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Über dieses Buch

In dem mehrbändigen Werk zur „Produktionstheorie“ sollen erstmalig die heute aus der Praxis geborenen Produktionsmodelle und –verfahren mathematisch begründet hergeleitet und so auch der Produktionswirtschaft eine wissenschaftliche Grundlage gegeben werden. Dem „wir haben unser Unternehmen halt so organisiert und das hat sich bewährt“ soll eine konstruktivistische Sicht beiseite gestellt und so die vielen deskriptiv angelegten „Fabrikbetriebslehren“ abgelöst werden.

Wenn wir eine Lieferzeit von einer Woche akzeptieren, dann haben wir nur diese eine Woche, um bedarfsgerecht Losgrößen zu bilden, Rüstreihenfolgen zu optimieren oder Auslastungsschwankungen auszugleichen. Und wenn die benötigte Durchlaufzeit genau diese Woche ist, dann besteht überhaupt kein Spielraum: Was heute bestellt wird, muss heute begonnen werden – sonst haben wir mindestens einen Tag Verzug. Die Bestellungen von morgen kennen wir nicht. Und wenn wir heute nicht genug zu tun haben: Wie können wir dann die Auslastung sicher stellen? Möglicherweise verursachen wir nur Kosten, die nie in einen Erlös münden. Also kann es in solchen Fällen nur darum gehen, Zustände herzustellen, mit denen wir die Reaktionsfähigkeit gezielt erhöhen, die Kosten des schlechtest möglichen Falls aber auf ein Minimum begrenzen.

Band 4 gibt Algorithmen und Verfahren an, mit denen wir derartige Fragestellungen angehen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Konzeptionen

Abstrakt
Dieses Buch befasst sich mit Ereignissen, also der Veränderung von Zuständen, auf die ein Produktionsbetrieb bzw. der zu diesem Zweck installierte Algorithmus mit einer angemessenen Reaktion antworten muss. In der Regel sind diese Ereignisse exogener Natur und daher weder in ihrer Gesamtheit noch in ihrer zeitlichen Verteilung bekannt. Wenn wir aber nur die vergangenen und die gegenwärtigen, nicht aber die zukünftigen Ereignisse kennen und auch nicht davon ausgehen können, dass es wie bei einer Zeitreihenanalyse ,,immer so weiter geht‘‘, dann brauchen wir Algorithmen, mit denen wir Entscheidungen so treffen können, dass der schlechteste Fall, auf den wir uns einzustellen haben, der Beste ist, der noch mit Sicherheit erreicht werden kann.
Wilhelm Dangelmaier

Kapitel 2. Resource Planning

Abstrakt
Die Produktionsplanung und hier speziell das Resource Planning ist die systematische Suche und die Festlegung der gegenwärtigen Handlungsmöglichkeiten. Sie ist der Willenbildungsprozess, der aufgrund der Zielvorstellungen wertende Stellungnahmen impliziert.
Wilhelm Dangelmaier

Kapitel 3. Scheduling ortsfester Gebrauchsfaktoren

Abstrakt
,,Scheduling‘‘ bezeichnet das Erstellen eines Planes – also eines Abbilds einer gegenwärtigen und zukünftigen Produktion –, der Jobs zeitlich begrenzt Gebrauchsfaktoren zuteilt.
Scheduling-Verfahren werden vor allem an den folgenden Kriterien gemessen:
  • – Durchlaufdauer: Eine gegebene Menge von Jobs wird in einem möglichst kurzen Zeitraum durchgeführt.
  • – Effizienz: Die zur Verfügung stehenden Gebrauchsfaktoren werden möglichst vollständig genutzt.
  • – Fairness: Die Gebrauchsfaktoren werden den Jobs ,,gerecht‘‘ zugeteilt
  • – Einhalten vorgegebener Beginn- und Endzeitpunkte: Gegebene Schranken werden eingehalten; wenn dies nicht möglich ist, erfolgt eine eindeutige Anzeige und Bewertung. Ungültige bzw. undurchführbare Schedules werden nicht erzeugt.
Im vorliegenden Kapitel 3 beschränken wir uns auf das Scheduling ortsfester Gebrauchsfaktoren: DieWandlung von Gütern an einem bestimmten Ort durch Mensch und Maschine.
Wilhelm Dangelmaier

Kapitel 4. Scheduling mobiler Gebrauchsfaktoren

Abstrakt
,,Scheduling‘‘ bezeichnet das Erstellen eines Plans – also eines Abbilds einer gegenwärtigen und zuku¨nftigen Produktion – der Jobs zeitlich begrenzt Gebrauchsfaktoren zuteilt. Scheduling-Verfahren werden vor allem an den folgenden Kriterien gemessen:
– Durchsatz: In einem gegebenen Zeitraum werden möglichst viele Jobs durchgeführt.
– Durchlaufdauer: Eine gegebene Menge von Jobs wird in einem möglichst kurzen Zeitraum durchgeführt.
– Effizienz: Die zur Verfügung stehenden Gebrauchsfaktoren werden möglichst vollständig genutzt.
– Fairness: Die Gebrauchsfaktoren werden den Jobs ,,gerecht‘‘ zugeteilt.
– Einhalten vorgegebener Beginn- und Endzeitpunkte: Gegebene Schranken werden eingehalten; wenn dies nicht möglich ist, erfolgt eine eindeutige Anzeige und Bewertung.
Ungültige bzw. undurchführbare Schedules werden nicht erzeugt.
Im vorliegenden Kapitel 4 beschränken wir uns auf das Scheduling mobiler Gebrauchsfaktoren: Das Bewegen von Gütern durch die Bewegung von Mensch und Maschine.
Wilhelm Dangelmaier

Kapitel 5. Scheduling in Lagern

Abstrakt
Wenn wir in Kap. 3 bzw. Kap. 4 Anfragen zuru¨ckstellen, dann bedeutet das, dass diese Anfragen bis zur Durchführung in einen Speicher gestellt werden. Bspw. heißt dann ,,nach aufsteigende Durchf hrungsdauer‘‘, dass wir den Speicherinhalt ordnen. Im vorliegenden Kapitel ,,Scheduling in Lagern‘‘ betrachten wir den Betrieb von Lagern, also Speichern mit massebehafteten Gütern. Dazu verwenden wir u. a. Konzeptionen, die in der Informatik für das Management von Datenspeichern eingesetzt werden. Natürlich ist dann zu beachten, dass die hier betrachteten Gegenstände nicht dupliziert oder gelöscht werden können.
Wilhelm Dangelmaier

Kapitel 6. Rollierender Horizont

Abstrakt
Die meisten der in den vorausgegangenen Kapiteln diskutierten Problemstellungen unterliegen bestimmten Begrenzungen. So wird von einer endlichen Anzahl von Jobs, einer endlichen Anzahl von Zyklen eines Algorithmus oder einer endlichen Anzahl von Zeitpunkten ausgegangen. Wir sprechen hier von einer Beschränkung eines Entscheidungsproblems auf einen endlichen Horizont. Diese Beschränkung erfolgt nicht willkürlich. So existieren möglicherweise außerhalb des Horizonts noch keine Jobs oder sind die Anfragen so vage und so wenig belastbar, dass wir in keinem Fall mit der Materialbereitstellung und -transformation beginnen können. Aber dieser Horizont wird mit dem Fortschreiten der realen Zeit verschoben: Bestimmte Teile des Horizonts verschwinden in der Vergangenheit, Aussagen aus der Zukunft können als Ergänzung den Horizont wieder auffüllen. Wir sprechen dann von einem rollierenden Horizont. Uns interessiert, welche Kosten durch diesen Verzicht auf Information entstehen.
Wilhelm Dangelmaier

Backmatter

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