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28.10.2013 | Public Relations | Im Fokus | Onlineartikel

Die Leiden der jungen Social Media Manager

Autor:
Andrea Amerland

Social Media-Experten haben es nicht leicht. Sie sind Einzelkämpfer oder müssen abteilungsübergreifende Gräben zuschütten, sie sind immer online, aber nie wirklich privat. Von der Work-Life-Balance ganz zu schweigen.  

Dass Social Media Manager gefragt sind, hat eine BITKOM-Studie bereits im März diesen Jahres erwiesen. 16 Prozent der Unternehmen in Deutschland setzen demzufolge bereits einen oder mehrere Mitarbeiter für die Nutzung Sozialer Medien ein.

Das neue Berufsbild spricht vor allem Kommunikationswissenschaftler und Betriebswirte mit Marketing/PR-Fokus sowie Sozial- und Sprachwissenschaftler an. Aber auch Journalisten haben nach Einschätzung des Verbandes gute Chancen, dieses berufliche Terrain zu erobern. Über die Arbeitssituation des Social Media Managers verrät das indes wenig. Doch eines ist gewiss: Gerade für Social Media-Experten ist es schwierig, die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben zu ziehen.

Krisen fordern Social Media Manager besonders

"Always on? Was ist mit der Work-Life-Balance?” – diese Frage werfen Nico Lumma, Stefan Rippler, Branko Woischwill in dem Buch "Berufsziel Social Media“ nicht ohne Grund auf. Die Springer-Autoren raten dazu, das Thema Arbeitsbelastung und "Deadline-Philosophie" im Vorstellungsgespräch selbstbewusst zu thematisieren und auch den Anteil an konzeptioneller und aktiver Community-Arbeit gegeneinander abzuwägen.

Allerdings müsse sich der Social Media Manager darüber im Klaren sein, dass Ausnahmesituationen gerade bei diesem Berufsbild die Regel sein können. "Gerade die Herausforderung, mit Shitstorms umzugehen, ist ein schwieriges Problem im Bereich der Work-Life-Balance. Es geht hierbei nicht nur um die reine Arbeitszeit, mit der man vielleicht sogar am Feierabend oder am Wochenende diese Krise lösen will. Es geht auch um die emotionale Belastung, die mit solch besonderen Aufgaben verbunden ist."

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