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Private-Equity-Boom in Deutschland hält an

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Auch 2017 hat der deutsche Private-Equity-Markt weiter zugelegt. Verstärkt im Fokus der Fonds lagen dabei kleine und mittlere Unternehmen, zeigt eine aktuelle Studie. 

2017 hatten Private-Equity-Fonds neben der Internetbranche vor allem Zielunternehmen aus dem Gesundheitssektor im Visier. 


Wie die Hans Böckler Stiftung in ihrem aktuellen Private Equity-Monitor 2018 berichtet, haben Finanzinvestoren im Jahr 2017 insgesamt 274 Unternehmen übernommen. Das sind rund 30 Prozent mehr als im bereits starken Jahr 2016. Gemessen an der Zahl der Käufe sei das der höchste Wert seit dem Rekordjahr 2007 – unmittelbar vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Das größte finanzielle Volumen unter den Transaktionen lag bei 24,5 Milliarden Euro. 

Investoren an KMU interessiert

Private-Equity-Gesellschaften investierten 2017 vor allem in kleine und mittlere Unternehmen, lautete ein weiteres Kernergebnis der Erhebung. Nur in zwei Fällen wurden Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeiter gekauft. Durchschnittlich beschäftigten die übernommen Firmen 340 Menschen. Die Zahl von den Übernahmen betroffenen Arbeitnehmer sank gegenüber 2016 um 13 Prozent auf 93.200 - trotz einer gestiegenen Zahl von Transaktionen. "Der Boom an Übernahmen von Unternehmen durch Private-Equity-Gesellschaften zeigt, dass immer mehr Unternehmen und inzwischen auch die mittleren und kleinen Unternehmen in den Einflussbereich der Finanzinvestoren geraten", schreibt Studien-Leiter Christoph Scheuplein vom Institut Arbeit und Technik (IAT). 

Besonders aktiv waren die Investoren laut Studie in der Gesundheitsbranche. Um 15 Prozent ist die Zahl der Transaktionen demzufolge angestiegen. Treiber für diesen Trend sind Übernahmen mehrerer großer Pflegeheimbetreiber aber auch einer Reihe von Arztpraxen, heißt es weiter. Ziel der Private-Equity-Investoren sei es, diese zu international aufgestellten Unternehmensgruppen zusammenzuschließen. Zusammen mit dem Software- und Internetbereich belegt der Sektor damit den Spitzenplatz. 

Viele Fonds nutzen Steueroasen

Von den in Deutschland aktiven Fonds wickelten 2017 knapp zwei Drittel ihrer Übernahmen über sogenannte Steueroasen wie Guernsey und Jersey, den Cayman-Inseln oder Luxemburg ab, ergab die Studie. Während die in Deutschland ansässigen Private-Equity-Gesellschaften in früheren Jahren die Mehrheit der Buyouts tätigten, ist ihr Anteil im Erhebungszeitraum aber nun auf 38 Prozent gefallen. Auf Gesellschaften aus Großbritannien und den USA entfielen demnach rund 31 Prozent der Käufe. Die Finanzinvestoren mit einem Sitz in Frankreich oder Benelux, die bereits 2016 einen starken Anstieg erlebten, konnten ihre Position mit einem Anteil von 16 Prozent halten. Bemerkenswert seien allerdings einige große Transaktionen schwedischer Investoren gewesen. Sie hätten zwar nur einen Anteil von fünf Prozent an allen Buyouts, davon betroffen war allerdings ein Fünftel der Beschäftigten von allen übernommenen Firmen.


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