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Quality Economy

Limitationen quantitativer Ökonomie, Potenziale qualitativer Ökonomie

  • 2025
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch informiert über drängende globale Herausforderungen, diskutiert Lösungsansätze, schafft ein besseres Verständnis für die Neudefinition von Wohlstand und dessen gerechte Verteilung und zeigt die Rolle und die Chancen einer qualitativen Wirtschaft auf. Es trägt dazu bei, die komplexen Themen, beispielsweise in den Bereichen Ressourcenmanagement, Technologie und sozioökonomische Systeme, zu beleuchten und Wege zur Bewältigung der Probleme aufzuzeigen. Es gibt Grund zum Optimismus, denn wir Menschen haben die Zukunft in der Hand! In gleichem Maße, wie wir die spanische Grippe, die Pest und Covid-19 in den Griff bekamen, werden wir auch nötige Veränderungen in der Wirtschaft so erfolgreich gestalten, dass wir die Herausforderungen meistern, die unser Planet und das Zusammenleben von uns Menschen erfordert. Ebenso klar ist den renommierten Autoren dieses Buches, dass eine Ökonomie, die nur quantitativen Zielsetzungen unterliegt, weder die aktuelle Lebenswirklichkeit noch künftige gesellschaftliche Anforderungen abzubilden vermag und damit nicht zukunftsfähig ist. “Wir brauchen eine Qualitative Ökonomie” - das ist die zentrale Botschaft dieses Buches. Wie diese genau aussieht, wie sie klassisches volks- und betriebswirtschaftliches Vorgehen ergänzt, welche Themenfelder dabei wichtig sind und künftig werden und warum das nicht nur zu qualitativ, sondern auch quantitativ besseren Resultaten führt, zeigt dieses Buch eindrucksvoll.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Menschen und Technologie

    1. Frontmatter

    2. 1. Synergie für eine nachhaltige Energiewende? Mensch plus KI!

      Katja van Doren
      Zusammenfassung
      Der vorliegende Buchbeitrag untersucht die Synergien zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz (KI) für eine nachhaltige Energiewende. KI trägt signifikant zur Effizienzsteigerung bei und erweitert menschliche Fähigkeiten, indem sie kreative und strategische Denkprozesse fördert. Im HR-Bereich ermöglicht KI effizientere Rekrutierungsverfahren, die sowohl schneller auf Marktbedingungen reagieren als auch tiefer gehende Kandidatenbewertungen durchführen können. RWE nutzt KI in verschiedenen Organisationsbereichen zur Optimierung von Prozessen und zur Unterstützung der Mitarbeitenden, wobei ethische Überlegungen und eine starke Governance essenziell sind, um den KI-Einsatz nachhaltig und verantwortungsvoll zu gestalten. Regulatorische Vorgaben wie der EU AI Act liefern darüber hinaus den notwendigen rechtlichen Rahmen zu ethischen Aspekten bei der Anwendung von KI in der Arbeitswelt.
    3. 2. Führung in der Quality Economy: Eine Analyse, Orientierung und Handlungsempfehlung für Führungskräfte

      Martin Jende
      Zusammenfassung
      Martin Jendes „Führung in der Quality Economy“ analysiert die Evolution von Führungsstilen in einer zunehmend nachhaltigkeitsorientierten Wirtschaft. Der Autor argumentiert, dass herkömmliche autoritäre oder bürokratische Führungsstile in der Quality Economy, die ökologische und soziale Belange integriert, unzureichend sind. Stattdessen betont er die Notwendigkeit adaptiver, inklusiver und ethischer Führungsstile, um den komplexen Herausforderungen einer globalisierten Welt gerecht zu werden. Jende diskutiert verschiedene moderne Führungsstile wie transformationale, agile und regenerative Ansätze, die darauf abzielen, die Resilienz und Anpassungsfähigkeit von Organisationen zu verbessern. Er fordert eine neue Unternehmenskultur, die Qualität und Nachhaltigkeit priorisiert und von Führungskräften aktiv gefördert wird. Der Beitrag schließt mit konkreten Handlungsempfehlungen für Führungskräfte, die sich auf Veränderungsbereitschaft und die Entwicklung neuer Fähigkeiten konzentrieren, um eine effektive und nachhaltige Führung in der Quality Economy zu gewährleisten.
    4. 3. Die Macht der Disruption: Technologische Innovation als Schlüssel zu einer Qualitativen Wirtschaft

      Andreas Nauerz
      Zusammenfassung
      Die globale Risikolandschaft ist zunehmend von gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, aber auch technologischen Herausforderungen geprägt. Der technologische Fortschritt bietet einerseits Chancen durch Innovationen in Bereichen wie der Künstlichen Intelligenz (KI), der Virtuellen Realität (VR) und dem Quantum Computing, birgt andererseits aber auch Risiken wie Cyberkriminalität und eine Zunahme von Ungleichheiten. Die wirtschaftlichen Sorgen, verstärkt durch Inflation und Nahrungsmittelkrisen, fördern politische Polarisierung und soziale Spannungen. Umweltkatastrophen und Ressourcenknappheit treiben die weltweite Migration und verschärfen geopolitische Konflikte. Die gesellschaftliche Spaltung vertieft sich, besonders zwischen Arm und Reich, wobei besonders reiche Länder von fortschreitender Digitalisierung profitieren, während ärmere Nachteile erleiden. Die Zukunft erfordert ein Umdenken in der globalen Kooperation und nachhaltigen Entwicklung, um den vielfältigen Herausforderungen gerecht zu werden.
    5. 4. Die Magie der Kohärenz – wenn einfach alles passt

      Astrid Schulte
      Zusammenfassung
      In „Die Magie der Kohärenz – wenn einfach alles passt“ teilt Astrid Schulte, Vorstandsvorsitzende der Berendsohn AG, ihre Perspektive auf qualitatives Wirtschaften. Mit über 30 Jahren Erfahrung in Konzernen, in der Beratung und als Unternehmerin argumentiert sie, dass der Schlüssel zum Unternehmenserfolg in der Kohärenz – einer tiefen Übereinstimmung zwischen inneren Werten und äußeren Handlungen – liegt. Schulte betont die Bedeutung von innerer Kohärenz für persönliche Erfüllung und äußere Kohärenz für organisatorische Effizienz. Sie teilt ihre Reise von traditionellen zu werteorientierten Führungsprinzipien und die Transformation der Berendsohn AG. Dieser Wandel führte zu einem integrativen Ansatz, der alle Stakeholder einbezieht und langfristigen Erfolg sichert. Schultes Artikel ist ein Plädoyer für die „Quality Economy“, in der die Erreichung qualitativer Ziele die Voraussetzung für quantitativen Erfolg sind.
    6. 5. Quo Vadis Europa? Der globale Wettlauf um Hochtechnologie-Investitionen und Innovation

      Jan Goetz, Milja Kalliosaari
      Zusammenfassung
      Mit der Frage „Quo Vadis Europa?“ wird die dringende Notwendigkeit für strategische Initiativen in Europa diskutiert, um in den globalen Hochtechnologiesektoren wie KI, Quantencomputing und Raumfahrttechnologie wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz starker akademischer Leistungen und innovativer Start-ups fehlt es Europa an multinationalen Tech-Konzernen, die Innovation und kommerzielle Anwendung vorantreiben. Der Beitrag fordert koordinierte Bemühungen nach dem Vorbild von Airbus, um europäische Technologieunternehmen zu globalen Akteuren zu entwickeln. Dabei wird betont, dass die EU eine Schlüsselrolle in der Schaffung eines förderlichen Umfelds für das Wachstum von Technologieunternehmen spielen muss. Es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Integration des EU-Marktes zu nutzen, regulatorische Hürden abzubauen und strategische Investitionen in grundlegende Technologien zu tätigen, um Europas technologische Souveränität und globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
    7. 6. #hacktheworldabetterplace – die Rolle der Hacker School in der Qualitativen Ökonomie

      Julia Freudenberg
      Zusammenfassung
      Der Artikel behandelt das Konzept der „Qualitativen Ökonomie“, die Qualität, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit gegenüber rein quantitativen Wachstumszielen priorisiert. Im Zentrum steht die Hacker School, die als Modellfall für die Vermittlung digitaler Bildung dient. Sie zielt darauf ab, junge Menschen durch praktische Workshops und Corporate Volunteering für Technologie zu begeistern und sie mit den notwendigen Fähigkeiten für die digitale Zukunft auszustatten. Die Hacker School fördert Inklusion und Diversität und trägt durch Kooperationen mit Unternehmen zur sozialen Verantwortung und zur Entwicklung von digitalen Kompetenzen bei. Der Artikel betont die Bedeutung von Bildung und Technologie als Schlüsselwerkzeuge, um eine nachhaltige und gerechte Zukunft zu gestalten, und hebt die Notwendigkeit hervor, Bildungssysteme und Wirtschaftsmodelle anzupassen, um den Herausforderungen einer schnell fortschreitenden technologischen Landschaft gerecht zu werden.
    8. 7. Relive Memories

      Nico Hofmann
      Zusammenfassung
      Der Professor an der Ludwigsburger Filmakademie und ehemalige CEO des Film- und Fernsehproduktionskonzerns UFA beschreibt hier den positiven Beitrag der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Quality Economy und wie radikal die intelligenten Algorithmen und Maschinen die Art und Weise verändern, wie wir Menschen in Zukunft leben und arbeiten werden. Dramatische Auswirkungen hat das auch auf die globale TV- und Filmindustrie, die zwar mit Hilfe der KI großartige, zuvor nie gesehene, surreale Bilderwelten entwickeln kann, aber gleichzeitig ihrer eigentlichen wirtschaftlichen Grundlage beraubt wird, indem die KI all ihre Urheberrechte enteignet, wenn dieser Markt nicht endlich wirksam vom Gesetzgeber reguliert wird.
    9. 8. Aufbruch in eine neue Zeit

      Ralf Belusa
      Zusammenfassung
      Dr. Ralf Belusa untersucht in „Aufbruch in eine neue Zeit“ den Übergang von der VUCA- zur BANI-Welt, charakterisiert durch Brüchigkeit, Ängstlichkeit, Nichtlinearität und Unbegreiflichkeit. Er betont die Notwendigkeit exponentiellen Denkens und innovativen Handelns für Unternehmen, um in dieser volatilen Zukunft effizient und wertstiftend zu bleiben. Der Mensch als „Educated Decision-Maker“ (EDM) spielt dabei eine zentrale Rolle, unterstützt durch Digitalisierung und technologischen Fortschritt. Belusa thematisiert das „AI Manager Dilemma“, das die Herausforderung der Integration von KI in die Unternehmensführung adressiert. Lösungsansätze sehen eine Neuausrichtung der Führungskultur vor, die Technologie als Chance begreift und Mitarbeiter als EDMs stärkt. Ziel ist es, Unternehmen anpassungsfähiger, produktiver und profitabler zu machen.
    10. Backmatter

  3. Knappheit der Ressourcen

    1. Frontmatter

    2. 9. Stromnetze als Autobahnen für die Energiewende

      Tim Christian Meyerjürgens
      Zusammenfassung
      Der Buchbeitrag „Quality Economy“ betrachtet Stromnetze als essenzielle Infrastruktur für die Energiewende und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland, wo 2023 ein Meilenstein erreicht wurde: Erstmals stammte über die Hälfte der nationalen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Quellen. Der Bedarf am Netzausbau ist offensichtlich, da die räumliche Verteilung Erneuerbarer Erzeugung und die Elektrifizierung überall im Land zunimmt. Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) investieren daher massiv in die Erweiterung des Netzes, was Fragen nach Bezahlbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Akzeptanz aufwirft. Trotz dieser Herausforderungen ist die Einhaltung der gesetzlich verankerten Ziele der Energiewende unumgänglich. Stromnetze dienen nicht nur der mengenmäßigen Stromübertragung, sondern ermöglichen auch qualitative Vorteile wie saubere Luft, Teilhabe und nachhaltige urbane Lebensräume. Die Autoren plädieren für eine schnelle, kosteneffiziente Transformation des Energieversorgungssystems, wobei der Netzausbau als Schlüssel für wirtschaftliche, soziale und ökologische Fortschritte gesehen wird.
    3. 10. Die Neuerfindung des Supermarkts

      Sebastian Schels
      Zusammenfassung
      Supermärkte haben einen erheblichen ökologischen Fußabdruck und prägen Städte durch ihre Architektur und großen Parkplätze. Sebastian Schels argumentiert, dass diese Einzelhandelsgiganten, oft als umweltbelastend kritisiert, das Potenzial haben, Impulse für eine nachhaltige Bau-, Konsum- und Agrarwende zu geben. Er betont, dass Supermärkte durch zirkuläres Bauen, innovative Klimastrategien und gezielte Sortimentsgestaltung zu Game-Changern werden könnten, die nicht nur ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren, sondern auch die Städte positiv beeinflussen. Supermärkte sollten zu Orten der Quality Economy transformiert werden, die weniger Ressourcen verbrauchen und das Stadtklima verbessern.
    4. 11. Transformation zur Quality Economy am Beispiel der Textilindustrie Pakistans

      Thomas Wünsche, Julia Wünsche, Paul Wünsche
      Zusammenfassung
      Der vorliegende Beitrag hebt die Notwendigkeit hervor, das Modell der „Quality Economy“ in eine der ältesten und zugleich modernsten Branchen der Welt zu integrieren: die Textilindustrie. Die Wünsche Group, ein Familienunternehmen in dritter Generation, spielt eine führende Rolle bei der Umsetzung ethischer und nachhaltiger Produktionsmethoden in Pakistan, einem der größten Textilproduzenten der Welt. Angesichts der gravierenden Umwelt- und sozialen Probleme, die durch den hohen Wasserverbrauch und die Nutzung schädlicher Chemikalien verursacht werden, setzt das Unternehmen innovative Technologien in ihrer Lieferkette ein. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Förderung fairer Arbeitsbedingungen und zur Reduktion des Chemikalienverbrauchs. Der Artikel diskutiert die Herausforderungen und Erfolge dieser Bemühungen und stellt dar, wie durch kooperative Anstrengungen, technologische Innovationen und eine starke Führung eine nachhaltige Entwicklung in der Textilbranche vorangetrieben werden kann.
    5. Backmatter

  4. Ökonomische und politische Systeme

    1. Frontmatter

    2. 12. Qualitative Ökonomie, Korrelation von Nachhaltigkeit und Führung

      Stephanie Coßmann
      Zusammenfassung
      Der Artikel thematisiert die essenzielle Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Führung in der Wirtschaft. Betont wird die Notwendigkeit, unternehmerische Verantwortung für ökologische, ökonomische und soziale Belange zu übernehmen. Durch persönliche Reflexionen und Erfahrungen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds eines MDAX-Unternehmens, das zu einem Vorstand eines DAX-Unternehmens mit globaler Präsenz wechselte, wird aufgezeigt, wie entscheidend mutige, empathische Entscheidungen für die Zukunft sind. Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, Klimawandel und Fachkräftemangel erfordern ein Umdenken in der Unternehmensführung hin zu einer qualitativen Ökonomie. Nachhaltige Führung, die auf langfristigem Wachstum, ethischem Verhalten und der Einbeziehung aller Mitarbeitenden basiert, wird als Schlüssel zu unternehmerischem Erfolg und gesellschaftlichem Wohlstand dargestellt. Der Appell richtet sich an Führungskräfte, die Unternehmenskultur aktiv zu gestalten, Resilienz zu fördern und durch eine integrierte Sichtweise auf ökonomische, ökologische und soziale Faktoren langfristigen Erfolg zu sichern.
    3. 13. Der Pionier unter den Schokoladenherstellern: auf dem Weg zur nachhaltigen Quality Economy

      Andreas Ronken
      Zusammenfassung
      Der Beitrag von Andreas Ronken im Buch „Quality Economy“ bietet eine tiefgreifende Betrachtung darüber, wie Unternehmen über traditionelle Gewinnmaximierung hinausgehen und durch nachhaltige Geschäftspraktiken einen positiven gesellschaftlichen Einfluss erzielen können. Er reflektiert seine Erfahrungen aus dem Fußball und dem Management, um die Wichtigkeit von Teamgeist und ethischem Handeln im Unternehmenskontext zu betonen. Zentral ist das Engagement des Familienunternehmens für nachhaltigen Kakaoanbau, indem direkte Kontakte zu Kakaobäuerinnen und -bauern gepflegt werden, um die Situation der Menschen und der Umwelt in den Anbauländern positiv zu beeinflussen. Ronken argumentiert, dass echte Nachhaltigkeit ein fundamentaler Veränderungsprozess ist, der Transparenz, Partnerschaften und ein neues Unternehmensbewusstsein erfordert.
    4. 14. Fußball: Wie deutsche Proficlubs die Qualitative Ökonomie vorantreiben

      Jonas Boldt
      Zusammenfassung
      Die Diskussion über nachhaltiges Führen und Handeln in deutschen Profifußballorganisationen zeigt, dass der Fußball weit mehr als nur ein Spiel ist. Es ist ein vielschichtiger Wirtschaftszweig, der neben dem Sport auch die Unterhaltungs-, Tourismus- und Modeindustrie beeinflusst. Der Fußball hat sich dabei von einer Welt des „Fixed Mindset“ zu einer von „Growth Mindsettern“ gewandelt, die aktiv an ihrer Weiterentwicklung arbeiten. Die Vereine gehen dabei über rein ökonomische Aspekte hinaus und berücksichtigen nachhaltige Praktiken, die das Wohlergehen der Gemeinschaft und den Schutz der Umwelt fokussieren. Hierzu zählen der Einsatz für soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Umweltschutz. Diese Elemente bilden die Grundlage einer „Qualitativen Ökonomie“, die nicht nur nach Profit strebt, sondern auch nachhaltig positive Beiträge für die Gesellschaft leisten möchte. Fußballvereine sind damit mehr als nur Unterhaltungsplattformen; sie sind Akteure im ökonomischen und sozialen Wandel, die eine neue Kultur des Miteinanders und des Führens schaffen, indem sie auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen und Verantwortung für zukünftige Generationen übernehmen.
    5. 15. Warum ein neues Bildungsideal als Fundament der Qualitativen Ökonomie nötig ist

      Florian von Schreitter
      Zusammenfassung
      Für die Realisierung der qualitativen Ökonomie braucht es ein neues Bildungsideal, denn Bildung ist der Grundstein allen menschlichen Handelns und Zusammenlebens. Der Text behandelt die tiefgreifenden Veränderungsnotwendigkeiten der menschlichen Bildung im Zeitalter des Anthropozäns. Wir steuern in der gegenwärtigen Epoche des Anthropozäns, dem Zeitalter des Menschen, auf große Herausforderungen zu: Den Klimawandel, die Notwendigkeit, die Maxime des quantitativen Wachstums in Frage zu stellen, oder die Frage, was uns Menschen von Maschinen, von Robotern und Algorithmen unterscheidet. Herausforderungen, die wir nicht ohne die konsequente Neujustierung unseres Bildungsideals nachhaltig und effektiv lösen können. Denn dieser Lösungsweg setzt im Kern unseres Seins, unseres Verhaltens und unserer Orientierung in der Welt an. Bildung ist dabei viel mehr als nur schulische oder universitäre Bildung. Sie wird als Lehre des Lebens beschrieben, deren Kern die Erlernung von „Lebensressourcen“ ist. Lebensressourcen, die wie die Luft zum Atmen sind, determinieren unser individuelles und kollektives Glück. Für die Realisierung der realistischen Utopie der qualitativen Ökonomie braucht es daher ein neues Bildungsideal, das sich einerseits auf die Stärkung der menschlichen Ressourcen wie Empathie oder Kreativität konzentriert und andererseits den exponentiellen Verbesserungen der Technologie, allen voran der Künstlichen Intelligenz, Rechnung trägt. Denn dann hat der Mensch eine Zukunft im Rahmen realistischer ökonomischer Parameter.
    6. 16. Qualitative Ökonomie in der Immobilienwirtschaft

      Florian Stetter
      Zusammenfassung
      Der Artikel untersucht die „Qualitative Ökonomie“ in der Immobilienwirtschaft im Vergleich zu den gängigen ESG-Kriterien. Er argumentiert, dass die Qualitative Ökonomie eine erweiterte Perspektive bietet, die über die üblichen Umwelt-, Sozial- und Gouvernance-Aspekte (ESG) hinausgeht. Dabei wird die Bedeutung von langfristiger Lebens- und Wohnqualität sowie umfassender Nachhaltigkeit betont. Der Beitrag behandelt die Herausforderungen der Immobilienbranche wie strenge gesetzliche Vorschriften und wirtschaftliche Unsicherheiten, die durch bestehende ESG-Standards nicht voll adressiert werden. Es wird aufgezeigt, dass innovative Ansätze notwendig sind, um die sozialen, ökologischen und ökonomischen Werte besser zu integrieren und nachhaltige Effekte zu erzielen. Die Betrachtung schließt mit der Forderung, bestehende Strukturen anzupassen und durch zukunftsorientierte Konzepte der Qualitativen Ökonomie zu erweitern, um langfristig positive Veränderungen in der Immobilienbranche zu fördern.
    7. 17. Wie wird der Unternehmer seiner umfassenden Verantwortung in der Quality Economy gerecht?

      Josef Geiger
      Zusammenfassung
      In der Theorie sozialer Systeme werden Organisationen als Gruppen kommunizierender Individuen verstanden, die jeweils eigene Sprachen sprechen und unterschiedliche Prioritäten setzen. Dem liegt der Mechanismus der Komplexitätsreduktion zu Grunde: das System spricht nur über das, was für sein eigenes Überleben relevant ist. Angewendet auf Unternehmen bedeutet das: Sie sind blind für Themen, die ihren eigenen Fortbestand im hier und jetzt nicht gefährden. Ein Unternehmen kann dem ganzheitlichen Anspruch einer Quality Economy daher niemals allein, sondern immer nur als Teil vieler zusammenspielender Elemente gerecht werden. In dieser komplexen Umgebung übernimmt der Unternehmer eine entscheidende Rolle als „Übersetzer“. Diese Funktion ist essenziell, da die unterschiedlichen Systeme innerhalb des Unternehmens und zwischen dem Unternehmen und seinen externen Stakeholdern effektiv kommunizieren müssen, um kooperieren zu können. Mit dieser Vermittlungsarbeit können Mehrwerte aus der Verbindung grundverschiedener Themen gehoben werden, die anderen Firmen verschlossen bleiben. Umwelt und Gesellschaft bleiben keine bloßen ESG-Dimensionen, sondern werden zu Chancenbringern. Wenn der systemische Gedanke konsequent angewandt wird, gehen ökonomische Mehrwerte mit anderen Hand in Hand.
    8. 18. Regulierung als Grundpfeiler einer Quality Economy am Beispiel der Finanzindustrie

      Gert Waltenbauer
      Zusammenfassung
      In diesem Kapitel soll die Bedeutung gesetzgeberischer Maßnahmen und deren Umsetzung, die sogenannte Regulierung, für eine Quality Economy betrachtet werden. Am Beispiel der regulierten Finanzindustrie wird beschrieben, welche Situationen zu Regulierungshandlungen führen, wie Regulierung eingesetzt wird, welche Schwierigkeiten im Umgang mit Regulierung auftreten können und wo die Regulierung ihre Grenzen der Wirksamkeit hat. Aus dem Blickwinkel der Unternehmenspraxis werden Handlungsempfehlungen an die Politik und die Verwaltung als diejenigen gegeben, welche als Gesetzgeber die Regulierung in Kraft setzen und durch Verwaltungshandeln umsetzen.
    9. 19. On the Way to New Work

      Michael Trautmann
      Zusammenfassung
      Der Artikel „On the Way to New Work“ zeigt den möglichen Beitrag, der von Frithjof Bergman sogenannten „Neuen Arbeit“ auf die Gestaltung einer „Quality Economy“ auf. Mittels einer narrativen Brücke aus Geschichten des Podcasts „On the Way to New Work“ navigiert der Text durch das Spektrum von individueller Erfüllung und Transformation, über synergetische Dynamiken in Teams und Organisationen bis hin zu den gesellschaftlichen Auswirkungen von New Work. Es wird ein Panorama entfaltet, das aufzeigt, wie eine sinnorientierte Arbeitswelt nicht nur die Persönlichkeitsentwicklung fördert, sondern auch kollektive Resilienz stärkt und zu sozialer Innovation anregt. Der Artikel unterstreicht, dass New Work nicht nur Arbeitsmodelle reformiert, sondern vielmehr einen kulturellen Wandel repräsentiert, der das Fundament für eine zukunftsfähige und qualitativ ausgerichtete Wirtschaft legt.
    10. 20. Medien zwischen Macht und Markt

      Patricia Cronemeyer
      Zusammenfassung
      Dr. Patricia Cronemeyers „Medien zwischen Macht und Markt“ befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit und Persönlichkeitsrechten. Sie betont die Bedeutung der Menschenwürde und wie der Artikel 1 des Grundgesetzes diese als oberstes Gut schützt. Gleichzeitig hebt Artikel 5 die Pressefreiheit hervor, was Medien verpflichtet, transparent und objektiv zu berichten. Cronemeyer beleuchtet den Wandel der Medienlandschaft, insbesondere durch Digitalisierung, Kommerzialisierung und Clickbaiting, und wie dies zur Erosion ethischer Standards führt. Sie kritisiert die Macht der Medienkonzerne, die zunehmend ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgen, oft auf Kosten der journalistischen Qualität und des Quellenschutzes. Fallstudien wie die Relotius-Affäre zeigen, wie weit der Drang nach Ruhm und Sensation gehen kann. Ihre Empfehlungen umfassen stärkere Sanktionen bei Verstößen gegen den Pressekodex, den Schutz von Persönlichkeitsrechten und eine ausgewogenere Abwägung zwischen Pressefreiheit und Verantwortung. Cronemeyer fordert Medienhäuser auf, sich einem zeitgemäßen Wertekanon zu verpflichten, der die Glaubwürdigkeit der Medien stärkt und Vertrauen zurückgewinnt.
    11. 21. Verfassungsrechtliche Direktiven für eine Quality Economy

      Roland Lappin
      Zusammenfassung
      Der Artikel behandelt die verfassungsrechtlichen Grundlagen für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik in Deutschland. Er stützt sich auf Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zu Klimaschutz und Schuldenbremse, die wichtige Rahmenbedingungen für die zukünftige ökonomische Ausrichtung unseres Wirtschaftssystems setzen. Der Beitrag betont die Notwendigkeit, Wirtschaftssysteme qualitativ und damit verfassungskonform zu gestalten, wobei er die Wichtigkeit von Umweltschutz, Generationengerechtigkeit und ökologischer und fiskalischer Nachhaltigkeit hervorhebt. Er diskutiert die Gestaltungsfreiheit und -verantwortung des Gesetzgebers und der Grundrechtsträger der Unternehmensfreiheit gleichermaßen sowie die Rolle evidenzbasierter, wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Artikel zielt darauf ab, durch ökonomische Interpretation der jüngsten Leitentscheidungen des BVerfG den wirtschaftspolitischen Diskurs über die Ausgestaltung einer zukunftsorientierten „Quality Economy“ zu fördern.
    12. 22. Klein anfangen, groß denken, global handeln

      Sabine U. Dietrich
      Zusammenfassung
      Sabine U. Dietrich betont die Notwendigkeit globaler Veränderungen durch lokale Akzeptanz und partizipative Prozesse. Veränderungen gelingen nur, wenn sie von oben nach unten (Top-down) und von unten nach oben (Bottom-up) getragen werden. Sie betont die Bedeutung der „Quality Economy“, die ein Umdenken erfordert und globale Expertise, Mut und Offenheit verlangt. Dietrich beschreibt ihre Erfahrungen bei BP, wo sie an der Entwicklung der ersten Wasserstofftankstelle in Deutschland beteiligt war. Sie kritisiert die kurzfristige Krisenreaktion der Politik und fordert langfristige Strategien, die über Wahlzyklen hinausreichen. Bildung, Innovation und Technologie sind entscheidend für nachhaltige Veränderungen. Dietrich schlägt vor, von erfolgreichen Modellen wie den Bürger- und Klimaräten in Österreich und Deutschland zu lernen und diese Ansätze zu erweitern. Ein langfristiger Ansatz, der nationale und internationale Perspektiven einbezieht, ist notwendig, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern.
    13. 23. Operationsbedingungen der Nachhaltigkeitstransformation von Unternehmen – eine systemtheoretische Skizze und ein Vorschlag

      Tobias Schulz-Isenbeck
      Zusammenfassung
      Die Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft als Teil der Weltgesellschaft ist ein politisch-ökonomisches Programm, das in einer Vielzahl von Dimensionen ökologische und soziale Ziele definiert und verbindlich macht. Der Orientierungswechsel von quantitativen zu qualitativen Entscheidungsparametern und Erfolgsgrößen, den der Weg in eine Quality Economy erfordert, erhält dadurch einen erheblichen Schub; zugleich kann die ökologische, auf die Begrenzung des Klimawandels gerichtete Dimension der Nachhaltigkeitstransformation geradezu als existenzielle Bedingung einer künftigen Quality Economy beschrieben werden. An Unternehmen werden in diesem Kontext erhebliche Anforderungen gestellt, ihren Gestaltungsmöglichkeiten und ihrer Wirkungsmacht entsprechende Transformationsbeiträge zu leisten. Diese Anforderungen erzeugen teilweise Zielkonflikte mit den finanziellen Existenz- und Erfolgsbedingungen von Unternehmen und erhöhen damit die Komplexität ohnehin anspruchsvoller Entscheidungssituationen der Unternehmensleitungen weiter. Der Blick auf Unternehmen als soziale Systeme und auf die ihnen eigene Operationslogik wirtschaftlicher Entscheidungen macht die Verhältnisse durschaubar und entschärft die Konfliktlagen. Der Beitrag umreißt die Bedingungen und Möglichkeiten der Einordnung von Nachhaltigkeitszielen in unternehmerische Entscheidungsprogramme und den Einfluss anderer Marktteilnehmer sowie der Politik auf diese Entscheidungen. Der systemtheoretische Problemzugang ermöglicht schließlich aus der Eigenlogik und letztlich im Eigeninteresse von Unternehmen einen pragmatischen Vorschlag zur Entwicklung nachhaltigkeitsorientierter Handlungsprogramme.
    14. Backmatter

  5. Neuer Wohlstand

    1. Frontmatter

    2. 24. Navigieren in einer sich wandelnden Welt

      Frank Seipelt
      Zusammenfassung
      Frank Seipelt diskutiert die Notwendigkeit, traditionelle Geschäftsmodelle zu überdenken. Er betont, dass Erfolg in der Wirtschaft nicht nur durch finanziellen Gewinn definiert werden sollte, sondern durch eine harmonische Integration von Qualität, sozialer Verantwortung und ökologischer Nachhaltigkeit. Seipelt erläutert, dass Unternehmen, die sich ausschließlich auf kurzfristige Gewinne konzentrieren, langfristig nicht bestehen können. Er argumentiert, dass eine „Quality Economy“ die Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklungen und Wertvorstellungen erfordert, sowie eine generationenübergreifende Zusammenarbeit und Lernbereitschaft. Unternehmen müssen sich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst sein und aktiv für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit eintreten. Seipelt ruft zu einem Umdenken auf, bei dem Qualität und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und Umwelt im Vordergrund stehen, um so eine zukunftsfähige Wirtschaft zu schaffen.
    3. 25. Nutzen vor Zahlen – Finanzierungsideen für eine Quality Economy

      Thomas Stewens, Axel Rose
      Zusammenfassung
      Der Qualitätsbegriff hat in den vergangenen Jahrzehnten einen evolutorischen Wandel durchlaufen. Doch um den Transformationsprozess zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Wirtschaft erfolgreich zu gestalten, reichen Konzepte wie Stakeholder Value und Total Quality Management nicht mehr aus. Langfristige Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in der Entwicklung, Planung und Umsetzung neuer Lösungen einzupreisen, muss der neue Anspruch sein. Aktuell scheitern selbst markteffiziente Innovationen noch viel zu häufig an der mangelnden Finanzierung. Statt sich auf vergangenheitsbezogene Daten zu fokussieren, muss die zukünftig mögliche Nutzenstiftung in einer Quality Economy systematisch einbezogen werden. Damit dies gelingt, braucht es regulatorische Änderungen, intelligente Deal- und Sicherheitenstrukturen, mehr digitale Elemente und eine stärkere gesellschaftliche Partizipation. Nur so kann die gesellschaftliche Transformation beschleunigt werden und es entstehen zusätzlich positive Effekte für die Vermögensverteilung und die Schaffung von neuen hochwertigen Arbeitsplätzen.
    4. 26. Maßstäbe einer Quality Economy

      Oliver Everling
      Zusammenfassung
      Der Artikel „Maßstäbe einer Quality Economy“ untersucht grundlegende Konzepte für eine Wirtschaft mit Zukunft. Beginnend mit der Dualität von Qualität und Quantität werden die Begriffe im Kontext der neuen Idee von einer „Quality Economy“ definiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Maßstäben und ihrer Skalierung, insbesondere in Ratings. Die Theorie der Skalenniveaus wird von Nominal- bis Verhältnisskalen beleuchtet. Die Diskussion betont die Rolle von Ratings in Investition und Finanzierung sowie die Integration von Technologien wie Generative KI und Spatial Computing. Der Ausblick sieht eine vielversprechende Zukunft für eine Quality Economy, geprägt von Innovation, Nachhaltigkeit und einer verstärkten Integration von Technologien in Wirtschaftsanalysen und -entscheidungen.
    5. 27. European League of Football: Qualität für die wertvollste Zeit des Menschen

      Zeljko Karajica
      Zusammenfassung
      Zeljko Karajica beschreibt in seinem Beitrag die transformative Kraft des Sports am Beispiel der European League of Football (ELF). Er schildert, wie die Liga seit ihrer Gründung im Jahr 2020 wächst und Gemeinschaften durch gemeinsame Erlebnisse stärkt. Karajica betont die Inklusivität und Diversität der ELF, die Frauen in Führungsrollen einbezieht und Menschen unterschiedlicher Herkunft vereint. Er hebt hervor, dass Sport mehr als nur Unterhaltung bietet; er schafft „Quality time“, die Menschen zusammenbringt und stärkt. Die ELF nutzt moderne Technologien und Kooperationen, um eine breite Zielgruppe zu erreichen und expandiert kontinuierlich, um ihre positive Wirkung zu vergrößern.
    6. Backmatter

  6. Backmatter

Titel
Quality Economy
Herausgegeben von
Bernd Thomsen
Simone Thomsen
Florian von Schreitter
Oliver Everling
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-658-45360-2
Print ISBN
978-3-658-45359-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-45360-2

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