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Über dieses Buch

So unterschiedlich tertiäre Bildungseinrichtungen ihre Schwerpunkte organisatorisch und fachspezifisch auch auslegen, so gleichartig sind ihre Ausgangspunkte häufig im Bereich der Hochschuldidaktik. Im vorliegenden Buch werden Möglichkeiten und Wege einer innovativen Vernetzungsarbeit zwischen unterschiedlichen hochschulischen Einrichtungen beschrieben. Ausgehend von europäischen Best-Practice-Beispielen stehen dabei die professionelle Qualifizierung und Weiterbildung der Lehrenden im Bereich Lehre, Beratung und Prüfung, sowie die Sicherung der Anschlussfähigkeit des Studienerfolgs von Studierenden am Arbeitsmarkt im Zentrum der Ausführungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kontexte

Frontmatter

Zum Geleit

Zusammenfassung
Ziel des vorliegenden Sammelbandes ist es, die Vielfalt der spezifischen hochschuldidaktischen Weiterbildungsthemen im steirischen Hochschulraum sichtbar zu machen und gemeinsam weiter zu entwickeln. Als Rektorin der Kunstuniversität Graz schließe ich mich diesem Anliegen vollen Herzens an: Standorte sind zu bestimmen, neue Wege auszuloten, Richtungen zu diskutieren und dabei immer wieder die Frage zu erörtern, was unter „guter“ Lehre zu verstehen ist.
Elisabeth Freismuth

Hochschuldidaktische Herausforderungen zwischen Bologna und Humboldt

Zusammenfassung
Die Bologna-Kriterien beschneiden einerseits die Spielräume der Hochschuldidaktik, weil sie nicht auf den individuellen Bildungsprozess und die Erziehung zu kritischem fachbezogenen Denken, sondern auf den Erwerb segmentierter Kompetenzen fokussieren. Weil sie aber die Studierenden und ihren Kompetenzerwerb in den Mittelpunkt stellen, eröffnen sie andererseits auch Möglichkeiten für einen Paradigmenwechsel von einer lehrenden- zu einer studierendenzentrierten Haltung. Voraussetzung dafür ist, den Studierenden mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu überlassen, etwa durch das Prinzip des forschenden Lernens. Letztendlich könnte dies auch zu einer Versöhnung des Bologna-Prozesses mit der aus dem Humboldt´schen Bildungsideal abgeleiteten Idee der Einheit von Forschung und Lehre führen.
Elgrid Messner

Hochschuldidaktik im Kontext lebenslangen Lernens

Zusammenfassung
Im Mittelpunkt dieser Ausführungen steht die Analyse der institutionellen Bedingungen der Entwicklung von Lehrkompetenz im universitären Bereich. Ausgehend von der Frage, wie Universitäten im Sinne der Bologna-Bestrebungen zu weiterbildungsaffinen Bildungsinstitutionen werden können, werden Möglichkeiten einer verstärkten Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Wissenschaftsorientierung beschrieben. Dabei wird explizit auf die sich ändernde Rolle der Lehrenden aus hochschuldidaktischer Perspektive hingewiesen. Abschließend werden daraus Prämissen und Forderungen für die Entwicklung von Lehrkompetenz an Universitäten abgeleitet.
Rudolf Egger

Hochschuldidaktik und Organisationsentwicklung

Über den Zusammenhang institutioneller Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lehrqualität
Zusammenfassung
Ausgehend von sechs Case Studies werden europäische Bestrebungen zur Förderung der Hochschuldidaktik und -lehre hinsichtlich ihrer Rahmenbedingungen und Aktionsfelder dargestellt. Durch eine umfassende Literatur- und Internetrecherche werden übergeordnete hochschulpolitische (internationale, nationale, regionale Standards, Förderungen) wie auch interne Rahmenbedingungen (organisationelle Ebene), konzeptionelle und personale Gestaltungsparameter aufgezeigt. Interviews geben Einblick in bisherige Erfahrungen. Durch die Darstellung der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich der Hochschuldidaktik wird Potenzial für Herangehensweisen des Lehrens und Lernens offengelegt. Die Erhebung bietet Einblick in bestehende Ideen, Potenziale und Erfahrungen, welche die Basis für mögliche neue Ansätze in Studium, Lehre und Forschung einer gemeinsamen Hochschuldidaktik darstellen.
Daniela Wagner

Forschende Lehrende als akademisches Selbstverständnis

Professionalisierung durch Forschung an den Pädagogischen Hochschulen
Zusammenfassung
Auf Basis regulativer Institutionen stehen die österreichischen Pädagogischen Hochschulen mitten im Prozess der Tertiarisierung und Akademisierung, in der forschende Lehrende zu einer Selbstverständlichkeit werden sollen. In diesem Prozess ist es Aufgabe des Bundeszentrums für die Professionalisierung der Bildungsforschung (BZBF), den österreichischen Pädagogischen Hochschulen Forschungsunterstützung zu geben und den kritischen wissenschaftlichen Dialog zu fördern. Es richtet sich sowohl an jene, die in die Forschung neu oder wieder einsteigen, als auch an jene, die erfahren forschen. Die Kernaufgabe besteht in der Ausrichtung von Fortbildungsveranstaltungen, der Unterstützung bei Publikationen und im Bereitstellen konkreten Forschungssupports. Professionelle Pädagogische Hochschulen behalten ihre traditionellen Stärken – die Pädagogik und die Didaktik – bei und bauen gleichzeitig ein kritisch-reflexives Forschungsverständnis weiter aus. Einen kleinen Beitrag in diesem Prozess könnte das BZBF als Dienstleister in Kooperation mit den 14 Pädagogischen Hochschulen leisten.
Georg Tafner

Didaktik-Ethik

Wie können Hochschullehrende ihre Studierenden bestmöglich fördern, damit diese befähigt werden ihr „Akademisches Gelöbnis“ nach Studienende erfüllen zu können? Ein Versuch
Zusammenfassung
AbsolventInnen legen im Zuge ihrer Graduierung ein Gelöbnis ab, das ihnen weitreichende Verantwortung gegenüber Gesellschaft, Umwelt und Wissenschaft abverlangt. Dabei fragt sich, inwiefern Hochschulausbildung geeignet sei, Studierende für die Erfüllung ihres Gelöbnisses zu qualifizieren. Dazu werden die Charakteristika dieses als Didaktik-Ethik bezeichneten Zugangs erörtert, die mittelfristigen großen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen für die Gesellschaft skizziert und in Relation zu dominanten Lösungsparadigmen gesetzt, um sodann Kompetenzen zu diskutieren, deren Vermittlung der Bewältigung dieser Herausforderungen zuträglich erscheint. Dem wird eine soziologische Skizze der heutigen StudienanfängerInnen angeschlossen, um daraus spezifische didaktische Anforderungen abzuleiten. Im letzten Schritt wird der didaktisch-ethische Ansatz der „guten Lehre als Liebesbeziehung“ entwickelt und dessen Eignung diskutiert, um Studierende bestmöglich in ihrer Qualifikation für die Erfüllung ihres Gelöbnisses zu unterstützen.
Harald A. Friedl

Ein Lehrkompetenzmodell für den Steirischen Hochschulraum

Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Perspektiven
Zusammenfassung
Ausgehend von der Bologna-Reform, die sich immer mehr als „Plattform zur Aufwertung der Lehre“ erweist, wird im vorliegenden Beitrag das im Rahmen einer von der Steirischen Hochschulkonferenz eingesetzten Arbeitsgruppe entwickelte „Lehrkompetenzmodell“ präsentiert. Dazu werden eingangs Voraussetzungen und Bedingungen gelungener hochschulischer Lehre in einer veränderten Lehr-Lernkultur diskutiert, Initiativen zur Stärkung der Lehre berücksichtigt und diverse, für die Arbeitsgruppe maßgebliche Lehrkompetenzmodelle vorgestellt. Das Lehrkompetenzmodell für den Steirischen Hochschulraum erhebt den Anspruch, fach-, sektoren- und institutionenunabhängig Gültigkeit zu besitzen und stellt somit einen Bezugsrahmen für professionelles hochschulisches Lehrhandeln dar.
Gudrun Salmhofer

Hochschuldidaktik – Herausforderungen in der Weiterentwicklung

Überlegungen mit besonderem Fokus auf die Universitäten nach Universitätsgesetz 2002
Zusammenfassung
Das Thema Hochschuldidaktik steht im Kontext mit allen Aspekten von Lernen, Lehren und Studium an Hochschulen. Darüber hinaus ist dieses Thema in seinen Wechselwirkungen auch mittelbar eingebettet in universitäre Forschung und gesellschaftliche Zielsetzungen. Ein staatliches Interesse an der Qualität universitärer Leistungen ergibt sich sichtbar aus dem Zusammenhang mit der Finanzierung der Universitäten durch den Bund. Neben der bekannten Änderung von Rahmenbedingungen für das Hochschulsystem, ergeben sich aus den Herausforderungen „Studierende als Digital Natives“ und „Vermittlung im Rahmen der Dritten Mission“ die Handlungsfelder für erforderliche Weiterentwicklungen der Hochschuldidaktik. Diese Weiterentwicklungen sind ureigene Aufgabe der Universitäten. Erwartungen des Staates betreffen die nachhaltige, strukturelle Verankerung im Qualitätsmanagementsystem und beziehen sich auf die Zielsetzung „Aus- und Weiterbildung des wissenschaftlichen Personals“ und „an den Herausforderungen orientierte Lehrformate“.
Andrea Geisler

Orte

Frontmatter

Das DiZ – Zentrum für Hochschuldidaktik

Eine Erfolgsgeschichte
Zusammenfassung
Das Zentrum für Hochschuldidaktik (DiZ) und seine Aufgabenstellung haben ihre Wurzeln in einer Initiative von engagierten Lehrenden an Hochschulen. Der Beitrag zeichnet den Beginn und die vielfältigen Wege zur Professionalisierung der Hochschuldidaktik als gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf anschauliche Weise nach.
Franz Waldherr

„Wer ewig forschend sich bemüht“

Ausbildung und Wissenschaft: Theorie und Praxis an der KPH Graz
Zusammenfassung
Das forschende Lernen ist in den letzten Jahren ins das Zentrum hochschuldidaktischer Bemühungen gerückt – auch an Pädagogischen Hochschulen. Lehrende sehen immer mehr die Notwendigkeit, Studierende und damit zukünftige PädagogInnen mit Kompetenzen auszustatten, die über das forschende Lernen erworben werden können. Im vorliegenden Text wird das Prüfungsdesign zweier Lehrveranstaltungen präsentiert, das im forschenden Lernen seine methodische Ausgangslage findet. Ausgehend von einer qualitativen Forschung im Themenfeld „Was wäre Graz ohne Migration“ wurden in Gruppenarbeiten verschiedene thematische Teilaspekte beforscht, die für die Studierenden größtenteils den Einstieg in empirische Forschungsprozesse bedeuteten. Neben den Herausforderungen, mit denen die Studierenden und die Lehrveranstaltungsleitung konfrontiert waren und die gerade zu Beginn im motivationalen Bereich verortet waren, sollen wichtige Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem forschenden Prozess aufgezeigt werden. Aus Sicht der Studierenden und der Lehrenden werden Probleme und deren Lösungswege aufgezeigt sowie der Lernzuwachs und individuelle als auch gemeinsame Erfolge beschrieben.
Katharina Ogris

Hochschuldidaktik an der Pädagogischen Hochschule Steiermark: Charakteristika und Formate

Zusammenfassung
Die Konzeption und Umsetzung von hochschuldidaktischen Formaten berücksichtigt im optimalen Fall institutionelle und personelle Voraussetzungen. Pädagogische Hochschulen blicken auf eine lange Tradition als LehrerInnen-bildungsinstitution zurück. Hingegen standen Forschung und Entwicklung sowie die dahingehend notwendige Professionalisierung und Qualifizierung von Hochschullehrenden lange nicht im Fokus. Erst seit dem Akademien-Studiengesetz (AStG 1999) wurden diese ins Blickfeld genommen und wurde ein klarer Auftrag zur Intensivierung formuliert. Gesetzliche Rahmenbedingungen wurden in Etappen angepasst – eine davon stellt die Dienstrechts-Novelle für Pädagogische Hochschulen (2012) dar. Damit wird deutlich, dass sich nunmehr die hochschuldidaktischen Angebote der Pädagogischen Hochschule stärker auf den Aufbau und die Erweiterung von Forschungskompetenzen der Lehrenden konzentrieren. Im vorliegenden Beitrag werden hochschuldidaktische Formate der Pädagogischen Hochschule Steiermark dargelegt. Die Themenbereiche umfassen die Professionalisierung in der Forschung, die Qualitätssicherung bei der Betreuung von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten und die Professionalisierung von Lehrenden in der Fortbildung. Ein weiterer wesentlicher Bereich widmet sich der für die Schul- und Unterrichtsentwicklung notwendigen Professionalisierung von Lehrenden hinsichtlich der technologiegestützten Lehre. Abschließend werden zukünftige Entwicklungen und Vorhaben in Bezug auf Hochschuldidaktik an der Pädagogischen Hochschule Steiermark dargestellt.
Marlies Matischek-Jauk, Martin Teufel, Elisabeth Amtmann

Instrumental- und Gesangspädagogik zwischen Theorie und Praxis

Reflexionen zum ersten Didaktik-Tag an der Kunstuniversität Graz
Zusammenfassung
Im Mittelpunkt dieses Beitrages steht ein Projekt zur Hochschuldidaktik an der Kunstuniversität Graz, welches zu struktureller Vernetzung und inhaltlichem Austausch unter den Lehrenden aller pädagogischen Lehrveranstaltungen des Instrumental(Gesangs)pädagogik-Studiums beitragen sollte. Die Theorie-Praxis-Polarität im Fach, die heterogenen didaktischen Konzepte unter den Hochschullehrenden, die Diversität der Genres, Instrumente und Evaluationskriterien von Prüfungen und die schließlich daraus resultierende geringe Transparenz für Studierende führten zur Initiation des ersten Didaktik-Tags im Oktober 2014. Durch den intensiven Austausch von ca. 45 Lehrenden des Instrumental(Gesangs)pädagogikstudiums der Kunstuniversität Graz konnte eine Optimierung in der inter- und intrainstitutionellen Vernetzung innerhalb der Universität erzielt werden.
Magdalena Krinner, Silke Kruse-Weber, Cristina Marin

Formate

Frontmatter

Die Qualität der Hochschullehre und deren Messung

Zusammenfassung
„Qualität“ in der Hochschullehre ist ein vielschichtiger Begriff. Dieser Beitrag hat aufgezeigt, dass sowohl gesetzliche Rahmenbedingungen als auch subjektive Erwartungen der Beteiligten sowie der Gesellschaft einen Einfluss auf den Qualitätsbegriff im Hochschulbereich haben. Da der Qualitätsbegriff ein unscharfer ist, ist die Messung der Qualität der Hochschullehre eine Herausforderung.
Die Erhebung von Kennzahlen im Wege der Verifizierung liefert Basisdaten, die das Hochschulmanagement für Kapazitätsplanungen heranziehen kann. Eine Feststellung, ob diejenigen, welche die „Dienstleistung Lehre“ anbieten und diejenigen, welche die „Dienstleistung Lehre“ konsumieren sowie diejenigen, die letztlich mittelbar von der „Dienstleistung Lehre“ profitieren sollen, zufrieden sind mit dem Ergebnis der Hochschullehre, kann nur annäherungsweise erfolgen. Die Validierung der Qualität der Lehre erfolgt primär durch Lehrveranstaltungsevaluierungen, die das Handeln der Lehrenden bewerten.
Ungeachtet der Schwierigkeiten, „Qualität“ in der Hochschullehre korrekt zu beschreiben und zu messen, können zwei Faktoren als wesentlich für eine qualitätsvolle Lehre herausgestrichen werden. Der erste Faktor ist das Kompetenz-Profil der Lehrenden. Standards für gute Lehre an Hochschulen zu definieren und sodann dafür zu sorgen, dass die Lehrenden über diese Kompetenzen verfügen, stellt einen Meilenstein zur Weiterentwicklung der Qualität der Lehre dar. Das Lehrkompetenz-Profil der Steirischen Hochschulkonferenz leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Der zweite Faktor ist das Qualitätsklima an Hochschulen. Wenn die Hochschulleitung ihre Führungsaufgabe zur Herstellung und Aufrechterhaltung eines förderlichen Qualitätsklimas an der Hochschule wahrnimmt, erhöhen sich die Chancen, dass die Zufriedenheit der Beteiligten mit der Hochschullehre steigt.
Doris Kiendl-Wendner

Möglichkeiten und Grenzen der Evaluation der Lehre

Zusammenfassung
Die Möglichkeiten der Evaluation von Lehre und deren Qualität sind äußerst breit gefächert. In diesem Beitrag wird der Begriff der Evaluation in Zusammenhang mit der Lehrqualität definiert sowie die Bedeutung von Lehrevaluationen im österreichischen Hochschulwesen skizziert. Diskutiert wird, welchen Beitrag Evaluation zu einer zielgruppenspezifischen und Strategie gerichteten Ausgestaltung der Lehre leisten kann. Der Blick geht in diesem Zusammenhang über die studentische Lehrveranstaltungsevaluation als quasi kleinste Evaluationseinheit hinaus und führt zu Überlegungen der Einbettung der Lehrevaluation in umfassende Qualitätsmanagement-Systeme des Hochschulbereichs. Funktionen, Ziele und Methoden von Lehrevaluationen werden ebenso besprochen, wie hochschulübergreifende partizipative Vorgehensweisen. Abschließend wird in einem Ausblick auf ein zentrales Qualitätsentwicklungs-Projekt des Entwicklungsverbundes Süd-Ost – die Umsetzung der PädagogInnenbildung Neu – Bezug genommen und Möglichkeiten einer begleitenden Evaluation aufgezeigt.
Nina Bialowas

Auseinandersetzung mit der Qualität didaktischer E-Learning Szenarien

Zusammenfassung
Die Ermittlung qualitativer Erfolgsfaktoren im E-Learning ist seit den ersten Ansätzen in ständiger Weiterentwicklung. Nicht nur das Umfeld, die virtuelle Welt und die Technik sind im Wandel, auch die Lehrenden und Lernenden entwickeln sich stets weiter. Die Herausforderung liegt einerseits in der Erstellung didaktischer Szenarien, die die LernerInnen in ihrer Welt abholen und mitnehmen und andererseits will man auch Auskunft darüber erhalten, inwieweit die gestellten qualitativen Ziele eines didaktischen Szenarios tatsächlich erreicht werden.
In diesem Artikel werden beispielhaft aktuelle didaktische Modelle für E-Learning dargestellt und ihre Qualität anhand dreier Evaluierungsmethoden diskutiert. Beschrieben wird eine klassische Evaluierung mithilfe eines Online-Fragebogens als grundlegendes Tool zur Ermittlung des Status quo, eine visuelle Analyse von sozialen Interaktionen mittels Social Network Analysis und eine Reflexion von Lernprozessen mittels Footprints of Emergence. Die klassische Evaluierung ist dabei keineswegs obsolet geworden, sie sollte nur durch neue Ansätze bereichert werden, um Zusammenhänge besser erkennen zu können und um Reflektionen anzuregen.
Jutta Pauschenwein, Anastasia Sfiri, Irmgard Schinnerl-Beikircher

Entwicklung von „eDidactics“: Ein Fortbildungsprogramm für den Einsatz von Technologien in der Hochschullehre

Zusammenfassung
Im September 2014 beauftragte die Steirische Hochschulkonferenz die Entwicklung eines hochschulübergreifenden Fortbildungsprogrammes für den mediendidaktischen Einsatz von Technologien in der Hochschullehre. Dieses Programm startete im Oktober 2015 unter dem Titel „eDidactics“ mit einer dreijährigen Pilotphase. Der vorliegende Beitrag gibt zunächst einen allgemeinen Überblick über den gegenwärtigen Stand im Bereich des technologiegestützten Lehrens und Lernens und dessen Einsatzszenarien. Didaktische und technische Aspekte werden dabei ebenso angesprochen wie für den erfolgreichen Einsatz von Lehr-/Lerntechnologien notwendige Rahmenbedingungen. Darauf folgt eine detaillierte Beschreibung des Entwicklungsprozesses des Fortbildungsangebotes von der Ausgangssituation und Zielsetzung über durchgeführte Recherchetätigkeiten bis hin zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren, wobei die Inhalte des modular gestalteten Programmes sowie seine Organisation im Partizipationsprinzip ausführlich dargestellt werden. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf die zukünftigen Einsatzszenarien von „eDidactics“ und die dafür notwendigen Voraussetzungen.
Michael Kopp, Martin Ebner, Herwig Rehatschek, Patrick Schweighofer, Anastasia Sfiri, Birgit Swoboda, Martin Teufel

Rolle und Herausforderungen von Online-Kursen (MOOCs) für die Hochschullehre

Zusammenfassung
Über den Einsatz von Massive Open Online Courses (MOOCs) in der Hochschullehre wird mittlerweile ein breiter wissenschaftlicher Diskurs geführt, der jedoch zumeist allgemeine Rahmenbedingungen sowie geografische und gesellschaftliche Unterschiede weitgehend außer Acht lässt. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich daher mit den allgemeinen Herausforderungen bei der Integration von Online-Kursen in die Hochschullehre, wobei der deutschsprachige Raum (und besonders Österreich) im Mittelpunkt steht. Auf der Basis von Experteninterviews und den bisherigen Erfahrungen mit der ersten österreichischen MOOC-Plattform www.imoox.at werden notwendige Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für die Produktion und die Verwendung von MOOCs an (österreichischen) Universitäten dargestellt. Dabei wird explizit auf die spezifischen Rollen der AkteurInnen als Lehrende und Studierende sowie auf die Verantwortlichkeiten der Hochschulen und der politischen EntscheidungsträgerInnen eingegangen.
Martin Ebner, Michael Kopp, Alexandra Dorfer-Novak

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