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27.11.2015 | Programmiersprachen | Im Fokus | Onlineartikel

Mehr Informatikstudierende sind einfach zu wenig

Autor:
Andreas Burkert
2 Min. Lesedauer

Immer mehr junge Menschen studieren Informatik. Klingt gut, genügt aber nicht! Denn die nur leichte Steigerung des aktuellen Studienjahres von 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr hemmt das Wachstum der IT-Unternehmen.

Die Krux mit der Bildung im Bereich der Informatik ist seit langem ein Thema. Schon vor Jahren schrieb dazu der Springer-Autor Ludger Humbert in „Geschichte, Konzepte und Stand der Schulinformatik“, dass ein „grundlegendes Verständnis der Entwicklungslinien der Schulinformatik unabdingbar ist, um aktuelle Positionen einordnen zu können“. Auch wenn diese Erkenntnis vor mehr als zehn Jahren aufgestellt wurde, so scheint es, als finde die Informatik unter jungen Menschen nicht die erhoffte Anerkennung. Das zumindest zeigt ein Blick in die Mitteilung des Statistischen Bundesamtes.

Einer aktuellen Veröffentlichung zufolge haben sich im Wintersemester 2015/2016 knapp 36.600 Studierende in ihrem ersten Hochschulsemester für den Studienbereich Informatik eingeschrieben. Zwar stellt dies eine leichte Steigerung von 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr dar. Doch Bildungsexperten sind nicht zufrieden. Sie hatten sich mehr erhofft.

Chancenreicher Arbeitsmarkt für Informatiker

Zu dieser Entwicklung nimmt auch Professor Peter Liggesmeyer, der Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) Stellung: „Es ist zu begrüßen, dass das Interesse zunimmt, Informatik als Beruf zu ergreifen“. Liggesmeyer zeigt sich zuversichtlich, dass „Informatik-Absolventinnen und Informatik-Absolventen aktuell und sicherlich auch in der Zukunft einen hervorragenden Arbeitsmarkt vorfinden“. Er empfiehlt deshalb all jenen, die vor der Entscheidung für ein Studienfach stehen, sich über die Inhalte des Informatik-Studiums und das Berufsbild des Informatikers zu informieren. „Die Informatik ist eine facettenreiche, interessante Disziplin, die eine Hauptrolle bei der Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft spielen wird“, so der GI-Präsident.

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Laut einer aktuellen Untersuchung des Branchenverbandes BITKOM will ein gutes Drittel der IT-und Telekommunikationsunternehmen in Deutschland in den kommenden fünf Jahren verstärkt Hochschulabsolventen der Informatik einstellen. Gefragt ist laut BITKOM mittlerweile insbesondere eine fundierte akademische Ausbildung mit einem starken Praxisbezug. „Trotz leicht steigender Studierendenzahlen in den vergangenen Jahren beklagen Unter-nehmen nach wie vor einen Fachkräftemangel“, sagte Liggesmeyer. Die nur leichte Steigerung des aktuellen Studienjahres hemmt das Wachstum unserer IT-Unternehmen.

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