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10.11.2014 | Public Relations | Im Fokus | Online-Artikel

Unternehmen unterschätzen Nachhaltigkeits-Blogs

verfasst von: Andrea Amerland

2 Min. Lesedauer
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Nachhaltigkeits-Blogs haben sich zu digitalen Agenda Settern mit Einfluss entwickelt. Doch Unternehmen scheuen sich, mit grünen Bloggern in den Dialog zu treten.

Blogger sind beim Thema Nachhaltigkeit zu Meinungsbildnern geworden. In einigen thematischen Nischen haben sie sogar die Meinungsführerschaft erobert. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Utopografie, die grüne Blogosphäre" des Nachhaltigkeitsportals Utopia.de, für die rund 1.200 grüne Blogs untersucht wurden. Doch Unternehmen haben diese Zielgruppe noch nicht für Ihre Nachhaltigkeitskommunikation entdeckt. Dabei ist das thematische Spektrum der Blogs breitgefächert und der Einfluss auf die Meinungsbildung nicht zu unterschätzen.

Grüne Blogger beeinflussen Meinungen

7,2 Prozent aller untersuchten Nachhaltigkeits-Blogs sind demnach digitale Agenda Setter und bieten das Potenzial, Diskurse zu bestimmen und Themen zu setzen. 29,3 Prozent sind sogar wichtige Meinungsbildner, die Fachthemen in bestimmten Zielgruppen beeinflussen. Die meisten Nachhaltigkeits-Blogs präsentieren sich offen und dialogbereit (56 Prozent) und berichten weitestgehend neutral (32 Prozent). Lediglich 5,2 Prozent werden als dialogfern eingestuft.

Insgesamt ziehen die Autoren der Studie das Fazit, dass Social Media ein ungeheures Potenzial für den digitalen Dialog bietet. Denn bei Nachhaltigkeitsthemen müssen Unternehmen mit Glaubwürdigkeit punkten, die sich kaum über klassische Werbeinstrumente, sondern nur durch Überzeugung erreichen lässt.

Hauptthemen grüner Blogs
Anzahl
  • Food / Ernährung
74
  • Nachhaltigkeit
60
  • Energie und Klima
55
  • Neo-Öko (Urban Gardening, Selbstversorgung, Maker & DIY)
40
  • Lifestyle
37
  • Verbraucherschutzblogs
21
  • Mode
17
  • Natur- und Artenschutz
13
  • Green Investment, Green Finance, Green IT, etc.

nur sehr wenige,

ohne nennenswerte Vernetzung und Relevanz

Dialog im Web bietet CSR-Kommunikation Chancen

Doch inwieweit lässt sich ein Gespräch zwischen Unternehmen und Stakeholdern über Umwelt-, Nachhaltigkeits- und CSR-Themen im Social Web führen? "Die Zukunft der CSR-Kommunikation liegt in der Entwicklung einer persönlichen, authentischen und täglichen Kommunikation mit Kunden und Kritikern im Social Web", meint Springer-Autor Volker Gaßner in dem Beitrag "CSR-Kommunikation: Chancen und Risiken eines offenen Dialogs mit Kunden und Kritikern im Social Web". Vorteile einer offenen Nachhaltigkeits-Kommunikation im Internet sind dem Autor zufolge:

  • Unternehmen können im Dialog überprüfen, ob die CSR-Maßnahmen von den Stakeholdern verstanden werden.
  • Sie bekommen Feedback, ob die CSR-Maßnahmen auf eine gesellschaftliche Akzeptanz treffen.
  • Kritische Diskussion helfen dabei, dass Unternehmen und Stakeholder ein besseres Verständnis für die verschiedenen Seiten unternehmerischen Handelns entwickeln.
  • Unternehmen können durch Zuhören, transparentes Handeln und durch das Angebot eines echten Dialogs an Glaubwürdigkeit gewinnen.

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