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Über dieses Buch

Dieses Buch betrachtet bekannte Rituale, Sitten und Bräuche des menschlichen Lebens aus psychologischer Perspektive: Welche neuen Erkenntnisse bietet die moderne Wissenschaft zu den teils uralten Ritualen unseres individuellen oder gesellschaftlichen Lebens, die uns Menschen bis heute beeinflussen? – Dazu stellen die Autoren den historischen Hintergründen neue, psychologische Erklärungen gegenüber und erweitern so unser Wissen darüber, warum es gewisse Bräuche gibt, welche Funktion sie für unser (Zusammen-)Leben erfüllen und warum sich manche Rituale nach wie vor erhalten haben oder im Laufe der Zeit aufgegeben oder modifiziert wurden. Darüber hinaus bietet das Buch erstaunliche Erkenntnisse über das Urteilen, Denken und Verhalten von Menschen und gibt ganz konkrete Tipps für unser Handeln – z.B. in der Erziehung in Kindergärten und Schulen, Führung in Unternehmen und der Politik oder unserem alltäglichen Leben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung: Psychologie der Rituale und Bräuche

Manche Rituale stellen ein großes Ereignis im Leben dar, andere sind ganz alltäglich. Manche Rituale sind positiv und wecken schöne Erinnerungen, während andere eher traurig sind. Jeder, der in unserer Kultur aufgewachsen ist, durfte selbst Erfahrungen mit vielen der Rituale sammeln, welche in diesem Buch behandelt werden. Für ein breites Publikum verständlich werden in diesem Buch verschiedene Rituale unter psychologischer Perspektive betrachtet. Es wird beleuchtet, was die Menschen an Ritualen fasziniert und welche psychologischen Bedürfnisse die Rituale ansprechen. Die Verbindung von Psychologie und Ritualen bietet Potenzial für ein besseres und tieferes Verständnis von Ritualen und deren Auswirkungen auf die Menschen. Mithilfe psychologischer Erkenntnisse wird kritisch hinterfragt, inwieweit ein Ritual dem Wohlbefinden und dem Lebensglück der Menschen dient oder diesen gar im Weg steht.

Dieter Frey, Katja Mayr

Rituale im Jahresverlauf

Frontmatter

2. Silvester Silvester und Neujahr Neujahr

An den dreitägigen Weihnachtsmarathon schließt sich kurze Zeit später die letzte große Feierlichkeit des Jahres an: Silvester. Während man mit Freunden oder Familie gemeinsam Käse auf Raclettepfännchen schmelzen lässt, läuft im Fernsehen „Dinner for One“. Im Anschluss werden beim Bleigießen zahlreiche Spekulationen über die Zukunft angestellt und um Punkt Mitternacht stößt man dann auf das neue Jahr an. Doch woher kommt die Tradition, den Ausklang und Beginn eines Jahres zu feiern? Und wie können wir sichergehen, dass wir unsere Neujahrsvorsätze auch wirklich umsetzen? Sollten wir vielleicht wieder häufiger auf Glücksbringer setzen oder allein auf unser Durchhaltevermögen zählen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das folgende Kapitel.

Laura Anders

3. Karneval Karneval und Maskenspiele Maskenspiel

Karneval ist wohl jedem ein Begriff, und seine Bedeutung ist jedermann ebenso geläufig. Jedoch steckt hinter dem Wort viel mehr, als man auf Anhieb vermuten würde. Eine der spannendsten Betrachtungsweisen liegt wohl in der psychologischen Bedeutung dieses Brauches. In dem vorliegenden Buchkapitel soll diese Facette eingehend aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Nach einer eingehenden historischen Verortung soll der Karneval in der Bedeutung für die individuelle kindliche Entwicklung analysiert werden. Daneben geht es um die individuelle Bedeutung im Erwachsenenleben und den Einfluss, den Karneval in Bezug auf Gruppen oder Vereine haben kann. Dieses Kapitel wird mit Sicherheit dazu beitragen, dass Sie Karneval in Zukunft mit ganz anderen Augen sehen.

Maximilian Josef Penzkofer

4. Valentinstag Valentinstag

Fast überall auf der Welt wird am 14. Februar der Valentinstag gefeiert. Auch wenn seine Entstehungsgeschichte umstritten ist, hat sich der Tag der Liebenden doch mit eigenen Bräuchen und einer ganzen Geschenkindustrie etabliert. Beides wird von zahlreichen psychologischen Phänomenen geprägt, die jeden von uns betreffen können und den Valentinstag zu dem Fest machen, das wir heute kennen.

Rebecca Fischer

5. Ostern Ostern

Ostern ist das höchste Fest des christlichen Glaubens und feiert die Auferstehung Jesu Christi. Es ist aber auch ein Fest der Gemeinschaft und damit nicht nur für gläubige Christen von Bedeutung, sondern auch für Nichtgläubige, die Ostern als traditionelles Fest feiern. Psychologische Theorien und Phänomene können uns Aufschluss darüber geben, aus welchen Hintergründen und Motiven Bräuche und Rituale zu Ostern sowohl für Gläubige als auch für Nichtgläubige bestehen.

Anna-Maria Scholz

6. Sonnwende Sonnwende und Sonnwendfeiern Sonnwendfeier

Rund um den Globus wurden seit Jahrtausenden Sonnwendfeiern abgehalten und die Sonne als Gott verehrt. Und heute? Wer denkt, dass die Sonne und die Sonnwendfeiern keine Rolle mehr spielen, wird staunen! Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie vielfältig die Feiern der Sonnwende sind und wie sich Kulturen und Religionen gegenseitig beeinflusst haben. Finden Sie mehr über die psychologischen und neurobiologischen Hintergründe heraus. Sogar die heutige Gesellschaft kann aus der alten Tradition der Sonnenfeiern noch etwas lernen.

Katja Mayr

7. Weihnachten Weihnachten

Seit dem Jahr 400 n. Chr. feiert ein großer Teil der Welt alljährlich das Weihnachtsfest. Dieses wird sowohl von Ritualen geprägt, die historisch sehr weit zurückreichen, als auch durch solche, die sich erst in den letzten Jahrhunderten entwickelt haben. Auch wenn sich die weihnachtlichen Rituale und Bräuche über Kulturen hinweg oftmals unterscheiden, liegt ihnen doch meist eine gemeinsame psychologische Bedeutung zugrunde.

Marietta Herzog, Fabienne Ropeter

Rituale im Lebenszyklus

Frontmatter

8. Rituale zur Geburt Geburt

Das Wunder der Geburt hat unbestritten Faszinationskraft: Die Geburt leitet den Lebenszyklus des Menschen ein und stellt die Grundlage allen menschlichen Seins dar. Dabei können viele Gründe zusammenspielen, die zur Entscheidung für ein Kind führen. Die Rituale zur Geburt – in Deutschland, aber auch in der Welt – besitzen zum großen Teil eine lange Geschichte und weisen eine bemerkenswerte Vielfalt auf. Gleichzeitig bieten sie Ansatzpunkte für eine aufschlussreiche psychologische Betrachtung.

Thomas Hilpert

9. Rituale in der Kindheit Kindheit

Rituale in der Kindheit haben eine lange Tradition und treten in ganz unterschiedlichen Bereichen des Alltags auf, z. B. als Spiel-, Speise- und Einschlafrituale. Jeder kennt sie und verbindet seine ganz persönlichen Kindheitserinnerungen mit ihnen. In diesem Kapitel werden verschiedene Rituale der Kindheit genauer betrachtet und die ihnen gemeinsam zugrunde liegenden psychologischen Mechanismen erläutert.

Birthe Prüßner

10. Rituale zur Volljährigkeit Volljährigkeitsritual

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude – doch es kann auch sehr strapazierend sein, wenn die Geduld auf die Probe gestellt wird. Diese Erfahrung macht wohl jeder mehrmals im Leben – so auch, wenn man den Tag der eigenen Volljährigkeit herbeisehnt. Während dieser besondere Anlass im europäischen Raum vor allem nach den individuellen Wünschen des „neuen Erwachsenen“ gefeiert wird, gibt es an vielen anderen Orten der Welt ein festes Ritual, dieses einmalige Lebensalter zu begehen. Das folgende Kapitel möchte Sie in die bunte Welt der Volljährigkeitsrituale entführen und darüber hinaus mit deren psychologischen Hintergründen vertraut machen.

Stephanie Merk

11. Hochzeiten

Die Hochzeit stellt kulturübergreifend ein bedeutsames Übergangsritual dar. Dabei hat sie in manchen Ländern eine besonders starke soziale Symbolfunktion. Ihre Rituale ebnen den Übergang zwischen zwei Lebensabschnitten und geben Halt in einer Zeit, die von Ungewissheit geprägt ist. Außerdem tragen sie zur Vermittlung sozialer Werte und zur Festigung der Bindung des Brautpaares bei.

Susanna Suchan

12. Rituale zum Tod

Der Tod ist das unausweichliche Ende des menschlichen Lebens und hat in den verschiedensten Kulturen der Welt seit jeher eine besondere Rolle eingenommen. Die Auseinandersetzung der Menschen mit dem Tod brachte seit den frühesten bekannten Zivilisationsformen eine unzählige Vielfalt an Ritualen und Bräuchen hervor, von denen einige in diesem Kapitel vorgestellt und durch psychologische Konzepte und Theorien erklärt werden sollen. Wir wagen den Versuch, den Mechanismen, die hinter verschiedenen Todesritualen stecken, auf den Grund zu gehen. Besonderer Wert wird in diesem Kapitel auf eine interkulturelle Perspektive gelegt.

Alejandro Hermida Carrillo, Moritz Valentin Fischer, Katja Mayr, Maximilian Josef Penzkofer, Anna Maria Fuhrmann, Thomas Hilpert, Laura Anders

Individuelle Rituale

Frontmatter

13. Pilgern

Pilgerreisen finden sich in allen Weltreligionen und Glaubensrichtungen und haben eine jahrtausendealte Tradition. Heute ist ein zunehmender Trend zu Pilgerreisen feststellbar, der jedoch nicht religiös motiviert ist. Das Kapitel beleuchtet daher die heterogenen Motive der Pilger und deckt psychologische Mechanismen auf, die während einer Pilgerreise wirken. Zudem wird erläutert, welche Entwicklung das Pilgern in der westlichen Konsumgesellschaft erfährt und welche Auswirkungen dies mit sich bringt.

Susanne Grundler

14. Fastenrituale

In diesem Kapitel geht es um die verschiedenen Facetten des Fastens. Dabei werden sowohl religiöse, therapeutische als auch moderne Formen des Fastens thematisiert. Weiterführend werden verschiedene psychologische Theorien und Konzepte auf den Kontext des Fastens übertragen und psychologische Motive und Mechanismen identifiziert, welche dem Fasten zugrunde liegen könnten.

Pauline Eva Pischel

15. Rauschrituale

Lassen Sie nicht auch gerne einmal einen harten Arbeitstag mit einem Feierabendbier ausklingen? Oder haben Sie bei einem Besuch des Oktoberfestes schon einmal zu tief in den Maßkrug geblickt? Falls ja, ist dies keineswegs ungewöhnlich. Viele unserer alltäglichen Aktivitäten sind durch den Konsum von Alkohol ritualisiert. Wie sich die Volksdroge Nummer 1 ihren Weg von der Antike bis in unsere heutige Gesellschaft gebahnt hat, und welche psychologischen Beweggründe wir für den Rausch haben, erfahren Sie in diesem Kapitel.

Laura Marie Einwanger

16. Gesundheitsrituale

Gesundheit als ein Gut, das niemals an Bedeutsamkeit verliert und zunehmend im Fokus unserer Gesellschaft steht, findet sich heutzutage nicht nur im alltäglichen Bewusstsein, sondern ebenfalls in tief verankerten, häufig weniger bewussten Ritualen wieder. Im folgenden Kapitel soll näher auf diese Rituale im Kontext der Gesundheit und deren Bedeutsamkeit für unsere Gesundheit eingegangen werden. Es werden verschiedene psychologische Phänomene beleuchtet, die als mögliche Begründung der Bedeutsamkeit und Wirksamkeit von Gesundheitsritualen herangezogen werden können. Eines sei vorab gesagt: Die menschliche Psyche beeinflusst physiologische Prozesse stärker, als so manch einer denken mag.

Kimberly Breuer

17. Schönheitsrituale

Dem Begriff der Schönheit begegnen wir regelmäßig in unserem Alltag. Er findet Verwendung als Kompliment, in der Beschreibung von Phänomenen, Objekten und Personen oder wird dazu genutzt, Produkte anzupreisen. Über alle Kulturkreise und Zeitalter hinweg haben sich unterschiedliche Schönheitsrituale bei den Menschen etabliert, die zumeist zum Ziel hatten, dem Schönheitsideal der jeweiligen Zeit möglichst nahezukommen. Einige dieser Rituale haben sich bedeutsam gewandelt, während andere bereits seit langer Zeit bestehen. In diesem Kapitel geht es außerdem darum, welche zugrunde liegenden psychologischen Mechanismen das Ausüben von Schönheitsritualen sowie die damit einhergehende Bedeutsamkeit von Schönheit erklären können.

Ricarda Victoria Spohr

18. Führen von Tagebüchern Tagebuchführung

Schreiben in Krisen, Schreiben auf Reisen, Schreiben aus Dankbarkeit – die Möglichkeiten, ein Tagebuch zu führen, sind vielfältig und beruhen auf einer langen Tradition. Es erwarten den Leser sowohl psychologische Erklärungen der Ritualausübung als auch Anleitungen für eine erfolgreiche Tagebuchführung – denn Tagebuchschreiben kann auch gefährlich werden.

Corinna Hilbert

19. Abergläubische Rituale Ritual abergläubisches

Warum bekommen wir Angst, wenn wir eine harmlose schwarze Katze sehen? Wieso spucken wir uns gegenseitig über die Schultern? Warum freuen wir uns, wenn ein Meteorit vom Himmel fällt? – Die Frage des „warum“ und „wieso“ solch völlig irrational erscheinender Rituale, stellt für viele ein großes Rätsel dar. In diesem Kapitel soll Licht ins Dunkel gebracht werden. Sie werden sehen, dass Aberglaube ein Teil der menschlichen Natur ist, der sowohl zeit- als auch kulturübergreifend ist. Finden Sie heraus, welche psychologischen Mechanismen zur Entstehung, Aufrechterhaltung und Verbreitung des Aberglaubens beitragen und inwiefern der Aberglaube einen Versuch darstellt, die moderne rationale Welt zurück zu verzaubern.

Sarah Alicia Boecker

Zwischenmenschliche Rituale

Frontmatter

20. Partnerschaftliche Rituale Partnerschaftsritual

Partnerschaftliche Rituale existieren kulturübergreifend seit Jahrhunderten, Jahrtausenden. Während die genauen Formen historischem Wandel unterliegen, bleiben ihre psychologischen Funktionen weitestgehend die selben. Folgendes Kapitel unternimmt einen Kategorisierungsversuch und eine Beschreibung westlicher Paarrituale. Darauf aufbauend werden die psychologischen Hintergründe, Chancen, Risiken sowie ihr historischer Wandel untersucht.

Katalin Keller

21. Schenken Schenken

Vor allem in der Vorweihnachtszeit ist der Geschenkekauf mehr Stress als Vergnügen. Und trotzdem setzen wir uns dieser „Geschenkschlacht“ jedes Jahr aufs Neue aus. Doch woher kommt der Brauch des Schenkens überhaupt, und welche psychologischen Mechanismen sind dafür verantwortlich, dass er bis heute besteht? Neben der Beantwortung dieser Fragen werden Rituale aus unserer und aus anderen Kulturen beschrieben und psychologisch vertieft. Außerdem wird eine Übersicht der psychologischen Forschung zur optimalen Geschenkeauswahl gegeben.

Elena Aßmann

22. Bräuche und Rituale der Anerkennung

Das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Wir machen Überstunden, um Lob vom Chef zu bekommen, strengen uns beim Sport an, um Pokale zu gewinnen, und kaufen Statussymbole, um von anderen bewundert zu werden. Warum wir diese und viele weitere Bräuche durchführen, welche Rituale es früher gab und welche psychologischen Mechanismen hinter der Suche nach Anerkennung stecken, erfahren Sie in diesem Kapitel.

Kathrin Verena Ridder

23. Rituale zur Schuldbefreiung Schuldbefreiung

Sich entschuldigen, Beichten, Spenden oder Gutes tun – die Befreiung von Schuldgefühlen scheint ein grundlegendes Bedürfnis von Menschen zu sein. In unterschiedlichen Kulturen und Religionen haben sich daher Strategien entwickelt, um mit Schuld umzugehen – einige davon spiegeln ritualisierte Verhaltensweisen wider. In diesem Kapitel erfahren Sie, welche psychologischen Hintergründe hinter Ritualen stehen, die Menschen vollziehen, um sich von ihren Schuldgefühlen zu befreien.

Anna Maria Fuhrmann

24. Rituale im Spitzensport Spitzensport

Dieses Kapitel beleuchtet die Psychologie im modernen Spitzensport: Welche Rituale und Bräuche nutzen Sportler, um sich optimal auf einen Wettkampf vorzubereiten? Psychologische Prozesse wie die Bedürfnisse nach Kontrolle und Zugehörigkeit, soziale Vergleichsprozesse, die Wirkung von Körpersprache und viele weitere spielen eine wichtige Rolle vor, während und nach einem sportlichen Wettbewerb. Für Zuschauer ist Sport mit einer Reihe von positiven Effekten verknüpft, die das „Fan sein“ nicht nur angenehm, sondern auch identitätsstiftend wirken lassen. Die Bedeutung von psychologischer Forschung und Perspektivenübernahme ist sowohl aus Gründen der Leistungssteigerung für Sportler als auch aus moralischen Überlegungen erforderlich.

Moritz Valentin Fischer

25. Wettbewerbsrituale Wettbewerbsritual

Das Prinzip von Wettbewerb ist tief in unseren Genen verwurzelt und wird als als einer der Haupttreiber in der Evolution und Wirtschaft betrachtet. Zunächst werden in diesem Kapitel die Ursprünge der Entstehung von Wettbewerb und dessen psychologische Funktion untersucht. Im Anschluss begeben wir uns auf eine Reise durch verschiedene Domänen, in denen Wettbewerbsrituale zu beobachten sind, und ergründen deren psychologische Hintergründe.

Timo Koch

26. Machtrituale Machtritual

Macht ist in allen Lebensbereichen allgegenwärtig und meist schon bei der Begrüßung wird durch subtile Signale wie dem Händedruck das Machtverhältnis zwischen zwei Personen vermittelt. Macht ist adaptiv, um soziale Beziehungen zu regeln und zu strukturieren. Häufig zeigt sich jedoch auch, dass Macht missbraucht wird, um eigene Interessen voranzubringen. Wichtig ist, positive Machtausübung im Sinne des Gemeinwohls zu stärken, um gemeinsame Ziele zu erreichen und langfristig ein funktionierendes Zusammenleben zu gewährleisten.

Carina Kemmer

27. Riten, Sitten und Gebräuche in der Politik Ritual politisches

Das Kapitel beschäftigt sich mit Riten, Sitten und Gebräuchen in der Politik und ihren psychologischen Hintergründen. Es beleuchtet diese hauptsächlich in Demokratien und besonders zu Riten im Alltag von Staatslenkern und der Ebene internationaler Politik. Ziel ist es, psychologische Hintergründe aufzudecken, zu einer kritischen Reflexion von Riten zu ermutigen und eine aktive politische Teilhabe zu fördern.

Benjamin Kiver

Konfliktbehaftete Gruppenrituale

Frontmatter

28. Kriegsrituale Kriegsritual

Seit Anbeginn der Menschheit kämpfen die Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen. Hierbei hat sich eine Vielzahl von Kriegsritualen entwickelt, die geschichtlich sehr weit zurückreichen und bis heute nicht an Relevanz verloren haben. Trotz kultureller Besonderheiten finden sich weltweit ähnliche rituelle Kriegshandlungen. Ihnen allen liegen gemeinsame psychologische Mechanismen zugrunde.

Larissa Sust

29. Menschenunwürdige Initiationsrituale Initiationsritual menschenunwürdiges

Ob in amerikanischen Studentenverbindungen, afrikanischen Stämmen, religiösen Gruppierungen oder Straßengangs – fast überall, wo sich Menschen zu Gruppen zusammenfinden, werden Initiationsrituale durchgeführt, um neue Mitglieder in die Gemeinschaft aufzunehmen. Manchmal stellen diese Rituale eine positive, häufig jedoch auch eine negative Erfahrung für die Initianden dar. Warum führen Gruppen auf der einen Seite menschenunwürdige Initiationsrituale durch, und warum lassen sich Individuen auf der anderen Seite auf solche Rituale ein? Zur Beantwortung dieser Fragen lassen sich einige psychologische Phänomene heranziehen.

Franziska Mann

30. Abschluss-, Austritts- und Ausstoßriten

Abschluss- und Austrittsriten begegnen uns oft, ohne dass wir darüber besonders nachdenken. Sei es beim Ausstand eines geschätzten Kollegen oder beim Abschlusssegen nach der Eucharistiefeier sonntags in der Kirche. Der Verstoß aus Gemeinschaften dagegen ist für uns zugleich abschreckend und faszinierend. Welche Rituale zu Abschluss und Austritt es gibt und welche psychologische Funktion diese haben, soll in diesem Kapitel erläutert werden.

Mariella Theresa Stockkamp

31. Rituale in Gangs Gang und kriminellen Vereinigungen Vereinigung, kriminelle

Im folgenden Kapitel wird in erster Linie auf die Bräuche und Rituale von Gangs bzw. kriminellen Vereinigungen eingegangen. Dabei soll zunächst der Begriff Gang geklärt und eine psychologische Perspektive auf die Kriterien sowie die Funktionen einer Gruppe gegeben werden. Da es unzählig viele Vereinigungen gibt, liegt das Hauptaugenmerk auf den Traditionen und der Geschichte der größten und einflussreichsten Vereinigungen der heutigen Zeit. Dazu gehören z. B. die italienische Mafia, die japanische Yakuza und die chinesischen Triaden. Gegen Ende des Kapitels wird zudem auf weitere Gangs und deren Bräuche und Rituale eingegangen.

Filippo Candida

32. Nachwort: Rituale als Chance für uns und die Gesellschaft

Wir hoffen, dass wir Sie dazu anregen konnten, selbst zu reflektieren, welche Chancen und Möglichkeiten, aber auch Gefahren Rituale bergen können. Von den oft jahrhundertealten Riten können wir viel über uns selbst lernen und darüber, was jeder Einzelne tun kann, um ein sinnvolles und glückliches Leben zu führen. Rituale können eine Chance sein, etwas zum Positiven zu bewegen. Dabei kann es ausreichend sein, nur Kleinigkeiten der Ritualen so zu verändern, dass sie zu einer besseren Gesellschaft oder zu mehr Wohlbefinden, Glück und Zufriedenheit beitragen.

Katja Mayr, Dieter Frey

Backmatter

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