Finanzrat von Familie und Freunde besonders wichtig
- 06.03.2026
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Beim Sparen, Vorsorgen oder Investieren verzichtet fast die Hälfte der Verbraucher auf eine klassische Beratung bei der Bank, zeigt eine aktuelle Umfrage. Neben dem eigenen Finanzwissen setzen vor allem junge Menschen lieber auf den Rat von Familie, Freunden und das Internet.
Geht es um ihre Finanzen, suchen Menschen - vor allem in jungen Jahren - gerne Rat bei Freunden.
Antonioguillem / stock.adobe.com
55,8 Prozent der gut 1.000 Befragten sagen in einer im Februar 2026 vorgestellten Umfrage der Norisbank, dass sie bei Finanzangelegenheiten keine Beratung durch ihre Bank benötigen. Damit ist fast das Niveau vom Vorjahr erreicht (56,5 Prozent). 2024 lag der Anteil noch bei 49,2 Prozent. Dennoch wünschen sich immerhin 28 Prozent der Teilnehmenden weiterhin professionelle Unterstützung durch ihre Bank. Im Vorjahr waren es 30,5 Prozent, 2024 sogar noch 34,4 Prozent. Den professionellen Rat suchen Menschen vor allem bei Fragen zur Altersvorsorge (15,7 Prozent) und der kurzfristigen Geldanlage (14,8 Prozent). Weniger Beratungsbedarf hingegen besteht bei Kreditfragen (3,8 Prozent).
Familie und Freunde liebste Ansprechpartner bei Geldfragen
Ein Drittel (32,7 Prozent) hält die eigene Expertise in Gelddingen für ausreichend. Als wichtige Ansprechpartner werden auch Familie und Freunde genannt: Unter den 18- bis 29-Jährigen holt sich rund jeder Zweite (40,5 Prozent) Tipps im privaten Umfeld. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 32,7 Prozent. Bei Menschen ab 40 Jahren sind es nur noch 25,4 Prozent und unter den über 50-Jährigen gut jeder Fünfte (20,2 Prozent).
Aufklärung suchen Menschen bei digitalen Informationskanälen: Fast jeder Fünfte (18,8 Prozent) sucht Informationen gezielt auf den Webseiten von Banken. Analysen, Marktberichte und Webinare liefern 18 Prozent das nötige Wissen. Die Altersklasse zwischen 18 und 29 Jahren nutzt mit 30,4 Prozent einen Mix aus digitalen Analyse- und Informationsquellen am häufigsten. Ein Drittel (32,9 Prozent) der Menschen in diesem Alter sucht Online-Informationen direkt bei Banken. Nur ein geringer Teil (4,1 Prozent) vertraut hingegen Tippgebern in den sozialen Meiden oder Influencern.
Menschen finden sich besser finanziell gebildet
Rund vier von zehn Deutschen (40,7 Prozent) sagen, ihr Finanzwissen habe sich in der Vergangenheit verbessert. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen empfinden sich 57,7 Prozent mittlerweile besser informiert als noch in den Vorjahren. Der Anteil ist ebenso hoch bei den 30- bis 39-Jährigen.
Obwohl viele Menschen in Deutschland ihre Finanzangelegenheiten am liebsten selbst in die Hand nehmen, bleibt gleichzeitig "der Wunsch nach Sicherheit und Orientierung bestehen, vor allem bei Themen wie Altersvorsorge oder Geldanlage", berichtet Thomas Brosch, Geschäftsführer der Norisbank. "Gerade, wenn vieles unsicher scheint, braucht es verlässliches Wissen und Klarheit, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können."