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Über dieses Buch

Dieses Praxishandbuch vermittelt Führungskräften und Studenten einen Überblick über die wichtigsten Kompetenzbereiche für die erfolgreiche Führung und Organisation eines Unternehmens oder eines Teams. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der sinn- und werte-orientierten Führung.

Zur erfolgreichen Führung eines Teams oder eines Unternehmens brauchen Sie mehr als einen Meistertitel oder einen entsprechender Studienabschluss. Zu häufig werden Führungs- und Kommunikationsfehler gemacht, die zu Misstrauen, Dienst nach Vorschrift, Ineffizienz, Krankheit, Mobbing oder vorzeitigem Ausscheiden aus der Organisation führen. Neben Fachwissen und strategischen Fähigkeiten spielen beispielsweise die Art und Weise, wie Sie mit Mitarbeitern kommunizieren, eine entscheidende Rolle.

In diesem Buch lernen Sie in 18 Kapiteln alle wichtigen Grundlagen der Unternehmens- und Teamführung. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele und Tipps zur Anwendung in der Praxis, die die benötigten Teilkompetenzen veranschaulichen.

Zielgruppen:

Dieses Buch richtet sich vor allem an angehende und agile Führungskräfte im mittleren und höheren Management, die ihren Führungsstil und ihr Führungsverhalten gerne noch weiter verbessern möchten. Auch Coaches und Hochschuldozenten profitieren von diesem Buch, da es optimal zum Einsatz in Kursen und Seminaren geeignet ist.

Zu den Autoren:

Dr. Sven Pastoors ist Hochschuldozent für Creative & Marketing Skills an der Fontys International Business School, Venlo (NL) und u.a. Gründer und Kommunikationsberater des IdeenPaten – Netzwerk für Innovation und Kommunikation.

Michelle Auge studiert Internationales Marketing an der Fontys International Business School, Venlo (NL). Im Rahmen ihres Studiums ist sie mit dem Modul Social and Communications Skills in Berührung gekommen, das ihr Interesse für werteorientierte Führung weckte.

Joachim H. Becker ist seit 15 Jahren Dozent für Kommunikation, Management und Personalwesen an der Fontys International Business School, Venlo (NL).

Professor Dr. Helmut Ebert ist Professor für Sprachwissenschaft und Organisationskommunikation an der Universität Bonn. Als Geschäftsführer der "Prof. Ebert - Kommunikationsstrategie und Coaching GmbH" berät und coacht er Führungskräfte und Entscheider in Fragen der Change-, Innovations- und Markenkommunikation.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Führungsqualitäten und Managementfähigkeiten der Führungskräfte sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Teams, einer Abteilung bzw. des gesamten Unternehmens. Zu Beginn dieses Buches werden deshalb kurz die Voraussetzungen für die erfolgreiche Führung eines Teams oder eines Unternehmens erläutert. Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten, ein Unternehmen bzw. die Mitarbeiter zu führen (z. B. autoritärer, demokratischer oder kooperativer Stil). In den meisten Unternehmen werden jedoch Mischformen der verschiedenen Führungsstile verwendet. Aber nicht nur der Führungsstil, sondern auch das Verhalten und die Art, wie eine Führungskraft mit ihren Mitarbeitern kommuniziert, sind von großer Bedeutung. Eine Führungskraft sollte in der Lage sein, Mitarbeiter zu motivieren, Lob auszusprechen und Mitarbeiter gezielt zu fördern. Zudem spielt bei der Leitung eines Unternehmens und der Personalführung Respekt gegenüber allen Beteiligten eine wichtige Rolle.
Sven Pastoors

Grundlagen der werteorientierten Führung

Frontmatter

2. Grundlagen der werteorientierten Führung: Werte definieren und kommunizieren

Zusammenfassung
Nicht nur Unternehmen, sondern auch einzelne Führungskräfte bekennen sich vermehrt zu sinn- und werteorientierter Führung. Dabei orientieren sie sich an sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit im umfassenden Sinn und formulieren entsprechende Leitbilder. Diese beantworten die Frage, an welchen Werten sich Unternehmen angesichts großer gesellschaftlicher Veränderungen orientieren. Und sie bieten einen Ansatz, Chancen und Risiken systematisch abzuleiten. Die beiden Ausgangspunkte zur Entwicklung eigener Werte sind einerseits die Analyse der gesellschaftlichen Herausforderungen eines Unternehmens und andererseits die Erwartungen und Bedürfnisse seiner Stakeholder.
Sven Pastoors, Joachim H. Becker

3. Führungskompetenz

Zusammenfassung
Führungskräfte übernehmen nicht nur Personalverantwortung, sondern auch eine Vielzahl von Managementaufgaben. Sie tragen damit eine große Verantwortung. Neben fundierten Kenntnissen über das eigene Unternehmen und unterschiedliche Führungsmethoden benötigen sie Kompetenzen, um alle Aufgaben bewältigen und diese Rolle angemessen ausfüllen zu können. Viele Führungskräfte zeichnen sich durch eine hohe Fachkompetenz aus. Sie leiten ein Team oder eine Abteilung und übernehmen damit sowohl Managementaufgaben als auch Personalverantwortung. Häufig werden sie darauf jedoch nicht ausreichend vorbereitet. Sie müssen sich selbst Führungskompetenz aneignen und ihren eigenen angemessenen Führungsstil entwickeln. Dies ist jedoch neben den alltäglichen Managementaufgaben häufig nur schwer möglich. Führungskräfte, die vor allem wegen ihrer fachlichen Leistung befördert wurden, unterschätzen oft die Herausforderungen, die mit der Personalführung verbunden sind. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, benötigen sie bestimmte Kompetenzen. Dies gilt in hohem Maße auch für die werteorientierte Führung, da die Führungskräfte dort eine wichtige Vorbildfunktion übernehmen.
Joachim H. Becker, Sven Pastoors

Sich selbst führen

Frontmatter

4. Sich selbst führen

Zusammenfassung
Selbstführung ist eine Querschnittskompetenz, aus der sich alles andere Führungshandeln ableitet. Bei erfolgreicher Selbstführung geht es darum, sich der eigenen persönlichen und individuellen Werte und Einstellungen bewusst zu werden. Dies erfordert Selbstbewusstsein und -vertrauen. Wem es gelingt, sich regelmäßig Zeit zu nehmen, um aus dem operativen Geschäft herauszutreten, erreicht mehr innere Klarheit. So fällt es leichter, seine eigene Energie sinnvoll einzusetzen. Selbstführung ist deshalb für den persönlichen und unternehmerischen Erfolg unverzichtbar. Die Fähigkeit, sich selbst zu führen, ermöglicht es Führungskräften, sich selbst und ihr Team positiv weiterzuentwickeln. Dies gilt im Berufsalltag genauso wie im Privatleben. Denn Selbstführung hilft ihnen dabei, trotz Leistungs- und Veränderungsdruck leistungsfähig zu bleiben und sich nicht vom Tagesgeschäft vereinnahmen zu lassen. Gleichzeitig hilft sie Führungskräften dabei, als gutes Beispiel voranzugehen. Nur Führungskräfte, die sich selbst führen können, sind dazu in der Lage, ihre Mitarbeiter zu motivieren.
Sven Pastoors

5. Sich selbst organisieren

Zusammenfassung
Ebenso wie die Lernfähigkeit gehören das Selbst- und das Zeitmanagement zu den Methodenkompetenzen, die Führungskräfte benötigen, um ihre Tätigkeiten zu organisieren. Alle drei werden auch als Metakompetenzen bezeichnet, da sie Mitarbeiter und Führungskräfte dazu befähigen, auf andere (persönliche und soziale) Kompetenzen zurückzugreifen, diese zu nutzen und damit zielorientiert umzugehen. Sie gehören deshalb zu den Kernkompetenzen einer Führungskraft. Die Bereitschaft zu lernen, sich selbst zu erkennen und auch zu verändern, Stärken aufzubauen und Schwächen zu erkennen sind wichtige Bestandteile. Dies erfordert nicht nur die Disziplin, sich den Herausforderungen täglich zu stellen, sondern auch den Willen, sich an selbst gesetzten Zielen zu orientieren und nicht davon abzuweichen. Dazu gehört nicht nur das Setzen der konkreten Ziele, deren Erreichen auch für sich messbar ist, sondern auch die Betrachtung der Zeit, die dafür nötig ist.
Joachim H. Becker, Sven Pastoors

6. Probleme im Unternehmen lösen

Zusammenfassung
Ein wichtiger Bestandteil werteorientierter Führung ist es, unter Berücksichtigung der eigenen Werte Lösungen für ein konkretes Problem zu finden. Dabei gelten für jeden Problemlösungsprozess dieselben Regeln. Der Begriff „Problem“ beschreibt in diesem Zusammenhang Aufgaben und Herausforderungen, deren Lösung Schwierigkeiten bereitet. Der Prozess, um den gewünschten Zielzustand zu erreichen, wird als „Problemlösen“ bezeichnet. Die meisten der Barrieren, die eine Führungskraft oder ein Unternehmen daran hindern, ein Problem zu lösen, schaffen diese selbst. Hinzu kommt, dass Menschen dazu neigen, an Gewohntem festzuhalten, auch wenn sich die Rahmenbedingungen geändert haben. Zudem treffen sie oft aus einer Laune heraus Entscheidungen, die anschließend als unwiderruflich gelten. Um ein Problem lösen zu können, müssen sie zuerst diese Barrieren überwinden. Wie dies gelingt und welche Schritte dabei einzuhalten sind, wird im vorliegenden Kapitel erläutert.
Sven Pastoors, Joachim H. Becker

Andere führen

Frontmatter

7. Mitarbeiter motivieren

Zusammenfassung
Führung ist nicht gleich Führung. Die Motivation der Mitarbeiter spielt für den Erfolg einer Abteilung oder eines Unternehmens eine wichtige Rolle. Vor allem werteorientierte Führung bietet hierbei viele Vorteile. Leben die Führungskräfte Unternehmenswerte aktiv vor, erhöht dies die Motivation der Mitarbeiter und führt zu einer vertrauensvollen und erfolgreichen Arbeitsatmosphäre. Um in ihrem Unternehmen werteorientiertes Handeln zu fördern, sollte eine Führungskraft ihren Mitarbeitern Vertrauen signalisieren, respektvoll mit diesen umgehen, Verantwortung übernehmen sowie Integrität und Zuverlässigkeit symbolisieren. Dies führt im ganzen Unternehmen zum Erfolg. Grund dafür ist die Vorbildfunktion einer Führungskraft. So färben nicht nur simple Gepflogenheiten der Führungskräfte ab, auch deren psychische Grundverfassung und ihr Optimismus werden im Unternehmen fortgesetzt. Können sich Mitarbeiter mit ihrer Führungskraft identifizieren und schätzen ihren Arbeitgeber oder ihre Führungskraft, fördert dies zudem ihre Leistungsbereitschaft und ihre Leistungsfähigkeit.
Sven Pastoors, Joachim H. Becker

8. Teams erfolgreich führen

Zusammenfassung
Es gibt kaum einen Bereich in der Wirtschaft, in dem es nicht auf Teamarbeit ankommt. Vor allem in Unternehmen, die sich für werteorientierte Führung entschieden haben, genießt Teamarbeit einen hohen Stellenwert. Deshalb erwarten die meisten Unternehmen von ihren Mitarbeitern Teamfähigkeit. Doch was ist ein Team? Was unterscheidet Teamarbeit von Gruppenarbeit oder Arbeiten in Gruppen? Welche spezifischen Rollen und Typen gibt es innerhalb eines Teams, und was ist bei der Teambildung zu beachten? Dieses Kapitel gibt darüber Auskunft, wie ein Team am besten zusammengestellt und in welcher Phase des Arbeitsprozesses welches Teammitglied eingesetzt werden kann. Durch die individuelle Typenausprägung ist bei der Teamarbeit auch mit Konflikten zu rechnen. In diesem Kapitel wird erläutert, welche dies sind und wie Sie diese bewältigen können. Zudem wird gezeigt, welche Besonderheiten bei der Teambildung zu beachten sind.
Joachim H. Becker

9. Feedback geben

Zusammenfassung
Eine aktive Feedbackkultur ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Weiterentwicklung eines Unternehmens. Dies setzt jedoch eine offene Gesprächskultur sowie klare Werte und Ziele im Unternehmen voraus. Sind diese Grundvoraussetzungen geschaffen, bewirkt Feedback im Unternehmen viele positive Effekte. Im Verlauf dieses Kapitels erfahren Sie, wie gutes Feedback funktioniert. Hierzu werden Regeln vorgestellt, die Sie bei der Durchführung von Feedbackgesprächen beachten sollten. Bevor die verschiedenen Methoden des Feedbacks näher erläutert werden, erhalten Sie einen Überblick über Möglichkeiten der Vorbereitung von und auf Feedback. Darüber hinaus erfahren Sie, wie Sie sich auf Feedbackgespräche vorbereiten können und welche Faktoren zur Schaffung einer positiven Grundatmosphäre zu beachten sind.
Michelle Auge

Mit anderen kommunizieren

Frontmatter

10. Mit den Mitarbeitern kommunizieren

Zusammenfassung
Gut informierte und motivierte Mitarbeiter sind ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Ein Betrieb lebt und stirbt mit seiner internen Kommunikation. Vor allem in Unternehmen, die sich für werteorientierte Führung entschieden haben, spielt interne Kommunikation eine zentrale Rolle. Im Zentrum steht dabei die Führungskraft als Führungspersönlichkeit und ihr Kommunikationsverhalten. Darum ist es wichtig, dass Führungskräfte sich für ihre Mitarbeiter interessieren, offen mit diesen kommunizieren und darüber nachdenken, wie sie die Qualität der internen Kommunikation verbessern können. Dieses Kapitel ist deshalb der Bedeutung der Mitarbeiterkommunikation für das Führungshandeln und das Erreichen der Unternehmensziele gewidmet. In diesem Rahmen werden folgende Fragen behandelt: Was sind die Ziele und Inhalte der Mitarbeiterkommunikation? Welche Instrumente kommen dabei zum Einsatz? Und wie können Führungskräfte dazu beitragen, dass Kommunikation im Unternehmen optimal fließt?
Helmut Ebert

11. Auf der richtigen Ebene mit Mitarbeitern kommunizieren

Zusammenfassung
Für den langfristigen Erfolg eines Teams oder eines Unternehmens sind nicht nur bei der werteorientierten Führung klare Werte und Ziele sowie ein vorbildliches Verhalten der Führungskräfte ausschlaggebend. Dabei ist es wichtig, dass die Führungskräfte die aktuelle Situation richtig einschätzen und ihre Kommunikation den Rahmenbedingungen anpassen. Dazu gehört die Wahl der richtigen strategischen Ebenen. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist für alle Unternehmen ein wesentlicher Faktor, um die Arbeitsmotivation und somit das Betriebsergebnis zu steigern. Ein wichtiger Faktor, um das Betriebsklima zu verbessern und neben der Arbeitsfreude auch die Kundenzufriedenheit zu fördern, ist deshalb die strategische Mitarbeiterkommunikation. Hierzu ist neben klaren Zielen und einer realistischen Einschätzung der Situation auch die Kenntnis über die unterschiedlichen strategischen Ebenen der Mitarbeiterkommunikation erforderlich.
Sven Pastoors, Helmut Ebert

12. Erfolgreich Gespräche führen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel steht die verbale Kommunikation im Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur um die Grundsätze der verbalen Kommunikation in Führungssituationen, sondern auch um die Erfolgsfaktoren der Kommunikation im Bereich der werteorientierten Führung. Hierzu ist es wichtig, anderen Anerkennung zu zollen, sich kurzzufassen, offen und ehrlich zu sein und aufmerksam zuzuhören. Sie dürfen Ihr Gegenüber im Gespräch nicht vernachlässigen, sondern sollten ihm zeigen, dass es im Gespräch eine große Rolle spielt. Um dies zu erreichen, zeigen wir Ihnen, wie Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern kommunizieren sollten, um diese zu motivieren und in ihrem Sinne zu beeinflussen: Worauf sollten Sie bei der verbalen Kommunikation achten? Wie erlangen Sie den Respekt Ihrer Mitarbeiter? Wie können Sie mit Fragen führen? Und wie können Sie Ihren Mitarbeitern Anerkennung und Wertschätzung signalisieren?
Sven Pastoors, Helmut Ebert

Veränderungen gestalten

Frontmatter

13. Veränderungen gestalten

Zusammenfassung
Große Veränderungen lassen sich weder in Unternehmen noch in der Gesellschaft aufhalten oder verhindern. Aber sie lassen sich gestalten. Hierzu müssen Prozesse, Strukturen und die Ziele eines Unternehmens an die neuen Bedingungen angepasst werden. Die benötigten Maßnahmen einzuleiten, um auf Veränderungen zu reagieren, ist Aufgabe des Veränderungsmanagements. Zwei von drei Change-Projekten scheitern jedoch in der Praxis. Dass sich Mitarbeiter gegen Veränderungen sträuben, liegt oft an mangelnder Kommunikation des Managements. Wenn im Unternehmen Veränderungen stattfinden und Routinen wegbrechen, erhöht sich der Bedarf an Informationen, Sinngebung und Orientierung und somit auch an werteorientierter Führung. Um Veränderungsprozesse erfolgreich zu gestalten, müssen Führungskräfte ihre Mitarbeiter überzeugen, informieren, befähigen und motivieren. In diesem Kapitel wird deshalb die Bedeutung von Sprache und Kommunikation für die erfolgreiche Gestaltung betrieblicher Veränderungsprozessen erläutert.
Helmut Ebert

14. Verhandlungen führen

Zusammenfassung
Führungskräfte benötigen Verhandlungskompetenz für eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben. Dazu zählen gleichermaßen Gespräche innerhalb des Managements wie auch mit Mitarbeitern oder Kunden. Zudem haben Führungskräfte die Aufgabe, Konflikte zu lösen. In vielen dieser Situationen ist die Kompetenz, Konflikte auf dem Verhandlungsweg zu lösen, entscheidend. Verhandlungskompetenz umfasst somit zum einen die Fähigkeit, Gespräche erfolgreich zu führen, zum anderen auch das Geschick, sein Gegenüber in die gewünschte Richtung zu lenken. Die Entscheidung für eine werteorientierte Führung schließt dabei den Einsatz von Drohungen und Sanktionen weitgehend aus. Umso wichtiger ist es, sein Gegenüber inhaltlich zu überzeugen. In diesem Kapitel werden verschiedene Arten des Verhandelns und verschiedene Verhandlungssituationen vorgestellt. Zudem wird das Harvard-Modell des Verhandelns erläutert. Am Ende des Kapitels wird zudem ein Überblick über unterschiedliche Strategien, Taktiken und Techniken des Verhandelns geboten.
Helmut Ebert

15. Konflikte erfolgreich lösen

Zusammenfassung
Die meisten Konflikte sind gut und sinnvoll. Sie müssen jedoch richtig angegangen und bewältigt werden, damit sie nicht weiter eskalieren. Genau dies zählt zu den zentralen Aufgaben einer Führungskraft. Wer mit Konflikten umzugehen weiß, kann daraus viel Positives ziehen. Dies gilt auch und in besonderem Maße für werteorientierte Führung. Dieses Kapitel ist deshalb dem Konfliktmanagement gewidmet. Konfliktmanagement umfasst sämtliche Maßnahmen zur Vermeidung oder Bewältigung eines Konfliktes bzw. zur Verhinderung einer weiteren Eskalation. In der Literatur existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle zur Bewältigung von Konflikten. Im Folgenden wird eine Reihe dieser Modelle vorgestellt und kritisch betrachtet.
Joachim H. Becker

Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Frontmatter

16. Digitale Möglichkeiten nutzen

Zusammenfassung
In einer immer stärker digital geprägten Gesellschaft spielen moderne Kommunikationsmedien wie Tablets oder Smartphones eine wichtige Rolle. Der richtige Umgang mit sozialen Medien und E-Mails ist deshalb für den beruflichen Erfolg einer Führungskraft von großer Bedeutung. Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, wie Sie die digitale Kompetenz in Ihrem Unternehmen fördern und im Rahmen der wertorientierten Führung am besten nutzen können, wird in diesem Kapitel auf unterschiedliche Details des digitalen Wandels und der Handhabung der damit verbundenen Medien eingegangen. Zu diesem Zweck werden die Entwicklung der Digitalisierung und ihr Einfluss auf die neue Arbeitswelt beschrieben. Dabei wird zwischen drei unterschiedlichen digitalen Kompetenz bereichen unterschieden: Medienkompetenz, kommunikative Kompetenz und strategische Kompetenz.
Michelle Auge, Helmut Ebert

17. Kulturübergreifend kommunizieren

Zusammenfassung
Jeder Mensch hat seine eigenen Erfahrungen, Erinnerungen und Geschichten und somit auch seinen eigenen kulturellen Hintergrund (einschließlich geografischer, ethnischer, moralischer, ethischer, religiöser, politischer, historischer Aspekte) bzw. kulturelle Identität. Dies betrifft einerseits Unterschiede zwischen Nationen, Ländern und Regionen, andererseits zwischen Unternehmen oder ihren jeweiligen Abteilungen, unterschiedlichen Geschlechtern, Subkulturen oder unterschiedlichen Klassen und sozialen Schichten. Interkulturelle Kooperation gelingt jedoch nur, wenn auf allen Ebenen kulturell sensibel gearbeitet wird. Dabei sind vor allem die Führungskräfte gefragt. Sie müssen eine kulturell und sozial vielfältige Mitarbeiterschaft führen und dabei gesellschaftliche Entwicklungen wie Migration, Diversifizierung und Integration berücksichtigen. Interkulturelle Kommunikation spielt vor allem in werteorientiert geführten Unternehmen eine wichtige Rolle.
Sven Pastoors, Helmut Ebert

18. Mitarbeiter und Vielfalt im Unternehmen schützen

Zusammenfassung
In den letzten Jahren wurden diverse Gesetze und betriebsinterne Vereinbarungen beschlossen, um die Mitarbeiter eines Unternehmens vor Diskriminierung und Mobbing zu schützen. Obwohl der Gesetzgeber die beiden Begriffe klar definiert hat, ist es in der Praxis nicht ganz eindeutig, was der Arbeitgeber darf und wann er diskriminiert. Andererseits können schlecht gestaltete Veränderungsprozesse, ein mangelhaftes Diversity Management und unbearbeitete Konflikte zu Mobbing führen. Um Führungskräften zu helfen, Mobbing frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen, wird in diesem Kapitel beschrieben, welche Auswirkungen Mobbing, Stalking oder sexuelle Belästigung in Unternehmen haben und was sie dagegen tun können. Neben der Erläuterung und Abgrenzung der Begriffe werden konkrete Handlungsanweisungen für Betroffene benannt. Außerdem werden Präventivmaßnahmen erläutert, die nicht nur werteorientiert geführte Unternehmen nutzen können.
Joachim H. Becker

Ausblick

Frontmatter

19. Ausblick: Merkmale erfolgreicher Führungskräfte im 21. Jahrhundert

Zusammenfassung
In den vorigen Kapiteln wurde gezeigt, welche Kompetenzen Führungskräfte benötigen und wie sie kommunizieren sollten, um die Mitarbeiter zu motivieren und somit das Unternehmen zum Erfolg zu führen. Neben dem gewählten Führungsstil und der Art der Kommunikation spielen viele andere Faktoren wie z. B. die persönlichen und sozialen Kompetenzen der Führungskraft, ihr Rollenverständnis und ihre kommunikativen Fähigkeiten eine wichtige Rolle. Gerade in Zeiten mit großen Veränderungen spielt dabei der Faktor Mensch eine immer größere Rolle. Ziel dieses Kapitels ist es, einen Ausblick zu wagen, was in Zukunft die entscheidenden Faktoren für erfolgreiche Führung sein werden. Dazu stellen die Autoren die aus ihrer Sicht wichtigsten Faktoren vor.
Sven Pastoors

Backmatter

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