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Über dieses Buch

Unternehmens- und wirtschaftsethische Fragen entscheiden zunehmend über Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen. Welche Leitbilder, Haltungen und Kulturen gibt es, welchen Einfluss haben Ethik der Akteure und der Charakter der Organisation auf die Managementprozesse von Unternehmen?

Die Wirtschaft und ihre Akteure sehen sich drängenden Fragen der Gesellschaft gegenüber: Die Gesellschaft akzeptiert es nicht mehr, dass Wirtschaften im Verborgenen und zum Wohl einzelner Personen stattfindet. Die zunehmende Ablehnung der Privatisierung der Gewinne bei gleichzeitiger Sozialisierung der Schäden fordert Organisationen und deren Akteure heraus, sich unternehmens- und wirtschaftsethischen Fragen zu stellen und darauf befriedigende Antworten zu geben. Es geht um Fragen der individuellen Haltung von Verantwortlichen sowie um die Kultur von Organisationen.

Der Autor erläutert in diesem Praxisleitfaden, der nun in der 2., überarbeiteten und aktualisierten Auflage vorliegt, die vermeintlichen Geheimnisse der Ethik und deren Relevanz für Einzelne wie für Organisationen. Die Leser erfahren anhand von Praxisbeispielen, dass ethische Fragen im unternehmerischen Alltag ständig präsent sind. Der Autor zeigt, wie unternehmensethische Konzepte in strategische Managementprozesse einfließen und so zum Erfolgsfaktor werden können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Hand aufs Herz: Wenn Sie Wirtschaft und Ethik in einer Wortverbindung lesen, denken Sie dann: Interessiert es meine Kunden, ob ich mich um die ethische Seite meiner Geschäfte kümmere? Haben schon je eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter meines Betriebes oder meines Unternehmens nach unseren Werten gefragt? Ist das nicht alles Schönwetter-Gerede?
Daniel Dietzfelbinger

2. Unternehmens- und Wirtschaftsethik: Häufig gestellte Fragen

Zusammenfassung
Bisher war von Ethik geredet worden – Ethik ohne Artikel. Das geschah nicht zufällig, denn grundsätzlich gilt, dass es die eine für alle und immer gültige Ethik nicht gibt. Ethik hat es mit dem Nachdenken über Werte und Verhaltensregeln zu tun. Diese Regeln fallen je nach Wertvorgaben unterschiedlich aus. Die Werte, die ein Mensch mitbringt, sind abhängig von Herkunft, Bildung und Prägung. Auch in den großen ethischen Systemen der Philosophie und der Religionen sind die Voraussetzungen und Annahmen für und von Werten unterschiedlich. Deswegen gibt es auch diverse Antworten auf die von Immanuel Kant prägnant formulierte Grundfrage der Ethik: Was soll ich tun?
Daniel Dietzfelbinger

3. Shortcut Ethik – Geschichte und Grundbegriffe

Zusammenfassung
Ethik entwickelt sich als eine Teildisziplin aus der Philosophie (Weisheitsliebe, von griech.: philos = Freund, sophia = Weisheit) und ist damit eines der ältesten wissenschaftlichen Themen des Abendlandes. Kernfrage ethischer Diskussion ist die Frage nach dem Guten, und wie man dieses Gute in der Alltagspraxis umsetzen kann. Zentral für die antiken ethischen Diskussionen ist der Begriff Tugend (Herkunft dieses Begriffes ist etymologisch nicht klar, häufig in Verbindung mit taugen gebracht). Tugend bedeutet die Fähigkeit, die Kraft und das Potenzial, Gutes zu leisten. Tugend ist also die Befähigung des Menschen, das umzusetzen, was er als gut erkannt hat.
Daniel Dietzfelbinger

4. Kennzahlen in der Übersicht: Erfolgsfaktor Ethik

Zusammenfassung
Wenn Sie der Meinung sind, Ethik müsse wehtun und Ihnen den wirtschaftlichen Erfolg verderben, dann sollten Sie das Buch nun beiseite legen.
Wenn Sie neugierig sind, ob Ethik ein Erfolgsfaktor für Sie persönlich, für Ihren Betrieb und Ihr Unternehmen sein kann, dann sollten Sie weiterlesen. Dazu eine Vorbemerkung: Im Sinne mancher Ethiker, allen voran Immanuel Kant, ist die Frage, ob Ethik zum Erfolg werden kann, schon falsch gestellt, ja, der Erfolg darf kein Kriterium für moralisches Handeln sein. Dieser inneren Haltung ist durchaus zuzustimmen, gleichwohl ist es im wirtschaftlichen Kontext ebenso legitm, die Frage nach dem sekundären Nutzen moralischen Handelns zu stellen. In diesem Sinne ist der folgende Abschnitt zu verstehen.
Daniel Dietzfelbinger

5. Individualebene: Ethik für die Führungskraft

Zusammenfassung
Der Mensch steht in sozialen Beziehungsgeflechten und -systemen. Dies beginnt im Kontakt mit der Familie, in der man unmittelbar aufeinander bezogen ist. Nach den familiären Beziehungen kommen die Beziehungen zu Freundinnen und Freunden, dann zum weiteren Umfeld: Schule, Arbeit, Beruf.
Daniel Dietzfelbinger

6. Institutionenebene: Unternehmensethik

Zusammenfassung
Der Begriff Unternehmen ist – lexikalisch betrachtet – nicht eindeutig: Zum einen bezeichnet Unternehmen eine Handlung, wird also vom Verb unternehmen (z. B. was unternehmen wir heute Abend?) abgeleitet. Zum anderen bezeichnet der Begriff in den Wirtschaftswissenschaften eine produzierende Wirtschaftseinheit, wird also synonym mit Unternehmung gebraucht. Oft wird der Begriff Unternehmen mit dem Begriff Betrieb gleichgestellt. Das ist insofern nicht trennscharf, als ein Unternehmen mehrere Betriebe umfassen kann. Gleichwohl folgt auch dieses Buch dieser Unschärfe, indem es zwischen Betrieben (kleine und mittlere) und Unternehmen (Betriebe mit mehr als 1000 Mitarbeitenden) unterscheidet. Lexikalisch ist Unternehmen ein Oberbegriff für Wertschöpfungseinheiten in der Ökonomie.
Daniel Dietzfelbinger

7. Systemebene: Wirtschaftsethik

Zusammenfassung
Der Begriff Ökonomie bedeutet Hausverwaltungslehre. Er wurde von Aristoteles geprägt. Ihm ging es beim Wirtschaften darum, wie das Haus (griech.: oikos) richtig zu verwalten sei und wie man daraus Gesetzmäßigkeiten (griech.: nomos = Gesetz) ableiten könne. Aristoteles sah in der Ökonomie die Deckung des Bedarfes zum Lebensunterhalt in Abstimmung mit den politischen Gegebenheiten (Politik), um so zur Glückseligkeit zu gelangen (Ethik).
Daniel Dietzfelbinger

8. Supplement: Theoretische Konzepte

Zusammenfassung
Unternehmens- und Wirtschaftsethik ist auch in der Theorie ein umfassendes Forschungsgebiet. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die sich mit Wirtschafts- und Unternehmensethik beschäftigen, kommen aus verschiedenen Disziplinen und Fachbereichen. Es gibt Ansätze von Wirtschafts- und Betriebswissenschaftlern, Ansätze aus der Theologie, Philosophie und Soziologie, auch aus Pädagogik und Psychologie gibt es wurtschaftsethische Überlegungen. Allen gemeinsam ist das Interesse, Wert- und Leitvorstellungen für die Praxis aufzustellen, wenngleich der Zugang zum Thema nicht nur wegen der unterschiedlichen fachlichen Provenienz divergiert.
Daniel Dietzfelbinger

9. Schluss: Orientierungen

Zusammenfassung
Zu Beginn des Buches wurde ein formales Grundmuster für ethisch wünschenswertes Verhalten vorgeschlagen. Abschließend sei, zur weiteren Anregung und zum Nachdenken, dieses Grundmuster in vier Orientierungen übersetzt. Diese Orientierungen sollen das formale Grundmuster mit materialen Normen ergänzen.
Daniel Dietzfelbinger

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