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Über dieses Buch

Dieser Sammelband zeigt, wie Bürgerorientierung und proaktive Polizeiarbeit im Organisationsalltag der Dienststellen wirksam und vor allem auf Dauer sichergestellt werden können. Beides gehört heute zum Selbstverständnis der Polizei, dennoch spielt Prävention im Alltag polizeilicher Dienststellen oft genug eine Nebenrolle. Zuspitzend könnte man sagen: Die Rede von der Bürgerorientierung dient mitunter zur Dekoration der Außen- und Schauseite der Organisation und die operative Beschäftigung mit der konkreten Präventionsarbeit, dem Dialog mit Bürgern und Sicherheitspartnern wird an die stellenmäßig gering ausgestatteten Kontaktbereichsbeamten delegiert.

Die Autoren machen in ihren Beiträgen deutlich, wie entscheidend Führung für den Erfolg bürgerorientierter Polizeiarbeit ist. Führung und Management auf der Leitungsebene von Polizeiinspektionen, Revieren, Kommissariaten – also den Basisorganisationseinheiten der Polizei in der Fläche - sind die Bedingungen der Möglichkeit einer bürgerorientierten, präventiven und proaktiven Polizeiarbeit. Die Führungskräfte des Höheren Dienstes müssen die treibende Kraft für die strategische Ausrichtung und Entwicklung der Dienststelle sein, die erst die Bürgerorientierung als klugen Mix des gesamten polizeilichen Interventionsrepertoires gewährleistet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Konzeptionelle Grundlagen proaktiver Polizeiarbeit

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Proaktive Polizeiarbeit und Dienststellenentwicklung – zwei Seiten einer Medaille

Zusammenfassung
In diesem einleitenden Kapitel wird das zentrale Anliegen unseres Herausgeberwerkes vorgestellt: die besondere Führungs- und Managementleistung der verantwortlichen Dienststellenleitung, die für die Gewährleistung einer dauerhaften, proaktiv-bürgerorientierten Polizeiarbeit notwendig ist. Ausgegangen wird von den grundsätzlichen Veränderungen im Politikfeld der Inneren Sicherheit, die unter der Überschrift „Neue Sicherheit“ skizziert werden. Die Neue Sicherheit erweist sich als Ausgangs- und Bezugspunkt für polizeiliche Konzepte seit den 1990er-Jahren, die innerhalb der Polizeiorganisation gleichsam in Konkurrenz zu den klassischen, d. h. eher staatsorientierten, reaktiv-repressiven Policing-Strategien treten. Diese Konzepte einer bürgerorientierten, proaktiv-präventiven Polizeiarbeit finden ihren operativen Ausdruck in einer konsequenten Sozialraumorientierung – der polizeipraktischen Ausgestaltung des „Community Policing“ oder der gemeinwesenorientierten Polizeiarbeit. Als Bedingung der Möglichkeit und Verankerung eines solchen Community Policing erweist sich schließlich eine Dienststellenentwicklung, die als Schwerpunkt des Führungs- und Managementhandelns des höheren Dienstes beschrieben wird.
Christian Barthel

Kapitel 2. Mehr Community Policing in Deutschland?! Ein sicherheits- und polizeipolitischer Essay

Zusammenfassung
Viele aktuelle polizei- und sicherheitspolitische Diskussionen münden in den Forderungen nach MEHR Polizei. Sowohl die objektivierten Bedarfe wie auch die veränderte Sicherheitskultur werden hierfür als Begründung angeführt. In dem Beitrag wird argumentiert, dass Polizeiarbeit jedoch nur einen kleinen Teil der Wertschöpfung in der Sicherheitsproduktion leisten kann. Mit einer darauf bezogenen Erweiterung des Policing und einem stärkeren Problem(ursachen)-, Raum- und Gemeinwesenbezug der Sicherheitsarbeit könnte statt „mehr Polizei“ ein „anderes Polizieren“ ein Ansatz sein, den Herausforderungen besser gerecht zu werden.
Bernhard Frevel

Kapitel 3. Nachhaltige Stärkung der Sicherheit im öffentlichen Raum. Ein Plädoyer für proaktive, sozialraumorientierte Polizeiarbeit

Zusammenfassung
Zur Stärkung bzw. Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum konkurrieren seit Jahrzehnten unterschiedliche polizeiliche Konzeptionen miteinander. Einige sind eher repressiv auf Überwachung, Kontrolle, „konsequentes Einschreiten“ und Verdrängung ausgelegt, andere eher präventiv auf Dialog, Kooperation, Moderation und Integration. Diese unterschiedlichen Grundhaltungen liegen auch seit den 1960er-Jahren der Beschreibung der Dichotomie des polizeilichen Berufsbildes zwischen „law officer“ und „peace officer“ zugrunde.
Ausgehend von den rechtlichen Rahmenbedingungen, der Istanalyse polizeistrategischer Schwerpunktsetzungen und der Auswertung unterschiedlicher Grundkonzeptionen plädiert der Autor (auch auf Basis eigener beruflicher Erfahrungen) für die Stärkung und Weiterentwicklung einer proaktiven, sozialraumorientierten, auf Dialog, Kooperation und Prävention basierenden Polizeiarbeit.
Udo Behrendes

Kapitel 4. Polizei im Kontext – Konzeptionsversuch einer erweiterten, präventiven und proaktiven Polizeiarbeit

Zusammenfassung
Durch den gesellschaftlichen Wandel in der Hypermoderne ändert sich die Perspektive auf das, was Sicherheit ist und wie sie gewährleistet werden sollte. Es bilden sich neue Sicherheitserwartungen, die die Strukturen zur vor allem staatlichen Sicherheitsgewährleistung neu ausformen. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die Untersuchung auf eine neue Polizeiarbeit in der Inneren Sicherheit. Durch eine erweiterte, präventive und proaktive Polizei soll eine Neue Sicherheit in und über kommunale Kontexte gewährleistet werden. Damit dies zugleich wirksam und legitim erfolgen kann, sind neue polizeiliche Fähigkeiten, Strategien und Legitimationen gefordert.
Jens Lanfer

Die Praxis proaktiver Polizeiarbeit und die Relevanz der Dienststellenentwicklung

Frontmatter

Kapitel 5. Bürgerpolizei (vor)leben. Strategische Weichenstellungen auf Ebene einer Polizeiinspektion. Eine Praxisreflexion

Zusammenfassung
Die Ausführungen dienen als Praxisreflexion und beleuchten strategische Weichenstellungen auf Ebene einer Polizeiinspektion, um den eher abstrakten Begriff einer Bürgerpolizei sichtbar zu machen und mit Leben zu füllen. Der Fokus liegt auf Führungsaspekten und ganz konkret umsetzbaren Maßnahmen im Zuge einer auf Nachhaltigkeit angelegten konzeptionell ausgerichteten polizeilichen Arbeit im Sozialraum. Die Grundüberzeugung ist, dass der Polizei als wesentlicher Akteur zur Gewährleistung der Inneren Sicherheit eine wichtige gesellschaftliche Rolle zugeschrieben ist und diese Rolle auf Basis einer geteilten Verantwortung im Zusammenspiel mit Netzwerkpartnern und den Menschen vor Ort auszufüllen ist. Die Erfahrungswerte aus der Bekämpfung der „ersten Welle“ der Coronapandemie und dem erfolgskritischen Management des öffentlichen Vertrauens werden hierbei ebenso aufgegriffen wie die grundsätzlichen Maßnahmen zur Implementierung der Leitphilosophie einer modernen Bürgerpolizei mit all den ihr zugeschriebenen Facetten. Hierbei ist entscheidend, dass sie transparent und erklärend agiert, aber auch entschlossen und stark interveniert, wenn es die Situation erfordert. Es geht in der praktischen Umsetzung immer wieder darum, das eine (Bürgernähe) zu tun bzw. zu stärken, ohne das andere (Staatsorientierung) zu lassen bzw. zu schwächen. Eine Unterstützung dieses Weges sollte durch die Einführung von professionellen Reflexionsinstrumenten, beispielsweise Supervisions- oder Debriefingangeboten, gefördert werden, um damit den Reifegrad der Organisation Polizei nachhaltig zu steigern.
Christian Hamm

Kapitel 6. „Hier ist die Welt noch in Ordnung“?! – Polizeiliche Sicherheitsarbeit im ländlichen Raum

Zusammenfassung
Im folgenden Beitrag wird polizeiliche Sicherheitsarbeit im ländlichen Raum am Beispiel der Region Wittlager Land vorgestellt. Obwohl sich die objektive Sicherheitslage im Wittlager Land vergleichsweise gut darstellt, ist Sicherheitsarbeit dennoch gefragt und erforderlich. Dabei unterscheiden sich die Erwartungshaltungen und Bedarfe im ländlichen Raum von denen im urbanen Bereich. Deutlich wird, dass Sicherheit und Sicherheitsarbeit breiter gedacht werden muss als Polizeiarbeit. Die Polizei ist nicht alleine für die Herstellung von Sicherheit zuständig. Die polizeiliche Führungsperson ist dabei an der Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen und durchaus auch widersprüchlichen Erwartungen der eigenen Organisation, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreichen externen Akteuren gefordert.
Ann Oldiges

Kapitel 7. „Wir kümmern uns?!“ Vom Bedarf einer proaktiven Führung zur Förderung proaktiver Polizeiarbeit

Zusammenfassung
Was macht gute Führung in der Polizei aus? Wie kann es gute Führung schaffen, wieder für das „Mehr“ gegenüber dem alltäglichen Einerlei des Polizeidienstes zu begeistern? Das „Mehr“ an Bürgernähe, das „Mehr“ an bewusstem Hinhören im täglichen Dienst, das „Mehr“ an Identifikation mit dem eigenen Reviergebiet. Wie muss Führung aussehen, damit ihre Vorstellung einer proaktiven Polizeiarbeit von den Kollegen mitgetragen wird? Dies wird beispielhaft an hand von Erfahrungen und Beobachtungen an einem Polizeikommissariat in Hamburg-Wandsbek dargestellt.
Ulf Bettermann-Jennes

Kapitel 8. Im System und am System

Zusammenfassung
Die Schlagzahl medial gehypter gesellschaftlicher Krisen – zuletzt die Finanzkrise, die Flüchtlingskrise oder die Coronapandemie – bleibt ungebrochen hoch. Deshalb laufen wir im polizeilichen Führungsalltag Gefahr, uns zeitlich befristet zu sehr auf diese zu fokussieren. Echte polizeiliche Kernkompetenzen wie „Bürgerorientierung“ geraten strategisch aus dem Blick. Gleichermaßen befassen sich immer mehr Menschen des 21. Jahrhunderts mit ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Die „Menschlichkeit der Führung“ wird im Vergleich zur Fach- oder Methodenkompetenz von Führungskräften stärker an Bedeutung gewinnen. Fragen zeitgemäßer polizeilicher Mitarbeiter- und Organisationsführung sind von Aspekten individueller Persönlichkeitsentwicklung nicht mehr entkoppelbar.
Christian Hylla, Florian Podolski

Kapitel 9. Chancen für die Kriminalpolizei durch bürgerorientierte Polizeiarbeit

Zusammenfassung
Kriminalbeamte zeigen sich bisher eher zurückhaltend bei der Mitwirkung in Projekten der bürgernahen Polizeiarbeit. Das betrifft insbesondere Ermittlerinnen und Ermittler, die in repressiven Aufgabenbereichen der Kriminalpolizei eingesetzt werden. Der nachfolgende Beitrag möchte aufzeigen, dass die Kriminalpolizei durch ihre Organisationskultur, ihre Fähigkeiten und ihre Fertigkeiten aber geradezu prädestiniert dafür ist, erfolgreich an Projekten der bürgernahen Polizeiarbeit mitzuwirken.
Jürgen Dekker

Kapitel 10. Bürgerorientierung bei Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten

Zusammenfassung
Der Beitrag zeigt, wie sich die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten über die letzten Jahrzehnte weiterentwickelt haben und wie die Bürgerorientierung zum Organisationsziel und somit auch zum fundamentalen Baustein für Personalauswahl, Personalentwicklung, aber auch der Einsatztaktik dieser Einheiten geworden ist.
Bernd Bürger

Kapitel 11. Was heißt bürgerorientierte Polizeiarbeit in einem linksalternativen Stadtteil? Das Beispiel Leipzig-Connewitz

Zusammenfassung
Der Beitrag zeigt am Beispiel Connewitz, einem linksalternativ geprägten Stadtteil Leipzigs, wie eine bürger- und sozialraumorientierte Polizeiarbeit gestaltet werden kann. Dabei wird die in den letzten Jahren verfestigte Konfliktkonstellation zwischen Polizei und polizeikritischen Bürgern rekonstruiert und gezeigt, wie die Prozesse der gegenseitigen Dämonisierung, verstärkt durch die Medien, die regionale und bundesweite Politik, in eine kommunikative Sackgasse führen, die die gerade in Leipzig gegebenen Möglichkeiten des Dialogs blockieren. Aufbauend auf dieser Analyse werden konkrete Möglichkeiten eines Bürgerdialogs mit dem Ziel der Deeskalation und Pazifizierung gerade des Demonstrationsgeschehens dargestellt.
Christian Barthel

Kapitel 12. Dialogexperiment mit „polizeikritischen“ Menschen: Das Bonner Forum BürgerInnen und Polizei e. V.

Zusammenfassung
Das im Jahr 1995 gegründete Bonner Forum BürgerInnen und Polizei e. V. ist (soweit erkennbar) das einzige lokale Dialogexperiment zwischen Angehörigen der Polizei und „polizeikritischen“ Menschen, das mit einer auf Dauer angelegten Struktur etabliert worden ist. Der Beitrag zeigt die Entstehungsgeschichte sowie die wesentlichen Aktivitäten der Initiative auf und versucht, die gewonnenen Erfahrungen für den heutigen Dialog mit „polizeikritischen“ Gruppen und Milieus nutzbar zu machen.
Udo Behrendes

Kapitel 13. Kooperation von Polizei und Kommune – die gemeinsame Anlaufstelle von Stadt und Polizei in der Bonner Innenstadt (GABI)

Zusammenfassung
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Aufgabenfeld einer gemeinsamen Anlaufstelle von Kommune und Polizei für Personen aus dem Umfeld einer städtischen Drogenszene. Aus der Führungsperspektive dieser szenenahen Organisationseinheit werden die polizeilichen, ordnungsamtlichen und sozial-unterstützenden Aktivitäten wie auch die internen Koordinations- und Entwicklungsaufgaben dargestellt.
Frank Habeth

Polizeiwissenschaftliche Perspektiven

Frontmatter

Kapitel 14. Die Polizei in der Perspektive ethnischer Minderheiten und was die Polizei daraus lernen kann

Zusammenfassung
Dieses Kapitel widmet sich den wechselseitigen Konflikten zwischen Polizei und ethnischen Minderheiten. Der Fokus liegt auf den Einstellungen und Verhaltensweisen Letztgenannter gegenüber den Beamt*innen. Zwecks inhaltlicher Zuspitzung geht es aber weniger um delinquente Personen, die zwangsläufig in Konflikt mit dem Rechtsstaat stehen, sondern vielmehr um wenig bis gar nicht durch Delikte auffällige (junge) Menschen, die in marginalisierten Wohngebieten leben. Zweck dieses Beitrags ist es, praxisorientierte Diskussionsansätze für die Polizei(-führung) zu liefern für eine professionelle, bürgerorientierte Kontaktgestaltung in anspruchsvollen Einsatzgebieten. Aufgezeigt werden verschiedene Stereotype, die beiderseits virulent sind, sich nicht nur gegen die Polizei richten und auch ein gewisses Verständnis für die polizeiliche Arbeitsweise in bestimmten Vierteln aufzeigen. Dennoch steht im Zentrum die Frage, wie die Polizei angemessen auf die lokalen Gegebenheiten reagieren und Widerstände minimieren kann, um sowohl sich als auch den dortigen Bürger*innen den Alltag zu erleichtern. In diesem Sinne wird abschließend die Relevanz von Kontaktbeamt*innen diskutiert und es werden empiriebasierte Empfehlungen formuliert.
Steffen Zdun

Kapitel 15. Der bürgernahe Beamte – Realität und Utopie

Zusammenfassung
Selten war die Polizei in Deutschland so in der Diskussion wie in diesen Tagen, und noch nie hatte sie so viel – dokumentierte – kritische Gegenöffentlichkeit. So wie in der Polizei gern das ominöse „gefährliche polizeiliche Gegenüber“ heraufbeschworen wird, beschwören die Kritiker der Polizei den repressiven rechten rassistischen Polizeiapparat herauf. Und eine dritte Kraft tut so, als ob sie die Polizei in Schutz nehmen möchte vor jenen, die sie einem Mob aus Linksterroristen und arabischen kriminellen Clans ausliefern wollen. Diese Polarisierung ist eingebettet in eine allgemeine gesellschaftliche und politische Verunsicherung, die auch einzelne Polizeibeamte als Individuen erreicht. Gerade jetzt ist es deshalb für die Führung der Polizei wichtig, das organisatorische Potenzial an Instrumenten, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, auszubauen. Als Garantin für Sicherheit und Ordnung muss sie die Bedeutung von Dialog und Kommunikation mit allen Bürgerinnen und Bürgern in den Fokus rücken. Dies gilt vor allem für den Dialog mit jenen, die von der Polizei als schwierige Gesprächspartnerinnen und -partner wahrgenommen werden oder bislang ausgeblendet wurden. Eine dichotome Wahrnehmung der Welt behindert polizeiliche Arbeit.
Sicherheit geht alle an und entsteht, wenn Bürgerinnen und Bürger dem Rechtsstaat und seinen Organen vertrauen. Dieses Vertrauen entsteht, wenn die Polizei die Sprache der Bürgerinnen und Bürger spricht und deutlich macht, dass sie ihre Anliegen ernst nimmt. Genau an dieser Stelle als Ausdruck des konstruktiven polizeilichen Beitrags zur Dialoggesellschaft macht die Betrachtung der Rolle des bürgernahen Beamten, seines Potenzials und der Herausforderungen, denen er sich ausgesetzt sieht, Sinn.
Irmgard Schrand

Kapitel 16. Sicherheitsarbeit in „schwierigen“ Quartieren

Zusammenfassung
Gerade in schwierigen Quartieren ist eine rein reaktive Polizeiarbeit, geprägt durch anlassbezogene, punktuelle Einsätze, kaum in der Lage, nachhaltig Sicherheit zu gewährleisten. Einsätze sind schließlich nur Phänomene der Unsicherheit. Reaktive Einsatzbewältigung kann als Intervention momentane Entlastungen gewähren, aber nicht Sicherheit schaffen. Erforderlich ist eine Sicherheitsarbeit, die konzeptionell breiter aufgestellt ist und neben der Polizei auch andere Akteure einbindet, die mit ihren jeweiligen Kompetenzen mitwirken. In diesem Beitrag werden verschiedene policing-Ansätze diskutiert, die Hinweise geben, warum und wie eine interinstitutionell angelegte proaktive Sicherheitsarbeit in schwierigen Quartieren gestaltet werden kann.
Bernhard Frevel, Verena Schulze
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