Die erfolgreiche Mensch-Computer-Interaktion (MCI) im Sicherheits- und Krisenkontext bedingt die Validierung der Gebrauchstauglichkeit aller im konkreten Nutzungskontext zum Einsatz kommenden interaktiven, sicherheitskritischen und krisenspezifischen Systeme. Das Kapitel beginnt mit einem Kurzüberblick über die quantitativen Aspekte der Gebrauchstauglichkeit, den menschzentrierten Gestaltungsprozess, die Evaluationsphase im Sicherheitskontext und für die quantitative Evaluation der MCI prinzipiell infrage kommenden Methodiken. Im Anschluss erfolgt eine Klassifikation und Bewertung der verschiedenen aus der MCI bekannten Ansätze und Konzepte hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit im Rahmen der quantitativen Evaluation im Sicherheits- und Krisenkontext. Für die im Forschungsumfeld der MCI besonders weit verbreiteten empirischen Methoden, wie beispielsweise der klassische Usability-Test, werden drei verschiedene menschzentrierte Ansätze für eine adäquate Repräsentation des konkreten Krisen- und Sicherheitskontexts im Rahmen des Evaluationsprozesses vorgestellt und im Hinblick auf die Ergebnisqualität bewertet und eingeordnet: Das Labortraining, das Prozesstraining und das Krisentraining. Abgeschlossen wird das Kapitel durch drei konkrete Beispiele für die Evaluation von interaktiven Systemen im Krisenkontext.