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01.06.2013 | Hauptbeiträge | Ausgabe 2/2013

Österreichische Zeitschrift für Soziologie 2/2013

Prosumer der Gefühle

Zum emotionalen Produktionsregime des Web 2.0 am Beispiel von Online-Dating-Plattformen

Zeitschrift:
Österreichische Zeitschrift für Soziologie > Ausgabe 2/2013
Autoren:
M. A. Kai Dröge, Dr. Olivier Voirol

Zusammenfassung

Online Dating hat sich in den letzten Jahren zu einem der wenigen wirklich lukrativen Sektoren der Internetökonomie entwickelt. Hier wurde ein spezielles Geschäftsmodell entwickelt: Das primäre ,Produkt‘ von Dating-Seiten sind emotionale soziale Beziehungen. Letztlich sind es jedoch die NutzerInnen selbst, die diese emotionalen Beziehungen praktisch herstellen und dabei Emotionsarbeit auf der und für die Plattform leisten. Konsumenten- und Produzentenrolle vermischen sich, die Mitglieder werden zu „Prosumern der Gefühle“, die ökonomischen Mehrwert produzieren und gleichzeitig nicht unbeträchtliche Mitgliedsbeiträge zahlen. Basierend auf empirischer Forschung untersucht der Artikel sowohl grundsätzlich das spannungsreiche Verhältnis zwischen Liebe und Emotionsarbeit als auch das spezifische emotionale Produktionsregime von Dating-Plattformen, die Gefühle nicht nur zu wecken, sondern auch in produktive emotional labor zu transformieren suchen. Online Dating ist damit ein aktuelles und besonders prägnantes Beispiel für die generelle Tendenz des gegenwärtigen Kapitalismus, Gefühle verstärkt zu einer Quelle ökonomischer Wertschöpfung zu machen.

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