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Über dieses Buch

Das Qualifikationsprofil „Bewegung für Lehrkräfte“ beschreibt Kompetenzen von Lehrenden in der Aus-, Fort- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte im Bildungsbereich Bewegung. Auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Bedeutung von Bewegung als Träger von Bildungs- und Entwicklungsprozessen sowie zur Relevanz eigener (bewegungs-)biografischer Lernerfahrungen für den Lehr-/Lernprozess formuliert Astrid Krus bewegungsspezifisches Wissen, Fertigkeiten, Sozial- und Selbstkompetenzen für die unterschiedlichen Handlungsfelder im Rahmen der Weiterbildung. Grundlagentexte und Beispiele für praktische Lerneinheiten verdeutlichen Umsetzungsmöglichkeiten für die vier Kernbereiche der Lehre Wissensinput, Selbsterfahrung, Anwendungsbezug und Reflexion.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Verbundforschungsprojekt `Bewegung in der frühen Kindheit´ (BiK)

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die institutionelle Tagesbetreuung von Kindern als einflussreicher Bildungsort und als erste Stufe des Bildungssystems etabliert, die Voraussetzungen schafft, soziale Disparitäten abzubauen und allen Kindern gleiche Bildungs- und Entwicklungschancen zu bieten. Die Herausforderungen aufgrund der neuen Zielgruppe Kinder unter drei Jahren sowie gesellschaftlicher und inhaltlicher Veränderungen, die mit der Formulierung der bundesweiten Bildungspläne eine Konkretisierung erfahren haben, erforderten eine Stärkung der Institutionen und der pädagogischen Fachkräfte. Diese Aufgabe sollte die „Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)”,die bereits 2009 durch das Bundesbildungsministerium (BMBF) und die Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. initiiert wurde, übernehmen.
Astrid Krus

Kapitel 2. Professionalisierung in Handlungsfeldern der Kindheitspädagogik

Die Ziele der aktuellen bundesdeutschen Bildungspolitik, Chancengleichheit, individuelle Regulationsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, haben eine qualitative und quantitative Entwicklungsdynamik in den Handlungsfeldern der Kindheitspädagogik ausgelöst. Positive Effekte einer frühen Institutionalisierung auf die Bildungsbiografie von Kindern werden maßgeblich durch die Prozess- und Anregungsqualität der jeweiligen Einrichtungen bestimmt (vgl. König/Friedrich 2015, 9), die sich in der Handlungskompetenz der pädagogischen Fachkräfte im Alltag widerspiegelt. Die Kindertagesbetreuung in Deutschland weist indes einen Pool von Fachkräften mit „aktuell verschiedenen pädagogisch-sozialen Ausbildungen auf unterschiedlichen Niveaus“ (Dreyer 2010, 12) auf.
Astrid Krus

Kapitel 3. Bewegung in der frühen Kindheit-Forschungsergebnisse

Ziel des ersten Arbeitspaketes des BiK Forschungsprojektes war es zunächst die Bedeutung von Bewegung als Fundament kindlicher Bildungs- und Entwicklungsprozesse auszudifferenzieren und für die pädagogische Praxis Bedeutungsfelder herauszuarbeiten. Auf der Basis ausgewiesener Monografien und Sammelwerke der Jahrgänge 2002 – 2012 von 63 internationalen Fachzeitschriften aus den Disziplinen Sportwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Medizin, Neurowissenschaften und Psychologie (vgl. Bahr et al. 2012) wurden vier Anwendungsfelder von Bewegung für das Altersspektrum der Kindheit klassifiziert, die mit unterschiedlicher Gewichtung durchaus auch für die gesamte Lebensspanne Gültigkeit haben. Die Klassifizierung diente dazu, den zuvor beschriebenen Stellenwert der Bewegung durch die interdisziplinäre und internationale Forschung zu belegen und das zugrundeliegende Bewegungsverständnis in den Bildungsplänen und Curricula sowie bei den Fach- und Lehrkräfte zu erheben.
Astrid Krus

Kapitel 4. Implikationen für eine bewegungsorientierte Aus-, Fort- und Weiterbildung

Die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Erhebungen der BiK Studie liefern wesentliche Hinweise auf die Ausgestaltung der Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften im Bereich Bewegung, wie sie Böcker et al. (2013, 52) aufzeigen (Abb. 4).
Astrid Krus

Kapitel 5. Bewegung

Eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung eines Qualifikationsprofils Bewegung für Lehrkräfte ist die inhaltliche Bestimmung des Gegenstandsbereiches Bewegung. Die Frage, was Bewegung ist und was sie eigentlich bedeutet, hat eine lange Tradition und setzt den Fokus weniger auf die physikalische Erklärung einer Orts- und Lageveränderung, als vielmehr auf den Sinn, dem eine intendierte Bewegung, der Bewegungshandlung innewohnt. Diese Perspektive ist für die Entwicklung des Qualifikationsprofils von besonderer Relevanz, da Bewegung nicht nur einen expliziten Bildungsbereich, einen Lerngegenstand (Inhalt) umfasst, den es zu erwerben resp.
Astrid Krus

Kapitel 6. Handlungsfelder in der Weiterbildung

Die Ausarbeitung und Formulierung spezifischer Kompetenzen für WeiterbildnerInnen erfordert eine Systematisierung, welche die Anforderungen des Lehrprozesses in seiner Gesamtheit abbildet. Im aktuellen Fachdiskurs existieren zwei Modelle, welche die Komplexität des Lehr-Lernprozesses in Teilaspekte aufgliedern, der Qualitätszirkel kompetenzorientierter Gestaltung von Weiterbildungen nach Gaigl (2014) sowie das GRETA Kompetenzmodell für Lehrende in der Erwachsenen- und Weiterbildung nach Lencer/Strauch (2016), die beide themenübergreifend ausgerichtet sind.
Astrid Krus

Kapitel 7. Qualifikationsprofil Bewegung für Lehrende

Seit der Initiative der Europäischen Union zu lebenslangem Lernen (OECD 1996) hat der Weiterbildungsbereich immens an Bedeutung gewonnen, indem der Fokus von den formalen Bildungsabschlüssen hin zu erworbenen Handlungskompetenzen eingeleitet wurde. Die Formulierung von Kompetenzen auf acht Niveaustufen im Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) soll nationale Qualifikationen europaweit verständlich und international vergleichbar machen und die Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt erhöhen. 2004 wurde auf der Basis dieses Dokuments (EQR) mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) eine Anpassung an deutsche Verhältnisse vorgenommen.
Astrid Krus

Kapitel 8. Ansätze des Qualifikationsprofils Bewegung für Lehrende in der Weiterbildungspraxis

Eine Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung von Fachkräften wie eine Verbesserung der Weiterbildungsqualität als Voraussetzung für einen nachhaltigen Transfer neu erworbener Kompetenzen in die pädagogische Praxis erfordern eine entsprechende Qualifizierung der in der Lehre Tätigen. Dies umso mehr, da es kein verpflichtendes Anforderungsprofil für diese Profession gibt und der Weiterbildungsmarkt von großer Heterogenität gekennzeichnet ist. Die Forderung nach einer zunehmenden Professionalität der WeiterbildnerInnen wurde bereits 2008 vom Innovationskreis der Weiterbildner formuliert, weil die Erweiterung der Themenspektren und die sich wandelnden Herausforderungen des beruflichen Alltags der pädagogischen Fachkräfte konstante Aktualisierung für Lehrende impliziert.
Astrid Krus

Kapitel 9. Arbeitsmaterialien

Im folgenden Kapitel finden sich einige Beispiele aus der Weiterbildungspraxis mit pädagogischen Fachkräften, die den Einsatz metaphorischer Bewegungssituationen und von Angeboten zur Arbeit mit der eigenen Bewegungsbiografie verdeutlichen.
Astrid Krus

Backmatter

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