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31.07.2020 | Privatkunden | Infografik | Onlineartikel

Finanzielles Selbstbewusstsein von Frauen wächst

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

Frauen trauen sich bei der Altersversorgung und der Regelung ihrer Finanzen immer mehr zu, zeigt eine aktuelle Studie. Häufig halten sie sich sogar für bessere Finanzmanager als ihre Partner, wenn sie in einer Beziehung leben.

Bislang galten Frauen in Finanzangelegenheiten eher als zurückhaltend und trauten sich in der Vergangenheit tendenziell weniger zu als Männer. Nun zeigt eine aktuelle, repräsentative Aon-Studie, dass sich weibliche Verbraucher häufig trotz Gender Pay Gap, unterbrochenen Erwerbsbiographien und niedrigeren Renten für finanziell kompetenter halten als ihre Partner. Das gilt auch beim Thema Altersversorgung.

Frauen vertrauen in Finanzdingen sich selbst

Frauen seien damit "wichtige Adressaten in einer modernen, diversen Kommunikation", obwohl sie finanziell oft schlechter aufgestellt sind als Männer, betont das britische Versicherungshaus Aon. Männer behaupten laut der Erhebung, die unter 2.000 Arbeitnehmern im Frühjahr 2020 durchgeführt wurde, von sich selbst deutlich seltener, die persönlichen Finanzen im Griff zu haben. Frauen vertrauen in Finanzdingen am ehesten sich selbst, zeigt die Studie. Ob sie dabei verheiratet sind, in einer Partnerschaft oder allein leben, mache dabei kaum einen Unterschied.

Besonders auffällig sind laut Umfrage zwei Gruppen: Frauen mit geringerem Einkommen (bis 2.200 Euro brutto) und jüngere Frauen bis 39 Jahre halten sich für bessere Finanzmanager als ihre Partner. Knapp die Hälfte der Frauen (48,3 Prozent) mit geringerem Einkommen haben nach eigener Aussage "die Haushaltsfinanzen gut im Griff", während es bei den männlichen Befragten nur ein gutes Drittel (35,0 Prozent) ist. In der nächsthöheren Einkommensklasse (2.200 bis 4.500 Euro) betrachten sich immer noch mehr Frauen (54,5 Prozent) als Männer (51,3 Prozent) als die besseren Geld- und Finanzexperten.

Ältere Männer akzeptieren die Finanzexpertise von Frauen

Und je älter die befragten Männer sind, je eher erkennen sie die Finanzexpertise der Frauen an. Denn der Anteil derjenigen, die sich für kompetenter als gleichaltrige Frauen halten, sinkt kontinuierlich. So glaubt nur jeder sechste Mann (15,9 Prozent) im Alter ab 60 Jahren, der bessere Finanzmanager zu sein. Bei den Verbraucherinnen gleichen Alters ist es jede zweite (51 Prozent). Ein Trend, der sich mehr oder weniger stark durch alle Altersgruppen zieht.

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