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Produktions- und Informationsmanagement

Festschrift für Prof. Dr. Stephan Zelewski

  • 2024
  • Buch

Über dieses Buch

In dem Buch werden Beiträge von Hochschullehrer*innen und promovierten Praktikern veröffentlicht, die sich mit wichtigen und aktuellen produktionswirtschaftlichen Problemstellungen oder Wirtschaftsinformatik-Fragestellungen beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Betriebswirtschaftslehre aus einer vorrangig produktions- und logistikzentrierten (Optimierungs-)Perspektive

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 1. Nachhaltige Produktionseffizienz in Lieferketten durch Digitalisierung

      Myriam Jahn
      Das Kapitel untersucht die nachhaltige Produktionseffizienz in Lieferketten durch Digitalisierung und die Optimierung des Energieverbrauchs in Produktionsnetzwerken. Es wird die Entwicklung von der klassischen Produktionsplanung und -steuerung (PPS) bis hin zu den modernen Ansätzen der Industrie 4.0 beleuchtet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Integration von cyber-physikalischen Produktionssystemen (CPPS) und der Traceability, die eine vollständige Rückverfolgbarkeit und Transparenz der Produktionsprozesse ermöglicht. Diese Technologien sollen nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch den CO2-Fußabdruck reduzieren. Der Beitrag analysiert die Herausforderungen und Potenziale der digitalen Transformation in der Produktion und zeigt auf, wie durch eine durchgängige Systematik und die Nutzung von KI-gestützten Algorithmen eine nachhaltigere und energieeffizientere Produktion erreicht werden kann. Die Einbindung von Energiemanagementsystemen und die Berücksichtigung von Scope 3-Emissionen in der Optimierung sind zentrale Aspekte des Textes. Insgesamt bietet der Beitrag eine umfassende und tiefgehende Analyse der Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung für eine nachhaltige Produktion in Lieferketten.
    3. Kapitel 2. Existiert eine optimale Betriebsgröße für Universitäten? Eine theoretische Synopse und empirische Fallstudienuntersuchung

      Matthias Klumpp
      Das Kapitel befasst sich mit der Frage nach einer optimalen Betriebsgröße für Universitäten, indem es theoretische Überlegungen mit empirischen Fallstudien verknüpft. Es wird untersucht, ob es eine optimale Größe für Universitäten gibt und welche Faktoren diese beeinflussen könnten. Dabei werden verschiedene Hypothesen aufgestellt und mittels Daten aus der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder überprüft. Die Studie zeigt, dass es keine eindeutige optimale Betriebsgröße gibt, aber bestimmte Faktoren wie die disziplinäre Verfasstheit einer Universität und die geographische Verteilung der Studierenden einen Einfluss haben könnten. Die Ergebnisse bieten Ansatzpunkte für weiterführende Forschungen und Diskussionen zur Effizienz von Universitäten.
    4. Kapitel 3. (Kausale) Schlussfolgerungen aus Daten – Überlegungen im Kontext von Data Literacy

      Bianca Krol, Karsten Lübke
      Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen bei der Interpretation von Daten im Kontext von Kausalität und Data Literacy. Es wird betont, dass die Fähigkeit, korrekte Schlussfolgerungen aus komplexen Beobachtungsdaten zu ziehen, von zentraler Bedeutung ist. Beispiele wie die Covid-19-Pandemie und das Simpson-Paradoxon verdeutlichen die Gefahren von Verzerrungen wie dem Confirmation Bias und der fehlerhaften Interpretation von Daten. Die Verwendung von gerichteten azyklischen Graphen (DAGs) wird als effektive Methode zur Visualisierung von Ursache-Wirkungszusammenhängen vorgestellt. Eine Studie mit Studierenden zeigt, dass die Darstellung von Ursache-Wirkungszusammenhängen und die Bestätigung von stereotypen Annahmen die Interpretation von kausalen Modellen beeinflussen können. Die Ergebnisse weisen auf die Notwendigkeit hin, die zugrunde liegenden Annahmen bei der Datenanalyse transparent zu machen und die Ausbildung in Statistik zu verbessern.
    5. Kapitel 4. Erweiterung der Efficiency Analysis Technique With Input and Output Satisficing (EATWIOS) um die Berücksichtigung von Sanktionen

      Malte L. Peters
      Dieser Fachbeitrag behandelt die Erweiterung der Efficiency Analysis Technique With Input and Output Satisficing (EATWIOS) um die Berücksichtigung von Sanktionen. Die traditionelle EATWIOS-Methode wird durch die Einführung von Interventionsniveaus und Sanktionen erweitert, um Anreize für Entscheidungseinheiten zu schaffen, Effizienzsteigerungen zu erzielen. Durch die Anwendung von oberen und unteren Interventionsniveaus und entsprechenden Sanktionen können Entscheidungseinheiten belohnt oder bestraft werden, je nachdem, ob sie bestimmte Output- oder Input-Schwellenwerte überschreiten oder unterschreiten. Das Datentransformationsmodell spielt eine zentrale Rolle dabei, die Faktorquantitäten entsprechend den neuen Anreizen zu transformieren. Die Berechnung der transformierten Faktorquantitäten und die Ermittlung der Effizienzwerte werden detailliert erläutert, wobei auch auf die Bedeutung der Wahl der Interventionsniveaus und Sanktionen eingegangen wird. Der Beitrag schließt mit einem Fazit, das die Vorteile der erweiterten Methode hervorhebt und auf zukünftige Forschungsansätze hinweist.
    6. Kapitel 5. Untersuchung der Resilienz einer Supply Chain durch transparentes und rationales Verhalten der Lieferkettenteilnehmer

      Susanne Hohmann
      Das Kapitel untersucht die Resilienz einer Supply Chain durch transparente und rationale Verhaltensweisen der Lieferkettenteilnehmer. Es wird eine quantitative Modellierung verwendet, um zu erörtern, wie Transparenz und rationales Verhalten die Fähigkeit der Lieferkette beeinflussen, Störungen zu überwinden. Die Modellierung basiert auf einer einfachen Lieferkette mit vier Teilnehmern und einer Zielfunktion zur Minimierung der Gesamtkosten. Die Ergebnisse zeigen, dass rationale Verhaltensweisen zu einer stabilen und effizienten Lieferkette führen können, während irrationale Verhaltensweisen zu erheblichen Kostensteigerungen und Störungen führen. Die Untersuchung umfasst auch verschiedene Szenarien von Störungen, wie Verlängerungen der Produktionszeit und unregelmäßige Störungen, um die Resilienz der Lieferkette zu testen. Die Ergebnisse werden abschließend zusammengefasst und für weiterführende Untersuchungen ausgewertet.
    7. Kapitel 6. Ermittlung der optimalen Rundreise im Kontext der Tourenplanung – ein exemplarischer Anwendungsfall

      Adina Silvia Kuhlmann
      Der Beitrag behandelt die Optimierung der Rundreise im Kontext der Tourenplanung und stellt einen exemplarischen Anwendungsfall eines mittelständischen Unternehmens der Baubranche vor. Das Ziel ist es, die Gesamtfahrtstrecke eines Außendienstmitarbeiters zu minimieren, der verschiedene Baustellen in einer bestimmten Region anfahren muss. Dabei werden theoretische Grundlagen der Tourenplanung und des Traveling Salesman Problems erläutert. Der Excel-Solver wird als Werkzeug zur Optimierung der Route verwendet, um die Fahrtstrecke zu minimieren und gleichzeitig die definierten Nebenbedingungen zu erfüllen. Die Anwendung des Solvers zeigt, wie durch eine optimierte Reihenfolge der Besuche die Gesamtfahrtstrecke erheblich reduziert werden kann. Die praktische Umsetzung und die Ergebnisse der Optimierung werden detailliert dargestellt und analysiert.
    8. Kapitel 7. Lineare Optimierung – Eleganz und Elend einer „Produktionstheorie“ der Energiewirtschaft

      Christoph Weber
      Das Kapitel untersucht die lineare Optimierung als Standardmodell zur Beschreibung von Produktionsaktivitäten in der Energiewirtschaft, insbesondere der Elektrizitätswirtschaft. Es wird die theoretische Konsistenz und praktische Relevanz dieser Modelle analysiert und deren Anwendung in verschiedenen Szenarien beleuchtet. Dabei werden operative Entscheidungen wie die Kraftwerkseinsatzplanung und die Speicherbewirtschaftung detailliert betrachtet. Zudem wird die Herausforderung der Anwendung linearer Optimierungsansätze für klimaneutrale Energiesysteme thematisiert und mögliche Entwicklungslinien für die Modellierung diskutiert. Das Kapitel hebt die Notwendigkeit einer empirischen Überprüfung und Anpassung der Modelle hervor, um deren Validität zu gewährleisten.
    9. Kapitel 8. Kooperative Petri-Netze mit Shapley-Auszahlungen

      Harald Wiese
      Der Fachtext beschäftigt sich mit der Anwendung von kooperativen Petri-Netzen in Kombination mit Shapley-Auszahlungen zur Modellierung und Analyse von Kooperationssituationen. Petri-Netze sind ein mächtiges Werkzeug zur Beschreibung von Systemen mit diskreten Ereignissen und werden hier genutzt, um die Dynamik von Kooperationen zwischen Spielern zu modellieren. Die Shapley-Auszahlungen bieten eine faire Verteilung der Kooperationsgewinne und berücksichtigen die marginalen Beiträge der Spieler. Der Beitrag geht detailliert auf die Definition und Anwendung kooperativer Petri-Netze ein und zeigt, wie diese Modelle zur Beschreibung von Kooperationssituationen in verschiedenen Perioden genutzt werden können. Besonders interessant ist die Berücksichtigung von Anbahnungs- und Trennungskosten, die in der Shapley-Lösung integriert werden. Das Modell wird anhand eines Zwei-Spieler- und Zwei-Perioden-Beispiels illustriert, das zeigt, wie sich unterschiedliche Parameter auf die Kooperationsentscheidungen der Spieler auswirken. Die Analyse der Shapley-Auszahlungen und die Bestimmung des gleichgewichtigen kooperativen Petri-Netzes mittels des nicht-kooperativen Lösungskonzepts der Teilspielperfektheit bieten tiefgehende Einblicke in die Dynamik von Kooperationen und deren wirtschaftliche Implikationen.
    10. Kapitel 9. Notwendigkeit konzeptioneller Kompromisse und Reduzierung der Modellierungskomplexität in kooperativen Spielen zur Lösung betriebswirtschaftlicher Aufteilungsprobleme

      Bastian Fromen
      Das Kapitel untersucht die Herausforderungen bei der Lösung betriebswirtschaftlicher Aufteilungsprobleme durch kooperative Spieltheorie. Es wird die Notwendigkeit von konzeptionellen Kompromissen beleuchtet, da die perfekte Fairness oft mathematisch unmöglich ist. Der Text stellt drei Lösungskonzepte vor: den Shapley-Wert, den Nucleolus und den -Wert, und diskutiert ihre Vor- und Nachteile. Ein besonderer Fokus liegt auf der Reduzierung der Modellierungskomplexität durch innovative Ansätze wie das Dominanzkriterium und die konvexe Erweiterung, die die praktische Anwendbarkeit der Spieltheorie in der Betriebswirtschaft erheblich verbessern. Diese Ansätze ermöglichen es, die Komplexität zu reduzieren, ohne strukturgebende Faktoren zu ignorieren, und machen die Lösung von Aufteilungsproblemen effizienter und zugänglicher.
    11. Kapitel 10. Spieltheorie als Schlüssel wirtschaftlichen Handelns in Investitionsprojekten – Modellierung des Projekt(spiel-)Ergebnisses als Kapitalwertmaximum in Abhängigkeit der Projekt-Meilensteine & Implementierung des PASOR-Grundkonzeptes auf das Investitionsprojekt „Digital Jetzt“

      Naciye Akca
      Das Kapitel behandelt die Anwendung der Spieltheorie in Investitionsprojekten, insbesondere die Modellierung des Projekt(spiel-)Ergebnisses als Kapitalwertmaximum in Abhängigkeit von Projekt-Meilensteinen. Es wird das PASOR-Grundkonzept auf das Investitionsprojekt 'Digital Jetzt' angewendet und die Implementierung in 2-Orga-(Investitions-)Projektspielen untersucht. Die Spieltheorie und spieltheoretische Lösungsansätze werden genutzt, um finanzwirksame Maßnahmen in Investitionsprojekten zu tätigen und Ressourcen projektzielorientiert zu binden. Das PASOR-Grundkonzept ermöglicht eine formalsprachige Beschreibung der Grundelemente eines jeden Spiels und wird auf das Investitionsprojekt 'Digital Jetzt' angewendet. Die nicht-kooperative spieltheoretische Modellierung der Kapitalwertmethode in Kombination mit der Meilensteinmethode zur Ressourcenallokation stellt das Formalproblem des Beitrages dar. Die Projektpartner nehmen unterschiedliche Rollen ein und können konfliktäre Präferenzen haben. Das Projekt(spiel-)Ergebnis kann eindimensional oder multidimensional sein und wird gemäß der SMART-Formel formuliert. Die Kapitalwertmethode in Kombination mit der Meilensteinmethode wird als Hybrid-Methode eingesetzt, um den Kapitalwert der projektbasierten Einzahlungen zu ermitteln. Die Implementierung des PASOR-Grundkonzeptes lässt sich in vielerlei Hinsicht ausbauen und modifizieren.
    12. Kapitel 11. Manufacturing Supply Chains in East Asia: Advantages, Drawbacks and Perspectives

      Martin Hemmert
      Der Beitrag beleuchtet die Organisation und Koordination von Lieferketten in der Fertigungsindustrie in Ostasien, insbesondere in Japan, Korea und China. Es wird untersucht, wie die unterschiedlichen Lieferkettenkonfigurationen und -koordinationen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beeinflussen. Japanische Lieferketten sind durch eine hohe Vertikalsegmentierung und langfristige, interdependent Beziehungen gekennzeichnet, während koreanische Lieferketten durch eine starke Kontrolle durch chaebols und eine Mischung aus interdependenten und marktbasierten Beziehungen geprägt sind. Chinesische Lieferketten hingegen zeichnen sich durch eine hohe Standardisierung und flexible, marktbasierte Beziehungen aus. Der Beitrag analysiert die historischen und kulturellen Hintergründe dieser Unterschiede und bewertet die Vorteile und Nachteile jeder Lieferkettenstrategie. Darüber hinaus wird untersucht, wie globale Trends wie Standardisierung, Globalisierung und technologische Disruption die Wettbewerbsfähigkeit der Lieferketten in den drei Ländern beeinflussen. Diese detaillierte Analyse bietet wertvolle Einblicke für Experten, die die Dynamik und Herausforderungen der globalen Lieferketten verstehen wollen.
    13. Kapitel 12. Wenn Berater und Journalisten Pippi Langstrumpf spielen oder: Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt

      Hendrik Schröder
      Das Kapitel beleuchtet die Methoden, die Berater und Journalisten verwenden, um durch die Überschreitung von Kommunikationsgrenzen Aufmerksamkeit und Wirkung zu erzielen. Es wird diskutiert, wie rechtliche und ethische Normen diese Grenzüberschreitungen regulieren und welche Konsequenzen sie für die Empfänger haben. Die Schematheorie wird als theoretisches Werkzeug eingesetzt, um zu verstehen, wie Menschen Informationen verarbeiten und wie Schema-konsistente und -inkonsistente Informationen unterschiedliche Aufmerksamkeit erzeugen. Besondere Beispiele aus der Praxis, wie die Berichterstattung über die Deutsche Bank und die Studie 'Category Killer', verdeutlichen die Mechanismen und Herausforderungen der effektiven Kommunikation. Der Text hebt hervor, dass die bewusste Überschreitung von Grenzen zwar Aufmerksamkeit erzeugen kann, aber auch ethische und rechtliche Risiken birgt. Es wird betont, dass eine verantwortungsvolle Kommunikation notwendig ist, um die Glaubwürdigkeit und Integrität der Berichterstattung zu wahren.
  3. Informationsmanagement in Zeiten Künstlicher Intelligenz

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 13. Braucht die Wirtschaftsinformatik eine neue Identitätsdiskussion?

      Franz Lehner
      Das Kapitel untersucht die Notwendigkeit einer neuen Identitätsdiskussion in der Wirtschaftsinformatik, um die Eigenständigkeit und Relevanz der Disziplin in Zeiten rasanter technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen zu sichern. Es analysiert die historische Entwicklung der Wirtschaftsinformatik, beginnend mit der ersten Identitätsdiskussion nach der Jahrtausendwende, und beleuchtet die aktuellen Herausforderungen und Chancen. Besondere Aufmerksamkeit wird der interdisziplinären Natur der Wirtschaftsinformatik geschenkt, die sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich bringt. Das Kapitel schlägt Maßnahmen zur Stärkung der Identität vor, um die Wirtschaftsinformatik als eigenständige Disziplin zu festigen und ihre Relevanz in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu erhöhen. Dabei wird auch die Bedeutung der Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Reflexion und Anpassung der Identität hervorgehoben.
    3. Kapitel 14. Wissenschaft als Beruf – Anmerkungen eines hadernden Idealisten

      Ulrich Frank
      Der Beitrag untersucht die Karriere und Kritik von Max Weber, insbesondere seine Vortragsreihe 'Wissenschaft als Beruf'. Weber analysierte die akademische Karriere und die Idealisierung des Universitätsprofessors, wobei er die Mythen um den Beruf entzauberte und die Notwendigkeit einer kritischen Reflexion betonte. Der Text beleuchtet die aktuellen Herausforderungen der Universität, wie die zunehmende Kommerzialisierung und die Einflüsse von externen Faktoren. Er diskutiert die Spannung zwischen der Idee der Wissenschaft und der realen Praxis an Universitäten, insbesondere die Rolle von Forschung und Lehre. Die Einführung von Kennzahlen und das Peer Reviewing werden als zentrale Themen behandelt, wobei die negativen Auswirkungen auf die Wissenschaftler und die Qualität der Forschung kritisch hinterfragt werden. Der Text hebt die Bedeutung der Freiheit und der Selbstverantwortung der Wissenschaftler hervor und plädiert für eine kritische Reflexion der Rahmenbedingungen. Schließlich wird die Rolle neuer Technologien wie der künstlichen Intelligenz (KI) in der Wissenschaft und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen diskutiert. Der Beitrag endet mit einer Reihe von Thesen, die die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung und die Chancen für eine Reform der Universität betonen.
    4. Kapitel 15. Zum Erkenntnispotenzial kardiovaskulärer Messungen in der Wirtschaftsinformatik: Grundlagen und Ergebnisse empirischer Forschung

      Fabian J. Stangl, René Riedl
      Der Fachtext beleuchtet das epistemologische Potenzial kardiovaskulärer Messungen in der Wirtschaftsinformatik. Es wird die Bedeutung dieser Messungen für das Verständnis der physiologischen Reaktionen auf Digitaltechnologien hervorgehoben. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Möglichkeiten zur Erforschung der Aktivität des menschlichen Nervensystems und die Integration dieser Daten in die Wirtschaftsinformatik. Besonders interessant sind die exemplarischen Studien, die zeigen, wie HR und HRV in Kombination mit Befragungs- und Beobachtungsdaten tiefgehende Einblicke in kognitive und emotionale Prozesse ermöglichen. Diese Erkenntnisse sind entscheidend für die Gestaltung benutzerfreundlicher IT-Systeme und die Förderung positiver Nutzererfahrungen.
    5. Kapitel 16. Das Leistungspotential der Künstlichen Intelligenz im 21. Jahrhundert – eine Analyse unter Berücksichtigung von Machine Learning und seinem Einsatz in modernen ERP-Systemen

      Reinhard Schütte, Mohamed Kari
      Der Beitrag untersucht das Leistungspotenzial der Künstlichen Intelligenz im 21. Jahrhundert, wobei der Fokus auf die Analyse von Machine Learning und dessen Einsatz in modernen ERP-Systemen liegt. Die Diskussion beginnt mit einer historischen Perspektive, die die Relevanz der KI-Forschung von Stephan Zelewski aus dem Jahr 1986 hervorhebt. Zelewski forderte bereits damals eine wissenschaftlich-seriöse Abgrenzung der KI-Diskussion und kritisierte die Übertreibungen in der öffentlichen Wahrnehmung. Der Beitrag vergleicht diese historischen Sichtweisen mit aktuellen Entwicklungen und zeigt, dass viele der damaligen Fragen und Herausforderungen heute noch relevant sind. Besonders hervorgehoben wird die Rolle von Machine Learning in der KI-Forschung und die Diskussion um die Definition und Anwendung von Künstlicher Intelligenz. Der Text betont die Notwendigkeit einer klaren Abgrenzung und Definition von KI-Begriffen und -Kategorien, um eine sinnvolle Diskussion und Anwendung in der Praxis zu ermöglichen. Weiterhin wird die Bedeutung von Machine Learning in modernen ERP-Systemen beleuchtet und die technischen und theoretischen Grundlagen des Machine Learnings erläutert. Der Beitrag schließt mit einer Analyse der marktwirtschaftlichen Perspektiven und der Herausforderungen bei der Implementierung von Machine Learning in Unternehmen und Plattformen.
    6. Kapitel 17. Das Leistungspotenzial Künstlicher Intelligenz für Unternehmen

      Yilmaz Alan
      Das Leistungspotenzial Künstlicher Intelligenz für Unternehmen wird in diesem Kapitel umfassend untersucht. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Chancen zur Differenzierung im Wettbewerb zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu managen. Die KI spielt dabei eine entscheidende Rolle, da sie sowohl im Wettbewerbspotenzial als auch im Risikomanagement eine zentrale Stellung einnimmt. Die Bedeutung der KI wird anhand des stark gestiegenen Investitionsvolumens und der wachsenden Integration in Geschäftsprozesse beleuchtet. Der Beitrag analysiert verschiedene KI-Systeme und deren Anwendungsbereiche, um Strategien für den effektiven Einsatz von KI in Unternehmen aufzuzeigen. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von KI-Systemen, die menschenähnliche Denkprozesse simulieren und in der Lage sind, Handlungen zu vollziehen. Die Analyse umfasst auch die Herausforderungen und Risiken, die mit dem Einsatz von KI verbunden sind, und gibt Empfehlungen für eine strategische KI-Strategie in Unternehmen.
    7. Kapitel 18. Der Einfluss von Datenkompetenz, Feintuning und Transparenz auf Conversational Business Analytics

      Adem Alparslan
      Der Beitrag untersucht die Rolle von Datenkompetenz, Feintuning und Transparenz bei der Nutzung von Conversational Business Analytics. Es wird gezeigt, wie diese Faktoren die Entscheidung beeinflussen, ob Endanwender selbstständig Informationen gewinnen oder die IT-Abteilung konsultieren. Die Erwartungsnutzentheorie wird verwendet, um die Vor- und Nachteile der beiden Optionen zu modellieren. Besonderes Augenmerk wird auf die Herausforderungen gelegt, die durch mangelnde Datenkompetenz und Misstrauen gegenüber KI-generierten Informationen entstehen. Die Studie zeigt, dass Transparenz und Feintuning entscheidend sind, um den Erwartungsnutzen für Endanwender zu maximieren. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Transparenz in die Informationsgewinnung zu integrieren, um das Vertrauen der Endanwender zu stärken und die Effizienz von Conversational Business Analytics zu erhöhen.
    8. Kapitel 19. Der Interdisziplinarität auf der Spur – eine KL-basierte Rekonstruktion mit dem Algorithm of Neighborhood Generating (ANG)

      Christina Klüver
      Der Beitrag befasst sich mit der interdisziplinären Forschung und der Anwendung des Algorithm of Neighborhood Generating (ANG) zur Analyse der Publikationen von Zelewski. Durch die Verwendung von ANG wird eine strukturierte Betrachtung der Beziehungen zwischen den Publikationen ermöglicht, wobei die Entwicklung interdisziplinärer Themen über drei Jahrzehnte hinweg nachvollzogen wird. Die Analyse deckt Methoden wie Expertensysteme, Petrinetze und Multiagentensysteme auf und zeigt, wie diese in betriebswirtschaftlichen und wissenschaftstheoretischen Kontexten eingesetzt wurden. Besonders hervorzuheben ist die Verwendung von ANG zur Generierung topologischer Strukturen und die detaillierte Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den Publikationen. Dies ermöglicht eine tiefgehende Einblicke in die interdisziplinäre Forschung und deren praktische Anwendungen.
    9. Kapitel 20. Wertgenerierung in Plattformökonomien und Determinanten zur Werteerstellung und -erfassung

      Stefan Eicker, Robert Woroch, Gero Strobel
      Das Kapitel beleuchtet die zentrale Rolle von Plattformökonomien in der digitalen Transformation und wie Unternehmen durch den Einsatz digitaler Plattformen maßgebliche Wettbewerbsvorteile erzielen können. Es diskutiert die verschiedenen Perspektiven auf Unternehmensökosysteme, wie Marktplätze, Technologieplattformen und Dienstleistungsökosysteme, und erläutert die Mechanismen zur Steuerung der Wertgenerierung. Besondere Aufmerksamkeit wird der Wertschöpfung, ihrer Erfassung und der Offenheit der Plattform geschenkt. Der Beitrag schließt mit einer Schlussbetrachtung und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsthemen.
Titel
Produktions- und Informationsmanagement
Herausgegeben von
Reinhard Schütte
Susanne Hohmann
Bianca Krol
Malte L. Peters
Copyright-Jahr
2024
Electronic ISBN
978-3-658-46113-3
Print ISBN
978-3-658-46112-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-46113-3

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    Bildnachweise
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