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09.01.2017 | Produktion + Produktionstechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Produktionsplanung muss flexibler werden

Autor:
Dieter Beste

Der Trend zur Individualisierung macht es erforderlich, Maschinen häufig umzustellen, Produktionsabläufe anzupassen und neue Bauteile und Werkzeuge einzuführen.

Transparenz ist für die Autoren von "MES - Manufacturing Execution System" das A und O in der Produktion: "Je mehr Informationen vorliegen, desto sicherer können Entscheidungen getroffen werden. Von Bedeutung ist dabei auch die Aktualität der Informationen. Erst durch zeitnah vorliegende Informationen kann kurzfristig auf aktuelle Ereignisse reagiert und damit die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens gesteigert werden" (Seite 3).

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Zu den wichtigsten Methoden der zukunftsfähigen Produktionsplanung gehört deshalb nach Ansicht der Produktionsforscher am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) der digitale Schatten. Darunter fallen alle Entwicklungen, die die Realdaten aus der Fertigung mit Planungsdaten zusammenbringen, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Instituts. Ziel ist, feste Muster abzuleiten und die Produktion voraussehbar zu machen. "Ein digitaler Schatten lässt sich z. B. erzeugen, indem man mit einem Laserscanner das Fabrikumfeld aufnimmt und anschließend mit Simulations- oder Planungstools neue Objekte einbindet", sagt Michael Lickefett, Abteilungsleiter Fabrikplanung und Produktionsmanagement am IPA. So lasse sich überprüfen, an welcher Stelle Kollisionen entstehen und was umgestellt werden muss.

Cloud-Anbindung für Fahrerlose Transportfahrzeuge

Auch die Logistiktechnik müsse sich flexibel und automatisch an das Umfeld anpassen, so die IPA-Wissenschaftler. Eine Technologie, die hierfür an Bedeutung gewinne, seien Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF). Anders als Montagebänder können sie die Bauteile flexibel von Station zu Station bringen, ohne dabei eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten. Und damit das FTF weiß, wohin es fahren muss, sind sensorbasierte Umgebungserkennungen und -karten sowie die Anbindung an eine Cloud erforderlich. Michael Lickefett verweist in diesem Zusammenhang auf das Projekt ARENA2036, in dem FTF-Konzepte unter anderem für die Automobilproduktion entwickelt werden.

Apps bringen Komfort in die Produktionsplanung

Um dem Trubel in der Fabrik Herr zu werden, spielen, so Lickefett, immer häufiger auch Apps ihre Stärken aus. Viele verfügten über ähnliche Funktionalitäten wie ein MES, müssten aber nicht monatelang implementiert werden. "Der Nutzer sucht sich den gewünschten Service aus und kann sofort loslegen. "Einen Überblick über aktuelle Methoden der Produktionsplanung geben die IPA-Forscher am 16. März 2017 beim Forum "Die selbststeuernde Produktion" auf der Messe LogiMAT in Stuttgart.

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