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Über dieses Buch

Das Praxishandbuch führt systematisch durch Theorie und Praxis der Unternehmenssanierung in Betriebswirtschaft und Recht. Die außergerichtliche Sanierung und das Insolvenzverfahren, sowie sozialwissenschaftliche Aspekte des Changemanagements und der Führung werden berücksichtigt. Ihre umfassende Erfahrung geben die Autoren in Form von zahlreichen Praxisbeispielen, Originalgutachten, Checklisten sowie vielen hilfreichen Adressen für spezialisierte Dienstleister in der Sanierung weiter.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Unternehmenssanierung: Der Weg von der Krise zum Erfolg

Zusammenfassung
Unternehmen befinden sich mikroökonomisch im Zeitablauf ebenso wie ganze Volkswirtschaften makroökonomisch in ertragreichen Zeitabschnitten (Hochkonjunktur) sowie wechselweise auch in Niedergangsphasen (Depression und Rezession). Diese nennt man Unternehmenskrise, den aktiven Weg von der Krise in die erneute Profitabilität Sanierung oder Restrukturierung. Unternehmenskrisen lassen sich an bestimmten Symptomen erkennen und haben typische Phasen im Zeitablauf. Die Sanierung von Unternehmen hängt von der Sanierungswürdigkeit sowie der erfolgreichen Etablierung einer Sanierungskultur ab. Als Methoden der Sanierung sind das sog. Change Management sowie die Theorie U als Grundbausteine anzusehen.
Stefan Hohberger, Hellmut Damlachi

2. Die Unternehmenskrise: Arten, Ursachen, Stadien und Analyse

Zusammenfassung
Unternehmenskrisen sind zeitliche Phasen mit geringer oder negativer Ertragskraft. Um den Weg von der Krise in die erneute Profitabilität bewältigen zu können, ist die Krisenanalyse der wichtigste Faktor; diese hat sowohl eine operative als auch eine strategische Komponente. Unternehmenskrisen haben typische Arten, Symptome, Phasen und Ursachen. Mit entsprechenden Instrumenten wie dem EcoStaT oder DATEV Unternehmensanalyse pro lässt sich eine Krisenfrüherkennung vornehmen. Als Wende- oder auch Endpunkt des „Unternehmenslebens“ steht oftmals die Insolvenz, welche durch Zahlungsunfähigkeit oder (drohende) Überschuldung ausgelöst wird. Wir zeigen die Insolvenzverfahrensauslöser und wie diese ermittelt werden.
Stefan Hohberger, Hellmut Damlachi

3. Sanierungstypen und -arten

Zusammenfassung
Unternehmenssanierung ist ein Puzzle: viele unterschiedliche Wege führen zum Ziel der „Wiedergesundung“ des Unternehmens. Das Sanierungsmanagement hat die Aufgabe, diese Sanierungsoptionen strukturiert zusammen zu setzen und alternative Wege der Sanierung zu skizzieren, zu planen und auf Anforderungen im Sanierungsverlauf zu reagieren, um möglicherweise einen anderen Sanierungsweg einzuschlagen oder sogar die Sanierung zu beenden: der Fortführungssanierung steht die Betriebsaufgabe (möglicherweise von Teilen des Unternehmens) gegenüber. Die verschiedenen Sanierungswege haben unterschiedliche Risiko- und Erfolgsfaktoren, welche es gilt abzuwägen.
Stefan Hohberger, Hellmut Damlachi

4. Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen

Zusammenfassung
Eine Unternehmenssanierung funktioniert leider nicht durch die alleinige Anwendung von „Sanierungstools“ wie Stundungen, Entlassungen etc. Denn jede Sanierung ist mit Veränderungen verbunden, ist ein inhaltlich komplexes Change Managementprojekt, mit dem sich das Unternehmen vom Ist- in den Sollzustand verwandeln soll. Auf diese „Reise“ müssen alle involvierten Personen mitgenommen werden, indem die Sanierungsziele kommuniziert und erklärt sowie die Personen in diesem Veränderungsprozess gecoacht werden müssen: Dies erfordert die Etablierung einer Sanierungskultur (Sanierungsmindset), die ein zentraler Erfolgsbestandteil ist. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung der Erfolgsfaktoren für die wesentlichen Sanierungsbereiche und -maßnahmen.
Stefan Hohberger, Hellmut Damlachi, Valerie Wächter, Michael Hermanns, Klaus Stoesser, Susanne Gessert, Moritz Steiner, Jaroslaw Zapolski, Jürgen Hanke

5. Beteiligte Sanierungs-Subjekte

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die an einer Sanierung beteiligten Gruppen, die Sanierungssubjekte, aus dem Blickwinkel der Sanierung betrachtet. Diese stehen mit den Sanierungsobjekten, die auf die Sanierung wirken, in Beziehung. Beispielsweise ist ein Sanierungsobjekt, ein Stakeholder in der Sanierung die finanzierende Bank, die sich mit einem Sanierungsobjekt, dem Finanzplan für die Sanierung, an der Sanierung beteiligt. Die nachfolgende Betrachtung ermöglicht einen Überblick über die wichtigsten Funktionen und Beachtenswertes hierzu aus dem Blickwinkel der Unternehmenssanierung.
Stefan Hohberger, Hellmut Damlachi, Kerstin Steidte-Megerlin

6. Haftungsrisiken in der Sanierung

Zusammenfassung
Die Haftungsrisiken lassen sich nach der Zugehörigkeit unterteilen und betreffen maßgeblich die handelnden Geschäftsführer bzw. Vorstände, die Gesellschafter bzw. Aktionäre des Unternehmens, sowie die beteiligten Banken und Berater. Die nachfolgende Übersicht soll die Beteiligten nicht von den erforderlichen verantwortungsvollen Entscheidungen abbringen, sondern einen Überblick über die möglichen Haftungsrisiken geben. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass in den letzten Jahren ein sehr erhebliche Verschärfung der Haftung und Anfechtung im Falle einer Insolvenz zu beobachten ist, der der Handelnde nur mit einer höheren Achtsamkeit schon im Vorfeld begegnen kann.
Hellmut Damlachi, Ulrich Hahn, Eyke Grüning, Frank Thiele, Maximilian Pape, Julian Opp

7. Sanierung im Insolvenzverfahren

Zusammenfassung
Da sich eine Sanierung immer mit einer Form der Krisenbewältigung auseinandersetzt, ist es einerseits unabdingbar, das „Worst-Case-Szenario“ und die mit der Insolvenz zusammenhängenden Modalitäten zu kennen. Andererseits birgt dieser Bereich auch kostbare Gestaltungsoptionen für Sanierung, wie die übertragende Sanierung, das Insolvenzplanverfahren die Eigenverwaltung und das Schutzschirmverfahren. Diese ermöglichen tiefe Eingriffe unter hoheitlicher Kontrolle und Aufsicht. Dieser Abschnitt widmet sich den Sanierungsoptionen im Insolvenzbereich. Er wird durch wichtige Aspekte beim Steuerrecht und beim Arbeitsrecht ergänzt.
Hellmut Damlachi, Julian Opp, Dennis Fouladfar, Valerie Wächter, Michael Hermanns

8. Multinationale Rahmenbedingungen für Sanierung und Insolvenz

Zusammenfassung
In diesem Abschnitt findet sich ein Überblick der übergreifenden Rahmenbedingungen, die bei Insolvenzen und Sanierungen bestehen. Aufgrund der Intensität des hoheitlichen Eingriffs sind bei Insolvenzen die Rahmenbedingungen formaler und klarer. Hier wurde durch die seit Mitte 2017 EU-weit geltenden europäischen Insolvenzverordnung (EuInsVO) ein bislang unbekannter und sehr wünschenswerter Grad der Harmonisierung erreicht, was auch zu Anpassungen des in Deutschland geltenden internationalen Insolvenzrechts führte.
Weiterhin erfolgt ein Überblick über die für Sanierungsfälle spannenden Entwicklungen zu einem einheitlichen Sanierungsrahmen, der durch die europäische Kommission angestoßen wurde. Während für Sanierungen bislang keine oder nur geringe rechtliche Rahmenbedingungen etabliert wurden, scheint die Hoffnung berechtigt, dass sich dies in der Zukunft ändert. Schließlich erfolgt ein Überblick über das viel zitierte englische Scheme of Arrangement, das oftmals als Blaupause für Sanierungsbemühungen angesehen wurde.
Hellmut Damlachi

9. Gutachten für Insolvenz und Sanierung

Zusammenfassung
Nachfolgend finden sich für die wichtigsten Gutachten für Insolvenz und Sanierung Praxisbeispiele, die wir in der täglichen Praxis eingesetzt haben. Diese Praxisbeispiele werden durch wichtige Hintergründe und Erläuterungen ergänzt und ermöglichen so eine wertvolle Hilfestellung. Wir haben Gutachten zur Insolvenz und dem Überschuldungsstatus, einen Insolvenzplan und ein Muster-Sanierungsgutachten nach IDW S6 beigefügt.
Hellmut Damlachi, Stefan Hohberger

10. Operatives Sanierungsmanagement

Zusammenfassung
Ein Unternehmen erfolgreich zu sanieren, bedeutet nicht nur Sanierungsinstrumente zu kennen und abzuarbeiten, sondern auch durch geschickte Führung die Interessen des Krisenunternehmens zu vertreten und bei Stakeholdern durchzusetzen. Auf diese „Reise“ müssen alle involvierten Personen mitgenommen werden, indem Sanierungsziele kommuniziert und Personen in diesem Veränderungsprozess gecoacht werden müssen. Unerlässliche Instrumente (Toolset) dafür sind die mehrteilige Sanierungsplanrechnung als „Grundrechenwerk“, die Ermittlung von Werterzeugern und Wertvernichtern als Grundlage einer Sanierung, die operative Liquiditätsplanung (welche von einer Cashflowrechnung deutlich zu unterscheiden ist), die Sanierungsmaßnahmendatenbank und einige andere Instrumente.
Stefan Hohberger, Stefan Pecher, Martin Heidrich, Hellmut Damlachi

11. Strategisches Sanierungsmanagement

Zusammenfassung
Strategische Sanierung bedeutet, innerhalb einer relativ kurzen Zeit von ein bis zwei Jahren den sog. Turnaround des Unternehmens durch gezielte Sanierungsmaßnahmen zu erzeugen. Die Summe dieser Maßnahmen muss jedoch geeignet sein das Unternehmen langfristig stabil im Markt zu platzieren und nicht nur kurzfristig wieder zu stabilisieren. Insofern müssen kurzfristigste Sanierungssofortmaßnahmen, sowie taktische Sanierungsmaßnahmen im Einklang mit den langfristigen Unternehmenszielen – nämlich der Unternehmensstrategie – stehen, um nicht „ins Leere zu laufen“, die kurzfristigen vielleicht sogar zu torpedieren sowie im längerfristigen Zeithorizont erneut zu einer Krisensituation zu führen.
Stefan Hohberger

12. Case Study: Sanierung der Adler Modemärkte AG

Zusammenfassung
Die Sanierung der Adler Modemärkte GmbH (jetzt Adler Modemärkte AG) zwischen 04/2009 und 06/2011 soll sowohl von der zeitlichen Umsetzung als auch von der Hebung der Sanierungspotentiale als Musterbeispiel einer Sanierung in nachfolgender Case-Study beschrieben werden, da in dieser Sanierung besonders viele Managementfehler durch das vorherige Management, jedoch auch die Multidimensionalität einer Sanierung und das zeitliche Ineinandergreifen von Hunderten von Sanierungsmaßnahmen optimal dargestellt werden können.
Stefan Hohberger

13. Die Ausbildung zum Sanierungsmanager und Sanierungsmonopoly

Zusammenfassung
Das Berufsbild des Sanierungsmanagers ist sehr vielschichtig und umfasst viele Sachgebiete. Daher ist es umso wichtiger, dass Sanierungsmanager das „erforderliche Handwerkszeug“ strukturiert erlernen, um den Anforderungen dieses Berufsbildes Rechnung tragen zu können. Im deutschsprachigen Raum sind dafür verschiedene Bildungsangebote verfügbar. Mit Sanierungsmonopoly als didaktischem Spiel lernt man spielerisch die umfangreichen Handlungsfelder innerhalb der Unternehmenssanierung in Zusammenhang zu bringen und deren Aspekte zu verstehen.
Stefan Hohberger

14. Zugabe – Sanierung zum Schmunzeln – Geschichten eines Sanierers

Zusammenfassung
Zum Abschluss des Buches hier ein paar nicht zu ernst gemeinte Kostproben aus der täglichen Praxis, mit einem Augenzwinkern als „Sanierung zum Schmunzeln“.
Stefan Hohberger

Backmatter

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