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Über dieses Buch

Jörg B. Kühnapfel entwickelt in diesem Essential eine Methodik, die eine verlässlichere Prognose des erwarteten Geschäftsverlaufs von Start-up-Unternehmen erlaubt. Der Autor vermittelt ein grundlegendes Verständnis für die besonderen Probleme, die bei der Erstellung von Prognosen für Start-up-Unternehmen auftreten, und beschreibt Regeln für den Umgang mit Prognosen sowie ihren Nutzen und ihre Grenzen. Innovative und praxisorientierte Prognosemethoden für unterschiedliche Start-up-Situationen werden ausführlich beschrieben, ein Fallbeispiel verdeutlicht die dargestellten Aspekte und Methoden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Prognosen als Lackmustest für Start-up-Unternehmen

Zusammenfassung
In diesem Essential wird beschrieben, wie Prognosen (sinngleich: Forecasts) für Start-ups entstehen. Eine schiere Auflistung und Beschreibung üblicher Methoden wäre aber nicht hilfreich. Vielmehr ist erforderlich zu verstehen, unter welchen Umständen Prognosen als Grundlage für Geschäftsplanung zustande kommen, welche Interessen bewusst oder unbewusst eine Rolle spielen und was eine „gute“ von einer „schlechten“ Prognose unterscheidet. Denn außer zu wissen, wie Prognosen zu erstellen sind, ist wichtig zu wissen, wie sie zu bewerten sind, denn zweifellos steigt das Investitionsrisiko, wenn die Prognosen nichts taugen.
Jörg B. Kühnapfel

2. Was macht Prognosen (un-)glaubwürdig?

Zusammenfassung
Es sind zwei Faktoren, die Prognosen für Start-ups schwierig machen: die per se nicht vorhandene Expertise hinsichtlich des Geschäftsideegegenstands sowie Wahrnehmungsverzerrungen im Allgemeinen.
Jörg B. Kühnapfel

3. Wie gehen die Interessengruppen mit Prognosen um?

Zusammenfassung
Objektiv betrachtet sollten sowohl Gründer als auch Investoren das gleiche Interesse an einer möglichst präzisen Prognose haben. Chancen und Risiken sollten mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und die Inputvariablen für Sensitivitätsanalysen variiert werden können. Aber in der Praxis ist dies selten gegeben: Stattdessen führen die unterschiedlichen, nachfolgend beschriebenen Positionen von Gründern und Investoren zu einer „Geschäftsideeverkaufssituation“. Hierbei punktet – gewollt oder nicht – Geschick in der Argumentation ebenso wie adäquates Auftreten. Eine Gefahr stellen die oben beschriebenen Wahrnehmungsverzerrungen dar, wenn die kognitive Leichtigkeit, mit der Kausalketten konstruiert werden, zu situativer Prophetie führt.
Jörg B. Kühnapfel

4. Prognosemethoden für Start-ups

Zusammenfassung
Die Details der Anwendung einer jeweiligen Methode sind dem für dieses Essential zugrunde liegende Buch zu entnehmen. Dort ist auch auf Seite 274 zu lesen: „Je neuartiger die Aktivität ist und desto weniger Erfahrungen mit Vergleichbarem vorliegen, desto unsicherer werden auch die Prognosen. Dennoch ist es erforderlich, Forecasts zu erstellen, […] sofern deren Aussagewert und somit deren Belastbarkeit für Planungen klar benannt werden. Werden diese nicht deutlich dokumentiert, entsteht ein Priming-Effekt und die Prognose trübt den Blick auf das Projekt, indem sie es beeinflusst.“
Jörg B. Kühnapfel

5. Fallbeispiel: Absatzprognose für 3D-Büsten-Drucker

Zusammenfassung
Ein Gründerteam hat auf Basis der 3D-Druckertechnologie einen Automaten entwickelt, mit dem sich Passanten in wenigen Minuten eine Büste erstellen lassen können. Die Automaten ähneln den bekannten Fotokabinen. Das Geschäftskonzept sieht vor, diese Automaten gebrauchsfertig zu produzieren und samt Wartungsdiensten Betreibern von Standorten mit Publikumsverkehr zu verkaufen.
Jörg B. Kühnapfel

6. Fazit: Wie verlässlich sind Prognosen für Start-ups?

Zusammenfassung
Aus der recht umfangreichen Forschung kennen wir die Regeln für einen guten Forecast: Adäquate Behandlung von Vergangenheitsdaten, Ausschluss von kognitiven Verzerrungen durch Objektivierung, reflektierte, bewusste Nutzung von Expertise und vor allem: die Kombination von mindestens fünf verschiedenen Forecasts. Diese Regeln greifen für Prognosen für Start-ups nicht: Es gibt keine Vergangenheitsdaten, die Wahrnehmungsverzerrungen wirken exponentiell, Expertise ist selten vorhanden und die Forecast-Methoden reduzieren sich auf eine so geringe Anzahl, dass es einen kombinierten Forecast nicht geben kann. Daraus aber zu schließen, dass Prognosen für Start-ups überflüssig seien oder angesichts der Komplexität der Aufgabe in Fatalismus zu verfallen und nur dem unsicheren Gesellen „Bauchgefühl“ zu vertrauen, wäre der falsche Weg. Denn wenn das Ziel der Geschäftsplanung ist, erstens ein Instrument für das strategische und operative Management zu sein und zweitens das Risiko eines Engagements zu bewerten, braucht sie als Grundlage eine Prognose der Geschäftsentwicklung und hier vor allem des Absatzes. Die größte Unsicherheit besteht naturgemäß bis zu dem Augenblick, in dem das Produkt dem Markt präsentiert wird. Je mehr Erfahrungen danach durch den Verkauf der Produkte gesammelt wurden, desto präziser wird die Prognose des weiteren Geschäfts sein. Dann bieten sich all jene Methoden an, wie sie im Referenzbuch zu diesem Essential beschrieben sind.
Jörg B. Kühnapfel

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