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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des deutschen Beteiligungsmarktes divergieren stark. Während auf der einen Seite die Standardisierung von alternativen Finanzierungsformen und damit eine breitere Anwendung möglich scheint1, vermutet man auf der anderen Seite ein im Gegensatz zu den 90er Jahren wesentlich erschwertes Private-Equity-Geschäft in kleinerem Maßstab. Dass die Banken immer mehr das Risiko scheuen, erschwert eine umfangreiche Fremdkapitalfinanzierung der Beteiligungsinvestitionen. Hinzu kommt, dass neben dem Finanzierungsmarkt der „Entry-Exit-Markt“ immer effizienter wird und insofern die Gestaltung des Beteiligungseinstiegs sowie des -Ausstiegs bei großen Transaktionen infolge gestiegener Marktreife und Transparenz keine für die Private-Equity-Gesellschaften wesentlichen Differenzierungsmerkmale zulässt. Exklusivität genießen die Investoren grundsätzlich nur noch in der eigentlichen Beteiligungsphase. Anders als in den 80er und 90er Jahren wird eine Wertsteigerung der Beteiligung somit über operative Maßnahmen mit dem Ziel einer nachhaltigen Umsatz- und Ertragssteigerung zu erwirtschaften sein.2 Der intensive Wettbewerb um wenige große, lukrative Transaktionen wirkt zusätzlich preistreiberisch und zeigt die Schwierigkeit der Fonds auf, ihr generiertes Kapital im Markt zu platzieren.3
Nico Reimers

2. Theoretischer Bezugsrahmen

Zusammenfassung
Für den Ausdruck Private Equity (PE) existiert keine einheitliche Definition. Dies liegt insbesondere daran, dass der Begriff nicht aus der Theorie entwickelt wurde, sondern in der Praxis entstanden ist. Grundsätzlich handelt es sich hierbei, wie der Begriffsteil Equity deutlich macht, um die Bereitstellung von Eigenkapital. Der Begriffsteil Private beschreibt, dass dies außerbörslich geschieht. Hierdurch erfolgt eine Abgrenzung vom Public Equity, das über die Börse bereitgestellt wird.9
Nico Reimers

3. Empirische Untersuchung von Erfolgsfaktoren im Beteiligungsprozess

Zusammenfassung
Wie bereits in Abschnitt 2.2.2 verdeutlicht, findet das Familienunternehmen zunehmende Berücksichtigung als Forschungsobjekt, auch wenn es sich hierbei angesichts der breiten Masse an Forschungsarbeiten, die auf Problemstellungen von Konzernen und großen Aktiengesellschaften abzielen, eher um einen relativ geringen Anteil handelt.95
Nico Reimers

4. Erfolgreiches Führen von Beteiligungen an Familienunternehmen

Zusammenfassung
In den Kapiteln 4 und 5 werden die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt. Da sich das Forschungsvorhaben auf kritische Erfolgsfaktoren beschränkt, werden in erster Linie solche Aspekte betont, für die ein Erfolgszusammenhang entweder nachgewiesen werden konnte oder zumindest aber stark vermutet wird. Beginnend in Abschnitt 4.2, werden die beteiligungsinternen Erfolgsfaktoren behandelt. Vorausgehend erfolgt unter „Rahmenbedingungen“ eine Zusammenstellung der beteiligungsexternen Erfolgsfaktoren, auf die i.d.R. kein Einfluss ausgeübt werden kann, welche aber in der Gestaltung des Beteiligungsprozesses dringend berücksichtigt werden sollten.
Nico Reimers

5. Ursachen des Scheiterns von Beteiligungen an Familienunternehmen

Zusammenfassung
Es haben sich in der Beteiligungspraxis etliche schlechte Erfahrungen angesammelt, die hier als grundsätzliche Risiken zusammengefasst werden. Die Bewertung der in Abbildung 22 wiedergegebenen möglichen Risikofaktoren fiel im Durchschnitt höher aus als bei anderen Fragestellungen, was darauf hindeutet, dass eine Investition in ein Familienunternehmen „keine einfache Sache“239 zu sein scheint — eine Tatsache, die von beiden Parteien bestätigt wird.240
Nico Reimers

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Für Familienunternehmen gibt es vier grundsätzlich zu unterscheidende Notwendigkeiten, auf Private Equity zurückzugreifen: (1) Wachstumsfinanzierung, (2) Ersatz von Familiengesellschaftern, (3) Börsenvorbereitung und (4) Krisenüberbrückung. In die letzte Kategorie kann auch eine fehlende familieninterne Nachfolge fallen. Zu einer Beteiligung eines Finanzinvestors an einem Familienunternehmen wird es aber nur dann kommen, wenn neben einer aussichtsreichen Marktentwicklung das Potenzial der betrachteten Firma, von dieser auch profitieren zu können, vorausgesetzt werden kann. Angesichts einer durchschnittlichen Abschlussquote von drei Beteiligungen im Mittelstand pro Investor im Jahr wird deutlich, dass Private Equity i.e.S. nicht vorbehaltlos als Finanzierungsalternative bezeichnet werden sollte. Da PE-Gesellschaften einer Beteiligung relativ strikte Kriterien zugrunde legen, kann nach wie vor nur eine kleine Minderheit von Familienunternehmen vom auf den ersten Blick vielversprechenden PE-Angebot profitieren.
Nico Reimers

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