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2022 | Buch

Psychische Gefährdungsbeurteilung

Impulse für den Mittelstand

verfasst von: Simon Hahnzog, Melanie Meyer-Tischler, Melanie Faltermeier

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

Buchreihe : essentials

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Über dieses Buch

Dieses Essential klärt über Hintergründe und Gestaltungsmöglichkeiten einer psychischen Gefährdungsbeurteilung auf und gibt praktische Impulse zur erfolgreichen Umsetzung, insbesondere in mittelständischen Unternehmen. In der vorliegenden 2. Auflage wurden die Inhalte grundlegend überarbeitet, aktualisiert und um die Erfahrungen aus acht Jahren GBpsych in zahlreichen Unternehmen ergänzt. Verantwortliche erhalten Sicherheit hinsichtlich der rechtlichen Verpflichtungen sowie relevante, praxiserprobte Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Gestaltung eines gesunden Unternehmens.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Seit 01.01.2014 sind alle deutschen Unternehmen explizit dazu verpflichtet, auch die „psychischen Belastungen bei der Arbeit“ ihrer Mitarbeiter*innen zu beurteilen und zu dokumentieren (§ 5,III,6 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)). Auf Basis einer EU-Richtlinie (EG-Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz 89/391/EWG) soll durch die dauerhafte Dokumentation der arbeitsbedingten Gefährdungen und der initiierten Schutzmaßnahmen die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten und deren nachhaltiger Arbeitseinsatz gesichert werden. In Anbetracht zunehmender gesellschaftlicher und unternehmerischer Herausforderungen wie etwa des demografischen Wandels und der ökologischen Transformation, des wachsenden Fachkräftemangels und der zunehmenden psychischen Arbeitsunfähigkeitsdiagnosen, und nicht zuletzt des Pandemiegeschehens und des aktuellen Kriegsgeschehens, ein sinnvolles Anliegen für die erfolgreiche Unternehmensgestaltung der Zukunft. In Kap. 2 wird das Aufgabenfeld der BGF als Kernaufgabe für KMU vorgestellt. Zum (notwendigen) Verständnis für die komplexen Erscheinungsformen psychischer Krankheiten und deren Auswirkungen für die heutige Arbeitswelt wird anschließend ein kurzer Überblick gegeben, insbesondere in Bezug auf Belastungen am Arbeitsplatz und deren Folgen (Kap. 3 ). Im abschließenden 4. Kapitel werden Anforderungen an eine GBpsych, Gestaltungsmöglichkeiten, Betrachtungsweisen und Perspektiven im Umgang mit psychischen Belastungen im Arbeitskontext beschrieben.
Simon Hahnzog, Melanie Meyer-Tischler, Melanie Faltermeier
Kapitel 2. Die vier Wirkungsebenen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
Zusammenfassung
Eine GBpsych lässt sich als ein Instrument zur Gestaltung der BGF im Unternehmen verstehen. BGF definiert alle „Inhalte und die inhaltliche Gestaltung von Maßnahmen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit im Unternehmen“ (Hahnzog, 2014a, S. XI). Eine nachhaltige Gestaltung der betrieblichen Gesundheit berücksichtigt vier Wirkungsebenen, die wechselseitigen Einfluss aufeinander haben (Hahnzog, 2014):
  • Auf einer übergeordneten Ebene findet sich die globale Perspektive der Gesellschaft. Das grundlegende Verständnis von Gesundheit, von Arbeit und Wirtschaft wird hier definiert. Eine Wirkungsebene darunter finden sich die zahlreichen Unternehmen und Organisationen. Der Mittelstand nimmt in dieser Ebene eine zentrale Rolle ein: KMU machen in Deutschland 99,3 % aller Unternehmen aus und sind für rund 55 % aller sozialversicherungspflichten Beschäftigten verantwortlich. Im Unternehmen lassen sich die Mitarbeiter*innen in Beschäftigte mit und ohne Führungsfunktion unterscheiden. Auf der Ebene der Führung sind demnach spezifische Anforderungen und Belastungen wirksam, die vor allem aus der Interaktion mit den zugeordneten Mitarbeiter*innen hervorgehen. Auf der basalen Wirkungsebene unserer Betrachtung, der Ebene der Beschäftigten, werden schließlich alle Mitarbeiter*innen und ihr individuelles Erleben und Verhalten in den Fokus genommen.
  • Eine Wirkungsebene darunter finden sich die zahlreichen Unternehmen und Organisationen. Der Mittelstand nimmt in dieser Ebene eine zentrale Rolle ein: KMU machen in Deutschland 99,3 % aller Unternehmen aus und sind für rund 55 % aller sozialversicherungspflichten Beschäftigten verantwortlich.
  • Im Unternehmen lassen sich die Mitarbeiter*innen in Beschäftigte mit und ohne Führungsfunktion unterscheiden. Auf der Ebene der Führung sind demnach spezifische Anforderungen und Belastungen wirksam, die vor allem aus der Interaktion mit den zugeordneten Mitarbeiter*innen hervorgehen.
  • Auf der basalen Wirkungsebene unserer Betrachtung, der Ebene der Beschäftigten, werden schließlich alle Mitarbeiter*innen und ihr individuelles Erleben und Verhalten in den Fokus genommen.
Simon Hahnzog, Melanie Meyer-Tischler, Melanie Faltermeier
Kapitel 3. Psychische Belastungen am Arbeitsplatz
Zusammenfassung
Um nachvollziehen zu können, warum psychische Erkrankungen einer besonderen Herangehensweise und Aufmerksamkeit bedürfen, ist es notwendig, ein wenig über deren Ursachen, Entstehung und Erscheinungsbilder zu wissen. In diesem Kapitel werden daher grundlegende Aspekte der Psychopathologie vorgestellt. Um den Kontext der GBpsych in Kap. 4 und deren Durchführung nachvollziehen zu können, werden vorab die Begriffe und das Zusammenspiel von „Psychischer Belastung“ und „Psychischer Beanspruchung“ erläutert.
Simon Hahnzog, Melanie Meyer-Tischler, Melanie Faltermeier
Kapitel 4. Psychische Gefährdungsbeurteilung
Zusammenfassung
Mentale Gesundheit und psychisches Wohlbefinden in die Arbeit zu integrieren, klingt optimal – und kann im Arbeitskontext zur Win-Win-Situation für alle Beteiligten werden. Aber eben nur, wenn psychische Belastungen und Gefährdungen im Arbeitsumfeld durchdacht in einem nachhaltigen Prozess analysiert, mit adäquaten Maßnahmen minimiert und die Beschäftigten bestmöglich geschützt werden. In diesem Kapitel werden Grundlagen zur Durchführung und Gestaltung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung beschrieben sowie Empfehlungen für die Auswahl des methodischen Vorgehens gegeben.
Simon Hahnzog, Melanie Meyer-Tischler, Melanie Faltermeier
Kapitel 5. Fazit
Zusammenfassung
Erkrankungen der Psyche sind keine Erfindung, wohl aber ein Zeichen unserer Zeit. Insbesondere die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt beanspruchen die Arbeitnehmer*innen immer weniger physisch, dafür umso mehr psychisch. Parallel nimmt das Bewusstsein, dass Gesundheit nicht nur Körper, sondern auch Geist und Seele umfasst, stetig zu. Die Folge sind wachsende Diagnosehäufigkeiten psychischer Störungen, längere Arbeitsunfähigkeitszeiten und steigende Folgekosten für Unternehmen und Gesellschaft. Eine wirksame Maßnahme, dem entgegenzutreten, ist die Durchführung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung und die anschließende Umsetzung entsprechender Maßnahmen zur Förderung von Arbeitsschutz und betrieblicher Gesundheit.
Simon Hahnzog, Melanie Meyer-Tischler, Melanie Faltermeier
Backmatter
Metadaten
Titel
Psychische Gefährdungsbeurteilung
verfasst von
Simon Hahnzog
Melanie Meyer-Tischler
Melanie Faltermeier
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-39279-6
Print ISBN
978-3-658-39278-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-39279-6

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