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Über dieses Buch

Der Raum gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gerade in Zeiten des pädagogischen Wandels und mit der Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung rückt konstruktivistisch, inklusiv ausgelegte Didaktik in den Vordergrund schulischer Entwicklungen. Dieses Buch geht der Frage nach, wie sich Schule als Lernort für Alle gestalten und nutzen lässt. Dazu wird unter den Schwerpunkten Beziehungsebene, Multiprofessionelle Teamarbeit, individualisiertes Lernen und Ort des Lernens anhand einer Triangulation von empirischen Forschungsmethoden eine inklusive berufliche Schule in Hamburg beleuchtet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Zusammenspiel von Raum und Pädagogik unter dem Leitgedanken der Inklusion.

Die Autorinnen

Anna Hagemann, M. Ed., Lehramt an Berufskollegs in der beruflichen Fachrichtung Mediendesign und Designtechnik und dem allgemeinbilden Fach Englisch

Jeanne Lengersdorf, M. Ed., Lehramt an Berufskollegs in der beruflichen Fachrichtung Mediendesign und Designtechnik und dem allgemeinbilden Fach Sport, seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FH Münster am Institut für Berufliche Lehrerbildung (abgeordnet von der WWU Münster)

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
In ganz Europa findet eine Schulbauoffensive statt: Die Entwicklung der Lehr- und Lernräume bietet Chancen für die Zukunft und orientiert sich an zeitgemäßer konstruktivistischer Pädagogik und gesellschaftlichen Diskursen. Bildungsbauten zeitgemäß zu gestalten, heißt innovative Pädagogik, Architektur, Ästhetik und Wirtschaftlichkeit auf hohem Niveau zu vereinen. Die neu geschaffenen, umgebauten, modernisierten und umstrukturierten Schulbauten greifen aktuelle soziale Entwicklungen auf und werden die Stadt, Pädagogik und Gesellschaft für Jahrzehnte prägen (PPAG architects ztgmbh, 2018).
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Theorie

Frontmatter

Kapitel 2. Pädagogischer Theoriezugang

Zusammenfassung
Im deutschen Bildungssystem und an berufsbildenden Schulen landesweit vollzieht sich ein fundamentaler Wandel, der die Rahmenbedingungen für Schule verändert. Diese Veränderungen beziehen sich auf Makroebene gesamtgesellschaftlich, städtisch und institutionell. Bei Betrachtung der Mikroebene beziehen sie sich auf die Schule selbst.
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Kapitel 3. Theoriezugang Raumkomponente

Zusammenfassung
Mittlerweile sind die Richtlinien und Standards überholt, lange orientierte sich der Schulbau an Richtlinien der Nachkriegszeit und Raumbedarfe wurden hauptsächlich an Quadratmeterzahlen und anderen qualitativen Gesichtspunkten festgelegt. „Bedarfsberechnungen auf Basis fixierter Flächenindizes verführen jedoch zur Beibehaltung tradierter Funktionszuweisungen sowie räumlicher Stereotypen und verhindern profilgeleitete Schwerpunktsetzungen“.
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Kapitel 4. Zwischenfazit und Frageentwicklung – Relevanz von Inklusion und Raum

Zusammenfassung
Die Aufgabe des Raumes kommt in dieser Didaktik stärker zu tragen. Der ‚Raum als Dritter Pädagoge‘ wird bedeutend im Wandel der Gesellschaft und pädagogischer Konzepte. „Lernkultur und Bildungsansätze unterliegen einem kontinuierlichen Prozess. Die sich stetig wandelnden gesellschaftlichen Entwicklungen ziehen neue pädagogische und organisatorische Anforderungen an Bildungseinrichtungen nach sich, die prägenden Einfluss auf die architektonische Konzeption von Schulbauten und Betreuungsstrukturen haben“ (Ministère de l‘Éducation nationale de l‘Enfance et de la Jeunesse 2018, S. 5).
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Konzeptebene

Frontmatter

Kapitel 5. Vom Klassenraum zum Bildungsraum

Zusammenfassung
„Keine Wohnung, keine Fabrik wird heute mehr so gebaut wie vor 100 Jahren“ (Montag Stiftung, 2017, S. 27). Viele Grundrisse für den Schulbau stammen aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert und verlangen verändere Konzepte, die auf den Städtebau und Pädagogik reagieren. Insbesondere das Konzept der „Flurschulen“ aus den 1970er Jahren wird einem flexiblen Einsatz unterschiedlicher Lehr- und Lernmethoden nicht mehr gerecht (Ministère de l‘Éducation nationale de l‘Enfance et de la Jeunesse 2018, S. 14).
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Kapitel 6. Best-Practice-Modelle

Zusammenfassung
Orte an denen verschiedenste Individuen aufeinandertreffen und gemeinsam oder nebeneinander arbeiten, finden sich nicht nur im Schulalltag. Wie geht die Wirtschaft mit Arbeitsräumen der fortschrittlichen Praxis um und welche Lösungen präsentiert sie? Neue Technologien und flexible Arbeitsmodelle ändern auch hier die Räumlichkeiten und Anforderungen an den Arbeitsplatz (Vetter, 2016).
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Kapitel 7. Konzept im Kontext beruflicher Bildung

Zusammenfassung
Die Ausbildungsvorbereitung (AV) ist ein bundesweites Konzept, das an berufsbildenden Schulen angeboten wird. Sie zählt in NRW zur Anlage A. Die AV vermittelt berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und dient der beruflichen Orientierung.
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Kapitel 8. Zwischenfazit und Konkretisierung der Fragestellung

Zusammenfassung
Nach pädagogischem und architektonischem Theoriezugang wird auf konzeptioneller Ebene deutlich, wie mit neuen Organisationsmodellen auf tradierte Klassenraum-Flur-Konzepte reagiert wird. Dies bildet den zentralen Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit. Die Reaktion auf zentrale Herausforderungen an Raum für Inklusion werden in den Beispielen der Arbeits- und Bildungsräume in der fortschrittlichen und zukunftsorientierten Praxis deutlich.
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Empirische Untersuchung

Frontmatter

Kapitel 9. Forschungsmethodisches Vorgehen und Durchführung

Zusammenfassung
Das methodische Vorgehen orientiert sich an den Interessen der Fragestellung im Kontext von Raum und Inklusion. Um auf Basis der Theorie die Fragestellung anhand eines Praxisbeispiels konkret zu untersuchen, erfolgt die empirische Forschung in Form einer räumlich-pädagogischen Untersuchung. Dabei wird die Dokumentanalyse beim ersten Besuch vor Ort durch Beobachtungsbögen und Raumpläne unterstützt, um einen Zugang zum Thema zu schaffen und für die räumlich-pädagogische Situation zu sensibilisieren.
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Kapitel 10. Ergebnisdarstellung

Zusammenfassung
Der Neubau der beruflichen Schule Eidelstedt (BS24) umfasst die Bildungsgänge der Ausbildungsvorbereitung (AvDual), der Ausbildungsvorbereitung Migranten (AvDual-M) und die Betriebliche Berufsbildung (BBB). Sie liegt im nordwestlichen Teil Hamburgs im Bezirk Eimsbüttel am Niekampsweg 25a. Die Außenstelle der BS24 wird als „Urschule“ ihrer Art in Hamburg angesehen.
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Diskussion und Ausblick

Frontmatter

Kapitel 11. Diskussion

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der pädagogischen und räumlich-orientierten Zugänge mit den Schwerpunkten der Beziehungsebene, multiprofessionellen Teamarbeit, Ort des Lernens und individualisiertem Lernen sowie die Veränderung der architektonischen Auffassung von Bildungsbauten werden im Folgenden am Beispiel der berufsbildenden Schule BS24 diskutiert. Dabei werden die Befunde der qualitativen Forschung mit den theoretischen Annahmen zusammengefasst, die Ergebnisse vor dem Hintergrund der bestehenden Studien zum Thema interpretiert sowie in der Diskussion konträrer Befunde verdeutlicht. Grenzen der Vergleichbarkeit, Schwierigkeiten im Forschungsprozess, die Erörterung der Ergebnisse und ihre Bedeutung für den wissenschaftlichen sowie gesellschaftlichen Diskurs und der schulischen Praxis folgen diesem Vorgehen, um einen anschließenden Ausblick dieses Themas zu geben.
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Kapitel 12. Ausblick

Zusammenfassung
Um Raum für Inklusion zu schaffen und Schule als Lernort für Alle zu gestalten und zu nutzen, ist es grundlegend Inklusion als ganzheitlich gesellschaftliches Thema zu verstehen. So sollte ein Bewusstsein für Inklusion in all seinen Teildisziplinen und Ausprägungen verbreitet und diskutiert werden, solange es noch nicht gesellschaftlich verankerte Norm ist. Dazu bedarf es einem Fokus auf Vielfältigkeit in allen institutionellen Bildungsorganisationen.
Jeanne Lengersdorf, Anna Hagemann

Backmatter

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