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Über dieses Buch

Die Welt der Marktforschung ist im Wandel und zunehmend wird in Fachmedien die Qualitätsfrage diskutiert. Welche Maßstäbe zeichnen eine hochwertige Datenerhebung aus und welche Methoden sollte der Nachwuchs der Branche beherrschen, um auch weiterhin Markt- und Meinungsanalysen mit einem hohen Mehrwert liefern zu können?
Dieses Buch versteht sich als Wegweiser, der zukünftige Anforderungen der Marktforschung analysiert und bewertet und dabei einen Schwerpunkt auf die Chancen und Probleme der Digitalisierung in diesem Bereich setzt. Durch die rasante technische Entwicklung werden immer mehr Daten maschinengesteuert erhoben und teils vollautomatisch ausgewertet. Das Wissen und die Rolle des Marktforschers scheint in dieser schönen neuen Welt auf den ersten Blick völlig überflüssig geworden zu sein, da zahlreiche "Dashboards" und Reporting-Systeme bereits - scheinbar - alle relevanten Informationen enthalten. Doch bisher durchschauen nur wenige die Hintergründe dieser Vorgänge und nur eine Handvoll Datananalysten weiß die Risiken eines zu optimistischen Glaubens an die Big Data Science richtig einzuschätzen. Somit steht der Marktforschung ein fundamentaler Wandel bevor. Neben der Primärerhebung und dem direkten Kundendialog werden in Zukunft Maßnahmen zur Absicherung der Qualität von Prozessen, Daten, Modellen und Visualisierungen eine immer größere Rolle spielen.
Zahlreiche Experten aus Wissenschaft und Praxis haben dieses Thema in vielfältigen Szenarien aufgegriffen und zeigen Lösungswege für die Unsicherheiten und Zweifel, die durch die digitale Transformation der Branche entstanden sind. Das Buch ist somit gleichsam Ratgeber und Leitfaden und bietet Experten aus Wissenschaft und Praxis einen detaillierten Überblick über die jüngsten Entwicklungen in der Data Science.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Der Rahmen

Frontmatter

Qualität in der Marktforschung – Ein Überblick

Qualitätskriterien, Bedrohungen und Chancen heute und morgen

Für den Einstieg in das Thema „Qualität“ sind Definition und Verständnis des Qualitätsbegriffes, das Qualitätsverständnis unterschiedlicher Stakeholdergruppen sowie die Kenntnis von Qualitätskriterien und Qualitätsstufen unerlässlich. Qualität in der Marktforschung ist darüber hinaus nicht zu verstehen ohne die Rolle der Verbände und die von ihnen entwickelten Richtlinien und Normen. Qualität und Qualitätsanforderungen sind aber keine statischen Konzepte: Bedrohungen wie qualitätssichernde Maßnahmen unterliegen einem ständigen Wandel. Dieser Wandel und die daraus resultierenden Herausforderungen werden durch die Digitalisierung beschleunigt. Qualität in der Marktforschung heute und morgen ist nur durch eine anpassungsfähige starke Ausbildung und vor allem durch aktiv gelebtes Qualitätsbewusstsein erreichbar. Insbesondere bezogen auf den letzten Punkt wird eine konstruktiv-skeptische Position formuliert und begründet. Der Beitrag versucht, einen Überblick über all diese Aspekte zu geben, um so die Facetten der Qualitätsdiskussion einordnen zu können.

Hartmut Scheffler

Lösungen suchen statt Schwarzer Peter spielen

Die Qualitätsdiskussion im Spiegel der Fachmedien im Frühjahr 2017

Die Qualitätsdiskussion in der Marktforschung findet auch in den Fachmedien statt. Dazu zählen Fachbeiträge, Blog- und Foreneinträge, Diskussionen auf Veranstaltungen und Webinare. Betrachtet werden die verschiedenen Stufen im Prozess der Wertschöpfung. Angefangen von der Datenerhebung, also der Situation der Fragebogengestaltung und der Debatte rund um die Teilnehmer von Umfragen. Wichtige Eckpunkte in der Diskussion sind die Budgets der Kunden und die Ausbildung der Forscher. Schließlich wird betrachtet, wie sich die Wirksamkeit der Marktforschung in den Unternehmen darstellt. Der Beitrag spiegelt die Einschätzung der Situation der öffentlichen Diskussion im Frühjahr 2017 wider.

Sabine Hedewig-Mohr

Aus- und Weiterbildung der Marktforscher

Frontmatter

Qualitätsanforderungen innerhalb der dualen Berufsausbildung zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS)

Die Perspektive der Berufsschule

Seit 2006 gibt es innerhalb der Marktforschungsbranche einen spezifischen Ausbildungsberuf. Der vorliegende Beitrag stellt zunächst vor, auf welchen Grundlagen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule als Partner im dualen System tätig sind, um eine qualitätsvolle Ausbildung der FAMS sicherzustellen: nämlich auf Ausbildungsordnung und betrieblichem Ausbildungsplan einerseits und Rahmenlehrplan mit 13 an der Institutspraxis orientierten Lernfeldern andererseits. Betriebliche und schulische Ausbildung sollen die sachgerechte Bearbeitung grundlegender Problemstellungen und Begriffe in der Markt- und Sozialforschung ermöglichen: Kernaufgabe der Berufsschule ist dabei die Vermittlung von Handlungskompetenz. Nachdem erklärt wurde, wie man theoretisch-konzeptionell vom einzelnen Lernfeld über das berufliche Handlungsfeld zur praxisnahen Lernsituation kommt, wird gefragt: Wie müssen marktforscherische Handlungssituationen didaktisch gemacht sein, damit sich wirkliche Problemlösungskompetenz entwickeln kann? Wie können die Ausbildungsbetriebe dabei unterstützen? Zur Beantwortung dieser Fragen werden drei Lernsituationen vorgestellt, die im Unterricht am Joseph-DuMont-Berufskolleg erfolgreich eingesetzt wurden und praktische Problemstellungen aus Marktforschungsinstituten beleuchten, nämlich die Abgrenzung der Markt- und Sozialforschung, die Konzeption von Untersuchungsdesigns anhand von Case Studies und die Untersuchung eines Fragebogens hinsichtlich der Gütekriterien. Abschließend wird – ausgehend vom Standpunkt, dass von Ethik getragene Marktforschung bessere Befragungsergebnisse und somit eine höhere Ergebnisqualität hervorbringt – exemplarisch betrachtet, innerhalb welcher FAMS-Lernfelder sich ethische Anknüpfungspunkte finden lassen, die in die Konzeption von Lernsituationen Eingang finden könnten.

Jörg Maas

Qualitätselemente in der Ausbildung

Umsetzung heute und Konzeptionen für morgen

Digitalisierung hat vielfältige Konsequenzen: Sie verändert Berufsbilder, Tätigkeiten, Arbeitsmittel. Sie ermöglicht vollkommen neue Lernformen. Sie verändert die Kultur in Unternehmen und Ausbildungszusammenhängen. Sie führt zu neuen Erwartungen der Unternehmen und Nachwuchskräften aneinander und an das, was die Ausbildung leisten soll. Und sie schafft etwas, was nicht immer einfach war: Sie macht aus Marktforschung, dem Fach für Zahlendreher und Statistikliebhaber, einen Hotspot für Entwickler, Data-Cruncher und Projektmanager, die ihren Kunden in den Mittelpunkt stellen. All das mit zunehmend internationaler Reichweite. Das schlägt sich in den Personalanforderungen nieder und stellt Ausbilder vor veränderte Herausforderungen: Sie müssen die nachhaltigen operativen und strategischen Kriterien, die die Basis für eine kontinuierliche Qualität aller Ausbildungsberufe in der Marktforschung bilden, immer wieder mit neu entstehenden Anforderungen der Branche abgleichen. Sie müssen den jungen Menschen genau zuhören und sie beteiligen, denn sie haben es mit einer Generation zu tun, die mitgestalten will. Und sie müssen mehr denn je auch berufliche Soft Skills wie Kundenorientierung, Innovationsgeist, Agilität und Kollaboration vermitteln, die die Einsteiger in der vernetzten Welt benötigen. Hier wird beleuchtet, wie GfK sich insbesondere mit fünf Qualitätselementen für eine hohe Relevanz und einen hohen Standard des Ausbildungsangebots für den Marktforschungsnachwuchs in Deutschland einsetzt.

Agnes Diesendorf

Ethik als Qualitätsmerkmal in der neurowissenschaftlichen Marktforschung

Herausforderungen, Ansatzpunkte und Perspektiven

Die Diskussion um ethische Fragestellungen in der Marktforschung ist nicht neu; schon lange befassen sich die einschlägigen Verbände (in Deutschland z. B. ADM und BVM, international ICC/ESOMAR) mit der Frage, was ethisch „korrekte“ Marktforschung ist und was nicht. Auch die wissenschaftliche Diskussion befasst sich zunehmend mit ethischen Fragen, insb. im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer experimenteller neurowissenschaftlicher Methoden (Fantapié Altobelli 2017, S. 39). Gerade Verfahren wie funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) oder Positronen-Emissions-Tomografie (PET) können erhebliche Eingriffe in physische und psychische Prozesse der Probanden beinhalten, sodass regelmäßig die Frage nach deren ethischer Zulässigkeit aufgeworfen wird. Für die Zukunft kann erwartet werden, dass neurowissenschaftliche Methoden in der Marktforschung an Bedeutung zunehmen werden. Durch die zunehmende Verbreitung dieser experimentellen Verfahren ist deren ethische Verankerung eine zentrale Herausforderung, um die Qualität neurowissenschaftlich fundierter Marktforschung auch für die Zukunft zu gewährleisten.

Claudia Fantapié Altobelli, David Hensel

Die „Kunst“ des Fragenstellens

Praxisorientierte Hinweise zur Optimierung der Fragebogenqualität

Wenn du etwas wissen willst, frage! – Was im Alltag so einfach klingt, ist in der Methodenforschung ein aufwendiger Prozess. Sowohl das Formulieren von Fragen als auch die Gestaltung des Fragebogens bedarf der Berücksichtigung unterschiedlicher Regeln, ohne die durch Befragungen gewonnene Daten schnell unbrauchbar werden können. So spielen in einem systematischen Frage-Antwort-Vorgang zentrale Kommunikationsregeln und psychologische Abläufe eine Rolle, die es als Forscher dringend zu beachten gilt. Aufbauend auf diesen zentralen Erkenntnissen befasst sich der folgende Beitrag mit unterschiedlichen Aspekten, die die Qualität von Fragebögen beeinflussen. Anhand von praxisbezogenen Beispielen, die aus Erfahrungen mit diversen Befragungen sowie einer systematischen Methodenforschung resultieren, werden dabei dem Leser Leitlinien zur Optimierung von eigenen Fragebögen an die Hand gegeben. Gleichwohl gilt es dabei zu beachten, dass es allgemeingültige Regeln, die auf jede Forschungsfrage, Untersuchungspopulation oder auch Erhebungsart anwendbar sind, nicht geben kann. Die hier erarbeiteten Instruktionen dienen vielmehr der Vermittlung wesentlicher Kenntnisse, die zum Vermeiden grober Fehler führen sollen und es dem Forscher zugleich erlauben, bei Bedarf die Leitlinien nach kritischer Betrachtung eigenständig anzupassen.

Alexandra Mergener, Jean Philippe Décieux

Die Unternehmensseite: Betriebliche Marktforschung und Marktforschungseinkauf

Frontmatter

Qualität in der Betriebsmarktforschung

Ein Balanceakt zwischen Unternehmen, Dienstleistern und Eigenverantwortung

Betriebliche Marktforschung ist für strategische und operative Entscheidungen eines Unternehmens fast unabdingbar. Die Effizienz des Unternehmens wird gestützt durch die Daten und Informationen, die die Marktforschung liefert. Hohe Qualität sollte daher im Fokus stehen. Doch ist Qualität nicht als Gesamtpaket erhältlich. Sie wird erst dann erreicht, wenn viele Details innerhalb des Marktforschungsprozesses aufeinander abgestimmt werden. Sorgfalt im Umgang mit Faktoren wie Zielgruppe, Erhebungsinstrument, Big Data oder Analysen sollte selbstverständlich sein. Die Anforderungen an einen betrieblichen Marktforscher sind hoch. Er ist Dienstleister im eigenen Unternehmen und sollte somit sowohl nach innen als auch nach außen Kompetenz im Umgang mit den marktforscherischen Prozessen zeigen. Kompetenz drückt sich nicht nur durch theoretisches Wissen, sondern auch durch praktische Erfahrung aus. Dieser Beitrag soll einen Part des Alltags der Betriebsmarktforscher beleuchten, der wichtig ist, um qualitativ hochwertige Arbeit hervorzubringen und damit das Unternehmen, das auf die Daten angewiesen ist, in höchstem Maße zu unterstützen.

Astrid Wagner

„Wenn ich drei Wünsche frei hätte“

Kamingedanken eines Betriebsmarktforschers

Die Marktforschung steckt in der Krise. Während die Hochglanzbroschüren der Anbieter und die Präsentationen immer aufwendiger und spektakulärer werden, treiben Zeit- und Kostendruck die Qualität immer weiter nach unten. Die Krise ist das aber noch nicht. Sie entsteht, weil diejenigen Akteure der Marktforschung, die das Handwerk noch beherrschen und tatsächlich eine Ausbildung vorweisen, die sie auch auf ihr Metier anwenden können, immer weniger zu werden scheinen. Gleichzeitig werden diejenigen immer mehr, die kein Handwerk mehr erlernt oder vergessen haben, wozu genau eigentlich noch mal die Standardabweichung gut war, sondern jeden Beraterspruch à la „… viele sind es nicht, aber eine Tendenz kann man schon erkennen – ich würde daher schon noch von Repräsentativität sprechen“ aus dem Effeff beherrschen. Es entsteht eine Industrie, welche die Hülle der Marktforschung aufrecht erhält, aber auf immer mehr verzichtet, was sie auszeichnet: wissenschaftliche Methodik für belastbare Erkenntnisse. In diesem Beitrag betrachte ich die Hintergründe sowie die Dynamik, welche in die Krise führen und uns darin festhalten. Der Weg hinaus drängt sich auf – auch, wenn er nicht ganz schmerzlos sein wird.

Eckart Strangfeld

Freund oder Feind? Marktforschungsanbieter und der Einkauf

Ein analytischer Einwurf

Verhandlungen mit dem Unternehmenseinkauf stehen immer häufiger am Beginn von Marktforschungsprojekten. Der Beitrag reflektiert die Wahrnehmung des Einkaufs aus Sicht eines Marktforschungsinstituts und fragt nach Optimierungsmöglichkeiten der operativen und strategischen Zusammenarbeit. Als wesentliche Herausforderung wird die standardisierte und methodenfokussierte Art der Ausschreibung von Marktforschungsleistungen herausgearbeitet. Sie reduziert – im Interesse einer vermeintlichen Vergleichbarkeit von Anbieterleistungen – die Möglichkeiten kreativer und umsetzungsorientierter Forschung.

Wilhelm Kampik, Stephan Telschow

Marktforschung 4.0 und Digitale Innovation

Frontmatter

Neue Anforderungen an die Qualitätssicherung von Panelanbieten in der Onlinepanel-Forschung

Handlungsnotwendigkeiten aufgrund aktueller Marktentwicklungen

Die bekannten Qualitätssicherungsmaßnahmen in Bezug auf Onlinepanelbefragungen beruhen auf der Annahme einer klassischen Konstellation aus Auftraggeber, Marktforschungsinstitut und Panelanbieter. Diese Voraussetzung ist im Geschäft heutzutage in vielen Fällen nicht mehr vorhanden. Reine Projektvermittler versuchen sich ohne eigene Wertschöpfung an der Ausnutzung der vorherrschenden Qualitäts- und Preisunterschiede. Hinzu kommen immer mehr Möglichkeiten, Befragungsteilnehmer aus unterschiedlichen Quellen in einer Studie zusammenzuführen. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie Qualitätssicherungsmaßnahmen in immer komplexeren Projektkonstellationen sichergestellt und wie dafür die Verantwortlichkeiten zwischen den Projektbeteiligten aufgeteilt werden können.

André Wolff

Von der Tabellenkalkulation zur assistenzgestützten visuellen Analyse

Die wachsende Bedeutung von professionellem Interaktionsdesign in Datenanalysetools

Datenanalysetools im Business-Intelligence(BI)-Umfeld bedienen zunehmend neben ausgebildeten Datenanalysten die Information Prosumer, also solche Nutzer, die auch ohne technische BI-Kenntnisse Daten explorieren und auswerten wollen. Dieser Trend beeinflusst bereits heute die Interfacegestaltung entsprechender Tools und wird sich auch auf die Arbeitsweise von Data Scientists und Marktforschern auswirken. In 5 Thesen werden die Paradigmenwechsel im Interfacedesign von Datenanalysetools formuliert. Neben der starken Nutzung von Visualisierungen in den verschiedenen Nutzungsphasen der Tools wird die Verwendung assistiver Technologien und Bibliotheken eine wesentliche Rolle spielen. In der Kombination werden sie sowohl den klassischen Datenanalysten als auch den Information Prosumer beim Erzielen von Qualität und Form seiner Analysen unterstützen. Zusätzlich werden anhand von Screenshots exemplarisch einige Merkmale guter, wahrnehmungsgerechter Gestaltung von Tabellen und Diagrammen erläutert und zugrunde liegende Begriffe und Qualitätskriterien aus Wahrnehmungspsychologie, UX Design und Informationsdesign erklärt.

Lothar B. Blum

Marktforschung für das Touchpoint Management

Qualitätselemente für das Gelingen heute und die Weiterentwicklung morgen

Momentan unterscheidet die Marktforschung noch in zwei Zeitabschnitte: In heute, d. h. in die qualitativ hochwertige Ausgestaltung des Marktforschungsprozesses zur Bestimmung von Kundenkontaktpunkten, ihre Relevanz für Kunden und Unternehmen und in die Konzeption der Messverfahren. Der zweite Zeitabschnitt betrifft das Morgen, d. h. die nächsten Jahre, in denen mithilfe der Marktforschung Verfahren entwickelt werden, um das Zusammenspiel von analog und digital im Rahmen des Touchpoint Management (TPM) optimal zu gestalten. Über ersteres ist leichter zu berichten, denn die Fehler und Fallstricke sind einfach zu identifizieren, aber schwer zu vermeiden. Über zweites kann nur in Anfängen geschrieben werden – was in der Natur der Sache liegt, denn wir stehen erst am Beginn der Entwicklung.

Bernhard Keller, Sören Cirk Ott

Schaffen Start-ups die Marktforschung ab?

Wie Lean Start-up und Growth Hacking die Welt verändern

Start-ups agieren in Situationen großer Ungewissheit. Dennoch kommen viele Start-ups, insbesondere Software-Start-ups, ohne klassische Marktforschung aus. Das ist immer weniger dem mangelnden Budget geschuldet. Wo früher aus der Not eine Tugend werden musste, sind Methoden wie Lean Start-up und Growth Hacking bei Softwaregründungen längst die bevorzugten Mittel der Wahl geworden. Die Ursache für diese Entwicklung besteht in der engen Kopplung von Erkenntnisgewinnung und Produktentwicklung. Wie funktioniert das und welche Eigenschaften der Start-ups bzw. ihrer Produkte sind dafür verantwortlich, dass es funktioniert? Lassen sich diese Eigenschaften auf physische Produkte übertragen? Und falls ja, gibt es Anzeichen für einen entsprechenden Trend?

Stefan Mintert

Das Experiment gestern und heute, oder: die normative Kraft des Faktischen

Grundlagen des Experimentierens in Digitalen Medien

Dank der Möglichkeiten moderner Webtechnologien hat sich in den vergangenen Jahren das Experiment einen festen Platz unter den Standardmethoden datengetriebener Entscheidungen erobert. Experimente werden heute zur Optimierung von Verkaufsprozessen, zur Verbesserung der Wirksamkeit von Marketingmaßnahmen wie Newslettern oder Landing Pages, zur Steuerung von Designentscheidungen, zum Usability Engineering oder auch ganz direkt zur Produktentwicklung eingesetzt. Damit gewinnen Fragen, wie Experimente sach- und fachgerecht zu planen und auszuwerten bzw. eine hohe Qualität zu gewährleisten ist, eine zunehmende Bedeutung. Der vorliegende Artikel fasst die aktuellen Trends zusammen und behandelt dabei auch die für ein Verständnis dieses Themenfelds besonders wichtigen konzeptionellen Hintergründe. Unter anderem werden etablierte Qualitätsmerkmale, störende Einflüsse beim Experimentieren und Methoden, die für ihre Kontrolle zur Verfügung stehen, dargestellt. Eine Darstellung der ethischen und methodischen Herausforderungen, die sich beim Experimentieren in Livesystemen ohne Wissen der Benutzer ergeben, bildet den Abschluss dieses Kapitels.

Thomas Wirth

Trends in der Analytik von Webvideos für datengetriebene Produktinnovationen

Techniken und Strategien für die Forschung und Ideenentwicklung

In den letzten Jahren haben vor allem Videos als Webcontent eine zunehmend größere Beliebtheit erfahren. Zunehmend werden für die Produktpräsentation deshalb auch Produktvideos im Web genutzt. Im Gegensatz zu früher sind Videos im Web problemlos mit heutigen Webbrowsern betriebssystemunabhängig abspielbar. Webbrowser sind dabei nicht mehr nur auf dem PC-Desktop und in mobilen Endgeräten (wie Tablets und Smartphones), sondern auch auf „Smart TV“-Geräten verbreitet. Trotzdem wird mit Videos im Web immer noch eine traditionelle videoplayerartige Nutzung verbunden. Und dies, obwohl heute technische Möglichkeiten den Nutzen von Webvideos für die Marktforschung enorm vergrößern, indem qualitativ hochwertigere Aussagen gewonnen werden können. Dieser Artikel zieht einen Bogen zwischen diesen technischen Entwicklungen und der Qualität der Gewinnung von relevanten Daten für weiterführende Analysen, auch zu Marktforschungszwecken. Insbesondere wird dafür argumentiert, Produktvideos in Form von Experimenten auch für Entscheidungen bei der Produktentwicklung heranzuziehen.

Arnulf Mester

Interview: Suchmaschinenoptimierung (SEO) von innen betrachtet

Grundlagen der SEO und erfolgreiche SEO-Strategien in der Praxis

Der Datengigant Google verdient gut daran, dass es für viele Unternehmen überlebenswichtig geworden ist, im Web gefunden zu werden. So ist es nur konsequent, dass das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) Hochkonjunktur hat. SEO wirkt jedoch für Außenstehende eher wie eine Geheimwissenschaft, die ein eigenes Ökosystem entwickelt hat, in dem sich nur wenige Spezialisten auskennen. Im Interview mit einem Insider, Bastian Gauwitz, Teamleitung SEO & Content Marketing, E. Breuninger GmbH & Co. in Stuttgart, möchten wir einige der Fakten rund um das Thema beleuchten.

Thomas Wirth, Bastian Gauwitz

Erst aufräumen, dann rechnen

Datenqualität in Industrie 4.0

Daten in ausgezeichneter Qualität für die Analyse von Maschinen bereitzustellen, ist eine der Grundvoraussetzungen für die Automatisierungen in der vierten Industriellen Revolution. Methoden der quantitativen Marktforschung können sowohl bei der Formulierung der „Fragen“ an die Maschine (Relevanz) wie auch bei der Sicherung der Qualität von Daten und Modellen nützlich sein.

Hans-Werner Klein

Marktforschung „tailor-made“

Qualität, die unsere Kunden gut aussehen lässt

„Wir machen aus großen Datenmengen Informationen.“ „We are game changers.“ „Wir sind der Maßstab für Qualität in der Marktforschung und Sozialforschung.“ Dies sind Kernaussagen führender Marktforschungsunternehmen auf deren Websites. Sie haben eines gemeinsam: globale Netzwerke, höchste Marktforschungsexpertise, zuverlässige, erstklassige Erhebungs- und Analysetools. Das Resultat: zweifelsohne hohe Qualität. Bieten diese großen Player die allein gültige Definition für Qualität? Oder geht es kleiner noch viel feiner? Dieser Artikel möchte genau diesen Weg aufzeigen: Welche Marktchancen bieten sich jenseits des Mainstream? Inspiriert durch einen Hamburger Herrenausstatter und die Renaissance der Manufaktur als Produktions- und Präsentationsstätte entsteht das Konzept für einen erweiterten Qualitätsbegriff in der Marktforschung. Auch Kunden sind dabei wichtige Impulsgeber. Drei dieser Impulse betrachten wir genauer: „Daten – Informationen – Wissen – Weisheit – Wo stehen wir aktuell? Und wie weit können wir kommen?“ „Tell me the reason why! – Wir möchten es noch etwas genauer verstehen.“ „Fokussiere auf die Ergebnisse, weniger auf die Methode.“ Das Resultat: Marktforschung als Maßanzug.

Thomas Braun
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