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Über dieses Buch

„Praktiken“ sind in der interdisziplinären sozialwissenschaftlichen Theoriebildung und Analyse allgegenwärtig. Auch die Kommunikations- und Medienwissenschaften sprechen von kommunikativen, medialen und rezeptiven Praktiken, ohne deren theoretische Grundlagen und empirische Potentiale, bspw. gegenüber kommunikativen Handlungen, zu ergründen. Peter Gentzel bietet eine grundlegende Einführung in die „praxistheoretische Perspektive“ und diskutiert ihr Verhältnis zur Kommunikations- und Medientheorie systematisch und kritisch. Geleitet von einer differenziert begründeten These der „Familienähnlichkeit“ von Praxistheorie und Mediatisierungsforschung entwickelt der Autor analytische Instrumentarien für eine Kulturgeschichte der Mobilkommunikation. Diese illustriert den komplexen kommunikativen, medialen, sozialen und kulturellen Wandel mobiler Kommunikationspraktiken anhand ihrer visuellen Inszenierung in Werbeanzeigen der größten deutschen Publikumszeitschriften.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Der Ausgangspunkt für die folgenden Überlegungen lässt sich anhand von zwei Beobachtungen beschreiben, die zugleich den Rahmen, die Struktur, die Erkenntnisinteressen und -ziele dieser Arbeit näher bestimmen.
Peter Gentzel

2. Praxistheorien

In diesem Kapitel werden wir ganz grundlegend ausarbeiten was mit »Praxistheorien« oder einer »praxistheoretischen Perspektive« gemeint ist und anschließend aufzeigen auf welche Weise kommunikationswissenschaftliche Forschung davon profitieren kann. Der Schwerpunkt liegt damit auf einer epistemologischen und sozial-/kulturtheoretischen Standortbestimmung und weniger auf der ebenfalls noch ausstehenden Ausarbeitung einzelner Theoreme (bspw. dem Status von Artefakten) oder spezifischer methodischer Instrumente (bspw. der Abgrenzung von ethnographischen Netzwerkanalysen von ANT-Netzwerkkarten im Sinne Bruno Latours).
Peter Gentzel

3. Mediatisierungstheorie und praxistheoretische Perspektive

Das Ziel dieses Kapitels ist es, das Konzept der Mediatisierung in den Rahmen der entwickelten praxistheoretischen Perspektive einzuordnen. In einem ersten Schritt funktioniert dieses „Einordnen“ nach der Logik eines Vergleichs. Das heißt es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede, homologe Argumentationsmuster und familienähnliche Axiome, Annahmen, Perspektiven sowie Differenzen, Unschärfen und abweichende Richtungsentscheidungen aufgezeigt. Der zweite Schritt des „Einordnens“ hat dann die Form einer synthetisierenden Diskussion.
Peter Gentzel

4. Mobile Kommunikationspraktiken und Anzeigenwerbung: Vorwissen, Quellenkritik und methodisches Vorgehen

Wir gehen nun zur Vorbereitung unserer empirischen Analyse über weshalb sich Charakter und Zielstellung unserer Argumentation verändern. Bisher lag das Hauptaugenmerk auf der theoretisch-konzeptionellen Verfassung der Mediatisierungstheorie von Friedrich Krotz und deren Verhältnis zu einer wissenssoziologisch informierten praxistheoretischen Perspektive. Wenngleich wir an den geeigneten Stellen immer schon auf analytische Konsequenzen hingewiesen haben, lassen sich diese in der Rückschau doch grosso modo nur vereinzelte Nennungen oder Hinweise bezeichnen. Genau dieses Verhältnis von allgemeinen Aussagen und konkreten Anwendungsmöglichkeiten gilt es nun umzukehren.
Peter Gentzel

5. Die Entwicklung mobiler Kommunikationspraktiken: Meditatisierung, Raumtransformation und soziale Beschleunigung

Im Zentrum unserer Argumentation – in den Kapiteln zwei und drei – stand die Konzeption eines theoretischen Begriffs der sozialen bzw. kommunikativen Praktiken. Gleichwohl wir diese Aufgabe zuörderst historisch-systematisch wie auch in theoretisch-genetischer Hinsicht betrieben haben, soll nun der Begriff der Praktik nicht allein auf ebensolche Diskurse beschränkt bleiben, sondern sich als empirisch-analytischer Fluchtpunkt beweisen.
Peter Gentzel

6. Zusammenfassung

Dem Abschluss dieser Studie sind die Aufgaben eingeschrieben eine verdichtete Kontur der praxistheoretischen Perspektive zu erarbeiten und diese im Hinblick auf die These der »Familienähnlichkeit« und der Option einer »Akzentuierung« der Mediatisierungstheorie (Krotz 2001, 2007) zu bilanzieren. Im Anschluss wird bilanziert inwiefern sich ein Fluchtpunkt »mobile Kommunikationspraktiken« analytisch zu beweisen vermochte. Einmal indem wir zeigen, dass die kommunikationswissenschaftliche Rekonstruktion einer »Geschichte der Mobilkommunikation« vom Blick auf die Konstitution des Alltags durch mediatisierte Kommunikationspraktiken profitiert.
Peter Gentzel

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