematik.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

5. Rechtliche Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für Wertpapierdarlehensgeschäfte und Wertpapierpensionsgeschäfte bzw. Repurchase Agreements (letztere zusammen auch Repos). Sinn und Zweck ist es, einen Überblick über die Standardverträge, die auf nationaler bzw. deutschsprachiger Ebene sowie internationaler bzw. europäischer Ebene für die beiden Produkte eingesetzt werden. Da die rechtliche Behandlung von Wertpapierdarlehen und Repo in den einzelnen Jurisdiktionen teilweise unterschiedlich beurteilt und gehandhabt wird, kann die Darstellung in diesem Buch nur eine Übersicht bzw. eine Einführung sein. Für Detailfragen ist es ratsam, sich an lokal aktive Fachjuristen zu wenden. Alle beschriebenen Rahmenverträge werden am Ende des Kapitels mit Quellenangaben bzw. Internet‐Links aufgeführt.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

6. Risiken bei Wertpapierdarlehens- und Repogeschäften

Zusammenfassung
Bei jeder Finanztransaktion gibt es Risiken, die erkannt, analysiert, bewertet und gemanagt werden müssen. Eine Besicherung verringert Risiken, sodass Repos und besicherte Wertpapierdarlehen als besicherte Transaktionen risikoreduzierend sind. Nichts desto trotz treten auch hier Risiken wie bei allen Finanztransaktionen auf, sowie spezielle, vor allem bei diesen Produkten mögliche Gefahren. Das Kapitel beschreibt die verschiedenen Risikoarten, von denen die Geschäfte betroffen sein können und Möglichkeiten, wie diese Risiken gemanagt werden können. Neben den Risiken, die Basel III als Kredit‐ bzw. Kontrahentenrisiko, als Marktrisiko und operationelles Risiko definiert, werden auch die Liquiditätsrisiken und rechtliche Risiken besprochen.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

7. Netting

Zusammenfassung
Netting als gegenseitige Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten und somit auch von gegenläufigen Zahlungsströmen zwischen zwei und mehr Parteien ist gerade für großvolumige Geschäfte wie Repos und Wertpapierdarlehen oder auch im FX‐Bereich eine wichtige Voraussetzung. Eine große Anzahl an einzelnen Transaktionen zwischen Geschäftspartnern wird auf wenige reduziert. In diesem Kapitel werden die verschiedenen Arten und Methoden zum Netting erläutert. Von Bedeutung sind ebenso unter Basel III die Voraussetzungen für ein eigenkapitalschonendes Netting und die Beschreibung, wie der Nettingprozess bei Zentralen Kontrahenten, auch unter dem Begriff Clearing bekannt, gehandhabt wird.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

8. Aufsichtsrechtliche Anforderungen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird auf die aufsichtsrechtlichen Anforderungen und Richtlinien im Allgemeinen und auf Basel III insbesondere eingegangen. Beginnend mit einem kurzen Rückblick auf die Entwicklung von Basel I und II sowie die Hintergründe werden dann im Besonderen zukünftige Anforderungen und Veränderungen bei der (kurzfristigen) Liquidität dargestellt. Messgrößen wie LCR, NSFR, Leverage Ratio und Capital Ratio werden erläutert. Es folgt eine Beschreibung der Capital Requirements Regulation (CRR) und Capital Requirements Directive IV (CRD IV), die das gigantische Reformpaket umsetzen. Weitere Inhalte zu den Beschlüssen und Veröffentlichungen mit Inkrafttreten des neuen Regulierungspaketes und Überlegungen für ein Erscheinen von Basel IV sind im letzten Abschnitt beschrieben.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

9. Formen des Handels, Clearings und Settlements

Zusammenfassung
Im Vordergrund stehen in diesem Kapitel die verschiedenen Möglichkeiten, die Händler zum Abschluss ihrer Geschäfte nutzen. Neben dem bilateralen Handel und der Zusammenarbeit mit Brokern etablieren sich zunehmend elektronische Handelssysteme und Plattformen, deren bekannteste exemplarisch dargestellt werden. In Verbindung mit einem elektronischen Handelssystem wird häufig ein Zentraler Kontrahent (auch CCP) genutzt; dies ist ein weiterer Schwerpunkt in diesem Kapitel. Des Weiteren wird auf die Clearing‐ und Settlement‐Usancen sowohl im bilateralen Geschäft als auch in Verbindung mit einem Central Counterpart eingegangen. Abschließend werden die Bestrebungen nach einer einheitlichen und effizienten Abwicklung im europäischen Wertpapiermarkt, auch als TARGET‐2‐Securities bekannt, beschrieben.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

10. Organisation, Aufbau und Segmente im Repogeschäft

Zusammenfassung
Wertpapierdarlehen und Repo als Produkte werden in der Regel kombiniert eingesetzt und sind meist in einer Abteilung bzw. Handelseinheit zu finden, wobei deren Zuordnung sehr unterschiedlich sein kann. Der Fokus liegt auf einer Darstellung der unterschiedlichen Ansätze und der Organisation. Es werden die Bereiche Special Collateral Trading, General Collateral Trading sowie Collateral Trading und Collateral Management beschrieben und erläutert.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

11. Einsatz von Repos und Wertpapiersachdarlehen im kurz- und längerfristigen Handel

Zusammenfassung
Lag in Kap. 10 der Schwerpunkt auf der Darstellung, wo und in welcher Weise die Produkte organisatorisch und vom Aufbau her angesiedelt sein können, liegt nun der Fokus auf dem Einsatz der Produkte von Wertpapierdarlehen und vor allem Repos im Handel. Dabei wird häufig zwischen dem kurz‐ und dem längerfristigen Handel unterschieden. Neben einzelnen Tradingstrategien in unterschiedlichen Marktphasen werden auch einzelne Produktformen erörtert. Direkt im Anschluss wird auf das wichtige Thema Sicherheiten oder Collateral und seine Bedeutung detailliert eingegangen. Nach allgemeinen Erklärungen zum Trading und Management von Sicherheiten wird eine mögliche Herangehensweise und Ausgestaltung für den methodischen Aufbau eines Collateralprozesses beschrieben. Ein Praxisbeispiel und weitere Aufgaben im Sicherheitenmanagement finalisieren diesen Bereich. Abschließend wird auf die Bedeutung und Verbindung der Produkte im Rahmen einer Gesamtbanksteuerung eingegangen.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

12. Repomärkte im Überblick

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden Repo‐ und Wertpapierdarlehensmärkte in den USA und in den verschiedenen Ländern Europas erläutert. Ausgewählt wurden neben den USA die Märkte in Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland, weil sie innerhalb Europas zu den liquidesten und aktivsten Märkten zählen. Absicht ist es, einen kurzen Überblick über die Entwicklung und die Aktivität der Länder zu geben und deren Bedeutung innerhalb des europäischen Marktes zu erläutern. Dabei wird auch auf die Rolle der Zentralbank eingegangen. Separates Zahlenmaterial stand für die USA und Großbritannien zur Verfügung. Deutschland, Frankreich und Italien fließen seit der Einführug des Euros in die Daten des europäischen Marktes mit ein. Die jeweiligen nationalen Zahlen sind im ICMA European Repo Market Survey und die Daten der Zentralbanken in den Angaben der EZB enthalten. Indikative Marktsätze zu Repos lieferte Bloomberg, bei Zahlen zu bilateralen Wertpapierdarlehen wurde auf statistische Angaben in Markit zurückgegriffen, die in regelmäßigen Abständen anhand eigener Daten Zahlen auch zu europäischen Staaten veröffentlichen.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

13. Entwicklung des Repomarktes in Europa, Krisen, Tendenzen und Ausblick

Zusammenfassung
Die Einführung des Euros im Jahr 1999 brachte in den Folgejahren enormes Wachstum vor allem für den Repomarkt, weil das Thema Refinanzierung durch Repos immer stärker in den Vordergrund trat. Neben wichtigen Prozessen und Fortschritten auf europäischer Ebene wird in diesem Kapitel die Entwicklung des Repomarktes in Europa dargestellt. Die Krisen der vergangenen Jahre hatten entsprechenden Einfluss auf den Markt in Europa. Beginnend mit der Subprime‐Krise 2007, gefolgt von der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 und der seit 2009 anhaltenden Staatenkrise bzw. Sovereign‐Krise in Europa werden die Auswirkungen auf den europäischen Repomarkt beschrieben. Den Abschluss bildet ein Ausblick, der auf Entwicklungstendenzen und Einflüsse eingeht, die den Repomarkt in den nächsten Jahren beschäftigen werden.
Claudia Schindler, Martin Hindelang

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