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2024 | Buch

Psychoneuroendokrinologie in der psychosozialen und psychotherapeutischen Praxis

Ein biopsychosozialer Coachingansatz

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Über dieses Buch

Was sind Hormone und welche Bedeutung haben sie für die Psyche bzw. unser Verhalten? Beeinflussen Hormone unsere Psyche bzw. unser Verhalten? Kann unser Verhalten unsere Hormone beeinflussen? Besteht ein Zusammenhang zwischen Hormonen und psychischen Störungen? In diesem Buch wird das Wechselspiel zwischen neurobiologischen Grundlagen psychischen Erlebens und Verhaltens, den endokrinen Vorgängen sowie psychosozialen Umwelteinflüssen gezeigt. Dabei wird die Grundlagenforschung, sowohl der wissenschaftlichen Disziplin Endokrinologie als auch der Psychoneuroendokrinologie dargestellt und so erläutert, dass auch Leserinnen ohne medizinische oder neurobiologische Vorkenntnisse diese komplexen Wissenschaften verstehen.

Dieses Buch zeigt zum ersten Mal, wie diese interdisziplinären Erkenntnisse in einen biopsychosozialen Coachingansatz implementiert werden können, der sowohl zur Aufrechterhaltung als auch zur Förderung der psychischen Gesundheit dient. Ein Coachingansatz, der für die psychosoziale und für die psychotherapeutische Praxis geeignet ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Grundlagen der Endokrinologie
Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel werden die Grundlagen der Endokrinologie erläutert, so dass die Erkenntnisse der Grundlagenforschung auch für Laien nachvollziehbar sind. Es wird verständlich, dass das endokrine System (Hormonsystem) lebensnotwendig für den menschlichen Organismus ist. Zudem wird der Zusammenhang von endokrinem System und der Psyche aufgezeigt und klar ersichtlich, wie Hormone unser Verhalten initiieren. Hormone wirken verhaltensmodulierend und können eine Verhaltensänderung auslösen. Es wird dargelegt, dass ein Wechselspiel zwischen dem Gehirn und anderen Organsystemen besteht und jene Auswirkungen und diesbezügliche Erkenntnisse keinesfalls in der psychosozialen und psychotherapeutischen Praxis ignoriert werden sollten. Eine Dysbalance dieses Systems kann zu vielfältigen Krankheitsbildern führen, die sowohl die Physiologie als auch die Psychologie betreffen. Ziel dieses Kapitels ist es somit Ihnen ein Grundverständnis für das endokrine System zu vermitteln, um die enorme Bedeutung für die psychosoziale und psychotherapeutische Praxis zu verstehen.
Julia Wiederhofer
Kapitel 2. Psychoneuroendokrinologie
Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird die Psychoneuroendokrinologie definiert und erläutert sowie die Relevanz dieser wissenschaftlichen Disziplin für die psychosoziale und psychotherapeutische Praxis ersichtlich gemacht. Es werden die Interaktionen zwischen Psyche, Neurobiologie, Endokrinologie sowie dem autonomen Nervensystem aufgezeigt und die enorme Bedeutung der Hormone für die menschliche Psyche verständlich gemacht. In diesem Kapitel wird deutlich, dass durch eine zunehmende Bereitschaft zu interdisziplinären Betrachtungen das menschliche Verhalten erklärbarer wird und die Forschung profitiert, wenn diverse Fachrichtungen im interdisziplinären Austausch stehen. Daher werden auch mehrere Wissenschaften beleuchtet und für dieses Thema relevante Disziplinen erklärt, wie beispielsweise die (Verhaltens-)Genetik, die Psychoneuroimmunologie und die Chronobiologie. Des Weiteren werden psychische Erkrankungen dargelegt, bei denen Erkenntnisse der Psychoneuroendokrinologie von besonderer Relevanz sind. Zudem wird die Ernährung thematisiert bzw. welche Co-Faktoren und Ausgangsstoffe benötigt werden, um die Synthese der so bedeutenden „Glückshormone“ zu fördern. Letztlich wird ersichtlich wie die Erkenntnisse der Psychoneuroendokrinologie in die psychosoziale und psychotherapeutische Praxis transferiert werden können.
Julia Wiederhofer
Kapitel 3. Der psychologische und psychosoziale Beratungsprozess
Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel wird der psychologische und psychosoziale Beratungsprozess näher beleuchtet. Es werden Herausforderungen und Perspektiven sowie Methoden und Trainings, die für das Konzept PNES-Coaching von Relevanz sind, dargelegt. Zudem wird die psychosoziale Diagnostik definiert und erläutert sowie insbesondere das biopsychosoziale Modell, welches für PNES-Coaching von enormer Bedeutung ist, beschrieben. Besonderer Aufmerksamkeit wird der Berater*in/Therapeut*in-Klient*in-Beziehung gewidmet. Ebenso werden schulenspezifische therapeutische Orientierungen dargelegt sowie erläutert und basierend auf neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen diskutiert. Des Weiteren wird die psychologische und psychosoziale Grundlage für das eklektisch-integrative Beratungskonzept PNES-Coaching gelegt. Es werden den Leser*innen Interventionsformen erläutert, die in PNES-Coaching umgesetzt werden können und ebenso dargelegt wie Methodenpluralismus bzw. ein eklektisch-integrativer Coachingansatz, verknüpft mit modernen interdisziplinären Erkenntnissen, zur Qualitätssicherung in der psychosozialen und psychotherapeutischen Praxis beitragen kann.
Julia Wiederhofer
Kapitel 4. Psychoneuroendokrinologie (PNE) in der psychosozialen und psychotherapeutischen Praxis: „PNES-Coaching“
Zusammenfassung
Im letzten Kapitel wird zum einen aufgezeigt von welch enormer Relevanz die Integration psychoneuroendokrinologischer Erkenntnisse in die psychosoziale und psychotherapeutische Praxis ist und zum anderen wird ein von mir entwickelter biopsychosozialer Coachingansatz (PNES-Coaching) vorgestellt, der die in diesem Buch dargelegten psychoneurendokrinologischen Erkenntnisse und die damit in Zusammenhang stehenden und benachbarten wissenschaftlichen Disziplinen (z. B. (Verhaltens-)Genetik, Psychoneuroimmunologie, Chronobiologie) in die psychosoziale und psychotherapeutische Praxis implementiert. Dies setzt eine Offenheit gegenüber Interdisziplinarität, biopsychosozialen Konzepten sowie Multimodalen Therapieformen voraus. Dieser biopsychosoziale Coachingansatz kann sowohl bei psychisch Gesunden Menschen als auch bei Menschen mit psychischen Störungen, in Krisensituationen, im psychosozialen Alltag, zur Erhaltung der psychischen Gesundheit als auch zur Verbesserung des Gemütszustandes und allgemeinem Wohlbefinden, zur Emotionskontrolle, zur Stärkung der Resilienz sowie zur Unterstützung der individuellen Zielerreichung u.v.m. angewendet werden. Man kann PNES-Coaching als Prävention und Intervention einsetzen und die Lebens- und Alltagsbewältigung der Klient*innen erleichtern. Mit der Verknüpfung von Wissen über unser endokrines System, unsere Psyche, unser Gehirn, Genetik, Soziale Ressourcen und positive Umwelteinflüsse mit einem eklektisch-integrativen biopsychosozialen Coachingansatz, kann zur Qualitätssteigerung in der psychosozialen und psychotherapeutischen Praxis beigetragen werden.
Julia Wiederhofer
Backmatter
Metadaten
Titel
Psychoneuroendokrinologie in der psychosozialen und psychotherapeutischen Praxis
verfasst von
Julia Wiederhofer
Copyright-Jahr
2024
Electronic ISBN
978-3-658-42464-0
Print ISBN
978-3-658-42463-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-42464-0