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Über dieses Buch

​Das ursprünglich in Japan entwickelte Konzept der schlanken Produktion hat sich inzwischen weltweit als erfolgreiches Gestaltungsprinzip etabliert. Die Anwendung des Konzepts im Rahmen eines unternehmensspezifischen Produktionssystems ist im globalisierten Wettbewerb unabdingbar, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu produzieren. Die Implementierung der schlanken Prinzipien und Methoden stellt jedoch eine große Herausforderung für alle Hierarchieebenen dar. Nadia Bleher analysiert, basierend auf einer Praxisstudie sowie einer breit angelegten empirischen Untersuchung, die Erfolgsfaktoren hinsichtlich Führung, Organisation und Produktion bei der Einführung schlanker Produktionssysteme. Daraus leitet sie Handlungsempfehlungen zur Gestaltung eines erfolgreichen Implementierungsprozesses ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Rahmenbedingungen der industriellen Produktion haben sich Ende des 20. Jahrhunderts aufgrund der Globalisierung und des damit einhergehenden internationalen Wettbewerbs grundlegend verändert. Während in lokalen und nationalen Märkten relativ stabile Rahmenbedingungen herrschen und aufgrund der begrenzten Marktgröße überhöhte Arbeitskosten oder eine geringere Produktivität eher toleriert werden können, sehen sich die Unternehmen im globalisierten Markt mit einer Vielzahl von Konkurrenten konfrontiert, die beispielsweise hinsichtlich der Kapitalausstattung oder der Arbeitskosten aus einem völlig anderen Umfeld kommen. Somit eröffnet die Globalisierung den Unternehmen zwar neue Chancen, wie neue Beschaffungsund Absatzmärkte, andererseits wird sie aber auch von vielen Unternehmen als Bedrohung wahrgenommen. Die Kunden können ihre Produkte durch die nahezu schrankenlosen Kommunikations- und Transportmöglichkeiten nun weltweit beziehen und lösen damit einen deutlich schärferen Wettbewerb aus, dem sich jedes Unternehmen stellen muss.
Nadia Bleher

2. Das Konzept der schlanken Produktion

Zusammenfassung
Der Begriff „Lean“ wird verwendet, um schlanke, also von allen Verschwendungsarten befreite Prozesse zu bezeichnen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit bezieht sich der Begriff „Lean“ auf die Produktion, weshalb die Begriffe „Lean Production“ und „schlanke Produktion“ synonym verwendet werden. Die schlanke Produktion steht dabei im Gegensatz zur bisher in der Industrie üblichen Stapelverarbeitung, bei der sich die Unternehmen durch hohe Bestände vor Produktionsstillständen absichern und nur große Lose bearbeiten, um hohe Kosten bei der Umrüstung der Anlagen zu vermeiden. Der Begriff Lean wurde zum ersten Mal von John Krafcik im Rahmen einer Studie des MIT im Jahre 1990 verwendet, um eine Produktionsweise zu kennzeichnen, die er vornehmlich bei japanischen Unternehmen entdeckt hatte und die im Gegensatz zur pufferbasierten Produktion steht.
Nadia Bleher

3. Unternehmenswandel hin zur schlanken Produktion

Zusammenfassung
Bei vielen bisherigen Ansätzen zur Produktionsoptimierung liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung des Produktionssystems selbst, das den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und technologischen Fortschritten in der Produktionstechnik Rechnung tragen sollte. Im Zuge des durch globalisierten Handel verschärften Wettbewerbs der letzten Jahre wurde jedoch immer offensichtlicher, dass es nicht genügt, die richtige Strategie und das richtige System für die Erreichung der Unternehmensziele zu entwickeln, sondern dass die tatsächliche Umsetzung der Strategie ofmals die eigentliche Herausforderung für das Unternehmen darstellt. Die Tatsache, dass bis zu 80% aller Veränderungsprozesse scheitern, obwohl beträchtliche finanzielle Mittel und personelle Ressourcen bereitgestellt werden, macht dies deutlich.
Nadia Bleher

4. Produktionssystem- Implementierung am Praxisbeispiel der Roto Frank AG

Zusammenfassung
Gegenstand dieses Kapitels ist die praktische Implementierung eines schlanken Produktionssystems in einem Industrieunternehmen. Hierbei wird beobachtet, welche Maßnahmen bezüglich der Entwicklung und Implementierung vorgenommen werden und welche Auswirkungen sich daraus ergeben. Dabei wird auch die soziale und emotionale Ebene der Implementierung berücksichtigt und mit den Dimensionen Produktionskompetenzwandel, Führungsleistung und organisationaleWandlungsfähigkeit in Verbindung gebracht.
Nadia Bleher

5. Konzeption und Auswertung der empirischen Forschung

Zusammenfassung
Der empirische Teil der Arbeit setzt sich aus zwei Untersuchungen zusammen. Die qualitative Untersuchung besteht aus unternehmensinternen Experteninterviews, die bei der Roto Frank AG durchgeführt wurden. Die quantitative Untersuchung wurde mittels eines Onlinefragebogens mit unterschiedlichen Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Zweck der quantitativen Untersuchung ist es, die Erkenntnisse der qualitativen Untersuchung zu validieren und zu ergänzen.
Nadia Bleher

6. Handlungsempfehlungen für den Implementierungsprozess

Zusammenfassung
Die Handlungsempfehlungen dieses Kapitels werden aus den Erkenntnissen der Befragungen, der Praxiserfahrung und der Literatur generiert. Sie eignen sich als Leitfaden für Unternehmen, welche ein schlankes Produktionssystem einführen wollen. Die Handlungsempfehlungen sind nach den Phasen des Produktionskompetenzwandels aus Kapitel 3.4.2 gegliedert.
Nadia Bleher

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Erfolgsfaktoren bei der Implementierung schlanker Produktionssysteme. Die untersuchte Fragestellung lautet, wie die drei Dimensionen Führungsleistung, organisationale Wandlungsfähigkeit und Produktionskompetenz gestaltet werden sollen, damit die Implementierung erfolgreich und nachhaltig ist. Die Hauptkapitel umfassen Erkenntnisse aus der Literaturrecherche, Erkenntnisse aus der Begleitung und Beobachtung der praktischen Implementierung eines schlanken Produktionssystems in einem Industrieunternehmen und Erkenntnisse aus einer empirischen Forschungstätigkeit, welche qualitative und quantitative Methoden beinhaltet. Im Anschluss daran werden aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen zur Implementierung schlanker Produktionssysteme abgeleitet.
Nadia Bleher

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