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Über dieses Buch

Dies ist kein typischer Führungsratgeber! Denn dieses Führungsbuch löst sich von den üblichen Kochrezepten und Modellen: Durch klare Gedankengänge, eine Orientierung an großen Führungsleistungen und eine psychologische und philosophische Fundierung erzeugt es ein tieferes Verständnis, einen ganzheitlichen Blick, eine echte Faszination für das Thema Führung. In der Arbeitswelt, in der Politik, im Leben – welches sind die wirklichen Mechanismen, die bewirken, dass Ihnen Menschen folgen? Warum sind manche Führungskräfte erfolgreich - und andere scheitern?

Das Buch verknüpft fundamentale Einsichten nahtlos mit praktischen Antworten für die wichtigsten Führungsprobleme und Herausforderungen. Jedes der 11 Kapitel nimmt einen bestimmten Gesichtspunkt von Führung genauer unter die Lupe und erklärt, wie Sie Ihre persönlichen „Führungs-Kräfte“, z. B. Charisma, Motivations- oder Durchsetzungsfähigkeit entwickeln, Krisen und Konflikte bewältigen oder Strukturen schaffen können. Auch Fragen der Ethik sowie mögliche Fehlentwicklungen im Zusammenhang mit Führung und Macht werden beleuchtet.

Ein Buch für etablierte oder angehende Führungskräfte, die sich konzeptionell und psychologisch breiter für diese Aufgabe wappnen möchten und reflektieren wollen, wie sie ihre Führungspotenziale noch besser entfalten können. Jetzt in überarbeiteter und aktualisierter 2. Auflage.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Philosophie Philosophie der Führung: Bestimmen und bestimmt werden

Das Thema Führung ist nicht irgendein Thema unter anderen. Das Thema Führung beinhaltet letztlich die fundamentalen Fragen unseres gesamten Lebens. Auf den ersten Blick mag diese Behauptung ein wenig groß und weitreichend wirken. Aber schon am Ende des ersten Kapitels wird klar sein, welche große Präsenz Führungsprobleme in unserem Leben haben und wie stark der Erfolg unseres sozialen Lebens und unserer Arbeitsleistung davon abhängt, wie wir mit Führungsproblemen umgehen.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

2. Führung, Persönlichkeit und Charisma – Wie Sie durch Zutrauen und Vertrauen Führungs-Kraft erzeugen

Im vorigen Kapitel haben wir erklärt, dass das Thema Führung ein universelles Phänomen ist, das überall dort auftritt, wo Kräfte gebündelt werden müssen, um solche Ziele zu erreichen, die über die Leistung Einzelner hinausgehen. Das Phänomen der Führung ist dadurch bei Menschen und bei Tieren zu beobachten, kulturübergreifend und zeitlos. Die Geschichte der Menschheit wird vor allen Dingen entlang großer Führungspersönlichkeiten erzählt. Das Gelingen unseres eigenen Lebens hängt zum einen maßgeblich von gelungener Selbstführung ab, zum anderen von der Frage, ob wir von guten und erfolgreichen Führungspersonen geführt werden.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

3. Führung, Psychologie Psychologie und Menschenkenntnis Menschenkenntnis – Wie Sie durch Motivation Motivation , Überzeugung Überzeugung und Durchsetzung Durchsetzung Führungs-Kraft erzeugen

Im vorangegangenen Kapitel haben wir vor allen Dingen die charismatische Führungsbeziehung betrachtet. Wir haben gesehen, dass die Führungsleistung darin besteht, einen Beziehungsvertrag zu erzeugen, der die Basis für Anstrengungsleistungen für über die Gegenwart hinausreichende Ziele ist. Wenn Sie sich an unser Beispiel mit der Skulptur erinnern, in dem wir argumentiert haben, dass das Phänomen der Führung von verschiedenen Seiten betrachtet werden kann (aber nicht von allen Seiten gleichzeitig), so haben wir im letzten Kapitel die Entstehung und Etablierung einer Führungsbeziehung in den Vordergrund gerückt. Die eigentliche Führungsleistung wurde also aus der Perspektive betrachtet, wie man sich durch Charisma und Angstbindungswirkung zur Führungsperson empfiehlt und in dieser Rolle akzeptiert wird.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

4. Führung, Gefahr und Veränderung – Wie Sie durch das Verstehen von Problemen und Krisen Führungs-Kraft erzeugen

Im ersten Kapitel dieses Buches haben wir das Bild von der Skulptur geprägt. Wir haben gesagt, dass man den Tatbestand von Führung nicht wie ein Bild aus nur einer Perspektive erfassen kann, sondern wie eine Skulptur, die man aus unterschiedlichen Anlässen und Interessen aus unterschiedlichen Richtungen betrachten kann. Jeder Blickwinkel ist für sich genommen wahr, aber niemals vollständig. In den bisherigen Kapiteln haben wir Führung vor allen Dingen durch die psychologischen Vorgänge in der Führungsbeziehung beschrieben. Wir haben über die Entwicklung und die Etablierung der Führungsbeziehung geschrieben. Wir haben Angst und Vertrauen als die konstitutiven Elemente von Führungsbeziehungen identifiziert und die unterschiedlichen „Beziehungsverträge“ betrachtet, die Führende und Geführte eingehen. Wir haben dann das handwerkliche Element der Führung betrachtet und analysiert, welche Rollen eine Führungskraft einnehmen muss, weil für unterschiedliche Mitarbeitertypen und unterschiedliche Bedürfnislagen unterschiedliche Ansprachestrategien (Überzeugung, Motivation und Durchsetzung) notwendig sind.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

5. Führung, Herausforderung und Perspektive – Wie Sie durch anspornende und verlockende Ziele Führungskraft erzeugen

Fassen wir noch einmal zusammen: Wenn Führungskräfte eine Situation als unvollkommen, d. h. krisenhaft wahrnehmen und darstellen können, ist dies der Ausgangspunkt eines jeden Führungsprozesses. Nur Gegebenheiten, die als unvollkommen wahrgenommen werden, bedürfen der Führung. Als nächsten Schritt gilt es, eine Antwort auf die Krise zu geben, eine Verheißung

Verheißung

, eine Erlösungshoffnung, eine Verbesserung oder – mit anderen Worten – ein

Ziel

Ziel

. Allein die Wahrnehmung und Benennung der Krise reicht nicht aus, Geführte langfristig an sich zu binden. Führungs-Kraft entfaltet sich erst dann, wenn Sie anderen bildhaft aufzeigen können, was die Zukunft

Zukunft

potenziell bereithält und was letztlich das Ziel der damit verbundenen Anstrengungen und Bemühungen sein wird. Wir betrachten in diesem Kapitel unsere Skulptur der Führung aus einer weiteren Perspektive: Haben wir zunächst die charismatischen Führungsbeziehungen, die praktischen Führungsstrategien und die Krise als Ausgangssituation von Führung fokussiert, beleuchten wir nun die Frage, wie Führungskräfte durch Ziele Führungs-Kraft entfalten und verstärken können.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

6. Führung, Kultur und Gewohnheit – Wie Sie durch die Schaffung von Strukturen Führungs-Kraft erzeugen

In den bisherigen Kapiteln haben wir Führung im Prinzip als Beziehungsphänomen verstanden und erklärt: Wir haben das Wesen der Führungsbeziehung erläutert. Wir haben die verschiedenen „Beziehungsverträge“ beleuchtet, die Führungskräfte mit den Geführten schließen, und wir haben das Thema „Charisma“ als Wechselwirkung von Geführten und Führenden verstanden, wobei die charismatische Beziehung ihre Kraft und Energie aus der Angstbindungskraft des Führenden erhält. Aber auch als wir die Führungssituation und die möglichen Führungsziele besprachen, haben wir Führung als Beziehungsphänomen interpretiert. Die Leistung des Führenden im Hinblick auf den Umgang mit der Situation ist, die krisenhaften Elemente der Situation so zu deuten, dass sie für die Geführten anknüpfungsfähig sind. Die aus der Krise entstehenden Ängste sind dann das Material, durch das der charismatische Beziehungsvertrag geschlossen werden kann. So verhält es sich auch mit den Zielen. Im Sinne eines Schlüssel-Schloss-Prinzips müssen Ziele anknüpfungsfähige Zukunftshoffnungen und Verheißungen für die Geführten repräsentieren. Die formulierten Ziele müssen dabei eine konkrete Antwort auf die gegenwärtige Krise darstellen. An dieser Stelle sind es die kommunikativen Leistungen der Führungskraft, die in Sinnstiftung, Motivation und Durchsetzung bestehen und ebenso das Gelingen des Führungsprozesses ausmachen.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

7. Führung, Gruppe Gruppe und Dynamik Dynamik – Wie Sie in Konfliktsituationen Konfliktsituation Führungs-Kraft erzeugen

Das Thema Konflikte ist im Grunde genommen das zentrale Thema unseres Lebens bzw. unseres sozialen Lebens. Konflikte

Konflikt

fordern uns heraus. Wir erleben sie als leidvoll, aber oft unvermeidbar, und somit sind sie auch im Führungsalltag gegenwärtig. Wie wir später sehen werden, ist das Ereignis des Konflikts im Grunde sogar der zentrale Auslöser für den Führungsbedarf

Führungsbedarf

einer Gruppe. Eine völlig konfliktfreie Gruppe benötigt keine Führung, sondern bewegt sich ja per definitionem harmonisch in eine einheitliche und offenbar von allen angestrebte Richtung.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

8. Führung, Beeinflussung Beeinflussung und Kommunikation – Wie Sie durch sensible und eindeutige Interaktion Interaktion Führungs-Kraft erzeugen

Das letzte Thema, das wir aus der Perspektive der Erzeugung von Führungs-Kraft betrachten wollen, ist das Thema der Kommunikation. Kommunikation

Kommunikation

ist in vielen Kontexten die eigentliche soziale Aktivität in der Führung und dementsprechend auch in der Führungskräftequalifizierung

Führungskräftequalifizierung

vermutlich der am häufigsten vorkommende Inhalt. In den meisten Führungstrainings

Führungstraining

geht es um Kommunikation oder um Konfliktmanagement. Oftmals beziehen sich die Kommunikationstrainings in der Führung auf bestimmte typische Gesprächssituationen oder auf die Anwendung von Führungsinstrumenten

Führungsinstrument

. Viele Führungstrainings handeln entsprechend von der Durchführung von Mitarbeitergesprächen, von Feedback- oder Beurteilungsgesprächen. Sie handeln von Konfliktgesprächen

Konfliktgespräch

, Zielvereinbarungsgesprächen oder Entwicklungs- und Coachinggesprächen. Das Thema Kommunikation ist damit in der Führung allgegenwärtig.

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9. Führung, Macht und Dominanz Dominanz – Wie Sie Macht bekommen und sie reif und sinnvoll nutzen

Wir haben uns in diesem Buch bislang vor allem der psychologischen Seite der Führung gewidmet, müssen aber zur Vervollständigung auch noch einige andere Perspektiven betrachten. In diesem Kapitel beleuchten wir das Thema Führung mehr unter einer politischen Perspektive, nämlich unter dem Blickwinkel von Macht

Macht

und Machtausübung

Machtausübung

. Wir haben bereits gesehen, dass das Thema Führung aus sehr verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden kann. Wir haben gezeigt, dass Führung ein Beziehungsphänomen ist, das durch Angstbindungskraft stabilisiert wird. Wir haben aufgezeigt, dass Führung Strukturierung bedeutet und einer Organisation durch Struktur Stabilität und Effizienz verleiht. Nun betrachten wir Führung unter der Perspektive der Machtausübung.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

10. Führung, Störungen und Probleme der Mächtigen – Für welche psychologischen Fehlentwicklungen Führungskräfte besonders anfällig sind

Für viele Menschen erscheinen Führung oder mehr Machtstreben

Machtstreben

von Führungskräften selbst bereits als eine Art psychischer Störung. Sehr leicht werden Politiker und Manager pathologisiert und damit als krankhaft beschrieben. Besonders extrem greift dieses Erklärungsmuster, wenn über große Diktatoren geurteilt wird. Hitler

Hitler, Adolf

, Adolf, Stalin

Stalin, Josef

, Josef oder Mao

Mao Tse-Tong

Tse-Tong erscheinen dann schnell als wahnsinnige „Psychopathen

Psychopath

“, deren krankhaftes psychisches System die vielen unmenschlichen Taten verursachte, für die wir sie heute verantwortlich machen. In diesem Kapitel untersuchen wir die Frage, ob es wirklich eine „Psychopathologie

Psychopathologie

der Macht“ gibt. Lässt sich extremes Führungsverhalten mit psychopathologischen Erklärungsmustern beschreiben? Wir werden zeigen, dass dem im medizinischen oder therapeutischen Sinne nicht so sein muss, sondern dass auch Hitler und Stalin „normal gestörte“ Menschen (und keine „krankhaft Wahnsinnigen“) waren.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

11. Führung, Erfolg und Moral – Wie Sie in ethischen Dilemmasituationen eine richtige Entscheidung treffen

In ▶ Kap. 9 haben wir bei der Diskussion zum Thema Macht bereits die Frage aufgeworfen, wie der Umgang mit Macht ethisch oder moralisch akzeptabel erfolgen kann. Diese hoch relevante und jederzeit aktuelle Frage wollen wir in diesem Kapitel näher beleuchten. Dieses Kapitel hebt sich damit in gewissem Sinne von den anderen Kapiteln ab. In den Kapiteln haben wir versucht, die psychologischen Phänomene zu beschreiben und zu diskutieren, die mit den verschiedenen Facetten des Themas Menschenführung verbunden sind. Dieses Kapitel beruft sich weniger auf psychologische Prozesse, sondern diskutiert die Führungsfrage aus philosophischer Perspektive. Die psychologische Perspektive beschreibt, was ist oder wie etwas sein kann. Die philosophische Perspektive

Perspektive, philosophische

beschreibt, wie etwas sein sollte.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier†

Backmatter

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