Skip to main content
main-content

16.06.2017 | Private Equity | Nachricht | Onlineartikel

Finanzinvestoren bleiben Unternehmen länger treu

Autor:
Eva-Susanne Krah

Finanzinvestoren bleiben deutlich länger in deutsche Unternehmen investiert und wollen sie operativ nach vorne bringen. Das zeigen Zahlen eines Private-Equity-Reports.

Die durchschnittliche Haltedauer ist seit den 2000er-Jahren von 3,9 auf 5,5 Jahre gestiegen, wie Ergebnisse des "Private Equity Exit-Report" von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) offenlegen. Bei vier der zehn größten PE-Exits seit Anfang 2014 betrug die Haltefrist sogar mehr als sieben Jahre. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, "werden sich Finanzinvestoren bis 2019 im Schnitt erst nach knapp sieben Jahren von ihren Portfoliounternehmen trennen", sagt Steve Roberts, Leiter Private Equity bei PwC in Deutschland.

Strategiewechsel bei Private-Equity-Deals 

Als Grund für den Strategiewechsel der Investoren sehen die Wirtschaftsprüfer die Tatsache, dass für Investoren bisher eher die Finanzoptimierung der Unternehmen im Vordergrund stand. "Dazu gehörte die Methode, die Übernahmen mit einem hohen Anteil an Fremdkapital zu finanzieren, um über den so genannten Leverage-Effekt die Renditen zu steigern", sagt Roberts. Inzwischen gehe es Private-Equity-Managern aber vor allem darum, die Unternehmen in ihrem operativen Geschäft nach vorne zu bringen. 

Ein weiterer Grund für längere Finanzierungsphasen sind die gestiegenen Unternehmensbewertungen und dementsprechend höheren Kaufpreise. Dadurch verlängere sich auch der Zeitraum für Finanzinvestoren, um die Unternehmen mit der geplanten Rendite wieder zu veräußern. Vor allem für Portfoliounternehmen finde sich dann häufig kein Abnehmer, da diese kurz vor der Finanzkrise oft überteuert eingekauft wurden, so PwC. Zudem ist ein schneller Ausstieg der Investoren bei klassischen Unternehmensübernahmen eher die Ausnahme.

Die Zahl der Unternehmens-Exits steigt und liegt mittlerweile deutlich über dem Niveau vor der Finanzkrise. Mit 154 erfolgreich weiterverkauften Unternehmen erzielte die PE-Branche 2016 laut dem Report in Deutschland ihr bisher bestes Ergebnis.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2014 | Buch

Decision-Making in Private Equity Firms

An Empirical Study of Determinants and Rules

Das könnte Sie auch interessieren

28.02.2017 | Private Equity | Nachricht | Onlineartikel

Private-Equity-Kapital wächst kräftig

21.08.2015 | Finance + Banking | Im Fokus | Onlineartikel

Wenn die Finanzierung zum Engpass wird

Premium Partner

micromNeuer InhaltNeuer InhaltNeuer InhaltPluta LogoNeuer Inhalt

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Digital Banking braucht Strategie und Kundenorientierung

Das englischsprachige Whitepaper „Successful Digital Banking: Aligning business strategy with technology“ untersucht, wie der Digitalisierungseifer in der Bankenbranche und eine fehlende Strategie das Kundenerlebnis beeinträchtigen – und was die zentralen Erfolgsfaktoren beim Digital Banking sind. Die Studie macht deutlich, mit welchem Eifer die Bankenbranche die Digitalisierung vorantreibt. Allerdings fühlen sich einige Kunden dabei von der Vielfalt neuer Funktionalitäten einfach überfordert. Letztlich sind digitale Strategien immer dann erfolgreich, wenn sie ein positives Kundenerlebnis über alle Touchpoints hinweg im Blick haben.
Jetzt gratis downloaden!

Sonderveröffentlichung

- ANZEIGE -

Termine online vereinbaren: Turbo für den Bankvertrieb.

Bankkunden werden immer mobiler. Sie informieren sich online über Produkte, bevor sie Kontakt zu ihrem persönlichen Berater aufnehmen. Eine Brücke zwischen Online und der Beratung vor Ort vereinfacht den Prozess und steigert die Effizienz. Jetzt mehr erfahren!