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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Frontmatter

1. Motivation und Zielsetzung

Zusammenfassung
In den frühen Phasen der Produktentwicklung werden Produktideen erzeugt, ausgewählt und verfeinert, Produktkonzepte erarbeitet und bewertet und darauf aufbauend Entwicklungsprojekte definiert. Diese Aktivitäten erfordern Kreativität, erfolgen unter hoher Unsicherheit und vollziehen sich im Vergleich zu späteren Entwicklungsphasen in wenig strukturierten Prozessen. Die frühen Phasen der Produktentwicklung werden daher häufig als „fuzzy“, also als unscharf und verschwommen, charakterisiert [vgl. Herstatt, Verworn: Bedeutung und Charakteristika 2003, S. 8].
Antonie Jetter

2. Gang der Untersuchung

Zusammenfassung
Neben der Einleitung in Abschnitt A besteht die vorliegende Arbeit aus vier Abschnitten.
Antonie Jetter

Grundlagen und Bezugsrahmen

Frontmatter

1. Aktuelle Tendenzen in der Produktentwicklung

Zusammenfassung
Wie in der Einleitung ausgeführt, rücken die frühen Phasen der Produktentwicklung zunehmend in den Fokus von Forschem und Praktikern. Eine mögliche Erklärung hierfür ist die zunehmende und in der Literatur häufig postulierte Turbulenz von Unternehmensumfeldern, aus der hohe Unsicherheit erwächst (vgl. nachfolgender Abschnitt B 1.1). Diese Unsicherheit bezieht sich sowohl auf Technologien und Märkte als auch auf Managementaspekte und damit auf die Frage, durch welche Maßnahmen Unsicherheit reduziert bzw. in ihren Folgen abgemildert werden kann [vgl. Kahn et al.: Emerging Research Questions 2003, S. 198]. Alle drei Formen von Unsicherheit sind besonders in den frühen Phasen der Produktentwicklung ausgeprägt, denen daher entscheidende Bedeutung bei der Bewältigung von Umfeldturbulenz zu kommt: In ihnen werden nicht nur zukünftige Umfeldzustände antizipiert und die darauf angepassten Produktentwicklungsprojekte ausgewählt, sondern auch Flexibilitätspotenziale geschaffen, die eine Reaktion auf schlecht vorhersehbare Turbulenzen ermöglichen [vgl. Kahn et al.: Emerging Research Questions 2003, S. 196, Insb. Thema 3,10,17,24 und 31 in Themenliste].
Antonie Jetter

2. Unsicherheitsmanagement als zentrale Aufgabe der frühen Produktentstehungsphasen

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel wurde dargestellt, dass turbulente Unternehmensumfelder zu Unsicherheit führen, die durch geeignete Strategien und Methoden in der Produktentstehung bewältigt werden muss. Das vorliegende Kapitel untersucht die Frage, welche Strategien hierfür geeignet sind.
Antonie Jetter

3. Theorie und Praxis der frühen Produktentstehungsphasen

Zusammenfassung
Die in den vorherigen Kapiteln beschriebenen gewachsenen Anforderungen an die Produktentwicklung und die Notwendigkeit zum Unsicherheitsmanagement führen zu einem erhöhten Interesse speziell an den frühen Entwicklungsphasen, in denen das Produkt nur „in Köpfen oder auf Papier“ existiert und Änderungen mit relativ geringem zeitlichen und materiellen Aufwand durchführbar sind. Das nachfolgende Kapitel dient der Charakterisierung dieser frühen Produktentwicklungsphasen - dem „fuzzy front end“ (FFE) - und der Darstellung des aktuellen Forschungsstandes.
Antonie Jetter

Methoden und Instrumente für die frühen Phasen der Produktentwicklung

Frontmatter

1. Herkömmliche Methoden und Instrumente für die frühen Phasen der Produktentstehung

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Hauptkapitel wurden die generellen Anforderungen und Aufgabenstellungen des FFE sowie vorliegende Erkenntnisse über dessen Erscheinungsformen und Erfolgswirkungen dargestellt. Die Ausführungen gleichen hierbei in einem Punkt vielen Arbeiten über die frühen Phasen der Produktentstehung: Sie beschreiben das FFE und geben generelle Empfehlungen für seine Gestaltung, thematisieren konkrete Instrumente und Methoden24 zu seiner Unterstützung jedoch nicht. Bislang existieren in der Literatur damit kaum Instrumente und Methoden, die speziell für den Einsatz im Fuzzy Front End konzipiert wurden - wohl nicht zuletzt, weil die frühen Phasen der Produktentwicklung aufgrund ihrer geringen Formalisierung und Strukturierung als „unmanagebar” gelten, [vgl. Murphy, Kumar: Canadian Survey 1997, S. 5].
Antonie Jetter

2. Konzeptionelle Grundlagen neuer Methoden und Instrumente für die frühen Phasen der Produktentstehung

Zusammenfassung
Im letzten Kapitel wurde gezeigt, dass die in Abschnitt B entwickelten Anforderungen der Produktentwicklung durch die derzeit existierenden Methoden und Instrumente für das FFE nur unzureichend erfüllt werden. Dies gilt auch für relativ neue Lösungen, die speziell für das Front-End entwickelt wurden, da sie lediglich Rahmenkonzepte für die Nutzung konventioneller Methoden aus dem Marketing und dem Engineering darstellen.
Antonie Jetter

3. Anwendung der konzeptionellen Grundlagen: neue Methoden und Instrumente

Zusammenfassung
Systemdenken, das Denken in Szenarien und die Kartierung von Wissen sind, wie im letzten Kapitel gezeigt, viel versprechende Konzepte zur Unterstützung der frühen Produktentstehungsphasen. Sie werden jedoch, wie der umfangreiche Überblick über aktuelle Front- End-Lösungen in Abschnitt C 1 (vgl. Seite 98ff.) bereits gezeigt hat, in keiner der herkömmlichen Instrumente und Methoden für das FFE genutzt.
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Theoretische und methodische Grundlagen des Handlungsunterstützungssystems

Frontmatter

1. Theoretische Grundlagen: handlungspsychologischer Bezugsrahmen

Zusammenfassung
In Abschnitt B dieser Arbeit wurde gezeigt, dass die frühen Phasen der Produktentstehung durch hohe Komplexität und Dynamik gekennzeichnet sind, die Entscheider im FFE vor die Aufgabe stellen, hohe Unsicherheit zu bewältigen. Dies ist nicht allein durch Verbesserung der Informationsversorgung zu bewerkstelligen, sondern setzt eine angemessene Informationsverarbeitung voraus, die entscheidend von der Problemwahrnehmung der Entscheider beeinflusst wird. Der nachfolgende Abschnitt untersucht, wie Entscheider in schwierigen, schlecht überschaubaren Situationen Probleme eingrenzen, Informationen verarbeiten und Entscheidungen treffen. Er liefert damit die theoretische Grundlage für das zu entwickelnde Handlungsunterstützungssystem.
Antonie Jetter

2. Methodische Grundlagen: Fuzzy Cognitive Maps

Zusammenfassung
FCM nehmen eine Zwitterstellung zwischen den intuitiv zugänglichen, aber prognostisch schwachen „cognitive mapping“-Verfahren und den aufwendigen quantitativen Systems Dynamics Modellen ein: sie nutzen einfache, qualitative Kausalkarten, um mentale Modelle abzubilden und werten diese mit quantitativen Verfahren aus.
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3. Einsatz von FCMs zur Handlungsunterstützung im FFE: Das Konzept des HAUS

Zusammenfassung
Das zu konzipierende HAUS [vgl. Schröder, Jetter: Integrating Knowledge in the FFE 2003; Jetter: Educating the Guess 2003] hat zum Ziel, alle Stationen der Handlungsregulation in der komplexen Situation der frühen Phasen der Produktentwicklung zu unterstützen, um typischen Handlungsfehlern vorzubeugen. Eine besondere Rolle spielt hierbei der Umgang mit unsicheren und dynamischen Informationen, die es erforderlich machen, Entscheidungen im Licht unterschiedlicher, ungewisser Konstellationen zu beleuchten bzw. sie angesichts neuer Informationen schnell zu bewerten und ggf. zu revidieren.
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Ausgestaltung des Handlungsunterstützungssystems

Frontmatter

1. Vorüberlegungen zur Ausgestaltung des HAUS

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel wurde die grundlegende Architektur des HAUS dargestellt, dessen Kernstück die Erstellung und Anwendung von FCM-Modellen bildet. Die Wahl dieser Modellierungsmethode begründet sich aus der Fähigkeit von FCMs, qualitative Daten und Daten unterschiedlicher Dimension quantitativ auszuwerten. Das Modellierungsverfahren ist damit äußerst flexibel einsetzbar und insbesondere geeignet, die meist qualitativen und veränderlichen Informationen in den frühen Phasen der Produktentwicklung zu verarbeiten. Die enge Verwandtschaft von FCMs mit den weit verbreiteten Kausalkarten lässt zudem hoffen, dass die FCM-Modellierung relativ unkompliziert und für Praktiker schnell erlernbar ist.
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2. Die einzelnen Module des HAUS

Zusammenfassung
In den nachfolgenden Abschnitten werden die einzelnen Module des HAUS auf Basis der Erkenntnisse vorangegangener Kapitel konkretisiert und im Gesamtzusammenhang dargestellt. Zur Illustration werden hierbei Daten verwendet, die bei der Begleitung der Frühphase einer Konzeptstudie („Laserreinigungsanlage für die Formteilformen“) in einem kleinen Technologieunternehmen erhoben wurden.
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3. Beurteilung des HAUS

Zusammenfassung
Die inhaltliche Zielsetzung des HAUS wurde bereits in Kapitel D 3.6 (vgl. Seite 305ff.) beschrieben und kritisch gewürdigt. Im vorangegangenen Kapitel wurden die Module des HAUS in Beziehung zu der im Rahmen dieser Arbeit entwickelten Vorgehensmethodik für die FCM-Erstellung gestellt, detailliert erläutert und anhand von Demonstrationsdaten auf ihre Machbarkeit hin geprüft. Damit kann die Frage nach dem Gegenstand der HAUS-Anwendung und dem dafür erforderlichen Vorgehen als geklärt betrachtet werden. Offen ist allerdings, ob die HAUS-Anwendung nützlich und sinnvoll ist.
Antonie Jetter

Zusammenfassung und Ausblick

Frontmatter

1. Rückblick und Zusammenfassung

Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Arbeit war die Konzeption eines Systems zur Handlungsunterstützung in den frühen Phasen der Produktentwicklung. Hierzu wurde in zweifacher Hinsicht Neuland betreten wurde: Die Arbeit setzte sich mit den frühen Produktentwicklungsphasen—dem „Fuzzy Front End“ - und damit mit einem Teil des Innovationsprozesses auseinander, der bislang unzureichend erforscht ist und für den insbesondere kaum spezifische Lösungen zur methodischen Unterstützung existieren. Auf der Suche nach Möglichkeiten, diese Lücke zu schließen, wurde im Rahmen dieser Arbeit ein neuartiges Modellierungsverfahren genutzt - „Fuzzy Cognitive Maps“ -, dessen praktische Anwendung noch weitgehend in den Kinderschuhen steckte. Entsprechend weit war der Bogen, der gespannt werden musste:
Nach einer Einleitung in Abschnitt A erfolgte in Abschnitt B die sukzessive Entwicklung eines Bezugsrahmens und Einbettung des Themas in den Stand der Forschung. Im ersten inhaltlichen Kapitel B 1 erfolgte eine Analyse aktueller Tendenzen in der Produktentwicklung und damit desjenigen Prozesses, dessen frühe Phasen es methodisch zu unterstützen galt. Aus den identifizierten Tendenzen - der Turbulenz von Umfeldern, der Notwendigkeit zur funktionalen und lebenszyklusbezogenen Integration und der wachsende Bedeutung von Fragen des Wissensmanagements - ließen sich Anforderungen ableiten, die an jedes Produktentwicklungsprojekt gestellt werden: die Notwendigkeit zur systematischen Umfeldbeobachtung, die Wahrnehmung der Produktentwicklung als System interdependenter Elemente, der Bedarf nach Instrumenten für die multifunktionale Zusammenarbeit, das Erfordernis, implizites Wissen zu explizieren und zu kodifizieren und die gezielte Entwicklung von Strategien und Methoden zum Umgang mit Unsicherheit.
Antonie Jetter

2. Forschungsbedarf und Ausblick

Zusammenfassung
Mit der vorliegenden Arbeit ist ein Anfang gemacht, die frühen Phasen der Produktentwicklung methodisch zu unterstützen. Allerdings existiert das HAUS derzeit lediglich auf konzeptioneller Ebene. Dringender Forschungsbedarf ergibt sich damit für seine Implementierung, für die das bestehende Konzept durch Software, Handbücher und Schulungskonzepte zunächst realisiert werden muss, und für seine Überprüfung in der Praxis.
Antonie Jetter

Backmatter

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