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Über dieses Buch

Dieses Buch gibt erstmals einen Überblick über den aktuellen Stand des quantitativen immobilienwirtschaftlichen Risk Managements und stellt eine entsprechende Grundstruktur dar. Es wendet sich damit an alle, deren Aufgabe die Entwicklung, Anpassung und Umsetzung von Risikomanagementsystemen im Immobilienbereich ist. Es hilft damit ganz wesentlich bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben, wie zum Beispiel der Etablierung von Risikotragfähigkeitsrechnungen. Die bestehenden gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement (KAGB, AIFMD, KAMaRisk) sind weitgehend an das Risikomanagement von Wertpapierfonds angelehnt und berücksichtigen die Besonderheiten der Anlageklasse Immobilien nur eingeschränkt. So gibt es etwa keine allgemein anerkannte Definition für die Risikodeckungsmasse eines offenen Immobilienfonds. Die Etablierung einer auf quantitativen Modellen basierenden Risikotragfähigkeitsrechnung, wie regulatorisch gefordert, ist damit eine Herausforderung für das Risikomanagement und wird sehr unterschiedlich gelöst. Die Qualität von Immobilien sowie u. a. ihre Lage und damit ihr Risiko sind sehr individuell und werden seit jeher vor allem qualitativ beurteilt. Die dadurch bedingte Heterogenität sowie die nicht immer gegebene Veröffentlichung von zum Beispiel Transaktionspreisen, Mieten und Mietanreizen hat bis heute den Aufbau von umfassenden immobilien- und marktbezogenen Datenreihen verhindert, die für den Aufbau quantitativer Risikomodelle benötigt werden. Dieses Buch, das mit Unterstützung der Deka Immobilien entstanden ist, leistet einen wichtigen Beitrag zur Lösung dieses Problems.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Hinführung zum Thema

In Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ab den Jahren 2007 und 2008 (GFC) hat sich die Affinität der Marktteilnehmer zur intensiveren Analyse und zum verstärkten (aktiven) Management von Risiken signifikant ausgeweitet (RICS, 2017). Die Vulnerabilität der Finanz- und Immobilienmärkte (Feldkircher, 2014) wurde im letzten Abschwung offensichtlich und musste verstärkt Beachtung finden. Im Hinblick auf mögliche Gefahrenpotenziale ist die aktuelle Entwicklung einer fortschreitenden Sensibilisierung und Professionalisierung grundsätzlich als gut und richtig zu bewerten.
Cay Oertel

Kapitel 2. Determinanten zur Ausgestaltung des immobilienwirtschaftlichen RMs

Die relevanten Determinanten für die unternehmensindividuelle Ausgestaltung des RMs können nach ihrer Bedeutung hierarchisch geordnet und in sechs Ebenen unterteilt werden. Die Position der einzelnen Anforderung richtet sich dabei nach ihrer Bedeutung für das RM in der Immobilienwirtschaft. Nach einer kurzen Erläuterung der damit einhergehenden Grundüberlegung, werden die jeweiligen Teilbereiche in den folgenden Abschnitten näher beleuchtet.
Cay Oertel

Kapitel 3. Umsetzung des RMs: Stand der Forschung in Bezug auf die organisatorische Verankerung

Ausgehend von den im Detail hergeleiteten Anforderungen an ein immobilienwirtschaftliches RM (vgl. Kapitel 2) wird im Folgenden die organisatorische Verankerung des RMs präsentiert (siehe Abb. 3.1).
Cay Oertel

Kapitel 4. Umsetzung des RMs: Stand der Forschung in Bezug auf methodische Ansätze

Das folgende Kapitel ergänzt die Umsetzung der Anforderungen aus Kapitel 2 um die zweite Komponente: Die Methoden des RMs untergliedern sich dabei in die relevanten Prozesselemente und deren Instrumente (siehe Abb. 4.1).
Cay Oertel

Kapitel 5. Ansätze zur Bewertung des RMs („Reifegradmodelle“)

Um die beschriebenen Ansätze zu bewerten bedarf es eines Prüfschemas, das sich in der Literatur als sog. Reifegradmodell etabliert hat. Zur Prüfung des allgemein-betriebswirtschaftlichen RMs existieren bereits Arbeiten, wohingegen es an einem spezifischen immobilienbezogenen Reifegradmodell fehlt.
Cay Oertel

Kapitel 6. Evolutionsmatrix für das RM in der Immobilienwirtschaft

Das eigene Modell („Evolutionsmatrix“) zur Bewertung des immobilienwirtschaftlichen RMs beurteilt die Ansätze zur Organisation und den Methoden aus Kapitel 3 und 4.
Cay Oertel

Kapitel 7. Implementierung von RM - Entwicklungspfade für verschiedene Teilbereiche

Aus der Sicht eines Entscheidungsträgers in der Immobilienwirtschaft erwächst aus der vorangegangen Darstellung die Frage wie die Best Practices für die Organisationsstrukturen und Methoden sinnvoll operativ im eigenen Unternehmen zu implementieren sind.
Cay Oertel

Kapitel 8. Fazit

Die vorliegende Arbeit versucht einen Beitrag zur Sammlung und dem Vergleich bestehender Ansätze des quantitativen RMs in der Immobilienwirtschaft zu leisten. Dabei wurde anhand der relevanten Rahmenbedingungen aus juristischer, wissenschaftlicher und ökonomischer Sicht auf Unternehmensebene ein Anforderungsprofil für die Ausgestaltung des RMs entwickelt. Vorschläge zur Umsetzung in der Literatur wurden gesammelt, präsentiert und im Abgleich mit den Anforderungen schließlich evaluiert.
Cay Oertel

Backmatter

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