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17.12.2019 | Projektcontrolling | Nachricht | Onlineartikel

KMU rechnen mit steigenden Digitalisierungskosten

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

Die Digitalisierung ist Chance und Verpflichtung zugleich. Sie bringt den Unternehmen viele Vorteile, kostet aber auch Geld. Mit welchen Belastungen der Mittelstand rechnet, haben Analysten der KfW ermittelt.

Der digitale Wandel hilft Unternehmen, die Produktentwicklung besser auf die Zielmärkte abzustimmen, interne Abläufe zu verschlanken und den Vertrieb effizienter zu gestalten. Sie erhalten Zugang zu neuen Kundengruppen und binden Bestandskunden durch ein verbessertes Serviceangebot. Doch der Einsatz digitaler Technologien kostet die Unternehmen personelle Ressourcen und Geld. So gehen insgesamt 28 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) davon aus, dass die Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren ihre Kosten erhöht. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten von KfW-Research. 

Für ihre Analyse haben die Volkswirte die Daten einer Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel 2018 ausgewertet. Diesen zufolge rechnen 28 Prozent der Befragten mit einem digitalisierungsbedingten Umsatzanstieg innerhalb von fünf Jahren, aber auch mit entsprechend steigenden Kosten. In den Jahren 2015 bis 2017 haben 30 Prozent der deutschen Mittelständler Digitalisierungsprojekte umgesetzt und dabei vor allem in neue oder verbesserte Hard- und Software sowie die Erneuerung von IT-Strukturen investiert sowie ihre Websites, die Social-Media- Kommunikation und die Bezahlsystemen optimiert.

Mehr Kosten und mehr Einnahmen dank Digitalisierung

Im Jahr 2017 hat der Mittelstand für seine Digitalisierungsprojekte insgesamt 15 Milliarden Euro ausgegeben. Im Durchschnitt sind das 17.000 Euro pro KMU. Das nötige Know-how für ihre Maßnahmen haben sich 38 Prozent der Unternehmen durch Weiterbildung der Mitarbeiter oder externe Beratung beschafft. Die allgemein steigende Nachfrage nach Digitalkompetenzen dürfte sich künftig auf die laufenden Personalkosten auswirken, glauben die Volkswirte. 

Demgegenüber stehen mögliche Einsparungen durch die Digitalisierung im Hinblick auf effizientere oder automatisierte Abläufe und Prozesse. Positiv auswirken könne sich auch ein verändertes Informations- und Konsumverhalten der Kunden oder neue Möglichkeiten der Vernetzung.

Jüngere Unternehmen offener für digitalen Wandel

Allerdings gehen nicht alle Unternehmen von positiven Effekten durch digitale Innovationen aus, wie eine aktuelle Befragung von Star Finanz zeigt. Für diese sind von Juni bis Juli 2019 mehr als 11.000 Einzelunternehmer, mittelständische Firmen und Konzerne zur Digitalisierung befragt worden. Das Ergebnis zeigt, dass mit 91 Prozent die jüngeren Unternehmen die meisten Chancen im digitalen Wandel sehen. Die Vorbehalte sind dagegen bei kleinen, langjährig etablierten Betrieben am stärksten. 

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